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ETH-Forscher: So führt man CO2-Steuern ein, ohne politischen Selbstmord zu begehen

Zwei Politik-Forscher der ETH stiessen auf einen überraschenden Befund bezüglich der Bildung von Mehrheiten für CO2-Steuern.

Sabine Kuster / ch media



Politisch ist die Schweiz am Wochenende grüner geworden. Bloss ist damit nicht garantiert, dass automatisch der CO2-Ausstoss sinkt. Im Gegenteil, es wird heftig disktutiert, wie die Schweizer CO2-Steuer (siehe Box am Ende) künftig gestaltet sein soll, damit sie eine politische Mehrheit findet. Und wann ist sie zu hoch?

Genau dies haben zwei ETH-Politikwissenschafter untersucht mit Umfragen in Deutschland und den USA. Diese Länder haben sie ausgewählt, weil sie wichtig sind: die USA als zweitgrösster CO2-Verursacher nach China – und Deutschland als grösste Volkswirtschaft in Europa. «Deutschland ist ein ökonomisch und klimapolitisches Schwergewicht», verdeutlicht Thomas Bernauer, Professor für Politikwissenschaft an der ETH Zürich, die Wahl.

ZUR ATOMAUSSTIEGSINITIATIVE UND ZUR ENERGIESTRATEGIE 2050 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Des jeunes posent des panneaux solaires ou panneaux photovoltaiques sur des paravalanches ce mercredi 20 juin 2012 a Bellwald dans la Vallee de Conches, Haut-Valais. Les travaux se deroulent cette semaine a Bellwald. La douzaine de monteurs qui s'activent de lundi a vendredi dans le Haut-Valais sont des jeunes Thurgoviens ages de 13 a 16 ans. Ils participent a la campagne Jeunesse Solaire de l'ONG Greenpeace. C'est la premiere fois que des paravalanches servent de socles aux panneaux solaires. A Bellwald, il est prevu que l'installation photovoltaique produise du courant pour les remontees mecaniques. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Wenn die Steuer in die Forschung fliesst, ist die Akzeptanz grösser: Im Bild ein Solarkraftwerk in Bellwald, Wallis. Bild: KEYSTONE

Zusammen mit Liam Beiser-McGrath, Oberassistent an der ETH, befragte Bernauer online mithilfe der Umfragefirma IPSOS je rund 3000 Personen in Deutschland und den USA. Die Stichproben sind bezüglich Alter, Wohnregion, Einkommen, Berufsbildung und Geschlecht repräsentativ.

Bloss nicht zum Stopfen von Finanzlöchern

Die Befragten bewerteten eine Reihe von CO2-Steuer-Modellen, deren Eigenschaften in einem Experiment zufällig variiert wurden. So erfuhren die Wissenschafter die Zahlungsbereitschaft für ein bestimmtes CO2-Steuer-Modell.

Ein Ergebnis war besonders klar: Wenn die Befragten über die Verwendung der Steuern Bescheid wissen, sind sie zahlungsbereiter. Und: «Hauptsache, das Geld wird nicht verwendet, um den Staatshaushalt zu sanieren oder um für Unternehmen Steuererleichterungen zu schaffen», sagt Bernauer.

Für bestimmte Zwecke finden sich sogar deutliche Mehrheiten: Werden die Gelder für Investitionen in erneuerbare Energien eingesetzt, dann gibt es in den USA eine mehrheitliche Zustimmung (also knapp über 50 Prozent) bis zu 60 Dollar pro Tonne CO2. Das entspricht rund 860 Dollar Mehrausgaben für den Durchschnittsbürger. Es ist zudem genug hoch, damit die Steuer überhaupt eine Verhaltensänderung bewirkt.

Würde das Geld an die amerikanischen Bürger zurückerstattet, liegt die Akzeptanz gemäss den ETH-Forschern ebenso hoch.

Und in Deutschland? Auch dort waren die Befragten eher bereit zu zahlen, wenn die Steuer in die Forschung oder an die Bürger zurückfliessen würde. Allerdings zeichnete sich nur bis zu 20 Dollar pro Tonne CO2 eine Mehrheit ab.

Thomas Bernauer, Professor für Politikwissenschaft an der ETH Zürich, sagt: «Hohe CO2-Steuern werden nur akzeptiert, wenn andere Länder auch solche einführen.»

Thomas Bernauer, Professor für Politikwissenschaft an der ETH Zürich, sagt: «Hohe CO2-Steuern werden nur akzeptiert, wenn andere Länder auch solche einführen.» Bild: zvg

Doch der Befund relativiert den Fall Kanada: Die dortige, dieses Jahr eingeführte Steuer von 20 Dollar pro Tonne CO2 (auch auf Benzin) gilt als ambitioniert. Bis 2022 soll die Steuer auf 50 Dollar steigen. Mit Blick auf die ETH-Studie ist sie eventuell gar nicht speziell mutig. Bernauer sagt dazu: «CO2-Steuern sind nicht per se politischer Selbstmord. Man muss sie nur geschickt ausgestalten.»

Allerdings haben die Forscher noch einen anderen entscheidenden Faktor gefunden, der stimmen muss, damit die Leute einer hohen Abgabe zustimmen: Hohe CO2-Steuern werden in beiden Ländern nur akzeptiert, wenn andere industrialisierte Länder auch eine einführen. In Deutschland würden dann 40 Dollar pro Tonne akzeptiert, in den USA 50 Dollar.

Fällt die Steuer etwas tiefer aus, dann würde in Deutschland auch das Mitziehen der EU-Länder reichen. Für den Alleingang gibt es in Deutschland keine Mehrheit. In den USA hingegen findet sich bis 20 Dollar pro Tonne sogar für den Alleingang eine Mehrheit.

Wie kommt es, dass die Zahlungsbereitschaft in den generell steuerkritischen USA offenbar höher ist als in Deutschland? Bernauer sagt: «Es kann sein, dass die Deutschen finden, sie würden schon viel bezahlen.» Das Land hat bereits relativ hohe Treibstoffgebühren und auch strengere Auflagen bezüglich Energie bei Gebäuden.

Wäre das Deutsche Volk noch zahlungsbereiter?

«Die Akzeptanz einer CO2-Steuer ist aber auch in Deutschland beträchtlich», bilanziert Thomas Bernauer. «Die Regierung hätte vermutlich ein ambitiöseres Klimapaket schnüren können, wenn sie sich nach der öffentlichen Meinung gerichtet hätte. Ich vermute, dass dies Interessensgruppen, die noch stark an der fossilen Wirtschaft hängen, blockiert haben.»

Die Gesetze für das deutsche Klimapaket sind noch nicht alle fertig ausgearbeitet. Fest steht, dass für Emissionen von Öl, Benzin und Gas im Verkehr und bei Gebäuden ab 2021 pro Tonne CO2 zehn Euro bezahlt werden müssen, bis 2025 soll der Preis auf 35 Euro ansteigen. Danach soll er via nationalem Emissionshandel 35 bis 60 Euro betragen.

Die Schweiz mischt vorne mit

Die Schweiz kennt schon seit 2008 eine CO2-Abgabe. Der Abgabesatz beträgt derzeit 96 Franken pro Tonne CO2 und ist damit einer der höchsten weltweit. Bei seiner Einführung betrug er lediglich 12 Franken. Seither ist er kontinuierlich erhöht worden, wenn Etappenziele bei der Senkung des CO2-Ausstosses nicht erreicht wurden. Die Abgabe wird aber nur auf fossile Brennstoffe wie Heizöl oder Erdgas erhoben. Heute wird jeder Liter Heizöl so um 25 Rappen verteuert. Und das zeigt Wirkung, wie die Entwicklung der CO2-Emissionen aus Brennstoffen zeigt. Diese sind in den letzten Jahren stark zurückgegangen; seit 1990 um 28 Prozent.

Auf Treibstoffe wie Benzin oder Diesel wird keine CO2-Abgabe erhoben. Der CO2-Ausstoss stagniert in diesem Bereich auf hohem Niveau, und er ist im Vergleich zu 1990 sogar leicht gestiegen. Im Zuge der aktuellen Klimadebatte und der Beratung des CO2-Gesetzes wird eine Ausweitung auf Treibstoffe aber intensiv diskutiert. Mit der Wahl des neuen, grüneren Parlaments sind die Chancen einer CO2-Abgabe auf Benzin stark gestiegen. Die Einnahmen aus der CO2-Abgabe werden heute zu zwei Dritteln an die Bevölkerung zurückverteilt, mit dem Rest werden mehrheitlich Gebäudesanierungen finanziert. (Dominic Wirth)

Faktencheck: Die 9 beliebtesten Aussagen der Klimaskeptiker

Dieses Frachtschiff ist CO2-neutral

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153Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Walter Hechtler 25.10.2019 21:40
    Highlight Highlight Hahaha die Schweiz macht und investiert in Klimaschonende Technologie und China baut schnell mal 1 neues Kohlenkraftwerk pro Tag und das fuer 365 Tage.
  • dmark 25.10.2019 16:08
    Highlight Highlight Naja, ein paar Zahlen vom Nachbarn... Da es in D das "Energiesteuergesetz" (seit 2006) gibt und auf einen Liter Benzin bereits 65,45ct Steuern beaufschlagt werden, zahlt man in D also schon jetzt 276 Euro für eine Tonne CO2 ...und freie Fahrt auf der Autobahn ;)
    Ein Liter Benzin erzeugt bei seiner Verbrennung rund 2,37 kg CO2. Das bedeutet also 422 Liter Benzin für eine Tonne CO2.
    Gleichzeitig wird für jede KWh (30,43ct) Strom 15,98ct Abgaben und Steuern fällig.
    Und dann soll nochmals eine Abgabe obenauf kommen? Ist doch klar, dass dies nicht jedem gefällt, oder?

    Quelle: entsprechende Wikis
    • Abu Nid As Saasi 25.10.2019 21:01
      Highlight Highlight 1 Liter Benzin wiegt etwa 0.8 kg. Wie können daraus bei der Verbrennung 2.37 kg entstehen?
    • HartinderHard 25.10.2019 21:34
      Highlight Highlight Weil das C aus dem Benzin mit dem O2 aus der Luft kombiert wird möglicherweise...
    • R. Peter 26.10.2019 03:35
    Weitere Antworten anzeigen
  • cheeky Badger 25.10.2019 15:15
    Highlight Highlight Bei Lenkungsabgaben gibt es aus meiner Sicht nur zwei Sorten:

    1) Jene die nicht schmerzen. Diese nützen allerdings nicht, weil niemand seinen Konsum reduziert.

    2) Jene die schmerzen. Konsum geht zurück, folglich der CO2 Ausstoss (bei gleichbleibender oder sinkender Bevölkerung). —> Referendum wahrscheinlich, möglicherweise erneuter Rechtsrutsch bei den Wahlen in 4 Jahren.

    Fazit: Es ist verzwickt.
  • Stef96 25.10.2019 15:13
    Highlight Highlight Schwachsinn.. Meiner Meinung nach werden die Co2 Steuer nichts nützen. Eine weitere Ausbeutung des Volkes steht bevor und die reichen Grosskonzerne/Politiker könne sich die Finger reiben. Alleine die Tatsache, dass 15 Schiffstanker auf dieser Welt mehr Co2 ausstossen als alle Fahrzeuge zusammen (ca. 750 Millionen) gibt zu bedenken.. Man muss das Problem an der Wurzel anpacken.
  • Cpt. Jeppesen 25.10.2019 13:13
    Highlight Highlight Eine CO2 Steuer für den Endverbraucher einzuführen halte ich für falsch. Anstelle dessen müsste bei der Produktion der Güter und Dienstleistungen angesetzt werden. Über ein Punktesystem ermitteln wie umweltschädlich die Produktion eines Gut ist, bis es der Enverbraucher erhält, unabhängig davon wo es produziert wird. Aus den Punkten lässt sich die Steuerlast errechnen und bestimmt damit den Endpreis. Der Kunde entscheidet nun selbst ob er Tomaten aus China oder einheimisch kaufen will für den Preis der sich aus der Steuerlast ergibt. Somit sind Inland und Ausland chancengleich beim Preiskampf.
  • Blaubar 25.10.2019 12:25
    Highlight Highlight Hört auf mit dem CO2-Märchen. Es ist jetzt dann gut. Wir haben keine Lust auf eine Zweiklassengesellschaft.
    Ich sehe nicht, warum man Scheinprobleme angeht und echte Probleme sein lässt.

    Stichworte zum selber Nachforschen: CO2-Anteil, Klimasensitivität, Wasserdampfrückkopplung, Feuchtetrend. Eintreffen von Prognosen des IPCC.
    • *klippklapp* 25.10.2019 13:52
      Highlight Highlight Und was sind diese „echten“ Probleme deiner Meinung nach?
  • Donspliff 25.10.2019 12:17
    Highlight Highlight Und noch eine steuer für den fiskus
    Wie wäre es wenn wir die regierungs gehälter kürzen? Anstatt immer auf dem rücken der otto normal bürger?
  • Clank 25.10.2019 11:47
    Highlight Highlight Entweder wird global eine CO2 Steuern eingeführt oder es braucht so etwas, wie CO2 Zertifikate und Zölle für importierten Ware. Sonst bewirken diese CO2 Steuern gar nichts, ausser die eigene Industrie zu belasten und die Emissionen ins Ausland zu verlagern.
    • Schne 25.10.2019 12:09
      Highlight Highlight Das gilt nur, wenn man bei der Produktion und nicht beim Konsum ansetzt. Wenn man die Steuer nämlich beim Konsum ansetzt, haben inländische Unternehmen beim Export keinen Nachteil gegenüber den Ausländischen.
    • Clank 25.10.2019 13:23
      Highlight Highlight Ja was wiederum genau wieder kontraproduktiver ist für das Klima. Wenn Schweizer Unternehmen lieber exportieren, als lokal zu verkaufen.
    • Schne 25.10.2019 13:30
      Highlight Highlight Sie werden ja nicht plötzlich konkurrenzfähiger als ausländische Unternehmen. Wegen einer inländischen Konsumsteuer wird sicher nicht plötzlich mehr exportiert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dorfne 25.10.2019 11:15
    Highlight Highlight FAKT: Die durchschnittlichen CO2-Emissionen der Neuwagen lagen 2018 mit rund 137,8 Gramm/Km um 2,8% höher als 2017. Ursache: Allradfahrzeuge. Sanktionen für die Grenzüberschreitungen 2018: 13,7 Mio.

    FORDERUNG: LEASINGVERBOT FÜR SUV UND ANDERE LUXUSAUTOS MIT HOHEM CO2 AUSSTOSS UND HÖHERE SANKTIONEN FÜR DIE KÄUFER UND VERKÄUFER DIESER AUTOS.

    • Bosshard Matthias 25.10.2019 14:04
      Highlight Highlight Fanatismus zerstört Wirtschaft!
      Genau so gut könnte man Handy oder PC oder Internet Anschluss extra besteuern das alles genau so Co2 produziert aber dann würde es ja auch Sie treffen gell. Echt peinlich das SUV Bashing jeder Kombi oder Lieferwagen ist gleich schwer oder gleich gross und manch einer macht weit mehr Co2 wie die neuen modernen SUV die eigenlich nicht mal echte SUV sind aber hauptsache Bashing mein herzliches Beilleid zum verdrusten leben.
    • Stef96 25.10.2019 15:07
      Highlight Highlight Dir ist schon bewusst, dass 15 Grosstanker (Güterschiffe) in den Weltmeeren mehr CO2 ausstossen als alle ca. 750 Millionen Fahrzeuge zusammen. Das CO2 Problem müsste man an der Wurzel anpacken...
    • Uranos 25.10.2019 20:25
      Highlight Highlight Nein, die 15 GRÖSSTEN Schiffe verursachen etwa so viel SULFURoxid wie schätzungsweise 20-60 Millionen Autos (https://www.cadmatic.com/resource/articles/does-one-ship-pollute-as-much-as-50-million-cars-).
      Der CO2-Ausstoss von Schiffen macht etwa 2-3% der weltweiten Emissionen aus (zum Vergleich: Autos machen ca. 16% aus; WHO, 2008)
  • Chrigi-B 25.10.2019 10:33
    Highlight Highlight Betreffend Benzinabgaben, bitte nach Verursacherprinzip!

    In jedes Auto einen NFC Chip einbauen, sodass jede Tankstelle deinen Motor erkennt.

    Aufschläge pro Liter Most:

    Bei V8 + 30 Franken
    Bei V10 + 50 Franken
    Bei V12 + 100 Franken
    • Bosshard Matthias 25.10.2019 14:05
      Highlight Highlight Tanke Diesel in DE ich bezahle das sicher nicht.
      Zudem Fanatismus zerstört Wirtschaft danach haben wir keine Co probleme mehr wen nichts mehr auf dem Teller liegt.
    • Chrigi-B 25.10.2019 16:27
      Highlight Highlight Niemand braucht für den Privatgebrauch auch nur annähernd etwas grösseres als einen V6...
  • Chili5000 25.10.2019 10:33
    Highlight Highlight Mal eine dumme Frage, wofür bezahlen wir eigentlich jetzt schon die ganzen Treibstoffsteuern?? Hmm....
    • dorfne 25.10.2019 13:54
      Highlight Highlight Für Strassenbau und ÖV. Für den ÖV um nicht noch mehr Stau zu produzieren, was auch der Wirtschaft schaden würde.
  • dr. no 25.10.2019 09:56
    Highlight Highlight 1. Greta (forming) emotionalisieren
    2. Manipulieren(storming)
    3. Wahlen:Grün grün grün (norming)
    4. Volk ausquetschen; einführung von totalitärer co2 steuer ohne volkswiederstand; “du bürger hast ja so gewählt!“ (performing).

    5. Politiker und die Wirtschaftsverbände lassen die korken knallen.

    UND. Endlich begriffen?!

    • Platon 25.10.2019 15:23
      Highlight Highlight @dr. no
      Ich weiss nicht wieviel mal man euch Besserwissern vorkauen muss, aber CO2-Abgaben, wie sie heute schon auf Brennstoffen bestehen, werden zurückverteilt, auch an dich! Davon profitiert weder ein Politiker noch ein Wirtschaftsverband! Fertig Schluss jetzt mit deiner Emotionalisierung!
    • Uranos 25.10.2019 20:26
      Highlight Highlight Es ist immer noch das Volk, das die Grünen gewählt hat. Trotz einem der kleinsten Parteiwahlkampfbudgets.
  • Farang Gringo 25.10.2019 09:47
    Highlight Highlight Logo nun halten alle ihre Hände auf, Steuern, Abgaben bringen kaum was.
    Importabgaben auf all den Grümpel wär doch was, Aufforstung.
    Brauchen wir im Coop usw meterlange Regale mit Tierfutter, Shampoo, Kosmetika etc?
    Nehmt doch einfach erstmal mein Billagbatzen wenn man sich einfach so rauskaufen kann
  • trotzten sagen dürfen . 25.10.2019 09:38
    Highlight Highlight Wenn die ersten „Grünen-Wähler“ bemerken, dass ihre Sehnsucht das Klima zu retten auch etwas kostet, oder noch schlimmer, etwas „Verzicht“ bedeutet, wird der Höhenflug dieser Partei schnell in einer Sturzlandung enden.
    • Oigen 25.10.2019 10:39
      Highlight Highlight warum, die rechte wirtschaftspolitik hat auch fast 40 jahre gedauert und hat dem durchschnittsbürger beinahe die lebensgrundlage genommen.

      so viel schlimmer könnens die grünen gar nicht machen
    • dorfne 25.10.2019 10:49
      Highlight Highlight Das wünschen Sie sich also. Sie glauben nicht an die menschgemachte Klimaerwärmung und ihre Folgen? Ihre Kinder werden Ihnen ev. den Vorwurf machen, Sie hätten die letzte Chance vertan um die Klimakatastrophe abzuwenden.
    • trotzten sagen dürfen . 25.10.2019 18:30
      Highlight Highlight Oigen: Die rechte Wirtschaftspolitik war die Grundlage für den Wohlstand des heutigen Durchschnittsbürger. Oder glauben Sie, dass es Zufall war, dass alle kommunistischen Systeme den Bach heruntergingen?
      dorfne: Zur Erinnerung, selbst wenn sich die CH selbst wegmachen könnte, würde dies eine (angebliche) Klimaerwärmung NICHT verhindern. Gibt Ihnen dies nicht zu denken?
    Weitere Antworten anzeigen
  • marcog 25.10.2019 09:37
    Highlight Highlight Haha, 20 Euro Steuern pro Tonne CO2. Das entspricht etwa 6 Cent pro Liter Benzin. Die Deutsche Regierung hat beschlossen, dass eine Steuer von 15Cent pro Liter eingeführt wird. Aber auch der entsprechende Aufpreis von 1Euro pro 100km wird niemanden davon abhalten Auto zu fahren.
    • Deckardcain 25.10.2019 19:34
      Highlight Highlight Das liegt hauptsächlich daran das die meisten
      Autofahrer fahren müssen.

      Wenn es wirklich um die Unwelt ginge, würde man Importgüter höher versteuern, So würde man nicht nur CO2 verringern sondern auch die kleinere Betriebe in der Schweiz fördern/helfen.
    • marcog 25.10.2019 22:18
      Highlight Highlight Was heisst "fahren müssen"? Bis vor 100 Jahren hat die Menschheit auch ohne Autos überlebt.
  • Antinatalist 25.10.2019 09:29
    Highlight Highlight Warum wird eigentlich nie erwähnt, dass die Schweiz ein CO2-Outsourcing betreibt? Die schwere Industrie wurde ins Ausland verlagert oder fand schon immer dort statt, wie z.B. im Fall von Glencore. Auch der Einkauf von CO2-Zertifikation schönt den Eindruck, den die Schweiz hinterlässt.
    Geht es also nur um einen werbewirksamen Inland-CO2-Verbrauch, der den Leuten das Gefühl gibt, dass ihr Lebensstil gar nicht so klimaschädlich wäre, wie er in Wirklichkeit ist?
    Warum werden Importgüter nicht speziell und vorallem besonders hoch CO2-besteuert? Dann würde man bei den Verursachern beginnen.
    • Chili5000 25.10.2019 10:35
      Highlight Highlight Importgüter zu verteuern würde wieder bei dir und mir im Portmonaie zu spüren sein. Da praktisch alles in unserem Leben importiert ist und somit teuerer werden würde....
    • dorfne 25.10.2019 10:52
      Highlight Highlight Die Schweiz ist klein, Australien ist fern. Ab Schweizer Grenze stösst das Flugi wohl eine Menge CO2 über vielen andern Ländern aus.
    • Clank 25.10.2019 11:39
      Highlight Highlight Danke! Die aualändischen Emissionen sind nämlich doppelt so gross wie die inländischen.
      Ständig wird die Industrie gelobt, weil sie ihre inländischen Emissionen senken, dabei wird es einfach verlagert. Durch das Importieren entstehen sogar zusätzliche Emissionen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • p4trick 25.10.2019 09:21
    Highlight Highlight Eine CO2 Steuer darf nur eine Umschichtung von Finanzen sein, analog einem Bonus/Manus System.
    Beispiel: Ölpreis 50Rp pro Liter, Austausch einer Ölheizung mit einer Wärmepumpe: CHF5000 Bonus/Subvention.
    Benzinpreise 50Rp pro Liter hoch, das Geld soll dafür aufgewendet werden um öffentliche Park Plätze mit Solarpannels auszustatten um E-Autos zu laden, die aber dort wiederum nicht gratis geladen werden sollen sondern das soll auch seinen Preis haben.
    etc.
    • Blaubar 25.10.2019 12:31
      Highlight Highlight E-Auto: Ist nicht gerade CO2-freundlich, da in der Herstellung viel aufwendiger. Die ersten 80‘000km sind schlechter als beim Benziner. Ob man mit diesen 2-Tonnenautos ab 40‘000 Chf mit 300km Reichweite, die mindestens eine halbe Stunde Tankzeit brauchen (bloss wo, wenn alle Fahrzeuge E sind?) die Welt rettet, wage ich zu bezweifeln.

      Ich habe sogar das Gefühl, das wird trotz allem ein Rohrkrepierer. Sorry. Ändern würde alles nur eine wirklich neue Technologie, die mehr Vorteile hat. Die Zeit wird es weisen.
    • Phoenix_0209 25.10.2019 13:26
      Highlight Highlight wirklich neu brauchts ned, wasserstoff würde das tank problem lösen, brennstoffzellen produzieren relativ effizient strom, der einzige nachteil ist, dass die herstellung von wasserstoff einen verhältnissmässig hohen energieverlust miteinherbringt
    • dorfne 25.10.2019 13:57
      Highlight Highlight In der Herstellung nicht CO2-neutral, wohl aber im Betrieb.
    Weitere Antworten anzeigen
  • GraveDigger 25.10.2019 09:19
    Highlight Highlight Schon krass wie man den Menschen eintrichtert das Geld die Welt rettet. Ausser das paar wenige noch Reicher werden passiert gar nichts.
    An der ETH und beim Staat arbeiten ja alle Selbstlos und ernähren sich Vegan und arbeiten in ungeheizten und unbeleuchteten Büros. Heuchler mehr nicht. Wer etwas gutes für die Umwelt tun will, tut einfach weniger und dreht die Wohlstandsschraube massiv runter dann klappts auch mit dem Umweltschutz. Alles andere ist Augenwischerei und das man mit einem schlechten Gewissen den Menschen noch mehr Geld aus der Tasche ziehen kann. 0 Aufwand bei 100% Ertrag.
    • Vergugt 25.10.2019 09:51
      Highlight Highlight Und was ist deine Idee, um "die Wohlstandsschraube massiv nach unten zu drehen"? Nett fragen?
    • p4trick 25.10.2019 10:33
      Highlight Highlight Such mal nach Artikeln der ETH und erkenne wie viel mehr die ETH für die Umwelt tut als du:
      https://www.watson.ch/u/search?q=ETH
    • Oigen 25.10.2019 10:40
      Highlight Highlight weil technologischer fortschritt ja gratis ist gell?

      Grave digger... hab nix dagegen wenn du gräber schaufelst, aber bitte nicht unseres.
    Weitere Antworten anzeigen
  • THEOne 25.10.2019 09:14
    Highlight Highlight baahh....ich hör die grünen jetzt schon wieder: "DIE SCHWEIZ MUSS VORREITERROLLE ÜBERNEHMEN UND ZUM MITTELPUNKT DER WELT WERDEN".....
    btw, wir zahlen schon seit geraumer zeit co2 abgsben und man sieht ja, was das bewirkt hat (spoiler: nichts)
    soweit ich weiss gibts keine zahlen, wieviel für was von diesem geld "ins klima investiert" wurde
    • Pezzotta 25.10.2019 10:14
      Highlight Highlight Alles falsch TheOne

      die Abgaben auf Heizöl sind Zielgerichtet und wirken.
    • Posersalami 25.10.2019 13:42
      Highlight Highlight Hast du die letzten Jahre unter einem Stein gelebt?
    • Binnennomade 25.10.2019 14:20
      Highlight Highlight "soweit ich weiss gibts keine zahlen"

      Müsste heissen

      "soweit ich wissen will gibts keine zahlen"
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antinatalist 25.10.2019 09:08
    Highlight Highlight China ist mitnichten der grösste Produzent von CO2. Denn einfach die ganze Schuld auf China zu schieben ist das, was typische Wohlständer machen.

    Was China an CO2 ausstösst MUSS gerechterweise auf die Verbraucher übertragen werden. Die CO2-Emission von Solarpanels, die hier "saubere" Energie liefern, aber in China unter enormem Energieaufwand werden, gehen ganz klar zulasten der Verbraucher. So auch die gesamte Produktion von Gebrauchsgegenständen, die hier konsumiert werden.

    Würde man einfach mal so kurzerhand China stillstellen, würde hier nichts mehr funktionieren.

    Tendenziöser Artikel.
    • Pezzotta 25.10.2019 10:20
      Highlight Highlight Die Schweizer CO2 Emissionen sind ca. dreimal so hoch als bloss der Inlandausstoss.
      Und nur 60% der Inlandemmissionen sollen im Inland kompensiert werden, unsere “Auslandemmissionen” gehen uns nichts an. Die sollen doch die Chinesen für uns regeln.
    • Antinatalist 26.10.2019 09:05
      Highlight Highlight Pezzotta: Liest sich zynisch. Bin jetzt gerade etwas unschlüssig, ob ich es auch für einen beabsichtigten Zynismus halten soll? Könnte ja auch ernst gemeinte Gleichgültigkeit sein.
  • S.Potter 25.10.2019 09:08
    Highlight Highlight Wenn die Entwicklungshilfe halbiert und das Geld in die CO2 reduktion fliessen würde, müsste keiner mehr bezahlen und auch die Entwicklungsländer profitieren davon. Wenn ich sehe dass heute schon viele Leute mühe haben ihre Kosten und die Steuern zu bezahlen, frage ich mich ob die Erhöhung der Kosten der richtige Weg ist..
    • dorfne 25.10.2019 10:57
      Highlight Highlight Setzen Sie sich für höhere Löhne, Renten und tiefere Mieten ein! Wenns darum geht Klimamassnahmen zu diffamieren, sorgen sich SVP/FDP plötzlich um das Portemonnaie der Büezer. Einfach nur verlogen.
  • Altweibersommer 25.10.2019 09:07
    Highlight Highlight Warum keine progressive CO2-Besteuerung? Wir sollten zuallererst mal dort ansetzen wo am meisten zu holen ist.
    • Adrian Aulbach 25.10.2019 09:19
      Highlight Highlight Eine progressive Steuer pro Person würde bedingen, dass der CO₂-Ausstoss jeder Person ermittelt würde wie bei der Steuererklärung. Das ist fast nicht möglich und wäre ein riesiges Bürokratiemonster.
      Wenn die Steuer aber (teilweise) an die Bevölkerung zurückerstattet wird, hat sie durchaus Aspekte einer progressiven Steuer.
    • Kanischti 25.10.2019 14:10
      Highlight Highlight @Altweibersommer: Gehe ich richtig in der Annahme, dass Sie die Einkommensprogression meinen und nicht die CO2-Verbrauchsprogression, weil da "am meisten zu holen ist"?
    • Platon 25.10.2019 15:29
      Highlight Highlight @Altweibersommer
      Reiche verursachen schon überproportional viel CO2. Bei einer Abgabe, die rückverteilt wird, würdest du also davon überproportional profitieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ingmarbergman 25.10.2019 08:49
    Highlight Highlight Schon nur aus egoistischen Gründen braucht es eine Lenkungsabgabe. Wenn nicht, können wir unseren Wohlstand in 20 Jahren rauchen, wenn China an der Welt vorbeizieht und nicht mehr billigproduktionsland sein will.

    Darum: Preiserhöhung, dass es richtig weh tut, Benzin zu tanken, zu fliegen oder Fleisch aus Massentierhaltung zu essen.
    Und die Preisdifferenz dann sofort investieren in nachhaltige Energieproduktiob und Infrastruktur in unserem Land.

    (Dass der SVP als Vertreter der Öl-Lobby nicht gefällt, wenn in die Schweiz investiert wird, ist klar. Darum hoffen wir auf die andern Parteien.)
    • Chili5000 25.10.2019 10:40
      Highlight Highlight Son' Schmarn... Preiserhöhung für Fleisch aus Massentierhaltung und bei anderen Fleischsorten alles save? Preiserhöhungen sind sinnlos und belasten nur die schwächsten in unserer Bevölkerung...
    • Forest 25.10.2019 10:54
      Highlight Highlight Fleisch und Milch ist nur so günstig weil es subventioniert wird. Solange keine Subventionen für Klimaschädliche Produkte gestrichen werden und es keine Gesetze gibt, die Foodwaste verbieten kann man von mir aus auch mit einem SUV-Diesel aus dem letzten Jahrhundert rumkurven. Der Unterschied? Wir werfen Tonnen von Lebensmittel weg und tun nichts dagegen. Bei Autos hingegen kommen immer strengere Abgasnormen, die Motoren werden kleiner und der Verbrauch sinkt.
  • Krise 25.10.2019 08:45
    Highlight Highlight "Doch der Befund relativiert den Fall Kanada"
    Umgekehrt; den Befund/der Fall
  • Krise 25.10.2019 08:42
    Highlight Highlight "Die Stichproben sind (...) repräsentativ."
    Sind sie eben nicht. Wenn man wissen will wozu Leute bereit sind, muss man die Bevölkerung vor Ort fragen, nicht die des Nachbarlandes.
    • esmereldat 25.10.2019 09:43
      Highlight Highlight Die Stichproben sind wohl für die befragten Länder repräsentiv, nicht für die Schweiz.
    • dorfne 25.10.2019 09:46
      Highlight Highlight Zuerst heisst es, die andern sollen, wir haben schon viel gemacht, dann heisst es wieder, die andern Länder sollen selber entscheiden. Genau das funktioniert ja nicht, wenn mans global angehen sollte. Aber wer aus Angst um seinen verschwenderischen Lebensstil mit Töff, Auto und Flugreisen keine Klimamassnahmen will, dem passt natürlich Alles nicht.
    • Krise 25.10.2019 14:39
      Highlight Highlight @dorfne 🤷 ich nöd, er au. Ist das nicht mittlerweile überall so? Ich finde nur, man hätte diese Webstudie auch in der Schweiz durchführen sollen. Aber ich finde persönlich auch dass wir SUV's verbieten sollen und Menschen nur noch 4Plätzer kaufen dürfen sollten wenn sie mehr als zwei Personen im Haushalt sind und nur ein Auto pro Haushalt erlaubt sein sollte. 😉
  • Kanischti 25.10.2019 08:32
    Highlight Highlight Der Haken an solchen Umfragen ist immer das Hypothetische, das "was wäre wenn". Hier geht es darum die Schmerzgrenze in Abhängigkeit der Höhe der Steuerbelastung zu definieren.

    Ich glaube, dass in der Realität, die Menschen schon ab einer viel tieferen Belastung zu jammern beginnen.
    • ingmarbergman 25.10.2019 09:16
      Highlight Highlight Menschen jammern immer. Je dümmer desto mehr Gejammer.
      Leute klagen darüber dass das Essen in der Migros zu teuer ist, was absurd ist. Leute klagen über hohe Kosten für das Auto, obwohl ein GA viel günstiger wäre. Leute klagen, dass sie zu wenig Lohn haben, aber verhandeln wollen sie auch nicht.

      Mit Geld handelt die Mehrheit der Menschen irrational. Darum funktioniert auch Freiwilligkeit nicht, sondern nur Lenkung.
    • dorfne 25.10.2019 09:49
      Highlight Highlight Das Klima wird keine Schmerzgrenzen ausloten. Das wird mit brutaler Konsequenz zuschlagen. Bereits fängt an einigen Stellen in den Alpen das ewige Eis an zu schmelzen, welches das Gestein zusammenhält. Jetzt kann man noch vorsorglich sprengen, bald nicht mehr.
  • esel12 25.10.2019 08:14
    Highlight Highlight Die Klimasteuer wird dann von Leuten verwaltet die keine Ahnung haben über die Materie und die Unternehmen machen einen Riesen aufwand, damit sie von dem Geld etwas abbekommen. So verschleudern wir sehr viel Geld für nicht. Und die ganzen Studien, die immer gemacht weden.

    Wenn das Geld effizient eingesetzt würde, wären wir schon viel weiter.

    Und zum schluss: Energie ist nie sauber und Umweldfreundlich. Die Lösung wäre auf Wohlstand zu verzichten und die Umwelt zu schonen. Den mit dem jetztigen Lebenstill werden wir nie etwas erreichen.
  • Faceoff 25.10.2019 07:53
    Highlight Highlight Wir sollen also flächendeckend auf alles verzichten und noch Steuern zahlen für eine Welt, die ebendiese Leute aus Profitgier geschaffen haben, die nun die hohle Hand machen? Momoll, clever.
    • dorfne 25.10.2019 11:00
      Highlight Highlight Was ist für Sie Alles? Beim Verzicht auf Alles bleibt immer noch viel mehr als meine Grosseltern je hatten!
  • Gipfeligeist 25.10.2019 07:42
    Highlight Highlight "Hohe CO2-Steuern werden in beiden Ländern nur akzeptiert, wenn andere industrialisierte Länder auch eine einführen"

    Diese Einstellung zur Fairness ist verständlich. Aber einer muss den Anfang machen, ansonsten wird sich nichts ändern. Wir können die Arbeit der Staaten nicht aufteilen, ohne zuerst für unseren eigenen Austoss die Verantwortung zu übernehmen!
    • Hyperventilator 25.10.2019 11:50
      Highlight Highlight Ich würde auch einseitig eine hohe CO2 Steuer in der CH einführen. Das führt dann halt dazu, dass viele Industriebetriebe hopps gehen oder ins Ausland abwandern aber dafür habe wir unsere CO2 Bilanz verbessert! Gut so, oder?
    • Gipfeligeist 25.10.2019 15:02
      Highlight Highlight @Hyperventilator
      Was meinen Sie exakt mit "viele Industriebetriebe gehen hopps" ?
      Wir sind ein Dienstleistungsland, wir leben nicht von Schwerindustrie.
      Uhren können weiterhin hergestellt werden, Coop wird weiter beliefert und Berufe im neuen Energiesektor entstehen.

      Wenn die Öl-Riesen aus Lybien & Saudis hopps gehen, habe ich wenig Mitleid
  • K1aerer 25.10.2019 07:40
    Highlight Highlight Mol, super Idee noch mehr Geld verlangen. 👋 Die Politik ist da zum Zukunft zu gestalten, da hat ein Staat sehr viel Macht bzgl. Gesetze und Forderungen. Der Staat kann ja Infrastrukturausbau (z. B. Elektrosäulen an Tankstellen) und dazugehörigen Rahmenbedingungen fordern bzw. bereitstellen. Der Staat muss ja nicht mal Geld ausgeben, damit der Konsum ein bisschen zurückgeht.
    • Aerohead 25.10.2019 08:15
      Highlight Highlight Geld ist eben ein Mittel zur Lenkung. Und dass Sie das nicht möchten, ist der Beweis dafür, dass es funktioniert.
    • dorfne 25.10.2019 09:51
      Highlight Highlight Und wenn das Klima Ihnen das Haus samt Auto wegspühlt sagen Sie: Die Grünen sind Schuld, die haben zuwenig gemacht! Jetzt soll der Staat den Schaden bezahlen.
    • K1aerer 25.10.2019 10:18
      Highlight Highlight Ui Klima spült das Haus weg? Urasachenbekämpfung müssten wir betreiben und sicher nicht Symptombekämpfung durch mehr Geld abknöpfen. Wenn Arbeitsplätze weggehen, dann erhöht man noch mehr Steuern, damit man diesen Leuten noch helfen kann. Glaubt ihr wirklich, dass bei Leuten ein Umdenken stattfindet, weil sie jetzt mehr zahlen müssen.
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  • darkshadow 25.10.2019 07:24
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach ist das der richtige Weg. Das Geld darf aber keinesfalls zurück an die Bürger, sondern in z.B. aufforstung der Wälder in Nicaragua oder in Forschung investiert werden. Ich bevorzuge Projekte in 3. Weltländer (in Europa z.B. Bosnien), da damit gleichzeitig Armut mit nachhaltigen Projekten bekämpft wird.
    • Stirling 25.10.2019 07:42
      Highlight Highlight Wir "bekämpfen" seit jahrzehnten die die Armut in fremden Ländern, indem man sie einfach durchgefüttert hat.
      Das Ergebnis war, dass die Geburtenrate massiv gestiegen ist. Daraus resultieren einfach noch mehr arme Menschen.
      Wir dürfen das Co2-Steuergeld für nichts anderes benutzen, als für nachhaltige Projekte im Inland, die sich ausschliesslich mit der Umwelt befassen.
    • Aerohead 25.10.2019 08:17
      Highlight Highlight Ich spende für diverse NGOs, die im Ausland für humanitäre Zwecke tätig sind. Aber die Einkünfte aus der Klimasteuer dafür zu verwenden wäre ihr sofortiger Tod
    • darkshadow 25.10.2019 08:36
      Highlight Highlight Die Geburtenrate sinkt automatisch wenn folgende Parameter erfüllt werden: Regelmässiges Einkommen, Bildung, Medizinische Versorgung, Sozialsysteme.

      In Indien gabs ein Projekt, bei dem nur Frauen aus der untersten Kaste eingestellt wurden. Geburtenrate sank von 7 auf 2 Kinder.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Militia 25.10.2019 07:20
    Highlight Highlight Nur schon daran zu denken, eine CO2 Steuer einzuführen und dieses Geld für etwas anderes als das Klima zu verwenden, ist eine bodenlose Frechheit. Für wie blöd halten die uns eigentlich? Dafür hätte es keine Studie gebraucht...
  • lilie 25.10.2019 07:16
    Highlight Highlight Danke für die Vorstellung der Studie!

    Es ist ermutigend zu sehen, dass es eine recht grosse Offenheit für Klimasteuern gibt. Mir war auch nicht bewusst, dass die CO2-Abgabe in der Schweiz so hoch angesetzt ist.

    Was ich mich aber schon immer gefragt habe, ist, warum ein grosser Teil an die Bevölkerung zurückbezahlt wird. Klar, auch "Geld? Nur her damit!"-Gründen ist das toll, aber was ganz konkret bringt es?

    Der Betrag pro Kopf ist zu klein, als dass man dadurch einen spürbaren Nutzen hätte (ich glaube zwischen 50 und 60 Franken im Jahr zur Zeit).

    Dieses Geld könnte man mE besser nutzen.
    • Knut Knallmann 25.10.2019 08:31
      Highlight Highlight Ein grosser Teil wird an die Bevölkerung zurückbezahlt, weil für grosse Teile der Bevölkerung die Belastungen (Vor allem wenn man das CO2 so besteuern würde dass es richtig weh tut) durch die zusätzlichen Abgaben zu gross würde. Klima- und Umweltschutz sind enorm wichtig, dennoch müssen die Reformen sozialverträglich sein. Ärmere Leute haben sowieso weniger persönlichen Einfluss auf ihren CO2 Ausstoss als die Mittel- und Oberschicht - Wie der Vermieter das Haus heizt oder wie Sie zur Arbeit gelangen ist häufig ausserhalb Ihrer Kontrolle.
    • THEOne 25.10.2019 09:09
      Highlight Highlight das nent man dann augenwischerei.
      indem sie sagen du bekommst kohle retour, bist auch eher bereit das zu unerstützen. egal obs im endeffekt was nützt , oder eben nicht. altbekanntes prinzip der regierung
    • lilie 25.10.2019 10:18
      Highlight Highlight @Knut: Deine Argumentation ist also, dass man den Leuten ein 50er-Nötli gibt, um sie darüber hinwegzutrösten, dass andere sie zwingen, übermässig viel CO2 zu produzieren? 🤔

      Oder wie muss ich es verstehen? Ich meine das nicht ironisch, ich kann es wirklich nicht nachvollziehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wolge 25.10.2019 07:12
    Highlight Highlight Immer mehr Flugpassagiere landen am Flughafen Zürich nur, um umzusteigen. In den ersten neun Monaten dieses Jahres nutzten 29,2% der Passagiere Zürich nur als Umsteigeflughafen. Tendenz steigend, wie die Zahlen des Monats September zeigen: Die Zahl der Lokalpassagiere sank um 0,3 Prozent, jene der Umsteigepassagiere stieg um 1,7 Prozent.

    Swiss und Lufthansa fördern die Zubringerflüge mit sehr billigen Tickets. Ein Verbot dieser Preispolitik würde der Umwelt mehr bringen als Zuschläge auf Flugtickets.

    https://www.saldo.ch/artikel/artikeldetail/umweltschaedliche-umsteigefluege/
    • Militia 25.10.2019 07:39
      Highlight Highlight Das würde nur den Anwohnern des Flughafens etwas bringen, die Airlines werden einfach einen Transitflughafen nutzen. Und am Ende fehlen in der CH Arbeitsplätze.
      Mit der Umwelt hat das nichts zu tun.
    • Hamudi Dudi 25.10.2019 07:59
      Highlight Highlight Hmm, dann bieten sich einfach andere Flughäfen zum Umsteigen an und es wird genau gleich weiter geflogen. Da schnappt sich Zürich lieber einen Teil des Kuchens und investiert diesen in die Forschung.
  • Nullarbor 25.10.2019 06:54
    Highlight Highlight Endlich mal ein spannender Artikel zu dem Thema und nicht einfach Grüne Hetze! 👍
    • Gipfeligeist 25.10.2019 14:58
      Highlight Highlight @Nullarbor
      Inwiefern finden Sie, dass Grüne hetzen? Empfinden Sie eine Kampagne für mehr Nachhaltigkeit als Beleidigung?
    • Nullarbor 25.10.2019 16:08
      Highlight Highlight Zudem immer mehr Steuern, mehr Abgaben, mehr Regulierungen usw fordern ist Hetze gegen alle die nicht auf dem Ökotrip sind ja
    • Gipfeligeist 25.10.2019 16:33
      Highlight Highlight @Nullarbor
      Das sehe ich nicht so. Zunächst verstehe ich unter "Hetze" eine verbale Beschimpfung und Niedermachen von Unschuldigen, bsp. politisch Andersdenkenden.

      Wäre Ihnen ein Markt ohne jegliche Regulierungen lieber? Privatisiertes Trinkwasser, privatisierte Bildung, privatisierte Grünanlagen. Weniger öffentlicher Verkehr, weniger Subventionen für grüne Energien.

      Jeder darf so viel Emissionen verursachen wie er Lust hat... Wären Sie mit diesem System zufrieden?
  • Auric 25.10.2019 06:53
    Highlight Highlight Professor für Politikwissenschaft an der ETH Zürich,

    Für was steht das T in der Abkürzung ETH?
    • Karoon 25.10.2019 07:54
      Highlight Highlight "Technische", du ganz Schlauer.

      Suprise: An der ETH forschen neben Politikwissenschaftler auch Historiker und Kulturwissenschaftler. Eben immer halt mit naturwissenschaftlichem Bezug, was ja in dieser Studie gegeben ist.
    • D(r)ummer 25.10.2019 08:05
      Highlight Highlight Technisch

      Nach dem Motto: "Ja, aber technisch gesehen ist das so..." ;-)
    • Wombat59 25.10.2019 08:18
      Highlight Highlight An der ETH gibt es mehrere Professoren in Geistes- und Sozialwissenschaften. Alle Studenten besuchen während ihrem Studium auch einige solche Vorlesungen, mit dem Überbegriff „Wissenschaft im Kontext“.

      Prof. Bernauer gibt insbesondere Vorlesungen für Masterstudenten der Umweltnaturwissenschaften mit der Vertiefung „Umweltsysteme und Politikanalyse“, also für Studenten, die eben nicht nur die Wissenschaft des Klimawandels verstehen möchten, sondern auch die Werkzeuge zu seiner Bekämpfung und besonders auch deren politische Umsetzbarkeit.
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