Wissen
Kinder

Gefahren durch KI-Spielzeug: Darum sind Roboter gefährlich für Kinder

Heute sprechen Teddys nicht nur mehr in der Fantasie eines Kindes.
Heute sprechen Teddys nicht nur mehr in der Fantasie eines Kindes.bild: shutterstock

KI im Kinderzimmer: Wenn Kuscheltiere zur Gefahr werden

03.12.2025, 21:3803.12.2025, 21:38

Wir kennen sie aus Horrorfilmen: Teddys, die plötzlich verstörende Dinge sagen. Mittlerweile sind sprechende Kuscheltiere auch in der Realität angekommen. Doch sie können auf ganz andere Weise bedrohlich werden als ihre filmischen Gegenstücke.

Die Spielzeuge verfügen über Internet und Mikrofon und können dadurch in Echtzeit auf Fragen von Kindern reagieren. Die Sprachmodelle, sogenannte Large Language Models, sollen gewährleisten, dass die Roboter nur altersgerechte Inhalte an die Kinder weitergeben.

Gefährliche Ratschläge vom Teddy

Doch das funktioniert nicht immer, wie ein Test der US-Verbraucherschutzbehörde zeigt: Die KI-Spielzeuge gaben den Kindern detaillierte Anleitungen zu Messern, Streichhölzern und Medikamenten. Ein anderes Gerät animierte sogar zu einem sexuell-konnotierten Rollenspiel.

Erhebliche Bedenken gibt es auch hinsichtlich des Datenschutzes. «Die Spielzeuge hören ständig mit, übertragen die gesammelten Daten ins Internet und verarbeiten sie weiter», erklärt die Informatikerin Isabel Wagner von der Universität Basel gegenüber SRF. Wagner hat mit einem Roboter geforscht, der von den US-Verbraucherschutzbehörden getestet wurde.

Technologie löscht Fantasie

Weiter warnen Experten davor, dass KI-Spielzeuge fantasiebasiertes Spielen sowie menschliche Interaktion verdrängen, wodurch die Kreativität sowie soziale Kompetenzen leiden. Hinzu komme, dass die abnehmbaren Batterien der Kuscheltiere verschluckt werden können. Von Kinderärzten bis hin zu Pädagogen warnen zahlreiche Experten davor, Kinder mit sprechenden Teddys zu beschenken.

Trotz der bekannten Risiken kommen immer mehr Produkte auf den Markt. Alleine in China seien gemäss CNN rund 1500 Unternehmen aktiv. Auch Barbie-Hersteller Mattel kündigte eine Partnerschaft mit OpenAI an. (cst)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die verrückte Geschichte von OpenAI und ChatGPT
1 / 26
Die verrückte Geschichte von OpenAI und ChatGPT

ChatGPT hat die Welt im Sturm erobert. In dieser Bildstrecke erfährst du, wie aus der Non-Profit-Organisation ein Milliardenbusiness wurde. Und wir erinnern an die technischen Meilensteine, die schliesslich zur bahnbrechenden Technologie führten.

quelle: shutterstock
Auf Facebook teilenAuf X teilen
KI-generierter Weihnachtsmarkt täuscht Touristen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
19 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
19
Vom Iran bis Libyen – 9 US-Interventionen und ihre Folgen
Offene militärische Invasion oder verdeckte Operation – die USA haben eine lange Geschichte von Interventionen zur Absetzung von nicht genehmen Regierungen. Meist nicht zum Wohle des betroffenen Landes.
Die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Soldaten ist nicht das erste Mal, dass Washington einen ausländischen Regierungschef gewaltsam von der Macht entfernt hat. Und bereits droht Präsident Donald Trump seinem kolumbianischen Amtskollegen Gustavo Petro, es könnte ihm ebenso ergehen wie Maduro. Die USA waren nie zimperlich bei der Durchsetzung ihrer strategischen und ökonomischen Interessen – und mischten sich dafür auch in die inneren Angelegenheiten souveräner Staaten ein.
Zur Story