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Gesundheit

Wie Ex-Raucher einen frühen Tod vermeiden können

Wie Ex-Raucher (nicht sehr überraschend) einen frühen Tod vermeiden können

08.11.2022, 08:3508.11.2022, 11:19
Rauchende Frau
Rauchen ist schädlich, junge Dame.Bild: Shutterstock

Viele Raucher beenden ihre Nikotin-Karriere im mittleren Lebensalter. Doch dann sind oft bereits schädliche Auswirkungen der Zigaretten - vermehrte Atherosklerose und Lungenschäden - vorhanden. Das Ergebnis ist eine über lange Jahre weiterhin erhöhte Sterblichkeit. Eine Studie des nationalen US-Krebsinstituts (NCI) zeigte jetzt, wie Ex-Raucher dieses Risiko am besten verringern können: mit Sport, Normalgewicht und gesunder Ernährung.

«In dieser Kohortenstudie mit 159'937 früheren Rauchern (...) zeigte sich, dass diejenigen, die die Empfehlungen bezüglich des Körpergewichts, Ernährung, Sport und Alkoholkonsum am besten umsetzten, im Vergleich zu Ex-Rauchern mit der geringsten Adhärenz eine um 27 Prozent geringere Gesamtsterblichkeit aufwiesen. Eine Korrelation gab es auch zur Sterblichkeit durch Krebs, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen», schrieben Maki Inoue-Choi und Co-Autoren in der in Jama Network Open erschienen Studie.

Die wissenschaftliche Studie umfasste eine Personengruppe im Durchschnittsalter von zu Beginn 62.6 Jahren. Sie hatten das Rauchen durchschnittlich bereits vor mehr als zehn Jahren aufgegeben. Die Wissenschafter korrelierten deren Sterberisiko in den darauf folgenden 18.9 Jahren mit vier Lebensstilfaktoren: Body-Mass-Index (BMI), Ernährung im «Healthy Eating Index», körperliche Aktivität und Alkoholkonsum. Maximal zu erzielen waren in den Kategorien acht Punkte.

27 Prozent geringeres Sterberisiko

Es zeigte sich, dass die Ex-Raucher mit der gesündesten Lebensweise ein um 27 Prozent geringeres Gesamtsterberisiko aufwiesen. Das war statistisch hoch signifikant. Mehr als vier Stunden Sport pro Woche verringerte die Mortalität aus allen Ursachen um 17 Prozent. Normalgewicht brachte minus 14 Prozent Sterblichkeit, eine gesunde Ernährung minus neun Prozent. Das Vermeiden von zu viel Alkohol führte zu einer um vier Prozent geringeren Mortalität. Auch wenn die Studienteilnehmer die Empfehlungen nicht «perfekt» einhielten, zeigten sich signifikante Effekte.

Die Effekte liessen sich auch noch einmal in der Verhinderung von Todesfällen aufgrund von bestimmten Erkrankungen nachweisen: Jene Ex-Raucher, die sich am gesundheitsbewusstesten verhielten, starben um 28 Prozent seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei Krebs reduzierte sich das Risiko um 24 Prozent, bei Atemwegserkrankungen um 30 Prozent. (aeg/sda/apa)

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Als Rauchen noch als vornehm galt

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Als Rauchen noch als vornehm galt
quelle: zuma dukas dukas / ?? 2005 by jeff goode/toronto star
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«Schämt euch nicht dafür, dass ihr raucht, aber seid sozialer, wenn ihr raucht»

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28 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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jojonänäi
08.11.2022 11:38registriert September 2020
Hahaha, mein Humor! Ich habe eine Studie gelesen, bei der Ex-Sandalenträger analysiert wurden. Ob ihr's glaubt oder nicht: Die gesund lebenden Ex-Sandalenträger sind statistisch signifikant gesünder als die nicht gesund lebenden Ex-Sandalenträger. Genau gleich wie bei den Ex-Rauchern. Wahnsinn!
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daveppp
08.11.2022 10:11registriert März 2021
Also, wenn man nie geraucht, muss man kein Sport machen und auch nicht gesund essen. Ich bin dabei :)
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Butch Cassidy & Sundance Kid
08.11.2022 11:33registriert Mai 2018
Oh welch Wunderbare Entdeckung der Wissenschaft.. gesund Leben hilft auch ex-Rauchern länger zu leben..

Hilft es auch Rauchern? xD
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