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Hormonelle Schwankungen bei Frauen fördern depressive Symptome

06.01.2021, 18:0006.01.2021, 08:56
Wechseljahre führen bei einigen Frauen zu Problemen.
Wechseljahre führen bei einigen Frauen zu Problemen.Bild: Shutterstock

Während den Wechseljahren gerät der Hormonhaushalt durcheinander. Ein Auf und Ab des Sexualhormons Estradiol während der Periomenopause fördert gemäss einer Studie von Forscherinnen der Universität Zürich depressive Symptome.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt die Perimenopause als diejenige Phase von zwei bis acht Jahren vor der Menopause bis ein Jahr nach der letzten Menstruation. Diese Zeit ist geprägt von hormonellen Schwankungen und geht mit einem erhöhten Risiko für Depressionen einher, wie die Zürcher Forscherinnen um die Psychologieprofessorin Ulrike Ehlert im Fachmagazin «Menopause» schreiben.

Für ihre Studie untersuchte das Team in Speichelproben den Hormonspiegel von 114 Frauen über vier Wochen, die in der perimenopausalen Phase waren. Dabei fokussierten sich die Forscherinnen auf die Sexualhormone Estradiol und Progesteron, denen eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Depressionen zugesagt wird. Ebenfalls befragten sie die Studienteilnehmerinnen nach ihrer Krankheitsgeschichte sowie deren aktuellem psychischen Befinden.

Schwaches Selbstwertgefühl als Risikofaktor

Demnach zeigte sich, dass ein stark schwankender Estradiol-Spiegel mit einem höheren Risiko für depressive Symptome einherging. Diejenigen Studienteilnehmerinnen, deren Sexualhormonspiegel weniger akzentuiert abfielen, waren psychisch ausgeglichener.

Die Daten wiesen ebenfalls darauf hin, dass das Risiko für Depressionen höher war, wenn die Frauen bereits früher an der Krankheit gelitten hatten. Auch förderten chronischer Stress, ein tiefes Selbstwertgefühl, ein negatives Körperbild sowie Gewichtssorgen depressive Symptome.

Die Forscherinnen schreiben in ihrer Studie, dass Ärztinnen und Ärzte die identifizierten Faktoren berücksichtigen sollten, um betroffenen Frauen personalisierte Therapien anzubieten. Dazu würden etwa eine gezielte hormonelle Behandlung gehören sowie Psychotherapien bei länger anhaltenden Verstimmungen oder schwerwiegenden psychosozialen Problemen. (aeg/sda)

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