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Rachsüchtiger Schindler-Angestellter legt in Japan Lifte lahm



Weil er einen Groll gegen den Lift- und Fahrtreppenhersteller Schindler hegte, hat ein Angestellter in Japan Ende Juli und Anfang August Lifte lahmgelegt. Der 36-Jährige wurde am 5. August entlassen. Er muss mit einer Strafanzeige des betroffenen Immobilienbesitzers rechnen.

Schindler-Sprecherin Nelly Keune bestätigte am Donnerstag einen Bericht der Zeitung «The Japan Times». Der grollende Angestellte stoppte Lifte in fünf Appartementgebäuden im Raum Tokio bis zu 45 Minuten lang. Von den Festsitzenden wurde niemand verletzt. Einer Frau wurde es allerdings schlecht und sie musste ins Spital gebracht werden.

Um die Lifte zu stoppen, benutzte der Mann einen Schlüssel, den üblicherweise nur die Service-Unternehmen erhalten. Damit aktivierte er sieben Mal Sicherheitssysteme und legte die Lifte lahm.

Der Mann flog am 2. August auf, als er in einem Stundenhotel in der Prefektur Ibaraki selbst im Lift festsass. Als er das Hotel anrief, um den Zwischenfall zu melden, drückte er nicht den Alarmknopf, sondern befreite sich selbst. Schindler Japan fand das verdächtig und kam ihm auf die Schliche.

Gemäss dem japanischen Transportministerium arbeitete der Mann seit 2008 bei Schindler Japan. Er gab an, er wolle sich an Schindler rächen, weil er Schwierigkeiten mit der Firma habe. Schindler Japan teilte mit, der Groll stamme wohl daher, dass der Mann im Juni vom Manager zum Angestellten heruntergestuft worden war. Schindler Japan entschuldigte sich für die Vorfälle. (sda)

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