Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A view over the ancient Forum Romanum illuminated late 21 June, as part of a project that will be carried on until 1999 and will alight all the archeological sites of the eternal city. In the backround is visible the Colosseum and the Arch of Titus (r).

Älter als gedacht: Blick auf das Forum Romanum. Bild: ANSA

Roma, città eterna

Die Ewige Stadt ist hundert Jahre älter als gedacht

Am 21. April feiert Rom seinen 2767. Geburtstag. Kurz vorher lassen neue archäologische Funde vermuten, dass auf dem Geburtstagskuchen der italienischen Hauptstadt über hundert Kerzen mehr brennen sollten.



21. April 753 v. Chr.: An diesem Tag, so will es die Legende, gründeten die Brüder Romulus und Remus auf sieben Hügeln am Tiber die Stadt Rom, die später zu einem Weltreich heranwachsen sollte. Das Datum war im frühen Mittelalter eine Weile der Nullpunkt für die Zeitrechnung ab urbe condita («seit der Stadtgründung»), bis sich im 8. Jahrhundert die heute gebräuchliche christliche Jahreszählung durchsetzte. So feiert die Ewige Stadt alljährlich am 21. April ihren offiziellen Geburtstag; dieses Jahr schon den 2767. 

Neue archäologische Funde könnten nun aber die römische Jahreszählung gehörig durcheinanderbringen: Die Tageszeitung «Il Messaggero» berichtete, Forscher hätten auf dem Forum Romanum eine Mauer ausgegraben, die über 900 Jahre vor Christus errichtet worden sei. Das aus vulkanischem Tuffstein bestehende Bauwerk fasste einen Bach, der in den Spino, einen Nebenfluss des Tiber, mündete. Daneben fanden die Archäologen auch Gegenstände aus Keramik und Überreste von Lebensmitteln. 

Allmählich besiedelt

«Die Analyse der Keramik-Gegenstände war entscheidend», sagte Grabungsleiterin Patrizia Fortini. «Sie erlaubte uns, die Mauer chronologisch zwischen dem 9. und dem Beginn des 8. Jahrhunderts einzuordnen.» 

Die Tatsache, dass Rom allmählich besiedelt wurde und das traditionelle Datum seiner Gründung eine später entstandene Legende ist, war allerdings bereits bekannt. Es gibt Hinweise darauf, dass der Palatin, einer der sieben Hügel Roms, schon im 10. Jahrhundert v. Chr. besiedelt war. Der neue Fund zeigt nun aber, dass Bauwerke aus Stein früher als bisher angenommen errichtet wurden. (dhr)

Mehr zum Thema History >>>

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Zürich hatte «vielfältige und relevante» Verbindungen zur Sklaverei

Die Stadt Zürich war an der Sklaverei und dem Sklavenhandel finanziell beteiligt und so mitverantwortlich für die Versklavung tausender Afrikanerinnen und Afrikaner. Die Unterstützung erfolgte durch Staatsanleihen, den Handel und Plantagen.

Die Verbindungen Zürichs zur Sklavenwirtschaft waren «vorhanden, vielfältig und relevant», wie Frank Schubert, Mitautor einer Studie der Universität Zürich, am Dienstag vor den Medien sagte.

Diese Verbindungen waren Ausdruck einer Tradition einer langen …

Artikel lesen
Link zum Artikel