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This undated photo made available by the Centers for Disease Control and Prevention shows a strain of Candida auris cultured in a petri dish at a CDC laboratory. On Tuesday, April 25, 2017, New York state health officials provided new details about a continuing outbreak of the infection. The count is 44 now, up from a half dozen last fall. The fungus is a harmful form of yeast that was first seen in a patient in 2009, in Japan. Scientists say it can be hard to identify with standard lab tests, and more cases are being reported as doctors are looking harder for it. (Shawn Lockhart/CDC via AP)

Dieser Hefepilz ist nicht so harmlos, wie er aussieht. Bild: AP/CDC

Tödlicher Hefepilz – warum Candida auris so gefährlich ist



Unaufhaltsam, so scheint es, breitet er sich aus: Candida auris, ein Hefepilz, infiziert Menschen in immer mehr Ländern rund um den Globus. Für viele von ihnen endet der Befall tödlich – Candida auris ist ein multiresistenter Pilz, der invasive Infektionen auslösen kann. Und er wird, im Gegensatz zu anderen bisher bekannten Arten, von Patient zu Patient und über kontaminierte Oberflächen übertragen. Das macht ihn zum Schrecken von Krankenhäusern, die einem Ausbruch des Erregers nur mit Mühe Herr werden.

Der Hefepilz wurde 2009 zum ersten Mal im Ohrensekret eines japanischen Patienten gefunden – von daher der Namenszusatz auris (lat. für «das Ohr betreffend»). Seither gab es Infektionen in zahlreichen Ländern, von Südkorea über Indien und Kenia bis Kanada.

Auch in Europa hat der Erreger bereits Fuss gefasst – besonders in Spanien und Grossbritannien. In einem Krankenhaus in London ereignete sich 2015 der erste grössere Ausbruch, 72 Patienten wurden infiziert. Der bisher einzige Fall in der Schweiz betraf eine ältere Patientin, die sich in Spanien angesteckt hatte und im Oktober 2017 in einem Genfer Spital verstarb.

Verbreitung von Candida auris
(Stand Feb. 2019)

Karte: Weltweite Verbreitung von Canida auris, Stand Februar 2019
Quelle: https://www.cdc.gov/fungal/candida-auris/tracking-c-auris.html

Karte: watson / quelle: CDC.gov

Von 2013 bis 2017 wurden in Europa laut dem Europäischen Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) insgesamt 620 Fälle gemeldet, wobei ein deutlicher Anstieg in den Jahren 2016 und 2017 festgestellt wurde. Die meisten Meldungen gab es in Spanien (388 Fälle) und Grossbritannien (221 Fälle). Bei rund drei Vierteln aller gemeldeten Fälle handelte es sich um eine harmlose Besiedlung des Körpers mit dem Pilz, doch bei den restlichen Patienten kam es zu Blutvergiftungen oder anderen Infektionen.

Geschwächtes Immunsystem

Der Grund dafür ist meist ein geschwächtes Immunsystem, beispielsweise bei chronisch Kranken, Krebs- oder AIDS-Patienten. Auch andere Hefepilze besiedeln Haut oder Schleimhäute des Menschen – Candida albicans zum Beispiel ist ein eher harmloser Pilz, der in aller Regel keine Probleme verursacht. Bei angeborener oder erworbener Immunschwäche kann sich Candida albicans aber so stark vermehren, dass es zu einer sogenannten Candidose (auch als «Soor» bekannt) kommt.

Candidose, Soor: Belag auf der Zunge

Candidose auf der Zunge. Bild: Shutterstock

So ist auch Candida auris für ein gesundes Immunsystem zumeist keine ernsthafte Bedrohung. In der Tat zeigen gesunde Personen, die mit dem Pilz infiziert sind, keine Symptome und verbreiten ihn ohne ihr Wissen weiter. Nur ein Labortest kann Aufschluss geben, ob jemand von Candida auris besiedelt ist. Wenn aber Vorerkrankungen bestehen, kann der Hefepilz in den Blutstrom gelangen und dort eine Sepsis – eine Blutvergiftung – verursachen. Auch Wunden oder die Harn- und Atemwege kann er befallen und dort gefährliche Infekte auslösen.

Im Gegensatz zu seinen harmloseren Verwandten erweist sich Candida auris in solchen Fällen als veritabler Killer. Die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) schätzt, dass nicht weniger als 30 bis 60 Prozent aller Infektionen, bei denen der Pilz in den Körper eindringt, tödlich enden. Die Behörde gab denn auch im August 2017 erstmals eine Warnung vor einer ernsten weltweiten Bedrohung heraus.

Candida-Hefepilz-Sporen

Wenn dieser Pilz in den Körper eindringt, wird es gefährlich: 30 bis 60 Prozent der Infektionen enden tödlich. Bild: Shutterstock

Multiresistenter Erreger

Hinzu kommt, dass Candida auris nicht immer so leicht zu identifizieren ist, vor allem aber, dass viele seiner Pilzstämme gegen eines oder mehrere der Medikamente resistent sind, die man gegen Pilzinfektionen einsetzt. Bei 90 Prozent der vom Pilz verursachten Infektionen wirkt mindestens ein Medikament nicht, bei 30 Prozent der Infektionen sind es sogar zwei oder mehrere Medikamente.

Solche Resistenzen kennt man sonst eher von Bakterien – so ist durchaus bekannt, dass beispielsweise immer weniger Antibiotika gegen multiresistente Tuberkuloseerreger wirken. An Pilze denkt man dagegen kaum. Auch bei Antibiotikaresistenz gilt aber, dass in erster Linie Personen mit geschwächtem Immunsystem gefährdet sind, darunter Neugeborene, Alte, Diabetiker und Personen, die Immunsuppressiva nehmen müssen.

Das Problem der multiresistenten Keime verschärft sich durch den unsachgemässen Einsatz von Antibiotika. Gelingt es nicht, den Missbrauch dieser wichtigen Medikamente einzudämmen und zugleich neue Arzneimittel gegen multiresistente Keime zu entwickeln, wird das Risiko mit der Zeit auch für gesundheitlich robustere Personen zunehmen, die jetzt noch weniger gefährdet sind. Laut einer Schätzung der WHO könnten multiresistente Erreger um 2050 sogar mehr Todesfälle verursachen als Krebs.

abspielen

«Antibiotikaresistente Keime in 3 Minuten erklärt.» Video: YouTube/youknow

Hartnäckiger Pilz

Pilze wie Candida auris, die gegen Antimykotika (Antipilzmittel) resistent sind, verschärfen dieses Problem. Der Hefepilz ist zudem äusserst zählebig: Er setzt sich als Biofilm auf den Oberflächen von Möbeln und medizinischen Apparaten fest und ist von dort kaum mehr wegzubringen. Als ein älterer Patient, der an einer Infektion mit Candida auris litt, im Mai 2018 in ein Krankenhaus im New Yorker Stadtteil Brooklyn eingeliefert wurde, stellten die Ärzte dort nach seinem Tod fest, dass der Pilz das gesamte Zimmer – Wände, Decke, Fussboden – befallen hatte. Teile der Decken- und Bodenverkleidung mussten herausgerissen und entsorgt werden.

Für Krankenhäuser ist dies ein Alptraum. Der Pilz kann so nicht nur von Patient zu Patient übertragen werden, sondern auch durch kontaminierte Räume und Geräte. Immerhin erfolgt die Übertragung nach derzeitigem Kenntnisstand nicht über die Luft wie bei vielen Erkältungsviren, sondern nur als Schmierinfektion.

Die Mediziner haben die Gefährlichkeit des Hefepilzes erkannt. In der Schweiz haben Infektiologen bereits 2002 die Forschungsplattform Funginos (Fungal Infection Network of Switzerland) ins Leben gerufen, die sich nun auch mit Fällen von Candida-auris-Infektionen befasst. Auch die Vereinigung Swissnoso, die Spitalinfektionen bekämpft, hat den Pilz im Visier. Wenn Patienten aus dem Ausland in die Schweiz repatriiert werden, werden sie zuerst isoliert, bis sicher ist, dass sie keine multiresistenten Erreger mehr aufweisen – auch Candida auris nicht.

Erklärvideo Antibiotika

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44
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    Alle Leser-Kommentare
  • LeChef 25.04.2019 23:31
    Highlight Highlight Der Pilz wird nur durch Schmierinfektion übertragen, aber im New Yorker Krankenhaus ist er im ganzen Zimmer, inklusive Decke...? 🤔
    • Na_Ja 26.04.2019 13:01
      Highlight Highlight Ein kleiner Schimmelpilz Befall kann mit der Zeit auch riesige Flächen besiedeln. Mit der Schmierinfektion kommt der Pilz auf die Wand und vermehrt sich dann von dort in alle Richtungen.
  • BeWi 25.04.2019 20:55
    Highlight Highlight Nun, wie ist es denn mit den Zahlen? Wenn ich denke, dass wir in der CH alleine ca. 25'000 Tote wegen Herzproblemen haben, dann scheint mir dies jetzt etwas sehr hoch gekocht. Wie mit AIDS, welches mittlerweile in den Todesfallstatistiken inexistent ist. Ab und zu würde ein gewisser Realitätsbezug gut tun.
    • Ueli_DeSchwert 25.04.2019 22:14
      Highlight Highlight In Relation setzen ist immens wichtig und nie falsch, da hast du recht.

      Aber nachdem man etwas in Relation gesetzt hat soll man nie sagen "ist ja nicht so schlimm", denn wie @Idrisi sagt... 💁🏼‍♂️
    • Na_Ja 26.04.2019 13:03
      Highlight Highlight Wir haben aber viele Leute, die an Krebs leiden oder sonst immunsupprimiert sind. Auch alte Leute sind meist anfälliger auf Infekte.
  • ch.vogel 25.04.2019 20:20
    Highlight Highlight Ich frage mich grad, wie der genannte Patient in Brooklyn die Decke schmier-infizierte, wenn Übertragung durch die Luft ausgeschlossen ist.
    Oder hat sich der Pilz dermassen an den Wänden hoch verbreitet ohne dass das sichtbar war? Irgend einen Nährboden bräuchte er doch auch dann, oder zumindest Feuchtigkeit?
    • darkshadow 25.04.2019 22:00
      Highlight Highlight Sporen?
    • eineve 25.04.2019 23:41
      Highlight Highlight müssen keine Sporen sein - sind es auch nicht. Der Mensch schwitzt und diese Feuchtigkeit ist schon Nahrung genug, dass der beim "Zimmerreinigen" gleichmässig Verteilte Niederschlag überall "hinklettert"

      Der kuschelige Fusspilz wird ja auch regelmässig durch ausgiebige Vollbäder über den ganzen Körper und an Stellen verteilt - was viele achwas alle - unterschätzen.
  • Nubotronic 25.04.2019 19:26
    Highlight Highlight Können die in der Matrix bitte aufhören Plague Inc. zu spielen? 😒
  • honigtiger 25.04.2019 18:59
    Highlight Highlight Ist dieser Pilz auch gegen Grapefruitkern Extrakt (GKE) resistent?
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 25.04.2019 19:45
      Highlight Highlight Meinst du das Extrakt dem Triclosan zugefügt wurde, oder das ohne?
      Die Wirkung hat das Zeug nur wegen des Triclosan. Ohne Triclosan ist es etwa so wirksam gegen diesen Pilz, wie wenn man ihn versucht zu erschießen.
      Tut mir schrecklich leid, aber das ist auch nur ein Produkt, mit dem sich schlaue Leute an verzweifelten bereichern. 😔
    • honigtiger 25.04.2019 22:01
      Highlight Highlight Konkret meine ich Citrosept. Bewährt sich in meinem Haushalt ganz vielseitig und unverzweifelt...aber vielleicht ists ja auch nur der Placebo Effekt, who knows...
  • Don Alejandro 25.04.2019 18:52
    Highlight Highlight Hygiene und nochmals Hygiene... dann ist man davon weitestgehends befreit...
    • Ribosom 25.04.2019 21:12
      Highlight Highlight Bakterien und Pilze bringst du mit Hygiene nicht vollständig weg 😂
      Mit intensiver Hygiene machst du deinem Körper keinen Gefallen sondern das Gegenteil: Dadurch zerstörst du deine guten Bakterien auf der Haut und im Darm und gibts Krankheitskeimen eine grosse Chance 👍
    • dmark 26.04.2019 13:01
      Highlight Highlight Don meint wohl, dass man u.a. sich öfter mal die Hände waschen sollte. Besonders dann, wenn man z.B. Einkaufen war oder eben ein Krankenhaus besuchte.
      Ebenso bringt es auch was, in der Wohnung usw. beim Reinigen mal etwas Alkohol oder Essigsäure ein zu setzen, um damit Pilze oder Bakterien abzutöten. Alkohol ist wohl immer noch das wirksamste Mittel gegen Krankheitserreger.
  • Wander Kern 25.04.2019 17:37
    Highlight Highlight Wuä, Schauder! Aber sehr interessant!
  • sweeneytodd 25.04.2019 17:29
    Highlight Highlight Grönland und Madagaskar sind nicht betroffen. Wer in seinem Leben einmal Plague Inc. gespielt hat, der weiss dass diese Regionen jetzt die sicheren Zonen sind 😉
    • LuLaa 25.04.2019 18:36
      Highlight Highlight Genau. An Grönland bin ich schon oft gescheitert. 😉
    • EmMa42 25.04.2019 18:53
      Highlight Highlight Lieber Grönland, in Madagaskar hat die Pest ihr neues Zuhause gefunden...
    • Sebwoh 26.04.2019 02:07
      Highlight Highlight Noch sind die marinen Wege nicht gesperrt. Vorsicht. 😁
    Weitere Antworten anzeigen
  • salamandre 25.04.2019 16:44
    Highlight Highlight Schön bekommen wir immer auch etwas gelehrt von Dir!.
    Das Quiz zeigt mir jede Woche, mein Allgemeinwissen ist löchrig.😃
  • Klirrfactor 25.04.2019 16:16
    Highlight Highlight Bei den Antibiotika nehmen viele Menschen die Medikamente nicht bis zum Schluss ein.

    Die Bakterien werden nicht komplett ausgerottet, so dass die Überlebenden sich teilen und damit resistent zum Medikament werden.

    Dieser Prozess fand so lange statt, bis die Bakterien eine Resistenz zu den verschiedensten Medikamenten gebildet habem.

    Das ist nicht der einzige Grund für resistente Bakterien, aber kein unwesentlicher.
    • Saraina 25.04.2019 17:56
      Highlight Highlight Ein wesentlicher Grund ist der Antibiotika-Verbrauch in der Tierzucht, und der Umstand, dass die Pharmaindustrie in Indien, die Antibiotika herstellen, absolut unzureichende Abwasserkontrollen hat, was dazu führt, dass sich nachweisbare Mengen davon in den Gewässern der Umgebung findet. Genug halt, um Keime resistent zu machen.
    • MapleLeafs 25.04.2019 18:15
      Highlight Highlight @Klirrfactor
      Falsch, Antibiotika sollten so lange wie nötig und so kurz wie möglich eingenommen werden. Die Anweisung Antibiotika bis zum Ende der Packung einzunehmen ist veraltet, da es absolut unmöglich ist alle Bakterien im Körper abzutöten! Deshalb sollten die Bakterien möglichst kurz und wenig in Berührung mit Antibiotika kommen, um Resistenzen zu vermeiden.
    • Klirrfactor 25.04.2019 19:24
      Highlight Highlight @maple
      Die Antibiotika sollen ja bis ans Ende genommen werden und nicht bis die Packung leer ist. Das ist ein wesentlicher Unterschied.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ich_bin_ich 25.04.2019 16:00
    Highlight Highlight Spannender Artikel mit Mehrwert.
    Bitte mehr davon.
  • c_meier 25.04.2019 15:56
    Highlight Highlight die Zahnpasta der Migros heisst doch Candida oder? ...
    • DerMedicus 25.04.2019 16:34
      Highlight Highlight keien Bange, wenn du dir diese nicht ins Ohr schmierst ist alles im Lot 😋
    • Luigi M. Gallo 25.04.2019 16:37
      Highlight Highlight Ungünstiger Name. Kein Einzelfall bei der grossen M.
    • pazüsen 25.04.2019 16:55
      Highlight Highlight Ja, weil lateinisch candidus = „glänzend weiss“. Das Wort Kandidat geht übrigens auch darauf zurück, da sich im alten Rom die Anwärter auf ein Amt weiss kleiden mussten.
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