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epa04858235 (FILE) A file picture dated 23 April 2008 shows an 'Anopheles gambiae' mosquito, a vector for the malaria parasite, drawing blood while biting a researcher at the International Centre for Insect Physiology and Ecology (ICIPE) insect research facility in Nairobi, Kenya. According to media reports British multinational pharmaceutical company  GlaxoSmithKline (GSK), announced on 25 July 2015 that the Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) of the European Medicines Agency (EMA) has adopted a positive scientific opinion for its malaria candidate vaccine MosquirixTM, also known as RTS,S, in children aged 6 weeks to 17 months. Following this decision, the World Health Organization (WHO) will now formulate a policy recommendation on use of the vaccine in national immunisation programmes once approved by national regulatory authorities.  EPA/STEPHEN  MORRISON *** Local Caption *** 50290982

Die Malariamücke. Bild: STEPHEN MORRISON/EPA/KEYSTONE

Erster Malaria-Impfstoff kurz vor der Zulassung



Erstmals steht ein Impfstoff gegen die tödliche Tropenkrankheit Malaria kurz vor der Zulassung. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) veröffentlichte am Freitag in London eine positive Bewertung des Mittels Mosquirix.

Trotz begrenzter Wirksamkeit überwiegen demnach die Vorteile des Impfstoffs die Risiken. Eine mehrjährige Studie an Säuglingen und Kleinkindern in Afrika ergab, dass Mosquirix über bis zu vier Jahre einen Impfschutz von 26 bis 36 Prozent bietet. Empfohlen werden vier Impfungen. Als Kosten dafür werden insgesamt 20 US-Dollar angepeilt.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich 600'000 Menschen an Malaria, vor allem in Afrika. Vier von fünf Verstorbenen sind Kinder im Alter von unter fünf Jahren.

FILE - In this Oct. 30, 2009 file photo, a mother holds her baby as she receives a new malaria vaccine as part of a trial at the Walter Reed Project Research Center in Kombewa in Western Kenya. The European Medicines Agency is recommending that the world’s leading malaria vaccine be licensed even though it is only about 30 percent effective and that protection fades over time. In a statement published on Friday, July 24, 2015, the agency said it had “adopted a positive scientific opinion” for the vaccine’s use outside the European Union, a regulatory process that helps speed new medicines to the market. The vaccine, known as Mosquirix and made by GlaxoSmithKline, protects only about one-third of children though it might help protect some kids from getting the parasitic disease. (AP Photo/Karel Prinsloo, File)

Schmerzvoll, aber notwendig: Die Impfung gegen Malaria soll bald Realität sein. Bild: Karel Prinsloo/AP/KEYSTONE

Peter Kremsner vom Universitätsklinikum Tübingen, der an der Studie in Afrika beteiligt war, sagte der Nachrichtenagentur DPA, die Wirksamkeit des Impfstoffs sei zwar nicht befriedigend, aber das Beste, was es nach 100 Jahren Forschung bislang gebe. Andrew Witty, Chef des Herstellers GlaxoSmithKline, sprach in einer Mitteilung von einem «sehr bedeutenden Beitrag» im Kampf gegen Malaria.

Die WHO will bis spätestens Ende 2015 eine Einschätzung liefern, wie Mosquirix in Impfprogramme aufgenommen werden könnte. Ob das Mittel zugelassen wird, entscheiden aber die betroffenen Staaten selbst. Angewandt werden soll Mosquirix nur ausserhalb der Europäischen Union. Weltweit lebt etwa jeder zweite Mensch in einem Malaria-Risikogebiet. (sda/dpa/reu)

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