Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04100720 Visitors wear protective masks as they go around the Tiananmen Square amidst smog in Beijing, China, 26 February 2014. Chinese authorities ordered new measures to curb choking air pollution this week, amid growing public alarm at the density of harmful micro-particles hovering over about 15 percent of the country. The PM 2.5 air quality index measuring fine particle air pollution in Beijing has reached over 500, or 'hazardous' levels on 26 February.  EPA/ROLEX DELA PENA

Bild: EPA/EPA

Luftverschmutzung

Chinesischen Händlern gehen wegen Smog die Atemmasken aus 

Den chinesischen Onlinehändlern gehen die Atemmasken aus. Der anhaltende Smog in Peking ist Schuld. Von den 29 Modellen auf der US-Internetplattform Tmall.com waren am Mittwoch 26 ausverkauft oder nicht verfügbar.



Die Onlinehändler Totobobo und Vogmask haben bis zum 1. April keine Masken mehr im Angebot beziehungsweise nur noch solche für Kinder. Hintergrund ist die seit einer Woche anhaltende Luftverschmutzung, die in Peking und anderen Städten im Norden Chinas ein gesundheitsgefährdendes Niveau erreicht hat.

PM-2,5-Partikel sind winzige Feinstaubpartikel (kleiner als 2,5 Mikrometer), die leicht in die Lungen eindringen können und für tausende Todesfälle verantwortlich gemacht werden. Die WHO empfiehlt einen Grenzwert von 45 Mikrogramm. Die Werte in China liegen um ein Vielfaches darüber.

Offiziellen Angaben zufolge betrug der Anteil der PM-2,5-Partikel am Nachmittag in Peking 501 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Laut der US-Botschaft, die eigene Messungen vornimmt, lag der Anteil bei 542. In Shijiazhuang in der benachbarten Provinz Hebei wurden von den Behörden 661 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen. 

The air pollution levels in the sky over Tiananmen Square during the National People's Congress (NPC) in Beijing are seen in this combination picture taken on the dates March 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 14 and 15 (L-R) in 2013. Chinese Premier Li Keqiang pledged on March 17, 2013 that his government would

Aufnahmen des Tiananmen-Platzes während des chinesischen Volkskongresses vom 6.-15.03.2013. Ministerpräsident Li Keqiang sagte damals China müsse «noch mehr Entschlossenheit» in der Lösung der Umweltprobleme zeigen.  Bild: Reuters

Alarmstufe «Orange» und Schulsport abgesagt

In Peking gilt bereits seit sechs Tagen die Alarmstufe «Orange», die zweithöchste Stufe auf der Skala. Die Sicht in der chinesischen Hauptstadt ist stark eingeschränkt und die Luft hat einen sandigen Geschmack. 

Wegen des Smogs wurden der Sportunterricht im Freien abgesagt, zudem stieg die Nachfrage nach Luftreinigern sprunghaft an. Im Internet beschwerten sich Nutzer, dass keine Atemmasken mehr verfügbar seien und der Preis für Luftreiniger ansteige.

A combination picture shows the 75-storey high landmark skyscraper of Shenyang in Liaoning province taken on October 11, 2013 (bottom) and October 21, 2013. Air quality in Chinese cities is of increasing concern to China's stability-obsessed leadership because it plays into popular resentment over political privilege and rising inequality in the world's second-largest economy. According to local media, most of the major cities in north-eastern China encountered heavy smog on Monday morning. The visibility in Shenyang was measured at 0800 local time (0000 GMT) on Monday to be of less than 200 metres (656 ft). REUTERS/Stringer (CHINA - Tags: ENVIRONMENT TPX IMAGES OF THE DAY) - RTX14IDB

Ein 75-stöckiger Wolkenkratzer in Shenyang/Provinz Liaoning am 11.10.2013 an einem Smogtag und zum Vergleich bei klarer Sicht (unten) Bild: Reuters

Peking und andere Städte im Norden Chinas kämpfen seit Jahren mit steigendem Smog. Grund sind neben dem zunehmenden Verkehr vor allem die Kohlekraftwerke und Fabriken rund um die Stadt. Im Winter verschärft sich die Luftverschmutzung wegen der dann herrschenden Wetterlage noch.

Hinzukommen immer wieder Sand- und Staubstürme aus den Wüsten im Nordwesten Pekings. Die Luftverschmutzung führt seit Jahren zu einem Anstieg der Atemwegserkrankungen. Die Schadstoffe werden von China sogar bis in die südkoreanische Hauptstadt Seoul hinübergeweht. (tvr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Oxfam-Bericht: Reiche schädigen Klima sehr viel stärker als Arme

Das reichste Prozent der Weltbevölkerung bläst einer Studie zufolge mehr als doppelt so viele klimaschädliche Kohlendioxid-Emissionen in die Atmosphäre wie die ärmere Hälfte der Menschheit zusammen.

Das geht aus einem Bericht hervor, den die Entwicklungsorganisation Oxfam vor der am Dienstag beginnenden Generaldebatte der 75. UN-Vollversammlung in New York veröffentlichte. Oxfam forderte, den CO2-Verbrauch der Wohlhabenden einzuschränken, mehr in öffentliche Infrastruktur zu investieren und …

Artikel lesen
Link zum Artikel