Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Uber schreibt weiter Milliardenverluste – aber der Umsatz steigt kräftig



Der US-Fahrdienstvermittler Uber hat zu Jahresbeginn tiefrote Zahlen geschrieben, aber einen kräftigen Umsatzanstieg verbucht. Im ersten Quartal fiel ein Verlust von 1.0 Milliarden Dollar an, wie Uber am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

epa07561260 Uber CEO Dara Khosrowshahi  (L) and Ryan Graves (R), one of the co-founders of Uber, talk on the floor of the New York Stock Exchange while waiting for today's initial public offering for Uber in New York, New York, USA, 10 May 2019. Shares of the stock in the company are being listed at $45 per share which will reportedly raise the company at least $8.1 billion / €7.2 billion.  EPA/JUSTIN LANE

Uber-CEO Dara Khosrowshahi. Bild: EPA/EPA

Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte es einen Gewinn von 3.8 Milliarden gegeben, was allerdings an hohen Sondererlösen durch Verkäufe von Auslandsbeteiligungen lag.

Das operative Geschäft ist chronisch unprofitabel und im vergangenen Quartal drückten hohe Kosten für die Vorbereitung des Börsengangs die Bilanz noch tiefer ins Minus. Uber debütierte vor rund drei Wochen an der New York Stock Exchange, bei der grössten Börsenpremiere seit Jahren sammelte das Unternehmen rund 8.1 Milliarden Dollar ein und brachte es auf eine Gesamtbewertung von etwa 82 Milliarden.

Seitdem hat Uber an der Börse jedoch einen schweren Stand und die Aktie ist stark unter Druck geraten. Immerhin konnte das Unternehmen den Umsatz im Auftaktquartal im Jahresvergleich um deutliche 20 Prozent auf 3.1 Milliarden Dollar steigern und damit die Prognosen der Analysten leicht übertreffen. Auch der hohe Verlust lag im Rahmen der Markterwartungen. Uber hatte Investoren vor dem Börsengang gewarnt, möglicherweise nie die Gewinnzone zu erreichen.

Branche wartet auf Roboterautos

Bei Anlegern kam der Quartalsbericht zunächst gut an, die Aktie legte nachbörslich zeitweise deutlich im Wert zu. Uber könnte Rückenwind gut gebrauchen, der Kurs notierte zuletzt rund zehn Prozent unter dem Ausgabepreis.

Schon das Volumen das Börsengangs hatte wegen unerwartet schwacher Nachfrage nach den Aktien deutlich gestutzt werden müssen, so hatte Uber zunächst eine Gesamtbewertung von 100 Milliarden Dollar angestrebt. Zuvor hatten Banken laut US-Medien sogar mal bis zu 120 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.

Uber dominiert den «Ride Sharing»-Markt für Fahrtenvermittlungen über Smartphone-Apps. Hier flaute das Wachstum jedoch schon deutlich ab. Und Geld zu verdienen, gibt es in diesem Geschäft bislang ohnehin nicht. Auch der Rivale Lyft steckt tief in den roten Zahlen und tut sich an der Börse schwer.

Uber betreibt zudem Services etwa für Essenslieferungen und Frachtvermittlung. Als Schlüssel zum Profit gelten auf Dauer vor allem Roboterautos, die Fahrer als Kostenfaktor beseitigen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter und ungewisser Weg. (sda/dpa)

Emily darf jetzt mit geschalteten Autos fahren

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Fazit nach Frauenstreik: Hunderttausende Menschen protestierten für Gleichstellung

Link zum Artikel

«Er hat nicht unrecht» – das sagt Christoph Blocher zu SVP-Glarners Handy-Terror

Link zum Artikel

Du willst dein Handy sicherer machen? Dann solltest du diese 10 Regeln kennen

Link zum Artikel

FCB-Sportchef Streller tritt mit emotionalem SMS zurück: «Es bricht mir s’Herz»

Link zum Artikel

Trump hat sich im Persischen Golf verzockt

Link zum Artikel

5 Action-Heldinnen, die die Filmwelt ordentlich gerockt haben

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

Link zum Artikel

«Das stimmt einfach nicht» – Martullo-Blocher wird in der «Arena» vorgeführt

Link zum Artikel

Nach Handy-Terror: Betroffene Mutter rechnet mit SVP-Glarner ab – und wie

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

9 spannende Geisterstädte und ihre Geschichten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
sentifi.com

Watson_ch Sentifi

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pun 31.05.2019 09:43
    Highlight Highlight Uber hebt den Heuschreckenkapitalismus auf eine neue Stufe und zeigt, wie degeneriert dieses System ist. Mit gigantischen Investitionen auf der Grundlage von gigantischen Versprechungen werden mehrere Branchen über Preiskampf zur Sau gemacht und die Mitarbeitenden zu unterbezahlten Pseudo-Selbstständigen degradiert, nur um im nächsten Schritt alle Jobs zu vernichten und die Vormachtsstellung an einen etwas innovativeren Anbieter desselben zu verlieren und Pleite zu gehen. Den superreichen Investoren ist das egal. Wir brauchen dringend mehr demokratische Mitentscheidung und Spielregeln.
  • Aliminator 31.05.2019 07:30
    Highlight Highlight Uber: Wir sind bloss eine Plattform, kein Arbeitgeber. Möglicherweise machen wir nie Gewinn.
    Markt: Egal, ihr seid trotzdem 80 Mia. wert.🤷🏼‍♂️😂

SUV statt Tesla: So erklärt Mobility die Offroader-Offensive

Der Carsharing-Anbieter nimmt Karossen von Jaguar und Land Rover in die Flotte auf. Insgesamt kurven bereits über 70 Mobility-Offroader durchs Land. Das hat seinen Grund.

Wer eine Luxuskarosse fahren will, kann dies neuerdings mit Mobility tun: Seit Dienstag hat der Carsharing-Anbieter Autos von Jaguar und Land Rover im Angebot.

In Zeiten der Klimastreiks sorgt die neue Premium-Kategorie für Irritationen bei Mobility-Nutzern. «Mobility verspielt gerade seine Glaubwürdigkeit als Anbieterin von nachhaltiger Mobilität», kommentierten User auf der Facebook-Seite von Mobility.

Die Landrover sind übrigens nicht die einzigen Offroader in der Mobility-Flotte. Inzwischen …

Artikel lesen
Link zum Artikel