Wirtschaft
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«Moralisch verwerflich»: Rockefeller-Dynastie trennt sich vom Öl- und Kohlegeschäft



Die Rockefeller-Familie verabschiedet sich von Anlagen in fossile Brennstoffe und damit auch vom US-Ölriesen Exxon. Der Rockefeller Family Fund, eine Wohltätigkeitsorganisation, teilte am Mittwoch mit, seine Anteile an dem Konzern abzustossen.

IMAGE DISTRIBUTED FOR TISHMAN SPEYER - David Rockefeller attends the opening of the historic Rainbow Room at 30 Rockefeller Plaza, Wednesday, Oct. 1, 2014 in New York. (Photo by Diane Bondareff/Invision for Tishman Speyer/AP Images)

David Rockefeller 2014 in  New York.
Bild: Invision for Tishman Speyer/Invision

Auch von Beteiligungen im Bereich Kohle und kanadischem Ölsand werde man sich so schnell wie möglich trennen. Angesichts der existenziellen Bedrohung, der sich die Menschheit und das natürliche Ökosystem ausgesetzt sähen, gebe es für Unternehmen «keinen vernünftigen Grund, weiter nach neuen Kohlenwasserstoff-Quellen zu suchen».

Die Stiftung wendet sich damit von den Ursprüngen des sagenhaften Reichtums der Rockefeller-Familie ab. Vor mehr als einem Jahrhundert machte John D. Rockefeller Sr. mit Standard Oil, einem Exxon-Vorläufer, ein Vermögen. Doch mittlerweile sieht der Family Fund Exxon kritisch. Das Verhalten bei Klimathemen scheine «moralisch verwerflich» zu sein, hiess es in der Mitteilung.

Im November leitete die New Yorker Staatsanwaltschaft gegen Exxon Ermittlungen ein. Dabei ging es um die Frage, ob der Konzern die Öffentlichkeit und Aktionäre über die Risiken des Klimawandels getäuscht hat. Exxon erklärte damals, auf Geschäftsrisiken über Jahre hinweg unter anderem in Quartalsberichten hingewiesen zu haben.

Die Höhe des Exxon-Anteils oder der Beteiligungen im Bereich fossile Brennstoffe führte der Family Fund nicht aus. Exxon-Aktien tendierten wie der Markt insgesamt etwas schwächer. Ölkonzerne sind seit Monaten wegen des Ölpreisverfalls unter Druck.

(sda/reu)

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