Wirtschaft
Schweiz

Office World schliesst bis April 2027 alle Filialen in der Schweiz

Das Papeterie-Fachgeschäft Office World schliesst seine Läden (Symbolbild).
Das Papeterie-Fachgeschäft Office World schliesst seine Läden (Symbolbild).Bild: Shutterstock

Office World schliesst alle Filialen und entlässt 45 Personen

Bis Frühjahr 2027 ist Schluss mit dem stationären Handel bei Office World.
09.03.2026, 20:4409.03.2026, 20:44
Maurizio Minetti
Maurizio Minetti

Beim Bürobedarf-Händler Office World geht der Abbau weiter: Die Gruppe konzentriere sich im Verkauf an kleinere Endkunden auf das wachsende Online-Angebot ihrer Plattform Officeworld.ch, heisst es in einer Mitteilung. Sie stellt deshalb bis im Frühjahr 2027 den stationären Verkauf etappenweise ein. Davon betroffen sind 45 Vollzeitstellen in zehn Filialen.

Die Mitarbeitenden in den betroffenen zehn Filialen sind am Montag informiert worden. «Es ist eine bittere Wahrheit: Doch längerfristig weisen die Ausgaben und Einnahmen in unserem stationären Geschäft schlicht kein gesundes Verhältnis mehr auf. Das hat bedauerliche Konsequenzen», sagt Dominik Engeler, der Leiter des Filialgeschäfts von Office World. Die Menschen kauften auch Büroartikel immer öfter im Internet ein und gingen weniger in den Laden, so Engeler.

Gleichzeitig will die Office-World-Gruppe nach eigenen Angaben mit ihren weiteren Firmen das Geschäft als Vollservice-Anbieter für Büroartikel und -dienstleistungen in der Schweiz mit dem Sortiment von rund 60'000 Artikeln verstärken.

Diese zehn verbliebenen Filialen schliessen bis ins Frühjahr 2027 etappenweise:

Ende Juni 2026: St. Gallen

Ende September 2026: Regensdorf ZH

Ende Oktober 2026: Pratteln BL und Zürich Glattzentrum

Ende Dezember 2026: Lausanne VD

Ende Februar 2027: Basel Dreispitz, Luzern, Steinhausen ZG, Zürich Altstetten

Ende April 2027: Genf

Ende Januar und Februar 2026 hatten bereits die Filialen in Sursee, Bern und Winterthur ihre Türen geschlossen. (aargauerzeitung.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
29 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Spektralist
09.03.2026 23:10registriert August 2025
Oh mann, wie schade. Wieder ein Laden weniger, durch den man auch mal einfach schlendern und "lädelen" konnte.
Ich bin echt froh, durfte ich noch mit Geschäften aufwachsen, in denen man sich aufhalten konnte, sogar Musik "probehören".
Für mich ist "Anfassen vor Kauf" ein Muss, keine Option. Das heisst, meine Welt wird wieder um ein Erlebnis ärmer, und die verlieren einen (zugegeben nicht sehr lukrativen) Kunden.
Schade. :(
596
Melden
Zum Kommentar
avatar
B-Arche
09.03.2026 20:56registriert Februar 2016
Die Schweiz ist halt auch ein wenig klein für eine reine Bürowarenkette.
Selbst in den grossen USA geht es beiden dieser Ketten - Staples und Office Depot eher schlecht als recht. Da gibt es wohl bald eine Fusion.
Immer mehr Office geht ins Digitale, klassische Schreibwaren werden immer weniger gebraucht und Amazon ist halt der Elefant im Raum. Leider für so gut wie alles.
235
Melden
Zum Kommentar
29
Wie Trump die Welt ins Chaos stürzt
Es droht die schlimmste Energiekrise seit Menschengedenken.
David Rothkopf war Sicherheitsberater in der Regierung von Bill Clinton. Später war er Chefredaktor des Magazins «Foreign Policy». Der Mann weiss demnach in Sachen Geopolitik Bescheid. Umso besorgniserregender ist daher, was er am Wochenende auf dem Podcast des Onlineportals «Daily Beast» erklärt hat. Konkret führte Rothkopf aus:
Zur Story