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This illustration released by NASA, shows a supermassive black hole in the nearby spiral galaxy NGC 1365. A study published Thursday in the journal Nature calculated the spin rate of the black hole and found it’s rotating close to the speed of light. (AP Photo/NASA)

Schaurig schön: Illustration eines Schwarzen Lochs. Bild: AP NASA

Warum du es nie schaffen wirst, deiner Mutter zu erklären, was ein Schwarzes Loch ist

Astronomen jubeln: Endlich haben sie es geschafft, ein Schwarzes Loch zu fotografieren. Das erinnert mich daran, wie ich einmal herauszufinden versucht habe, was ein Schwarzes Loch eigentlich ist. So viel vorweg: Ich habe irgendwann aufgegeben.



Dies ist die überarbeitete und aktualisierte Version eines Artikels, der im Januar 2014 bereits erschienen ist.

55 Millionen Lichtjahre sind eine ziemliche Distanz. Der Mond zum Beispiel ist nur gerade eine gute Lichtsekunde von uns entfernt. Da ist es schon beeindruckend, wenn es den Astronomen gelungen ist, ein Objekt in dieser unvorstellbaren Entfernung zu fotografieren – auch wenn sie streng genommen gar nicht das Schwarze Loch selbst abgelichtet haben, sondern dessen Akkretionsscheibe.

Ein kurzer Blick in die Berichterstattung über diese Sensation zeigt mir allerdings schnell, dass es hier um schwer verdauliche Kost geht: Begriffe wie Ereignishorizont, Quantenfluktuation oder metastabile, gebundene Zustände des Gravitationsfeldes sind mir ungefähr so verständlich wie eine Gebrauchsanweisung auf Koreanisch.

Dabei spricht alle Welt von Schwarzen Löchern, als sei vollkommen klar, was damit gemeint ist. Loch und schwarz sind ja Wörter, die man aus dem Alltag bestens kennt. User LAZIO1900 jedenfalls kennt Schwarze Löcher aus eigener Erfahrung:

Doch was ist ein Schwarzes Loch denn wirklich?

Kopfweh-Wörter im Internet

Ich wende mich vertrauensvoll ans Internet, das bekanntlich alles weiss. Google führt mich schnurstracks zum entsprechenden Wikipedia-Eintrag.
«Ein Schwarzes Loch ist ein Objekt, das in seiner unmittelbaren Umgebung, innerhalb des Ereignishorizonts, eine so starke Gravitation erzeugt, dass weder Materie noch Information (etwa Licht- oder Radiosignale) diese Umgebung verlassen kann», lese ich da.

Na, dieser erste Satz ist ja gar nicht so schwierig, finde ich, nur dieser mysteriöse Ereignishorizont lässt mich etwas ratlos zurück. Ich lese hoffnungsvoll weiter. Doch dann kommen wieder diese Kopfweh-Wörter: Raumzeit, Singularität, Schwarzschildradius und schliesslich ein Ungetüm, das mir den Rest gibt: Raumzeitkrümmung.

«Schwarze Löcher haben keine Haare.»

John Archibald Wheeler, amerikanischer Physiker

Der Artikel hat kaum angefangen, und ich muss schon passen. Entnervt scrolle ich noch kurz nach unten und treffe dort auf das Keine-Haare-Theorem. Wie? Sollte die Tatsache, dass ich eine Glatze habe, etwas mit einem Schwarzen Loch zu tun haben? Ich klicke die Seite weg.

Künstlerische Darstellung eines supermassiven Schwarzen Lochs im Zentrum einer Galaxie. Seine Gravitationskräfte deformieren den Stern im Vordergrund. Bild: AP University of Warwick

Der Fall ist klar: Ich benötige professionelle Hilfe. Ein Anruf bei Bruno Binggeli, Professor am Departement Physik der Universität Basel, soll Licht ins Dunkel bringen. Ein Schwarzes Loch, beruhigt mich Binggeli, sei eigentlich ganz einfach zu erklären: «Wenn Sie Materie zusammenpressen, wird die Dichte irgendwann so gross, dass die Fluchtgeschwindigkeit die Lichtgeschwindigkeit erreicht.»

Fluchtgeschwindigkeit? «Ja, die Geschwindigkeit, die man zum Beispiel benötigt, um eine Rakete von der Erde wegzuschiessen», erklärt Binggeli. «Nehmen Sie unsere Sonne als Beispiel: Wenn man sie auf eine Kugel mit drei Kilometer Radius zusammendrücken könnte, würde die Fluchtgeschwindigkeit der Lichtgeschwindigkeit entsprechen, und nichts könnte die Sonne mehr verlassen.»

Kosmischer Staubsauger?

Eine oft anzutreffende Vorstellung von Schwarzen Löchern hält diese für gefrässige Monster, die wie kosmische Staubsauger allmählich alles aus ihrer Umgebung anziehen und verschlucken. Das, sagt Professor Binggeli, sei falsch. Man müsse einem Schwarzen Loch schon sehr nahe kommen, damit man von ihm eingefangen werde. Ausserhalb dieses engen Bereichs wirke ein Schwarzes Loch wie jeder andere Himmelskörper. «Wenn sich im Zentrum unseres Sonnensystems ein Schwarzes Loch von der Masse der Sonne befände, würde sich für uns schwerkraftmässig nichts ändern. Allerdings hätten wir dann natürlich kein Licht mehr», erklärt Binggeli. (dhr)

Und was passiert dann? Gemäss der Einstein'schen Relativitätstheorie müsste diese komprimierte Sonne dann kollabieren und auf einen Punkt zusammenfallen. «Sie wäre dann gewissermassen nicht mehr da, ein Loch eben. Eine Singularität.» Oha, wieder diese Singularität – ich bin überfordert.

Diese verflixte Singularität!

«Eine Singularität», versucht Binggeli mir beizubringen, «ist ein physikalischer Zustand, in dem eine bestimmte Grösse unendlich oder null ist. Damit ist es unmöglich, Aussagen über die physische Beschaffenheit einer solchen Singularität zu machen.»

Mir raucht der Kopf. Diese verflixte Singularität! Wieder ist es da, dieses Gefühl, das der österreichische Schriftsteller Robert Musil in seinem Roman «Die Verwirrungen des Zöglings Törless» – es ging dort um Kant – so schön beschrieben hat: «(Ihm war), als drehe eine alte, knöcherne Hand ihm das Gehirn in Schraubenwindungen aus dem Kopfe.»

Doch was ist ein Schwarzes Loch denn wirklich?

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    Alle Leser-Kommentare
  • aligator2 12.04.2019 17:03
    Highlight Highlight Stephen Hawking hat darüber sehr gute Bücher geschrieben, die auch für Laien verständlich sind. Zu diesem Thema passt vor allem das Buch "Brief answers to the big questions".
  • Bynaus @final-frontier.ch 12.04.2019 10:30
    Highlight Highlight Den Ansatz mit der Fluchtgeschwindigkeit finde ich gut, den brauche ich auch immer zur Veranschaulichung. Bei der Erde sind es 11 km/s (von der Erdoberfläche aus). So schnell muss man mindestens sein, um weg zu kommen. Ein Schwarzes Loch hat einfach eine sehr viel höhere Masse (auf wesentlich kleinerem Raum, das heisst, eine höhere Dichte), dort ist die Fluchtgeschwindigkeit eben höher, also >300000 km/s (Lichtgeschwindigkeit). Deshalb kann nichts entfliehen. Weil die Fluchtgeschwindigkeit mit dem Abstand abnimmt, ist es möglich, dass wir Licht von der Scheibe sehen - aber nicht vom Loch.
    • Adumdum 12.04.2019 13:39
      Highlight Highlight Aber welche Scheibe??
    • Rabbi Jussuf 12.04.2019 19:19
      Highlight Highlight Die Akkretionsscheibe. Das ist Materie, die sich wegen der Schwerkraft eines massiven Körpers in einer dünnen Scheibe sammelt. So ähnlich wie die Saturnringe. Oder die Ekliptik, auf der alle Planeten um die Sonne kreisen.
    • Rabbi Jussuf 12.04.2019 19:24
      Highlight Highlight Kommt noch dazu, dass wir fast immer eine Scheibe sehen, egal, wie die tatsächlich liegt. Das kommt daher, dass sich das Licht um ein massives Schwarzes Loch krümmt. So sehen wir quasi hinter das Loch und das wirkt, als ob die Scheibe senkrecht zu unserer Blickrichtung liegen würde, selbst sie Scheibe waagerecht liegt.
  • Geissrob 12.04.2019 08:06
    Highlight Highlight Also so schwierig ist das ja nicht. Man muss sich die Raumzeit wie einen in der luft gespanten Stoff vorstellen. Wenn man eine Kugel darauf legt gibt es eine Wölbung im Stoff...Die Wölbung stellt die Gravitation dar...alle weiteren leichteren Kugeln welche man nun auf den Stoff legt bewegen sich nun in Richtung der grossen Kugel...genau wie bei Planeten und Monden bzw. mit Sternen und Planeten. Ein schwarzes Loch wird durch einen gestorbenen Stern verursacht, so dass ein Loch im "Stoff" bzw der Raumzeit entsteht. Nun kann man nicht einmal mit Lichtgeschwindigkeit entfliehen.
    • Bynaus @final-frontier.ch 12.04.2019 10:32
      Highlight Highlight Das stimmt so nicht: der Raum um das SL ist ja immer noch stark gekrümmt. Da ist kein "Loch" in der Raumzeit (so etwas sprengt die Grenzen der Analogie ohnehin). Aber man kann sich sagen dass die "Steigung" an den Wänden des gekrümmten Bereichs steiler ist als das, was das Licht noch überwinden kann. Deshalb bleibt es drin.
  • Albert J. Katzenellenbogen 12.04.2019 01:24
    Highlight Highlight Meh. Meine Mutter ist Physikerin.
  • swisskiss 11.04.2019 21:58
    Highlight Highlight Meine Mutter wusste genau, was ein schwarzes Loch ist. Hat ja mein Zimmer auch regelmässig geputzt und aufgeräumt.
  • bigmouthfroggy 11.04.2019 21:47
    Highlight Highlight Ist dann Schrödingers Katze auch eine Singularität?
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 12.04.2019 19:33
      Highlight Highlight Schrödingers Katze ist mehr ein, ich weiß nicht ob das der passende Ausdruck ist, ein Quantenparodoxon.
      Da wir durch die geschlossene Kiste nicht wissen, ob die Katze lebt oder nicht, also 1 oder 0 ist, ist sie, so lange nicht nachgeschaut wird, lebendig und tot zur gleichen Zeit.
      Als Ergänzung dazu, mach dich mit der heisenbergschen Unschärferelation bekannt. Einfach ausgedrückt, hält man ein radioaktives Partikel, dass zu zwei verschiedenen Isotopen zerfallen kann, unter permanenter Beobachtung, bleibt es im instabilen und unbestimmten Zustand.
      Korrekturen und Ergänzungen erwünscht.
    • swisskiss 12.04.2019 19:35
      Highlight Highlight bigmouthfroggy: Nur wenn Du hinschaust...
    • Aurum 12.04.2019 21:19
      Highlight Highlight Nein, schrödingers Katze ist ein Paradoxon. Bei einem Paradoxon nimmt eine Variable 2 Werte gleichzeitig an (Die Katze lebt & ist gleichzeitig tot).
      Eine Singularität ist mathematisch betrachtet eine Definitonslücke, also eine Variable, der kein Wert zugewiesen werden kann.
  • Dä isches gsi 11.04.2019 21:04
    Highlight Highlight Warum? Sind den Mütter blöd? Immer diese Klischees...
    • Walter Sahli 11.04.2019 22:17
      Highlight Highlight Der Titel lautet nicht, "Warum Deine Mutter nie begreifen wird, was ein schwarzes Lich ist" sondern "Warum du es nie schaffen wirst, deiner Mutter zu erklären, was ein Schwarzes Loch ist".
  • cypcyphurra 11.04.2019 20:54
    Highlight Highlight just... perfection
    Benutzer Bild
  • 45rpm 11.04.2019 20:46
    Highlight Highlight Das war relativ einfach. Ich habe meiner Mutter erklärt, dass ein schwarzes Loch ein Loch ist, das schwarz ist :D
    Und ja, dass es im Weltall alles aufsaugt ;)
  • azoui 11.04.2019 20:06
    Highlight Highlight Das mit den Haaren gefällt mir am besten, dass kan ich mir wenigstens vorstellen.
  • Zweiundvierzig 11.04.2019 19:47
    Highlight Highlight Fun fact: Wenn sich die Masse eines schwarzen Loches verdoppelt, verdoppelt sich auch dessen Radius. Weil das Volumen aber im Kubik zunimmt, nimmt die Dichte eines schwarzen Loches ab, je grösser es wird! Das Schwarze Loch in Messier 87 hat eine geringere Dichte als die Luft die wir atmen!
    • Ueli der Knecht 11.04.2019 22:06
      Highlight Highlight Zweiundvierzig: Ein schwarzes Loch hat keinen Radius. Es ist nämlich angeblich ein Punkt. Eine Singularität. Oder wie es jemand anders anderswo in einem Kommentar ausdrückte, "ein unendlich kleiner Punkt".

      Also musst du dir einen ganz stinknormalen 0-dimensionalen Punkt vorstellen. Und dann diesen nochmals unendlich viel kleiner. Dann hast du ein schwarzes Loch (also falls du dir einen "unendlich keinen Punkt" vorstellen kannst). Da gibt's schlicht keinen Radius mehr! Weil der wäre unendlich klein, also schlicht verschwunden. Unendlich mal Null. Nichts.

      Und nichts verändert sich nicht.
    • Walter Sahli 11.04.2019 22:31
      Highlight Highlight Ähh...hat ein Punkt nicht schon per Definition keine Ausdehnung? Oder wie gross ist denn so ein "ganz stinknormaler 0-dimensionaler Punkt"?
    • Zweiundvierzig 11.04.2019 23:01
      Highlight Highlight Oh doch, ein Schwarzes Loch hat sehr wohl einen Radius. Das Schwarze Loch in M87 hat einen Durchmesser von etwa 2/3 des Loches, das man in der Mitte des Donuts sieht. Das sind etwa 128 AU, oder etwa 19 Milliarden Kilometer. Das ist die Grenze des Ereignishorizonts. Wenn man wie im Artikel erwähnt die Sonne zusammendrücken würde bis sie kollabiert, hätte man ein Schwarzes Loch mit einem Durchmesser von rund 5.9 Kilometern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Joe Frangelico 11.04.2019 19:38
    Highlight Highlight Aber Watson weiss es .
  • Mr.President 11.04.2019 19:35
    Highlight Highlight Nicht wenn deine Mutter Rocket scientist ist und im Cern die schwarze Löcher selber induziert...
    • Walter Sahli 11.04.2019 22:21
      Highlight Highlight Doch, dann erst recht! Oder behaupten Sie, sie könnten einer solchen Wissenschaftlerin etwas Physikalisches erklären?
  • lina910 11.04.2019 19:29
    Highlight Highlight Dem Vater aber schon?
    • Walter Sahli 11.04.2019 22:24
      Highlight Highlight Sind Sie klüger, wenn Sie mit dem Vater sprechen?
    • Saraina 12.04.2019 07:13
      Highlight Highlight Mit dem Vater besteht kein Kontakt mehr, seit sich die Eltern vor 14 Jahren scheiden liessen...🙄
  • LeChef 11.04.2019 19:22
    Highlight Highlight (2) Wenn die Kernreaktion aufhört, steht der Gravitationskraft der Teilchen nichts mehr entgegen, und die Teilchenmenge macht das, was sie von Anfang an „vor hatte“, bis die Kernfusion dazwischen funkte: Sie komprimiert sich ungebremst weiter und weiter, bis die gesamte Materie sich in einem einzigen Punkt, der Singularität, zusammenballt. (Wobei die Gesamtmasse der Teilchen über einem bestimmten Wert liegen muss, damit sie sich tatsächlich ungebremst komprimieren. Nur sehr grosse Sterne werden zu Schwarzen Löchern).
    • Ueli der Knecht 11.04.2019 22:12
      Highlight Highlight Es braucht eine gewisse kritische Masse, dass daraus ein schwarzes Loch werden kann. Die Sonne zB. hat diese kritische Masse nicht, wird daher auch nicht zu einem schwarzen Loch, wenn sie ihre Kernfusions-Energie verbraucht hat. Das Sonnensystem wird daher nicht als Singularität enden.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Chandrasekhar-Grenze
    • Sam1984 12.04.2019 08:42
      Highlight Highlight Die Chandrasekhar Grenze gibt an, ab welcher Masse ein Stern zu einem Neutronenstern kollabiert anstatt zu einem weissen Zwerg. Sie ist daher die maximale Masse für einen weissen Zwerg.

      Die maximale Masse für einen Neutronenstern wird durch die Tolman-Oppenheimer-Volkoff-Grenze angegeben.

      Um als schwarzes Loch zu Enden muss die Masse grösser als die Tolman-Oppenheimer-Volkoff-Grenze sein.

  • LeChef 11.04.2019 19:15
    Highlight Highlight (1)Eine verständliche Erklärung nach Stephen Hawking:

    Ein Stern entsteht, wenn sich eine grosse Menge Teilchen aufgrund ihrer gegenseitigen Gravitation so stark komprimiert, dass in ihrem inneren durch den hohen Druck eine Fusionsreaktion beginnt. Der Stern komprimiert sich nur soweit, dass die nach aussen gerichtete Kraft der Kernfusion exakt der nach innen gerichteten Gravitation der Teilchen entspricht.

    Eine bestimmte Stern-Dichte reicht aber nur aus, um genügend kleine Elemente zu fusionieren. Wenn sämtliche kleinen Teilchen zu grösseren Teilchen fusioniert sind, hört die Reaktion auf.
  • Mat_BL 11.04.2019 18:55
    Highlight Highlight Lieber Hr. Huber, nach neusten Erkenntnissen und/oder Theorien schient es eben doch so zu sein, dass Information und Strahlung schwarze Löcher verlassen können. Siehe Wiki-Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/Hawking-Strahlung
    *Klugscheisser-Modus: OFF*
    Gibt's vielleicht am Montag ein Quiz "Loch-Special", so mit dem Krater von Derweze, der Kola-Bohrung, Schacht 371, und vieles mehr? Freue mich schon darauf.
    • Oh Dae-su 11.04.2019 22:09
      Highlight Highlight Hawking-Strahlung verlässt aber das Schwarze Loch nicht, sondern entsteht an seiner Oberfläche. Auch die Information kommt nicht aus seinem Inneren, sondern ist auf seiner Oberfläche "eingebrannt". Siehe dazu auch das holographische Prinzip.
    • Ueli der Knecht 11.04.2019 22:23
      Highlight Highlight Mat_BL: "es scheint".... ist aber noch nicht bewiesen. Dazu müsste man quasi ein schwarzes Loch im Nichts finden. Eines ohne Akkretionsscheibe. Die Umgebungstemperatur müsste kälter sein, als die Temperatur des schwarzen Lochs (falls man da überhaupt von Temperatur sprechen darf).

      Also ich meine, da sind noch erhebliche Fragezeichen hinter der Theorie der Hawkingstrahlung. Schon die Zuordnung einer Temperatur ist nur eine postulierte Theorie, die bisher keine Bestätigung fand. Bisher kann man einem schwarzen Loch nur die Eigenschaften Masse, Drehimpuls und elektrische Ladung zuordnen.
  • Goon 11.04.2019 18:49
    Highlight Highlight Bei schwarzem Loch muss ich immer an was versautes denken.....
  • Nasenbohren für Fortgeschrittene 11.04.2019 18:34
    Highlight Highlight Antworten und Fragen am laufende. Band.
    Play Icon
  • aglio e olio 11.04.2019 18:31
    Highlight Highlight Harald Lesch erklärt so Sachen recht anschaulich.

    Play Icon
  • Turrdy 11.04.2019 18:26
    Highlight Highlight Also "Schwarzes Loch" ist doch die Singularität von "Schwarze Löcher", oder nicht? 🤔
    • Hierundjetzt 11.04.2019 19:02
      Highlight Highlight Nein. Die Singularität bezieht sich auf den Punkt innrhalb des Schwarzen Loches, in dem sich alle Materie konzentriert. Manchmal 1000ende von Sonnen.

      Auf einen Punkt.

      Konzentriert.

      Dir raucht der Kopf? Richtig so 😂🙌🏼

    • qolume 11.04.2019 20:06
      Highlight Highlight @Hierundjetzt
      Benutzer Bild
    • Ueli der Knecht 11.04.2019 22:32
      Highlight Highlight Singularität ist nur ein schöner Ausdruck für "hier versagt die Theorie". In schwarzen Löchern fällt auch die Relativitätstheorie in sich zusammen, weil:

      Tausend 3-dimensionale Sonnen in einem 0-dimensionalen Punkt sind unmöglich.

      Ganz abgesehen davon, dass die Sache von der Nähe betrachtet nicht unendlich klein, sondern unendlich gross wird. Die Lichtgeschwindigkeit in diesem 0-dimensionalen Punkt wäre gemäss Einsteins Theorie immer noch rund 300'000 km/s. Wie soll das gehen, in einem 0-dimensionalen Punkt? Gar nicht!

      Schwarze Löcher vernichten auch die Relativitätstheorie.
  • N. Y. P. 11.04.2019 18:21
    Highlight Highlight Also, ich finde der Professor hat es sehr gut erklärt.

    Der Dani kommt schon druus. Wer den Cousin dritten Grades von Tutanchamun kennt, begreift auch die schwarzen Löcher. ;-)

    Item.

    Die Gravitation, auch Massenanziehung genannt, ist eine der vier Grundkräfte der Physik. Sie äußert sich in der gegenseitigen Anziehung von Massen und besitzt unbegrenzte Reichweite.

    Sobald eine Masse so schwer wird, dass die von ihr "angesogene" Masse nicht mehr entkommen* kann, haben wir ein schwarzes Loch.

    *die Fluchtgeschwindigkeit müsste schneller als das Licht sein, was nicht geht.
    • m.e. 11.04.2019 20:52
      Highlight Highlight ** aber die Lichtgeschwindigkeit ist ja bekanntlich relativ zum Standort des Betrachters.
    • N. Y. P. 11.04.2019 21:19
      Highlight Highlight Lichtgeschwindigkeit ist eine fundamentale Naturkonstante.

      299 792 458 m / s

      Aber vermutlich stimmt auch deine Aussage.
    • Bird of Prey 11.04.2019 22:25
      Highlight Highlight @N.Y.P. Lichtgeschwindigkeit im Vakuum ✓
      Im Wasser z.B. können aber Elektronen schneller als Licht sein. Die Tscherenkow Strahlung. So schön blau leuchten nur Brennstäbe im Abklingbecken.
      Wie gross ist wohl die Lichtgeschwindigkeit in einem Elementarbrei eines schwarzen Loches?
    Weitere Antworten anzeigen
  • aleks010203 11.04.2019 18:19
    Highlight Highlight Значит где-то должна быть и белая дыра.
    • Daniel Huber 12.04.2019 00:06
      Highlight Highlight Или красная дыра.
    • Mat_BL 12.04.2019 07:23
      Highlight Highlight Дыра остается дыркой, цвет колбасный.
    • Daniel Huber 12.04.2019 09:22
      Highlight Highlight Правильна 😄
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerHans 11.04.2019 18:19
    Highlight Highlight Meine Mutter hat mich Jahre lang ernährt, sie weis was ein schwarzes Loch ist.
  • Raphael Stein 11.04.2019 18:18
    Highlight Highlight Meine Mutter hat Physik studiert. 1946 abgeschlossen. In Sydney. Die konnte auch mir nie wirklich erklären wie diese Löcher funktioniern. Aber das lag an mir.
  • Oh Dae-su 11.04.2019 18:16
    Highlight Highlight All zu viel über ein Schwarzes Loch wissen muss man ja auch nicht. Gerade was die Singularität im Zentrum angeht, weiss ja auch die Wissenschaft nicht, um was es sich genau handelt.
    Die Erklärung von Professor Binggeli mit der Fluchtgeschwindigkeit ist da eigentlich schon recht zielführend. Man kann übrigens gerade bei sehr grossen Schwarzen Löchern eine ganze Weile darin überleben bevor man zu nahe an die Singularität kommt und unweigerlich spaghettifiziert wird.
    • Ueli der Knecht 11.04.2019 22:49
      Highlight Highlight Wenn du aus sicherer Distanz jemand beobachtest, der in ein schwarzes Loch fällt, dann bemerkst du, dass seine Armbanduhr immer langsamer wird und schliesslich am Ereignishorizont ganz stehen bleibt (aber trotzdem noch richtig tickt).

      Daraus lässt sich schlussfolgern, dass nichts und niemand in ein schwarzes Loch fallen kann, weil dessen Zeit stehen, bzw. er oder es am Ereignishorizont kleben bleibt.

      Hawking postulierte, das daher 3-dimensionale Objekte zu 2D- Hologramme auf dem Ereignishorizont werden, und dass daher gar keine Informationen verloren gingen.
    • D(r)ummer 12.04.2019 10:19
      Highlight Highlight @Ueli

      "Daraus lässt sich schlussfolgern, dass nichts und niemand in ein schwarzes Loch fallen kann, weil dessen Zeit stehen, bzw. er oder es am Ereignishorizont kleben bleibt."

      Aber nur für den Betrachter ausserhalb...(?)
    • Oh Dae-su 12.04.2019 12:36
      Highlight Highlight @D(r)ummer

      Ja, aus Sicht des Fallenden fliegt er ganz normal durch den Ereignishorizont ins Loch hinein.
  • Nasenbohren für Fortgeschrittene 11.04.2019 18:09
    Highlight Highlight Was ich mich letztens fragte: Weshalb (?) "hängt, dreht und bewegt" sich jeder einzelne Planet, Mond, Sterne, Systeme, Galaxien und schwarze Löcher in der eher unendlichen Raumzeit des Universum? Sind es Felder? Oder "Lufthaken"? Bzw. Welche Kraft sorgt für die relativ konstant Stabilität im doch riesig grossen Nichts? 🤔🙃🤔

    • D(r)ummer 12.04.2019 10:20
      Highlight Highlight Eine Fluktuation/Unregelmässigkeit irgendwann am Anfang... und 'schwupps' kommt Bewegung rein.
  • ch2mesro 11.04.2019 18:07
    Highlight Highlight meine mutter hat mir erklärt was ein schwarzes loch ist 🤓
    • Herren 11.04.2019 19:48
      Highlight Highlight Lustigerweise war es auch deine Mutter, die mir gezeigt hat, was ein schwarzes Loch ist.
    • Shura 11.04.2019 20:42
      Highlight Highlight Deine Aussage ist echt widerlich sexistisch
  • DrFreeze 11.04.2019 18:06
    Highlight Highlight Daniel Huber, halten Sie etwa meine Mutter für dumm? 😋
    • Daniel Huber 12.04.2019 00:07
      Highlight Highlight Gute Güte! Sicher nicht.
  • Censor Kitty 11.04.2019 18:04
    Highlight Highlight Ich habs ihr so erklärt..😉
    Benutzer Bild
  • Zeit_Genosse 11.04.2019 18:02
    Highlight Highlight Und auf der anderen Seite sind da die Quanten mit ihren Eigenschaften zur Verschränkung, die mein Hirn martern.

    Da gefällt mir die derart hohe Verdichtung von grosser Masse, dass die Anziehungskraft so hoch ist, dass nichtmal Licht entweichen kann, für Schwarze Löcher, noch besser.
    • 03_szust 11.04.2019 18:30
      Highlight Highlight Quantenphysik ist... weird...
    • Ueli der Knecht 11.04.2019 22:53
      Highlight Highlight "Wer glaubt, die Quantentheorie verstanden zu haben, hat sie nicht verstanden."
      - Richard Feynman.
  • blabla ohne news 11.04.2019 17:57
    Highlight Highlight meine tochter wird das nie kapieren...
  • Murky 11.04.2019 17:49
    Highlight Highlight Man sollte mehr Pratchett lesen. Dann ist das mit dem Raum-Zeit Kontinuum ganz einfach. Oder warum es wichtig ist dass die Studenten sich nicht in die Natur der Kausalität einmischen sollten.
    • Merida 11.04.2019 18:07
      Highlight Highlight Hat da jemand Great A'Tuin fotografiert?
    • decibel 11.04.2019 20:25
      Highlight Highlight Bestes Zitat von ihm: "In the beginning there was nothing, which exploded"
    • Murky 11.04.2019 20:33
      Highlight Highlight @Merida ja klar, einfach von unten. Das sieht ja jeder.

Warum afrikanische Mütter ihre Töchter «Brustbügeln»

Sie meinen es gut. Die Mütter, Tanten, älteren Schwestern oder Grossmütter, die jungen Mädchen mit heissen Steinen oder Holzspateln die wachsenden Brüste «bügeln», wollen nur das Beste. Doch die Schäden, die sie damit anrichten, bleiben ein Leben lang. 

«Breast Ironing» («Brustbügeln») – so nennen Medien in Grossbritannien die schmerzhafte Prozedur – soll die heranwachsenden Frauen vor Schlimmerem bewahren. Das «Bügeln» hindert die Brüste am Wachsen und «schützt» die Mädchen …

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