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18 Meter lang, bis zu 100 Tonnen schwer:&nbsp;<em>Carcharocles megalodon</em>.
18 Meter lang, bis zu 100 Tonnen schwer: Carcharocles megalodon.
Bild: PD
16 Zentimeter grosse Zähne

Grösster Hai aller Zeiten starb vor 2,6 Millionen Jahren aus

28.10.2014, 18:0129.10.2014, 16:23

Er war der Herr der Weltmeere mit bis zu 18 Metern Länge: Carcharocles megalodon, der grösste Hai, der je auf der Erde gelebt hat. Vor etwa 2,6 Millionen Jahren starb er aus, wie nun eine neue Fossilienanalyse eines Zürcher Forschers und einer US-Kollegin aufzeigt. 

Carcharocles megalodon beherrschte die Weltmeere während etwa zehn Millionen Jahren, vom Mittleren Miozän bis zum Pliozän. Er war ein Topräuber, der sich von Walen ernährte, wie man von Zahnspuren auf den Knochen grosser Wale weiss. Die grössten Exemplare werden auf 18 Meter Länge und hundert Tonnen Gewicht geschätzt – ein Weisser Hai erreicht etwa acht, ein Walhai 14 Meter. Wegen ihres Knorpelskeletts erhalten sich Haifossilien schlecht – bis auf die Zähne, die beim Megalodon bis zu 16 Zentimeter gross waren. 

Riesiges Gebiss: Grössenvergleich Megalodon – Mensch.
Riesiges Gebiss: Grössenvergleich Megalodon – Mensch.
Bild: Science.skytopic.org

Trotz ihrer Popularität sei erstaunlich wenig über ihr Aussterben bekannt, schreiben Christopher Clements von der Universität Zürich und Catalina Pimiento von der Universität Florida im Fachjournal PLOS One. Die beiden Forscher haben die neuesten Daten aus der Fachliteratur sowie Fossilien in wissenschaftlichen Sammlungen neu analysiert. Mit einer mathematischen Modellierungsmethode haben sie die Zeit abgeschätzt, als Megalodon ausstarb – nämlich vor gut 2,6 Millionen Jahren. 

Grössenvergleich: Megalodon (oben) – Weisser Hai – Mensch.&nbsp;
Grössenvergleich: Megalodon (oben) – Weisser Hai – Mensch. 
Bild: Haizahn.de

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Noch am Leben?

Dabei zeigte sich, dass zeitgleich mit seinem Aussterben die grossen Bartenwale, die mit Reusen aus Horn das Meerwasser filtrieren und heute die grössten Tiere auf der Erde sind, ihre heutige Form und enorme Grösse entwickeln konnten. «Unsere Schätzung des Aussterbens von Megalodon gibt einen Hinweis darauf, was es bedeutet, einen Topräuber aus einem Ökosystem zu entfernen», schreiben die Autoren. Dies liefere eine historische Perspektive für den Schutz heutiger Ökosysteme. 

Der Befund dürfte ausserdem auch Gerüchte widerlegen, dass der Megalodon noch am Leben sein könnte, wie es unlängst eine Dokumentation eines US-Fernsehsenders nahelegte. Die filmischen «Beweise» stellten sich später als gefälscht heraus. (dhr/sda)

«Carcharocles Megalodon – Giant shark attacks» (engl.).
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