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Blick auf die Erdbebenversuchsanlage der Berner Fachhochschule in Chamoson VS. Das vierstöckige Holzgebäude hielt dem Zerstörungsversuch nahezu stand.

Wie verhalten sich Holzgebäude bei Schwingungen? Dies haben Forscher an einem Testgebäude in Chamoson untersucht. Bild: KEYSTONE

Holzhaus hält bei Test im Wallis «Erdbeben» der Magnitude 6 stand



«Es hat sehr viel Kraft gebraucht, um das Gebäude zu zerstören. Richtig gebaute Holzhäuser sind also erdbebensicher.»

Martin Geiser, Professor für Erdbebeningenieurwesen quelle: srf.ch

Bei einem Test-Versuch in Chamoson VS hat ein Holzgebäude mehreren künstlich simulierten Stössen eines starken Erdbebens nahezu standgehalten. Der Widerstandstest wurde von Experten der Berner Fachhochschule durchgeführt.

Im Laufe einer Woche wurden insgesamt 100 Tests zur Erdbebensicherheit von Holzrahmenbauten durchgeführt. Dabei wurde das Gebäude mit Stahlseilen gezogen und plötzlich losgelassen, so dass freie Schwingungen entstanden. Der finale Zerstörungsversuch am 12 Meter hohen, vierstöckigen Holzbau fand am Samstagmorgen statt – und «scheiterte» weitgehend.

Die Konstruktion sollte eine Einwirkungskraft von 7,3 Tonnen aushalten, darauf war sie ausgelegt. Das Gebäude gab allerdings erst bei 16,3 Tonnen nach, ertrug also das 2,23-fache der Anforderungen. Und es wurden auch nur die oberste vierte Etage und das Dach zerstört, darunter blieb alles intakt.

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Video: srf/SDA SRF

Die Versuche sollten mithelfen, mittelfristig die Kosten für die Erdbebensicherheit beim Hausbau zu senken und gleichzeitig die Sicherheit zu erhöhen, betonte Martin Geiser, Projektverantwortlicher der Berner Fachhochschule

Rund 5 bis 8 Prozent der Häuser und Liegenschaften im Wallis sind Holzkonstruktionen. Ziel sind 10 Prozent, wie Maxime Métrailler, Präsident der Walliser Holzbauunternehmer, vor Ort erklärte. Ihm schwebt in drei bis fünf Jahren in Zusammenarbeit mit den Walliser Kantonsbehörden ein neuer Lehrgang vor, der die Unternehmer in Sachen Erdbebennormen besser ausbilden soll. Heute ist dies in der Schweiz lediglich für Holzbauingenieure zwingend.

(sda)

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18
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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • plaga versus 27.10.2019 14:28
    Highlight Highlight Boah, die Anti-wissenschaftliche Haltung einiger Kommentatoren dringt nach den USA auch in die Schweiz ein... Bedenklich.
  • Holzklotz 27.10.2019 13:18
    Highlight Highlight Holz ist grundsätzlich günstig gegenüber Erdbeben, da es mit der geringen Masse und der hohen Duktilität eine Eigenschwingfrequenz ausserhalb der Erdbebenfrequenz aufweist. Das verhindert ein gegenseitiges Aufschaukeln der Schwingungen.
  • Binnennomade 27.10.2019 12:30
    Highlight Highlight Toll, wie viele Experten hier herumgeistern!

    Es ging beim Projekt darum, freie Schwingungen im Holzrahmenbau zu untersuchen. Diese könnte man natürlich auch produzieren indem man das ganze auf eine bewegliche Plattform stellt, und dieser Impulse gibt. Wäre halt einfach um ein vielfaches teurer. Und nein, es wurden nicht einfach 4 Blöcke aufeinandergestellt, das Gebäude wurde einfach stockwerkweise elementiert, wie das in der Schweiz im Holzbau gang und gäbe ist.


    Schuster, bleib bei deinen Leisten!
    Herzlichst,
    Ein angehender Holzbauingenieur
    • Binnennomade 27.10.2019 13:16
      Highlight Highlight Hier übrigens der Projektbeschrieb für Interessierte:

      https://www.bfh.ch/ahb/de/forschung/referenzprojekte/erdbebensicherheit-holzgebaeude/
    • Hardy18 27.10.2019 19:51
      Highlight Highlight Na möchtest du mir jetzt sagen, dass bei einem Erdbeben nur das oberste Element wackelt?

      Und ja, ich bin Laie, weil ich unstudiert bin.

      Wenn man gleichzeitig die Ganze Fassade gezogen hätte wäre es etwas plausibler. Da alle Blöcke für sich ausgesteift sind bringt das meines Erachten wenig, wenn man nur am oberen zieht.

    • Hardy18 27.10.2019 20:03
      Highlight Highlight Entschuldigung, ich nochmal 😄

      Kann es sein das bei diesem Video man nur das Ende sieht und nicht den eigentlichen Test, wo das Haus in Schwingung gebracht wurde? Das erklärt vielleicht das viele Unverständnis hier in den Kommentaren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • neutrino 27.10.2019 11:19
    Highlight Highlight Der Test ist ein Witz, sorry. Mal ein Blick nach Kalifornien oder Japan würde sich lohnen: dort geschieht jeder Gebäude-Erdbebentest mit instabilem Untergrund. Was auch der Realität entspricht.
    • Strawanzer 27.10.2019 15:08
      Highlight Highlight Aha! ...bei 20min heute nichts los um dein Wissen loszuwerden?
  • Thom Mulder 27.10.2019 09:34
    Highlight Highlight Diese "Tests" scheinen mir nicht im Geringsten vergleichbar mit einem Erdbeben. Dazu müsste man ein Haus auf eine Plattform bauen, die sich in verschiedener Frequenz und Stärke schwingen lässt. Das hat völlig andere Auswirkungen auf eine Struktur, als wenn man einfach am Gebäude zieht.
    • Holzklotz 27.10.2019 13:15
      Highlight Highlight Eine solche Platte würde nichts anderes als horizontale Kräfte in der Gebäudestruktur hervorrufen. Und diese sind mit einem solchen Aufbau realitätsnah und wissenschaftlich vergleichbar nachzuahmen.

      Auch wenn es für Laien schwer zu verstehen ist, dieser Versuch entspricht den internationalen Vorgaben.

      Liebe Grüsse von einem Ingenieur :)
  • Ziasper 27.10.2019 07:59
    Highlight Highlight Ich hätte gern mehr Bilder über den Versuchsaufbau gesehen. Wurde wirklich mit Seilen oben am Dach gezogen, um ein erdbeben zu simulieren?
    Das scheint mir nicht sehr realistisch, denn ein Erbeben wirkt sich doc eher als Verschiebung des Untergrunds auf das unterste Stockwerk aus.
  • Glücksbringer 27.10.2019 07:49
    Highlight Highlight Ich mächte keine Werbung machen, aber es gibt ein Holzbausystem, das die schon vor einiger Zeit gezeigt hat:
    https://www.thoma.at/erdbebensicherheit/
  • Hardy18 27.10.2019 02:19
    Highlight Highlight Es sind vier separate Blöcke aufeinander gestellt. Am obersten Block wird gezogen.
    So liebe Kinder, an welcher Stelle wird das Haus beschädigt? Im EG wo alles drauf steht oder an der Stelle wo man daran zieht? 🤦🏼‍♂️ Wissenschaft von der hellsten Seite.

    Holz ist eines der bemerkenswerten Baustoffe, kein Frage!
    Aber der Test ist absoluter Humbug. Da wollten wohl ein paar Studierte bisschen Action haben.
    • Pümpernüssler 28.10.2019 10:01
      Highlight Highlight Ohne Worte...

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