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Good News: Muttermilch des Tasmanischen Teufels tötet multiresistente Keime



Tasmanian Devils fight in their enclosure before the first shipment of healthy and genetically diverse devils to the island state of Tasmania are sent from the Devil Ark sanctuary in Barrington Tops on Australia's mainland, November 17, 2015. The largest group so far of disease-free Tasmanian devils has been released in the wild, as part of plans to save the carnivorous marsupials from a cancer threatening them with extinction. Picture taken November 17.    REUTERS/Jason Reed

Tasmanische Teufel könnten für die menschliche Gesundheit eine grosse Rolle spielen. Bild: JASON REED/REUTERS

Im Kampf gegen multiresistente Keime könnten nach neuen Erkenntnissen australischer Forscher Beuteltiere helfen. Ein Team der University of Sydney fand heraus, dass die in der Muttermilch des Tasmanischen Teufels vorhandenen Peptide besonders widerstandsfähige Bakterien abtöten.

Tasmanische Teufel und andere Artverwandte tragen ihren Nachwuchs, der mit einem unterentwickelten Immunsystem zur Welt kommt, in ihrem Beutel, bis die Entwicklung abgeschlossen ist. Auch dort befinden sich Bakterien.

«Wir glauben, dass dies zu einer Ausbreitung der Peptide bei den Beuteltieren geführt hat», sagte Emma Peel von der University of Sydney, die an der Untersuchung beteiligt war, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Beuteltiere besitzen demnach mehr antimikrobielle Peptide als andere Säugetiere.

Auch Bakterien lieben Ihr Smartphone

Die Forscher stellten nun die Peptide künstlich her, nachdem sie die dafür nötige Sequenz aus dem Erbgut des Tasmanischen Teufels gewonnen hatten. Das Ergebnis: Die Peptide hätten «resistente Bakterien und andere Bakterien getötet» – darunter Staphylokokken und Enterokokken, die gegen starke Antibiotika resistent sind. Die Erkenntnisse der Wissenschaftler wurden im Fachmagazin «Scientific Reports» veröffentlicht.

Den Forschern zufolge brachten Untersuchungen von Wallabies und Opossums ähnliche Ergebnisse, ausserdem begannen Untersuchungen mit der Muttermilch von Koalas.

Die Wissenschaftler hoffen nun, dass die Ergebnisse in die Entwicklung neuer Antibiotika einfliessen, um multiresistente Keime weltweit besser zu bekämpfen. Einer kürzlich erschienenen britischen Studie zufolge könnten bis 2050 bis zu zehn Millionen Menschen weltweit an solchen nicht behandelbaren Erregern sterben.

(sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • StealthPanda 19.10.2016 14:10
    Highlight Highlight Wie findet man so etwas eigentlich raus? Die werden ja wohl kaum Millionen von Viren Stämmen züchten und dann einfach mal alles was sie finden rein mischen um zu sehen was passiert.
    • blobb 19.10.2016 16:21
      Highlight Highlight So ungefär... ;)
    • Kalan 25.02.2017 10:40
      Highlight Highlight Ein kleines Detail: Antibiotika sind Mittel gegen Bakterien, nicht Viren... Nichts für ungut
  • The hard Blob 19.10.2016 11:39
    Highlight Highlight Good news??? Nicht für die arme tasmanische Teufel die in den Tierversuchslaboren landen werden!
  • _kokolorix 19.10.2016 06:22
    Highlight Highlight Schade, dass der tasmanische Tiger bereits vor hundert Jahren ausgerottet wurde...
    Wenn auch diese Antibiotika tonnenweise in der Massentierhaltung prophylaktisch eingesetzt werden, sind wir in 50 Jahren wider gleichweit. Ich hoffe, dass die Menschen was gelernt haben. Ich weiss, dass das dumm ist, aber hoffen kann man ja.
  • Raembe 18.10.2016 17:20
    Highlight Highlight Tasmanische Teufel ftw!

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