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This undated handout photo provided by the British Museum shows a gold ring from the ninth century which was part of a £3 million Viking hoard, metal detectorists George Powell and Layton Davies have been convicted of stealing. Two amateur British treasure-hunters have on Friday, Nov. 22, 2019 been imprisoned for stealing a hoard of 1,100-year-old Anglo-Saxon coins and jewelry valued at millions of pounds. Experts say the hoard, much of which is still missing, could shed new light on a period when Saxons were battling Vikings for control of England. (British Museum via AP)

Dieser Goldring ist Teil des millionenteuren Wikinger-Schatzes. Bild: AP

Hobby-Schatzsucher fanden Wikinger-Gold und behielten es – jetzt müssen sie in den Knast



In Grossbritannien sind zwei Hobby-Schatzsucher zu langen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Sie haben einen besonders seltenen und rund 1100 Jahre alten Wikinger-Schatz unterschlagen.

Werde ein Schatz gefunden, gehöre er der Nation, sagte Richter Nicholas Cartwright am Freitag bei der Urteilsverkündung in Worcester im Westen Englands. Einer der Männer wurde zu zehn Jahren Freiheitsstrafe und sein Komplize zu achteinhalb Jahren verurteilt.

Ein Münzensammler, der dem Duo geholfen haben soll, den Fund zu verheimlichen, wurde zudem zu fünf Jahren Haft verurteilt. Ein weiterer Mitwisser wartet noch auf sein Urteil.

Die beiden Hobby-Schatzsucher waren 2015 mit Metalldetektoren auf einem Acker in der Grafschaft Herefordshire im Westen Englands auf die wertvollen Münzen und Schmuckstücke gestossen. Richter Cartwright sagte, sie hätten nicht nur die Nation eines historischen Schatzes beraubt, sondern auch dem Landbesitzer sein Recht auf einen Anteil verwehrt.

Bei dem Schatz soll es sich nach Einschätzung von Experten um einen wertvollen angelsächsischen Schatz handeln, der im neunten Jahrhundert nach Christus von einem Wikinger vergraben worden sein soll. Die Fundstücke befinden sich mittlerweile im Britischen Museum.

Es sind unter anderem Münzen, ein Goldring, Silberbarren sowie eine mit Gold umfasste Kristallkugel aus dem fünften Jahrhundert. Experten schätzen den Wert des Funds auf zwischen umgerechnet 3.5 und 14 Millionen Euro.

31 Münzen sind nach Angaben von Historikern besonders wertvoll, da sie neue Erkenntnisse zur britischen Geschichte lieferten. «Das ist ein Fund von nationaler Bedeutung von einem entscheidenden Zeitpunkt der Vereinigung Englands, als die Wikinger das Land gerade in grossem Stil angriffen», sagte Gareth Williams, Kurator für frühmittelalterliche Münzen im Britischen Museum.

Bei den Münzen soll es sich nur um einen Bruchteil des erbeuteten Schatzes handeln. Auf Handyfotos von einem der verurteilten Hobby-Schatzsucher seien rund 300 Münzen zu sehen gewesen, jedoch seien diese bislang nicht gefunden worden. (cbe/sda/afp)

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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gubbe 23.11.2019 10:41
    Highlight Highlight Ich hätte gerne den Goldring. Wieviel kostet er?
    Wie ist den das mit den Goldschürfern, die nehmen doch auch der Allgemeinheit ihren Anteil weg?!
  • SwissWitchBitch 23.11.2019 09:20
    Highlight Highlight Die haben höhere Strafen bekommen als so mancher Vergewaltiger ...
    • Sarkasmusdetektor 23.11.2019 15:56
      Highlight Highlight Es ist auch deutlich einfacher zu beweisen, was sie getan haben.
  • Blitzesammler 23.11.2019 08:59
    Highlight Highlight was ich finde gehört mir! Ausser ich kann es dem rechtmässigen Besitzer zurückgeben und bekomme meinen Anteil. Klar geht ein Anteil zum Grundbesitzer aber sonnst... wenn jemand etwas von ,,meinem Schatz,, will, soll er dafür bezahlen!! So wäre es richtig, dann müsste man einen gefundenen Schatz ja auch nicht selbst wieder verstecken und die Öffentlichkeit könnte sih daran erfreuen. Alles andere ist nicht fair.
    • Mutzli 23.11.2019 11:44
      Highlight Highlight @Blitzesammler
      Die UK hat ja eben ein System, bei denen, sagen wir mal "private FInder", extremst grosszügig entlöhnt werden.

      Die öffentliche Hand hat schlicht nur ein Vorkaufsrecht.

      So musste z.B. der Staffordshire Hoard, ein spektakulärer Fund 2009 welcher von privaten entdeckt aber vom Staat ausgegraben wurde, von den "Findern" für über 3 mio. £ abgekauft werden.

      Wie jedoch dieser Fall zeigt, ist so ein System immer noch auf Gutmütigkeit angewiesen und absolut nicht die sicherste Variante.

      Hier in CH gehören alle Artefakte dem Volk, da gibts keine privaten "Schätze".
  • runner 23.11.2019 08:44
    Highlight Highlight und wie lange müssen dort Mörder, Vergewaltiger und Pädophile sitzen??
  • Coburn 23.11.2019 08:03
    Highlight Highlight 10 Jahre dafür ist doch völlig absurd.

    Ausser das einige Historiker und Museen unzufrieden damit sind entstand nicht mal Schaden.
    • Mutzli 23.11.2019 11:53
      Highlight Highlight @Coburn

      Der wohl grösste Teil des Depots ist momentan unauffindbar und wird es wahrscheinlich immer bleiben. Gleichzeitig wäre es einer der wichtigsten Funde zur mittelalterlichen Geschichte der UK gewesen, aber ohne Fundkontext & massenhaft fehlenden Stücken....

      Zusätzlich kommt der finanzielle Wert hinzu: Falls sie es legal deklariert hätten, hätten sie min. 1.5 mio £ FInderlohn gekriegt, aber so haben sie versucht öffentliches Gut im Wert von über 13 mio £ zu stehlen und verkaufen.

      Bei solchen Geldwerten kommts halt zu solchen Strafen, bereits ab 1 mio £ gibts Strafen um 7 Jahre.
    • Sarkasmusdetektor 23.11.2019 15:58
      Highlight Highlight Kein Schaden? Der Landbesitzer dürfte anderer Meinung sein. Und jeder halbwegs gebildete Mensch ebenfalls.
  • Holch 23.11.2019 07:06
    Highlight Highlight Also dann eigentlich ein angelsächsischer Schatz, der nur von einem Wikinger vergraben wurde?
    Könnte mir auch vorstellen, dass jener Schatz vom Angelsachsen selbst vergraben wurde, um ihn vor den Wikingern zu verstecken.
  • Henzo 23.11.2019 06:40
    Highlight Highlight 10 Jahre? WTF?!
    • Hä?Nö! 23.11.2019 10:13
      Highlight Highlight adam gretener, Sie haben Millionen gefunden, gestohlen hats aber der Wikinger.

      Zehn Jahre sind viel zu viel, dafür das ohne sie dieser Schatz wahrscheinlich nie gefunden worden wäre.
    • Rechthaberwoman 23.11.2019 11:11
      Highlight Highlight Sobald es um Geld geht, gibts drakonisch hohe Strafen. Aber ein bisschen Kinder fi*ken und Frauen schlagen, das schadet ja dem Staat nicht, da reicht eine Bewährung.
    • Mutzli 23.11.2019 11:57
      Highlight Highlight @Henzo

      Aus dem Theft Act der UK:"the total amount stolen is in excess of £1 million, then an aggregate sentence in excess of seven years may be appropriate."

      Dazu kommen in diesem Fall noch versuchte Hehlerei, Betrug, dass der Rauban öffentlichem Gut begangen wurde und das die Deliktumme, gemäss Guardian, wohl 13 mio £ übersteigt.

      Ist halt das Gesetz von Grossbritannien. ¯\_(ツ)_/

    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutzli 23.11.2019 01:13
    Highlight Highlight Freut mich, dass die erwischt und verurteilt wurden. Raubgräber sind leider wirklich eine echte Plage, welche unser gemeinsames Kulturerbe zerstören.

    Das Ausmass der Schäden & Netzwerke wird leider sehr häufig unterschätzt und reicht von teuren Sicherheitsvorkehrungen bei Grabungen (auch hier in Europa) & Beschädigungen hin zum internationalen Schwarzmarkt, welcher z.B. auch für ISIS eine grosse Einnahmequelle darstellte (z.B. https://bit.ly/2ObGD7j ).

    Gibts leider auch in der Schweiz, von Raubgräbern hin zum Umschlageschlageplatz für Raubgut.
    • Dani B. 24.11.2019 17:25
      Highlight Highlight Ich will es nicht verharmlosen. Aber der Spagat zur IS ist schon gewagt. Die haben auch nichts gefunden, sondern Kulurgut "verschärbelt".
  • gügschh 22.11.2019 23:55
    Highlight Highlight Schade das man so etwas wieder abgeben MUSS!
  • Cédric Wermutstropfen 22.11.2019 23:46
    Highlight Highlight Ich würde dieses Zeugs auch behalten, wenn ich es fände. Da kann mich der Staat mal, zumal es diesen noch gar nicht gegeben hat als dieser Schatz angehäuft wurde.
    • Jozo 23.11.2019 09:24
      Highlight Highlight Der Schatz ist ein Stück Geschichte und gehört der Allgemeinheit (=Staat). Es ist selten solche Einblicke in die Vergangenheit zu finden, wenn sie dann durch Egoismus für Profit oder um als Trophäe zu dienen verborgen bleiben ist die Gefängnisstrafe angemessen.
    • Mutzli 23.11.2019 12:02
      Highlight Highlight Na das is ja mal ein umwerfendes Bekenntnis zu Law & Order, ganz zu schweigen vom Respekt gegenüber Staat, Mitbürgern und der Geschichte!/i

      Aber ist ja nicht anders zu erwarten. :-D
    • Cédric Wermutstropfen 23.11.2019 16:09
      Highlight Highlight @„Aber dich hat's ja damals schon gegeben.“
      Nein. Aber da man keinen Erben ausfindig machen kann, sollte dem Finder dieser Tand gehören.
      @Jozo:
      Soll die Allgemeinheit doch selbst auf Schatzsuche gehen.
      @Manuce: Vermutlich eher nicht, denn ich würde alles zuhause horten und bestimmt nicht verhökern. Da würde wohl niemand dahinter kommen.
      @Mutzli: Ohne mich, den Finder, würden Staat und Mitbürger auch nichts von diesem Schatz erfahren. Wenn ich den ganzen Plunder also für mich selbst behalte, kommt es für die aufs selbe hinaus, wie wenn ich gar nie gesucht hätte.
  • Count Suduku 22.11.2019 23:38
    Highlight Highlight Wäre es nicht sinnvoller, den Fund nach wissenschaftlichen ausführlichen Untersuchungen an die Finder steuerfrei zurück zu geben oder diese bei schätzen von exorbitantem gesellschaftlichem wert vollständig zu kompensieren. Ich habe das Gefühl dann würden viel weniger historische Schätze "verschwinden". Klar es trifft nicht ganz auf diesen Fall zu da die finder nicht die Grundstückseigentümer waren, aber diese langen Haftstrafen empfinde ich als verstörend...
    • Fip 23.11.2019 07:34
      Highlight Highlight Falls du deinen Fund meldest bekommst du mindestens deinen Eintrag in die Geschichtsbücher.
      Das ist immerhin besser als gesiebte Luft
    • Petrum 23.11.2019 10:53
      Highlight Highlight @Count Sudoku
      Es liegt an den jeweiligen Ämter, wie sie es handhaben. Ich studiere gerade Feldarchäologie in Deutschland und habe viel mit den Sondlern zu tun. Es gibt die Sondler, die schrecken 10'000€ Strafe nicht ab - die würden so oder so gehen. Aber die integrieren sich auch und arbeiten mit dem Amt zusammen. Diese Sorte hat auch ein breites Wissen und helfen bei Ausgrabungen gerne mit. Die andere Sorte, die illegalen gehören hart bestraft. Viele Funde gehen tatsächlich wieder an die Sondler zurück. Wenn Du die Autoprüfung schaffst, kannst Du auch ne Lizenz fürs Sondeln holen.
    • Petrum 23.11.2019 11:00
      Highlight Highlight @Count Sudoku

      2. "...an die Finder steuerfrei zurück zu geben oder ... vollständig zu kompensieren."

      Auf keinen Fall, damit befeuerst Du die Schatzsuche und die damit verbundene Zerstörung hunderter Bodendenkmäler.

      Und sind wir ehrlich, das Budget der Archäologie ist klein, sehr klein.

      Ist der Fund von historischem Wert, gehört er dem Staat und er gehört vor allem ordentlich restauriert, damit er für die Nachwelt erhalten bleibt.

      Wer möchte, kann Kurse besuchen und sich eine Lizenz abholen.
  • Caturix 22.11.2019 22:37
    Highlight Highlight Komplett übertrieben das Urteil. OK das sie eine Straffe bezhalen müssen das sie es bewusst getan haben, aber sicher nicht ins Gefängniss und dann noch so lange.
    • So en Ueli 23.11.2019 09:12
      Highlight Highlight -Strafe hat nur ein f
      -Ok, dass...
      -das h beim bezahlen ist am falschen Ort
      -Gefängnis hat nur in der Mehrzahl zwei s


    • Caturix 23.11.2019 11:25
      Highlight Highlight @ So en Ueli Ja und, Gramatik ist wichtiger als Ungerechtfertigte und übertirebene Urteile ? ist halt nicht jeder ein Genie. Und meine Schulsprache ist halt auch nicht Deutsch.
    • ujay 23.11.2019 16:55
      Highlight Highlight Übertriebene, sollte das wohl heissen.......und man braucht kein Genie zu sein für richtige Grammatik ( mit zwei m).
  • fools garden 22.11.2019 21:59
    Highlight Highlight geht ja nicht auf Schatzsuche, diesen Aufwand darf der Staat gern betreiben.
    • Petrum 22.11.2019 22:44
      Highlight Highlight Lieber ein unbekanntes intaktes Bodendenkmal als eines, dass von illegalen Sondlern zerstört wird. Uns geht es nicht darum, einen "Schatz" im Museum zu haben, Münzen und Schmuck präsentieren zu können. Wir arbeiten um Zusammenhänge verstehen zu können, Geschichte zu rekonstruieren... Da hilft kein Objekt, welches aus seinem Zusammenhang gerissen wurde. Wer mit dem Detektor rumlaufen will, soll dies mit einer Genehmigung und der Zusammenarbeit mit dem Amt machen.
    • fools garden 23.11.2019 08:21
      Highlight Highlight adam gretener, nein das tu ich natürlich nicht, aber ich geh natürlich auch nicht Suchen.
      Watson hätte da schon mal Schatzkarten gezeigt.
    • fools garden 23.11.2019 08:31
      Highlight Highlight Petrum, das Amt betreibt keine Schatzsuche weil viel zu teuer, dann kommen ein paar Idioten die machen das für mich, finden was und behalten es, was logo illegal ist und auch dumm weil du ja niemals einen Abnehmer finden würdest.
      Aber als Dank für meine (illegale) Arbeit steckt mich das Amt dann 10 Jahre in den Knast, was beinahe einem Strafmaß für bewaffneten Bankraub entspricht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Walter Sahli 22.11.2019 21:56
    Highlight Highlight Happige Strafen!
  • Pana 22.11.2019 21:49
    Highlight Highlight Haben sich die Nachfahren des Wikingers noch nicht gemeldet?
    • Randen 23.11.2019 00:19
      Highlight Highlight Es sind wohl fast alle Europäer Nachfahren dieses Wikingers. Wir sind mit allen Menschen Verwandt die vor 1000 Jahren in Europa gelebt haben.
    • blobb 23.11.2019 06:02
      Highlight Highlight Da musst du nicht mal 1000 Jahre zurückgehen.
  • Bababobo 22.11.2019 21:26
    Highlight Highlight Lächerlich
  • Fehler beim Bearbeiten der Anfrage vong OLAF her 22.11.2019 21:20
    Highlight Highlight Und wie flog das ganze auf?
    • Mutzli 23.11.2019 01:17
      Highlight Highlight @Fehler beim ...
      Gemäss BBC flogen sie durch ihre eigene Unvorsichtigkeit und GIer auf:
      "A month later, they contacted the National Museum of Wales but only declared one coin each and three items of jewellery.

      Both men claimed talk of a 300-coin hoard had been a rumour, but suspicions were aroused and police began to investigate. They recovered deleted photos on Davies's phone which showed the hoard intact in a freshly dug hole.

      The court heard the detectorists had been meeting Wicks, from Hailsham, and Wells, from Cardiff, to release the coins on to the market."
      https://bbc.in/35lRq4G
    • Wörtschesterscheir 23.11.2019 07:20
      Highlight Highlight Kurz nach dem Fund war zwar ein Bruchteil des Schatzes von den Findern bei den offiziellen Stellen deklariert worden, danach entstanden beim Versuch des unrechtmässigen Verkaufs des grossen Restes über den Münz-/Antiquitätenhandel jedoch Verdachtsmomente, was zu Polizeiermittlungen führte. Aussagen, wiederhergestellte Fotos auf Smartphones sowie weitere belastende Hinweise führten schliesslich zur Bestätigung eines viel grösseren Schatzes und zur Überführung und Verurteilung der Verantwortlichen. Der grosse Teil des Schatzes bleibt indes (wie erwähnt) verborgen. (bbc, telegraph)

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