bedeckt
DE | FR
37
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Wissen
Astronomie

So sähen die Planeten am Nachthimmel aus, wenn sie in Monddistanz wären

Der Mond erhellt die nebelverhangene Ebene in den Schwellenen in Gruesch im Vorderpraettigau, am Sonntag, 15. Dezember 2013. (KEYSTONE/Arno Balzarini) 
The moon lights up a foggy landscape in Gruesch ...
Unser Mond ist ziemlich gross, doch er ist so weit weg, dass er am Himmel nur als kleine Scheibe erscheint. Bild: KEYSTONE

So sähen die Planeten am Nachthimmel aus, wenn sie so nah wie der Mond wären

29.09.2019, 19:2630.09.2019, 08:53

Der Weltraum, unendliche Weiten. Selbst in unserem Sonnensystem, das nur ein Stäubchen ist im Vergleich zur Milchstrasse, sind die Distanzen so enorm, dass die Menschheit bisher nur gerade den nächsten Himmelskörper erreicht hat. Das ist der Mond, der in einer mittleren Entfernung von rund 385'000 Kilometern unseren Planeten umkreist.

Obwohl diese Distanz in kosmischen Massstäben nur ein Katzensprung ist, darf man sie nicht unterschätzen. Immerhin hätten sämtliche sieben anderen Planeten unseres Systems aneinandergereiht wie Murmeln zwischen der Erde und ihrem Trabanten Platz – selbst der Gigant Jupiter. Unser Mond ist übrigens mit einem Durchmesser von 3474 Kilometern der fünftgrösste aller Monde im Sonnensystem; trotzdem sehen wir ihn nur als relativ kleine Scheibe.

Wie aber würde der Nachthimmel aussehen, wenn sich an der Stelle des Mondes jeweils einer der Planeten befände? Die Unterschiede wären enorm: Während der kleine Merkur von der Grösse her kaum vom Mond zu unterscheiden wäre, würden die Gasriesen Jupiter und Saturn den Himmel komplett dominieren. Wir haben mit Photoshop ein wenig herumgebastelt, um dies zu illustrieren:

Mond

Nachthimmel über dem Bundeshaus mit verschiedenen Planeten anstelle des Mondes; Mond
Das vertraute Bild: Unser Trabant steht am Nachthimmel, hier über dem Bundeshaus in Bern. Bild: watson/Keystone
  • Durchmesser: 3474,2 km
  • Mittlere Distanz zur Erde: 384'400 km

Merkur

Nachthimmel über dem Bundeshaus mit verschiedenen Planeten anstelle des Mondes; Merkur
Der sonnennächste Planet, Merkur, ist zugleich der kleinste. Obwohl er etwas grösser ist als der Mond, würde er am Himmel praktisch gleich gross erscheinen. Bild: watson/Keystone
  • Durchmesser: 4879,4 km
  • Distanz zur Erde: zwischen 77 und 221 Mio. km

Venus

Nachthimmel über dem Bundeshaus mit verschiedenen Planeten anstelle des Mondes; Venus
Die Venus gelangt auf ihrer Bahn der Erde von allen Planeten am nächsten. Sie ist nur wenig kleiner als die Erde (Durchmesser: 12'742 km) und wäre in Monddistanz deutlich grösser als dieser. Bild: watson/Keystone
  • Durchmesser: 12'103,6 km
  • Distanz zur Erde: zwischen 38 Mio. und 261 Mio. km

Mars

Nachthimmel über dem Bundeshaus mit verschiedenen Planeten anstelle des Mondes; Mars
Der Rote Planet ist der äussere Nachbarplanet der Erde und viel kleiner als diese. Seine rötliche Scheibe wäre in Monddistanz minim grösser als jene des Mondes. Bild: watson/Keystone
  • Durchmesser: 6792,4 km (von Pol zu Pol)
  • Distanz zur Erde: zwischen 55 und 401 Mio. km

Jupiter

Nachthimmel über dem Bundeshaus mit verschiedenen Planeten anstelle des Mondes; Jupiter
Der gigantische Gasplanet hat mehr Masse als alle sieben anderen Planeten zusammen. In Monddistanz würde er einen imposanten Teil des Nachthimmels bedecken. Allerdings würde die Erde dann um den Jupiter kreisen, nicht umgekehrt. Bild: watson/Keystone
  • Durchmesser: 142'984 km
  • Distanz zur Erde: zwischen 589 und 968 Mio. km

Saturn

Nachthimmel über dem Bundeshaus mit verschiedenen Planeten anstelle des Mondes; Saturn
Der Saturn ist ebenfalls einer der äusseren Gasriesen im Sonnensystem. Er ist etwas kleiner als der Jupiter, doch seine Ringe würden sich in Monddistanz weithin über den irdischen Nachthimmel erstrecken. Bild: watson/Keystone
  • Durchmesser: 120'536 km
  • Distanz zur Erde: zwischen 1195 und 1658 Mio. km

Uranus

Nachthimmel über dem Bundeshaus mit verschiedenen Planeten anstelle des Mondes; Uranus
Uranus ist minim grösser als sein äusserer Nachbar Neptun, hat aber aufgrund seiner geringeren Dichte etwas weniger Masse. Bild: watson/Keystone
  • Durchmesser: 51'118 km
  • Distanz zur Erde: zwischen 2590 und 3160 Mio. km

Neptun

Nachthimmel über dem Bundeshaus mit verschiedenen Planeten anstelle des Mondes; Neptun
Der Neptun ist seit der Deklassierung von Pluto zum Zwergplaneten der sonnenfernste Planet unseres Systems. Er ist der Gasplanet mit der grössten Dichte. Bild: watson/Keystone
  • Durchmesser: 49'528 km
  • Distanz zur Erde: zwischen 4304 und 4689 Mio. km

Bonus: Ganymed

Nachthimmel über dem Bundeshaus mit verschiedenen Planeten anstelle des Mondes; Jupitermond Ganymed
Der Begleiter des Jupiter ist der grösste Mond des Sonnensystems; er ist sogar grösser als der Merkur, hat aber weniger Masse als dieser. Bild: watson/Keystone
  • Durchmesser: 5262,4 km
Astronomie
AbonnierenAbonnieren

(dhr)

Ein besonderes Himmelsspektakel steht uns bevor

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Zauberhaft schön: Der Mond geht unter am Matterhorn

1 / 11
Zauberhaft schön: Der Mond geht unter am Matterhorn
quelle: keystone / valentin flauraud
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

So schön sieht ein «Blut-Blau-Super-Mond» aus

Video: srf

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

37 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Züzi31
29.09.2019 19:38registriert August 2015
Find ich ja mal echt eine super Idee. 👍Mannomann wäre das geil, den Saturn so zu sehen. 😍
2904
Melden
Zum Kommentar
avatar
qolume
29.09.2019 19:38registriert Februar 2014
Die Gezeitenkräfte bei Jupiter und Saturn würden wir wohl nicht überleben...
2422
Melden
Zum Kommentar
avatar
Baron Swagham IV
29.09.2019 19:35registriert Februar 2019
Der Baron will Pluto😐
18212
Melden
Zum Kommentar
37
Das Schicksal dieser 7 «Wolfskinder» zeigt, dass Tiere kein Ersatz für Eltern sind

Geschichten über «Wolfskinder» – Kinder, die angeblich von Tieren aufgezogen wurden – gibt es schon seit der Antike. Bekannt sind etwa die Zwillinge Romulus und Remus aus dem Gründungsmythos der Stadt Rom, die nach ihrer Aussetzung von einer Wölfin gesäugt wurden. Noch berühmter dürften Tarzan – der von Edgar Rice Burroughs erdachte Affenmann – und Mowgli aus Rudyard Kiplings «Dschungelbuch» sein.

Zur Story