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12 Fakten rund ums Träumen

Sie brauchen dringend eine Mütze voll Schlaf? Dann bedenken Sie eines: Ihr Geist schläft nie!

08.04.2014, 20:0123.06.2014, 18:01

Manchmal wachen wir auf und fragen uns völlig verwirrt, was dieser seltsame Traum von gerade eben über unser Leben aussagen soll. Obwohl die Forschung sich schon lange mit dem Thema Schlaf und auch der Traumdeutung beschäftigt, bleiben zahlreiche Fragen offen. Doch einige Fakten zu dem Thema sind bekannt:

1. Das Gehirn schläft nie – wir träumen immer

Lange Zeit gingen Wissenschaftler davon aus, dass wir nur während der sogenannten «Rapid Eye Movement»-Phase (REM) träumen. In Wirklichkeit ist unser Hirn jedoch während des gesamten Schlafs aktiv. Wir träumen also immer. 

Laut Schlafforscher Rubin Naiman von der Universität von Arizona bekommen wir die Träume, die in der REM-Phase stattfinden, schlicht besser mit. Dies bedeutet aber nicht, dass wir nicht auch während allen anderen Schlafphasen träumen.

2. «Lauf, lauf, sonst hol ich dich!»

Antonia Zadra und Tore Nielsen, Traumforscher an der Universität Montreal, erstellten einen Fragebogen mit 55 Traumthemen, um herauszufinden, welche Sujets besonders häufig vorkommen. Unangefochten an der Spitze stand dabei das Thema des Verfolgtwerdens (mit 81,5 Prozent). 

Auf Platz zwei landet das Themenfeld Prüfungen, Lehrer und Schule mit 72,4 Prozent. Dass vor allem negative Themen an der Spitze liegen, wird wohl auch mit der folgenden Argumentation von Traumforscher Dr. Michael Schredl zu tun haben: Negativträume – also beispielsweise Angstträume – werden intensiver gespeichert als positive. Sie bleiben also besser in Erinnerung, weshalb wir entsprechend häufiger anschliessend davon berichten können.

3. Ob jung oder alt – Europäer oder Asiat, wir träumen alle in etwa das Gleiche

Die nächtlichen Gedankenausflüge sind kulturunabhängig: Vor allem Traum-«Klassiker» wie die des Verfolgtwerdens, oder aber Szenen, in denen wir zu spät kommen, plötzlich nackt sind oder den Tod einer nahestehenden Person erleben, kommen bei allen Menschen vor. Traumforscher auf der ganzen Welt beobachten diese Ereignisse bei allen Testpersonen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Nationalität oder Kultur.

4. Albträume sind geschlechterspezifisch

Einen Unterschied gibt es jedoch zwischen Männlein und Weiblein, wenn es um die schlechten Träume geht: Spricht ein Mann von einem Albtraum, hat sich des Nachts in seinem Kopf wahrscheinlich eine gewaltsame Szene abgespielt. Bei Frauen geht es in den unliebsamen Träumen häufiger um zwischenmenschliche Konflikte.

5. Wer einen höheren Bildungsgrad hat, träumt häufiger vom Scheitern

Wie vorab erwähnt, kommt das Themenfeld Schule und Prüfungen ebenfalls sehr häufig in der Traumwelt der Menschen vor. Die meisten von Ihnen werden das klassische Szenario kennen: Sie sitzen in einer Prüfung und haben keinen blassen Schimmer, worum es geht – oder Sie haben einfach vergessen dafür zu lernen.

Auch viele Jahre nach dem Schul- oder Universitätsabschluss träumen Menschen von diesem Szenario. Kommt der Traum gehäuft vor, kann sich laut Dr. Michael Schredl dahinter die Angst verbergen, eine Leistung nicht erbringen zu können. Auch wenn die Person in Wirklichkeit gut vorbereitet ist. 

Der typische Prüfungstraum kommt übrigens häufiger bei Menschen höheren Bildungsgrades vor. Und was noch erstaunlicher ist: Vor allem Menschen, die nie bei einer Prüfung durchgefallen sind, erleben diesen Traum vermehrt.

6. Kinder träumen intensiver

Da Kinder noch nicht so geübt sind, mit ihren Gefühlen und dem über Tag Erlebten umzugehen, träumen sie besonders intensiv: «Ihr Gehirn muss nachts mehr verarbeiten», so Schredl. Hinzu kommt, dass bei Kindern die REM-Phasen länger sind als bei Erwachsenen. Somit erleben sie nachts mehr Phasen, in denen der Mensch intensiv träumt und sich auch besser am Folgetag an das Geträumte erinnern kann.

7. Alles eine Sache der Übung

Wer sich nicht für seine Träume interessiert, wird sich auch nie sonderlich gut daran erinnern. Umgekehrt gilt aber auch: Wer sich vornimmt, das in der Nacht Erlebte bis zum nächsten Morgen in Erinnerung zu behalten, kann diese Fähigkeit steigern, so Schlaf- und Traumforscher Dieter Riemann von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde.

8. Wer sich seine Träume merken will, sollte den Wecker abschaffen

Der Wecker ist der absolute Traum-Killer. Wer durch ihn plötzlich aus dem Schlaf gerissen wird, hat Mühe sich an die gerade noch vorhanden gewesenen Bilder zu erinnern. Können wir ausschlafen, bleiben die nächtlichen Fantasien laut dem deutschen Traumforscher Schredl am besten haften.

9. Wir träumen in Echtzeit

Wachen wir morgens auf, haben wir oftmals das Gefühl, dass in unseren Träumen alles furchtbar schnell ging und wir innerhalb von wenigen Minuten wahnsinnig viel erlebt haben. Entsprechend gibt es zahlreiche Mythen, die besagen, dass wir in Bruchteilen von Sekunden träumen. Tatsächlich ist es aber viel mehr so, dass dies in Echtzeit geschieht.

Laut Traumforscher Rubin Naiman können Träume bis zu 60 Minuten lang dauern. Beim Einschlafen seien sie noch kürzer, später dann, in der REM-Phase, kämen längere Szenen zustande.

10. Böse Elfen bringen böse Träume

Der Begriff «Albtraum» ist auf das Wort «Alben» (= Elfen) zurückzuführen. In der germanischen Mythologie waren diese für die Träume zuständig – man machte sie also vor allem für die schlechten Träume verantwortlich.

11. Wer fliegt, ist glücklich

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Bild: Tumblr/medicatedteens

Haben Sie schon einmal geträumt, dass Sie fliegen können? Dann war das ein gutes Zeichen. Laut Dr. Michael Schredl haben Flugträume einen Zusammenhang mit positiven Stimmungen und Erfolgsphantasien. «Fall»-Träume dagegen würden vor allem von ängstlichen und zu depressiven Stimmungen neigenden Personen geträumt – und vermehrt von Menschen, die ein Instrument spielen.

12. Erektionen im Traum stellen  nur einen Testlauf dar

Bei Männern kennt man es unter dem Begriff «Morgenlatte»: Was nach einer frühmorgendlichen sexuellen Erregung aussieht, ist nichts weiter als ein Testlauf des Körpers – und der passiert bei Frauen gleichermassen. Diese nächtlichen Erektionen passieren während der REM-Phase und sind somit gleich mehrmals pro Nacht möglich. Doch obwohl wir in der REM-Phase besonders intensiv träumen, ist nicht gesagt, dass der Inhalt des Traumes sexueller Natur sein muss. 

Die Erektion kann auch so zustande kommen. Schlafforscher Martin Konermann erklärt das Phänomen folgendermassen: «Das ist einfach eine regelmässige Durchblutung, die der Körper braucht.» Nicht jeder sei jeden Tag sexuell aktiv, also reagiere der Körper, indem er selbst alle Funktionen überprüfe.

Via Huffington Post Deutschland

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