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9 Erfindungen, die unser Leben wirklich nachhaltiger machen



Welche Erfindungen haben tatsächlich Auswirkungen auf den Klimawandel? Die Frage lässt sich nicht so einfach beantworten – für den Konsumenten sowieso nicht. Wie lässt sich beurteilen, ob die Einsparung eines Plastiksäckchens an der Kasse beim Grossisten nun tatsächlich gut fürs Klima ist, oder nur fürs Karma?

Für das Projekt «Drawdown» beauftragte der Autor Paul Hawken diverse Wissenschaftler, herauszufinden, welche Massnahmen dem Klimawandel am entschiedensten entgegenwirken. Wir stellen nun die Erfindungen vor, die laut Hawkens Liste auf den Klimawandel den grössten Einfluss haben.

FCKW- und FKW-freie Kühlschränke und Klimaanlagen

ARCHIV - ZUM UMWELTABKOMMEN DER INTERNATIONALEN GEMEINSCHAFT VON UEBER 200 LAENERN ZUM VERBOT DER KLIMASCHAEDLICHEN FLUORKOHLEWASSERSTOFFE FKW, FRUEHER FCKW FLUORCHLORWASSERSTOFFE, STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - An elevated view of some of the 70,000 refrigerators that occupy a valley near the southern England town of Lewes, Wednesday 12th February 2003. The refrigerators, stacked 15 metres high and stretching over an area of half a kilometer, have proven something of an eyesore and a blot on the otherwise picturesque landscape of the South Downs. The volume built up following recent European Union directives dictating that the appliances have to be recycled to remove harmful CFC gases. Some 100,000 fridges and freezers  brought in from all over south east England have already been processed. A Euros 3 million 'fridge eater' has been acquired to take care of the rest and is expected to reduce the mountain to 10,000 in a matter of months.  (KEYSTONE/EPA PHOTO/GERRY PENNY)

Alte Kühlschränke stapeln sich meterhoch in einem Tal in England. Bild: EPA

Egal ob Kühlschrank oder Klimaanlage – in sämtlichen Kühlgeräten kommen Chemikalien zum Einsatz, welche die Temperaturreduktion erst ermöglichen. Lange setzte man dabei auf FCKWs (Fluorchlorkohlenwasserstoffe). Doch diese zerstören bei Freisetzung die Ozonschicht und wurden deshalb mit dem Montreal-Protokoll 1987 verboten. Die Industrie fand aber eine Hintertür: FKWs (Fluorkohlenwasserstoffe).

FKWs sind je nach Zusammensetzung 1000 bis 9000 Mal stärkere Treibhausgase als CO2. Am Umweltgipfel 2016 in Kigali wurde entschieden, dass auch diese Kühlmittel nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Seither sind die entwickelten Länder verpflichtet, den FKW-Gaseinsatz bis 2036 um 85 Prozent zu verringern. Entwicklungsländern wird etwas mehr Zeit eingeräumt. In der Schweiz sind FKWs in Kühlschränken bereits verboten.

Mit den gezielten Einsatz von FCKW- und FKW-freien Kühlgeräten und einem entsprechenden Umgang mit den alten Geräten könnte bis 2050 ein Äquivalent von bis 90 Gigatonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht dem 18-fachen Potential des gesamten Flugwesens.

Windräder

epa07987555 Cows roam around near a wind farm in Bungendore, Australia, 07 November 2019 (issued 11 November 2019). Australia announced on 11 November that it will soon begin testing its first offshore wind farm, off the coast of Gippsland in Victoria. The news comes after a successful experiment carried out in the first week of November, when solar, wind and hydro power combined to provide over 50 percent of the country's electricity for about 10 minutes.  EPA/MICK TSIKAS  AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Bild: EPA

Der Wind wird seid Menschengedenken als Energiequelle benutzt. Sei das bei Segelschiffen oder Windmühlen. Diese Erfindung ist also schon etwas älter – aber noch lange nicht zu Ende entwickelt.

Zwar existieren bereits enorme Windfarmen, die Windenergie kämpft aber weiterhin mit Problemen. Der enorme Platzbedarf ist eines davon. Der Offshore-Windpark von Sheringham Shoal erstreckt sich beispielsweise über 35 Quadratkilometer. Die gesellschaftliche Akzeptanz für die enormen Windräder ist gering. Kein Wunder: Der Rotorendurchmesser eines Windrades im Offshore-Windpark Burbo Bank beträgt 164 Meter. Die Bereitschaft, sich neben einem solchen Koloss niederzulassen, ist bei vielen Menschen gering. Deshalb sieht man diese Kolosse bisher nur im Meer.

Weit kleiner und unauffälliger wären Windräder, die sich auf der Horizontalebene drehen. Doch bisher ist es noch keinem Hersteller gelungen, dieselben Leistungswerte wie mit herkömmlichen Windrädern, zu erzielen. Bisher. Sehr vielversprechend sehen allerdings erste Tests der Schweizer Firma Agile Wind Power aus.

Mit Windenergie (an Land produziert) könnten bis 2050 84,6 Gigatonnen CO2 eingespart werden. Das Potential der Off-Shore-Farmen beträgt weitere 14,1 Gigatonnen. Damit gehört das Windrad zu den nachhaltigsten Erfindungen der Menschheit überhaupt.

Fleischersatzprodukte

algen salat

Bild: shutterstock

Der Mensch braucht Proteine. Fleisch ist eine natürliche Quelle, doch an ihr hängt im Fall von Schweine- und Rindfleisch ein deftiges CO2-Preisschild. Bis zu 100 Kilogramm CO2 sind das Nebenprodukt von 100 Gramm Rindfleisch. Fleischersatzprodukte aus pflanzlichem Protein können hier Abhilfe schaffen. Der CO2-Fussabdruck von Tofu ist 30 Mal kleiner. Und wie bei der Tofuherstellung kommt auch bei vielen anderen Fleischersatzprodukten Soja ins Spiel.

Den Spitzenplatz von Soja könnten schon bald Algenproteine einnehmen. Sie sind relativ einfach herzustellen, wachsen schnell, benötigen keine Landfläche und nur wenig Meeresfläche. Und sie sind in der Herstellung günstig. Der auf Algen spezialisierte vegetarische Seafood-Hersteller Sophie's Kitchen glaubt, mit Mikroalgen ein Kilogramm Protein für zwei Dollar herstellen zu können.

Selbstverständlich sind Fleischersatzprodukte nur ein Teil der Lösung. Eine grossflächige Umstellung auf pflanzenreiche Kost hat aber gigantisches Einspar-Potential: 66,11 Gigatonnen CO2 bis ins Jahr 2050.

Verhütungsmittel

epa04613968 A picture made available on 11 February 2015 shows a machine pouring a silicon oil inside condoms, during the packaging process at the Karex condom factory in Port Klang, Malaysia, 17 January 2015. Karex is one of the world's largest maker of condoms with an anual output of some four billion pieces. The family run Malaysian business with manufacturing facilities across Pontian, Johor, Port Klang Selangor and also in Hat Yai, Thailand, has a workforce of 2,000 employees and utilises the local rubber production for their product. The company continues to explore new designs, changing shapes, sizes, textures, colors, flavors and fragrances, including chocolate, marijuana and durian flavored condoms. A third of the production goes to the United Nations and other international organizations.  The company plans to increase production aiming for six billion pieces annually by end of 2015. The company claims that more than one condom in ten manufactured in the world, comes from Malaysia.  EPA/AZHAR RAHIM

Bild: EPA/EPA

Dass jeder Mensch Ressourcen verbraucht und wir diese reduzieren sollten, wird oft diskutiert. Unbequemer wird die Diskussion, wenn es darum geht, auch die Anzahl Menschen zu thematisieren. Auch der IPCC (Weltklimarat) schwieg lange Zeit zu diesem Thema. Erst 2014 wurde das Tabu gebrochen und die Bevölkerungsexplosion auf diesem Planeten wurde zum ersten Mal als triftiger Grund für die Zunahme der Treibhausgasemissionen in den Bericht aufgenommen.

Es geht bei der Diskussion nicht darum, das Recht auf Leben in Frage zu stellen, staatlich verordnete Geburtenkontrolle anzuordnen. Es geht darum, jungen Frauen und Familien die Freiheit zu ermöglichen, selbst zu entscheiden, wann und wie viele Nachkommen sie haben wollen.

Eine von den religiösen Autoritäten akzeptierte öffentliche Aufklärung der Bevölkerung und der freie Zugang zu Verhütungsmitteln sorgte Anfang der 1990er-Jahre im Iran dafür, dass sich die Geburtenrate halbierte. In Bangladesh sank die Geburtenrate von durchschnittlich sechs Kindern in den 80ern auf heute zwei. Und noch ein Beispiel: Laut Hawkens New-York-Times-Bestseller aus dem Jahre 2017 sind 45 Prozent aller Schwangerschaften in den USA ungewollt.

Knapp 60 Gigatonnen CO2 könnten mit einer gezielteren Familienplanung eingespart werden. Verhütungsmittel alleine reichen dafür aber nicht. Es braucht vor allem Aufklärung und freien Zugang.

Photovoltaik – die Solarzelle

ARCHIVBILD ZUR MEDIENKONFERENZ DER WIRTSCHAFTSVERBAENDE GEGEN DIE ENERGIESTRATEGIE 2050, AM MONTAG, 20. MAERZ 2017 - Spezialisten der Firma Be Netz AG montieren die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Swissporarena auf der Allmend in Luzern am Freitag, 2. September 2016. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Bild: KEYSTONE

Die ersten Solarzellen, welche Strom herstellen konnten, wurden Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt. Als Basis diente der Stoff Selen. In den 50ern entdeckten Forscher der Bell-Laboratories in den USA, dass der Wirkungsgrad der Zellen mit Silizium verzehnfacht werden konnte. Trotzdem: Bei Preisen von fast 2000 Dollar pro Watt Peak (Wp) war der einzige wirtschaftliche Einsatzbereich die Raumfahrt – und paradoxerweise die Ölindustrie. Sie war es, welche erste Grossaufträge erteilte, um Bohrtürme und Förderanlagen mit Strom zu versorgen.

Heute kostet ein Watt Peak unter 30 Rappen, die Wirkungsgrade liegen über 20 Prozent und ein einziges Modul schafft zwischen 300 und 400 Wp. Es gibt kein einziges Szenario, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren, das ohne einen massiven Ausbau der Photovoltaik auskommt. Mit grossen (Solarfarmen) und kleinen Anlagen (Solardächer) kommt ein Einsparpotential von 61,5 Gigatonnen CO2 bis ins Jahr 2050 zusammen.

Geothermie

epa07440492 A general view of the Olkaria's geothermal power plant, one of the Kenya Electricity Generating Company Limited (KenGen), during a site visit by 'One Planet Summit' delegates in Naivasha, Kenya, 15 March 2019. Olkaria is a complex of several geothermal power plants which make it Africa's largest geothermal power project, placing Kenya among the eight leading countries with the highest amount of developed geothermal energy. About fifty percent of Kenya's electricity is generated here.  EPA/DANIEL IRUNGU

Bild: EPA/EPA

Extrem unterschätzt wird die Energie, welche in unserem Planeten ruht. Hawken schreibt dazu:

«Das Kräftegleichgewicht wird durch den radioaktiven Zerfall von Kalium-, Thorium und Uranisotopen in Erdkruste und Erdmantel erzeugt. Die dabei entstehende Wärmeenergie ist etwa 100 Milliarden Mal stärker als der gegenwärtige Weltenergieverbrauch. »

Paul Hawken in «Drawdown»

Die meisten der heute aktiven Geothermiekraftwerke stehen entlang der Ränder der tektonischen Platten – nur ca. 10 Prozent der Erdoberfläche eignen sich für die Geothermie. Doch auch hier hat der technologische Fortschritt seine Spuren hinterlassen. Vor allem bei der Lokalisierung von hydrothermischen Wasservorkommen. Deshalb verspricht man sich in den nächsten 30 Jahren viel davon. Bis zu 16,6 Gigatonnen CO2-Einsparungen.

Atomenergie

ZUM 5. JAHRESTAG DES BUNDESRATSBESCHLUSS ZUM AUSSTIEG AUS DER ATOMENERGIE AM MITTWOCH, 25. MAI 2016, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Eine Dampffahne aus verdunstetem Kuehlwasser stroemt am 12. Maerz 2007 aus dem Kuehlturm des Kernkraftwerks Goesgen, aufgenommen in Gretzenbach, Schweiz. Das erste KKW der 1000-Megawattklasse nahm 1979 den kommerziellen Betrieb auf und ist ein grosser Stromerzeuger im noerdlichen Mittelland. Im Vordergrund ist das Dorf Gretzenbach mit der Dorfkirche zu sehen. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

A plume of evaporated cooling water streams out of the cooling tower of the nuclear power plant of Goesgen, Switzerland, on March 12, 2007. The first nuclear power plant of the category of 1000-Megawatt was ready for commercial use in 1979 and is one of the leading suppliers of electricity in the northern midland of Switzerland. The village Gretzenbach with its church is seen in the foreground. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Bild: KEYSTONE

Kernenergie spaltet nicht nur Atome, sondern auch die Gemüter. Für- und Gegensprecher finden sich in allen Lagern. Streitpunkt ist oft die Frage: Kann mit erneuerbaren Energien genug und vor allem versorgungssicher Strom produziert werden? Eine abschliessende Antwort darauf gibt es nicht. Auch Experten sind sich uneinig. Der Nasa-Experte James Hansen warnte als einer der ersten vor dem Klimawandel. Er empfiehlt den Bau von fast 4000 Atomkraftwerken.

Bill Gates geht einen anderen Weg. Er lässt zu Mini-Reaktoren forschen, die kleiner und effizienter und GAU-sicher sein sollen.

Problematisch wird das Thema Atomenergie, wenn diese Energieherstellungsform stigmatisiert wird. Mittlerweile sind die Auflagen in den USA derart streng, dass neue Anlagen beinahe verunmöglicht werden. Hinzu kommt: Während die erneuerbaren Energien immer billiger werden, verteuerte sich der Bau von neuen Atomkraftwerken in den letzten Jahren massiv, so dass der Strompreis im Prinzip nicht mehr konkurrenzfähig ist.

Trotzdem: Im Moment sind weltweit hunderte Kohlekraftwerke im Bau. Sie produzieren den weitaus «dreckigeren» Strom. Und deshalb sieht Hawken auch bei der Atomenergie Potential von 16,09 Gigatonnen bis ins Jahr 2050.

LED-Beleuchtung

epa08389197 View of a public street illuminating pillar with four low-consumption LED lamps in Bucharest, Romania, 27 April 2020 (issued 28 April 2020). The ongoing pandemic of the COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus has substantially influenced the energy sector in Romania, as industrial activity has decreased significantly since the middle of March, while residential energy consumption has remained practically constant.  EPA/ROBERT GHEMENT

Bild: EPA

Nach ein paar Umwegen, zum Beispiel über Fluoreszenzlampen, ist die Menschheit bei einem würdigen Nachfolger der klassischen Glühbirne angekommen: der LED-Lampe. Der Stromverbrauch einer LED-Lampe liegt bei 10-20 Prozent einer vergleichbaren Glühbirne. Auch die guten alten Leuchtstoffröhren sind weit ineffizienter als ihre LED-Nachkommen. Zudem verfügen LED-Lampen über eine weit höhere Lebensdauer, was wiederum Kosten reduziert und die Unterhaltsarbeiten vereinfacht.

Berücksichtigt man die Beleuchtung in privaten Haushalten und die industriellen und öffentlichen Betriebe, ergibt sich daraus ein Einsparpotential von 12,85 Gigatonnen CO2 in den nächsten 30 Jahren.

Elektrofahrzeuge

epa08416418 Workers wearing protective face masks and gloves work in the production of the 'Taycan' electric sports cars at an assembly line of German car manufacturer Porsche in Stuttgart, Germany, 12 May 2020. Many companies are boosting their efforts to secure the health and safety of their employees following the resumption of work after shutting down production during the lockdown to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the Covid-19 disease.  EPA/RONALD WITTEK

Bild: EPA

Sie kommen doch noch, aber erst auf Platz neun: die Elektroautos. 10,8 Gigatonnen Einsparpotential wird ihnen in den nächsten 30 Jahren zugemutet. Das ist im Vergleich zu den Kühlschränken nur ein Bruchteil – aber natürlich immer noch eine bedeutende Menge.

Bei den Elektroautos wird in den nächsten Jahren vor allem die Batterietechnologie im Vordergrund stehen. Schon heute sind Elektroautos günstiger als Verbrenner; Tesla und auch Konkurrent General Motors haben aber bereits die Eine-Million-Kilometer-Batterie angekündigt. Spätestens mit deren Einführung wird sich der Automarkt noch einmal komplett verändern.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Tribesman 18.06.2020 08:09
    Highlight Highlight #4
    Bei Erfindung der Verhütungsmittel gibt es ein faden Nachgeschmack. Die Vorarbeiten zur Erfindung wurden in der medizinischen Abteilung des KZ Auschwitz geleistet. Diverse Mediziner hatten den Auftrag die chemische Kastration/Unfruchtbarmachung der Unwerten Rassen wie Juden, Zigeuner und Slawen.
  • Smeyers 16.06.2020 23:04
    Highlight Highlight 4) Verhütung, dass Thema ist jetzt aber nicht gerade BLM konform. In Europa ist die Geburtenrate schon lange unter 1.9 und rein für den Status quo braucht es einen Faktor von 2.1, welcher vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika überschritten wird und die Verhütung aus Religiösen oder Männlichem Statusdenken ablehnen.
    • 42O 17.06.2020 11:36
      Highlight Highlight Oder die Verhütung wird aus Armut abgelehnt.
  • Peter Vogel 16.06.2020 22:37
    Highlight Highlight Wer schon einmal in der Zone in Chernobyl war weiss, dass AKWs alles andere als nachhaltig sind.
  • Garp 16.06.2020 19:34
    Highlight Highlight Nachhaltig heisst ja nicht nur CO2 Bilanz zu optimieren. Das ist mir etwas zu einseitig betrachtet, wenn diese auch sehr wichtig ist. Atomkraftwerke sind nicht nachhaltig, wenn man die Langzeitlinie, den Abbau und alles berechnet. Wir können auch nicht garantieren, dass in 1000 Jahren ein sogannantes Endlager keine Gefahr darstellt und die Umwelt zerstört.
  • Besser Wisser 16.06.2020 19:18
    Highlight Highlight Was waren das für Wissenschaftler? Ich vermute das waren Wissenschaftler aus Sprache oder Psychologie. Der Systemwirkungsgrad von LED und Entladungslampen ist in etwa gleich. Besonders die Natriumdampflampen von Strassenbeleuchtungen sind heute noch besser als viele LED Lampen. Also wieder mal ein Bericht der nichts taugt.
  • derlange 16.06.2020 19:10
    Highlight Highlight Verzicht bedeutet Klimaschutz und ist nachhaltig. Alles andere ist heuchlerisch.

    Was nützt eine Klimasteuer wenn dann hier weiter gelebt wird wie immer? Das Geld wird dann in irgendwelchen Nationalparks in Afrika abgegeben die für uns kompensieren. Wir pflegen dann weiterhin unseren materiallistischen Lebensstiel.
    Ist doch wirklich absolute heuchlerei!

    Besser das Geld ins lokale Gewerbe und in die Schweizer Landwirtschaft investieren.
    Denn das ist nachhaltig!
  • Rethinking 16.06.2020 19:06
    Highlight Highlight Sehr gut dass das Thema Überbevölkerung aufgenommen wurde...

    Wenn wir ehrlich sind, könnte die Einsparung hier noch viel grösser sein (Platz 1). Nämlich dann wenn wir die Anzahl Menschen wieder schrumpfen lassen...
  • MaPhiA 16.06.2020 16:51
    Highlight Highlight wie nachhaltig elektroautos tatsächlich sind, wird sich erst noch herausstellen... nur schon die entsorgung der batterien kann nicht viel mit nachhaltigkeit zu tun haben...
  • Score 16.06.2020 15:57
    Highlight Highlight Also ein ziemlich Seichter Artikel. Da werden Hochkomplexe Themen nur so kurz angehaucht. Das ein Elektroauto zum Beispiel nur so Sauber ist wieder produzierte Strom den es verwendet wird nicht thematisiert. Oder dass bei der Atomenergie nicht das Kraftwerk das Problem ist sondern das wir selbst 60 Jahre nach dem Bau der ersten Kraftwerke noch immer Null Plan haben was wir mit dem Abfall machen (ausser verbuddeln, für 1 Million Jahre....).
    Was mich persönlich interessieren würde (werde wohl mal googlen müssen), gibts bei LED auch einen "Haken" betreffend Umwelt?
  • Domino 16.06.2020 15:09
    Highlight Highlight Leider ist nichts zum Stromspeichern dabei...
    • Sebwoh 17.06.2020 03:15
      Highlight Highlight ... was aber nachvollziehbar ist. davon ist nichts grossartig nachhaltig,... Wär mir aber auch lieber, wenn es da 'ne gute Lösung gäb
  • Primus 16.06.2020 14:16
    Highlight Highlight 8 LED-Beleuchtung

    “Weniger Lichtverschmutzung, geringerer Energieverbrauch: seit vielen Jahren gibt es eine bewährte Alternative zur LED – die Natriumdampf-Hochdrucklampe.“
    „Mit NAV kommt ein weiterer Vorteil hinzu: Natriumdampf-Leuchten mit ihrem warm-orangen Licht tragen nachhaltig zum Insekten- und Umweltschutz bei.„

    Ich habe keine Ahnung welche Lobby „befohlen“ hat, dass LED gut ist und alles andere schlecht. Gerade in der Strassenbeleuchtung kann man Dimmer einbauen und hat dann ebenso Strom gespart, hat aber all die Nachteile der LED nicht.
    • Mr. Spock 16.06.2020 14:34
      Highlight Highlight Wie siehst bei der Entsorgung und Produktion der Natriumdampf-Leuchten aus? Der Name klingt irgendwie nicht gerade vertrauenserweckend?
    • aglio e olio 16.06.2020 15:10
      Highlight Highlight Das dimmen von NDL ist technisch aufwändiger, der Wirkungsgrad und die Lebensdauer geringer als bei LED.
      Aber das Licht ist in der Tat viel angenehmer.
    • Primus 16.06.2020 15:27
      Highlight Highlight @Mr. Spock
      Wie sieht es bei der Entsorgung und Produktion von LED – Strassenbeleuchtungen aus?
      Die Strassenbeleuchtungen werden von Gemeinden, Kantonen und vom Bund (Autobahntunnels) installiert und betreut. Die müssten in der Lage sein verbrauchte Lampen sachgerecht zu entsorgen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Döfflow 16.06.2020 13:51
    Highlight Highlight Guter Bericht, jedoch nichts sehr überraschendes dabei. Hätte auf Erfindungen wie "Pinch-Analyse" gehofft. Werde mir aber das oben genannte Projekt mal genauer anschauen. Zudem wäre ein stärkerer Fokus auf Suffizienz und Konsistenz interessant, da diese teilweise im Vergleich zu Effizienz untergehen, jedoch wichtige Bestandteile der Nachhaltigkeit sind.
  • Küsel64 16.06.2020 13:25
    Highlight Highlight Wie gut dann die LED wirklich sind, bzw. was die Hersteller aus der tollen Technik machen, um auf die Dauer möglichst viel verkaufen zu können, werden wir noch sehen. Die grosse Leistungsdichte ist sicher auch ein Grund, dass die Lebensdauern dauern sinken. Geplante Obsoleszenz sind das andere. Auch der Trend weg von der Trennung des Leuchtmittels und der Leuchte, hin zu Wegwerfleuchten, ist ein willkommener Effekt den die Installateure lieben, deren Kinder jedoch weniger ...
    • Riesenpinguin 16.06.2020 13:59
      Highlight Highlight Hallo Küsel!
      Als jemand, der bei einem LED-Hersteller arbeitet, kann ich dir sagen, dass wir keine geplante Obsoleszenz einbauen :)
      Was ich aber sehe, ist die Wegwerf-Mentalität bei unseren Kunden (nicht der Endverbraucher gemeint). Am Ende dürfen wir dann kaum was kosten (Entwicklung bezahlt kaum einer) und immer kleinere Chips sollen maximalmöglichen Strömen ausgesetzt werden, weil dann kommt ja mehr Licht raus. Das hält das Material allerdings nicht unbegrenzt aus, hinzu kommt, dass die Wärme aus kleinen Gehäusen auch schlecht rausbekommt.
      Ist also keine Absicht von uns, nur Physik :)
    • Lienat 16.06.2020 15:33
      Highlight Highlight Das was der Riesenpinguin trifft es schon ganz gut. Die LED in vielen Leuchtmitteln werden mit dem maximalen Strom nach Datenblatt betrieben. Das wäre etwa so, wie wenn man einen Transistor dauernd mit seinem maximalen Kollektorstrom betreiben würde - dann lebt der auch nicht lange.

      Zu meinen, dass man ein elektronisches Bauteil im Bereich seiner Grenzwerte betreiben darf, ist ein typischer Anfängerfehler in der Elektronik. Kommt bei LED leider sehr oft vor, weil der Markt von unerfahrenen Anbietern und Billigprodukten geflutet wird.
    • dmark 16.06.2020 18:51
      Highlight Highlight @Lienat:
      Jepp, Anfängerfehler - immer volle Leistung am Rande des Grenzwerts ;)
      In Datenblättern seriöser Hersteller findet man u.a. die zu erwartende Lebensdauer von LEDs in Bezug auf die Leistungabgabe bzw. "Bestromung" dieser. Ich betreibe u.a. selbstgebaute LED-Cluster mit gerade mal 2/3 ihrer Leistung und setze dafür eher mal ein oder mehrere LEDs mehr mit ein und erreiche dadurch eine weit längere Lebensdauer als bei Volllast. Letzten Endes spart man dabei dann auch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Küsel64 16.06.2020 13:15
    Highlight Highlight Das kleine p hinter kW (kWp) hat in der Praxis keinerlei Bedeutung, denn als Unterscheidungsmerkmal taugt es nicht. Es widerspricht aber dem Prinzip des SI-Einheitensystems und ist damit gesetzeswidrig. Also lasst es einfach weg. Kilowatt ist kW, Megawatt ist MW usw. Dass es die Maximalleistung ist, versteht sich von selbst. Wenn es eine Unterscheidung bedürfte, würde das mit dem Formelzeichen oder der Bezeichnung gemacht. Es braucht so viele Fachausdrücke wie nötig um etwas korrekt zu beschreiben, aber nicht mehr.
    • Matrixx 16.06.2020 14:25
      Highlight Highlight Natürlich hat das kleine p eine Bedeutung. Es steht für Kilowatt peak und wird z.B. bei Solaranlagen genutzt um darzustellen, wieviel Leistung diese Anlage im Idealfall hat. Die Realleistung ist eigentlich immer viel kleiner.
    • Patrick Toggweiler 16.06.2020 14:57
      Highlight Highlight @Matrixx: Danke. Genau so.
    • Lienat 16.06.2020 15:40
      Highlight Highlight Der Küsel64 hat im Prinzip recht, dass das SI Einheitensystem Indizes bei den Einheiten untersagt. So ist etwa auch die weitverbreitete Bezeichnung Vrms für den Effektivwert der Spannung nicht SI-Konform. Allerdings ist es Gang und Gäbe dass diese Regel nicht eingehalten wird (etwa wie Einheiten in eckigen Klammern).

      Die Einheit kWp ist die übliche Bezeichnung für die Nennleistung einer Anlage und ist in der Photovoltaik sowohl im industriellen als auch im wissenschaftlichen Umfeld. Dann darf man es auch im Artikel so nennen.
  • *sharky* 16.06.2020 13:10
    Highlight Highlight - Mit den gezielten Einsatz von FCKW- und FKW-freien Kühlgeräten (...) könnte bis 2050 ein Äquivalent von bis 90 Gigatonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht dem 18-fachen Potential des gesamten Flugwesens. -

    Was heisst das genau?
    Heisst das, dass wenn alles gemäss Umweltgipfel 2016 bis 2050 umgesetzt wird, dass dies dem 18-fachen Potential des gesamten Flugwesens über den gleichen(!) Zeitraum entspricht?

    Oder banal(!) ausgedrückt, fliegt wenn ihr wollt und macht euch nicht sooo einen Kopf... Hauptsache ihr fliegt nicht auf FKW/FCKW-Kühlschränken?!
    Kühlschränke = die neuen Flugzeuge? ;)
    • *sharky* 17.06.2020 08:19
      Highlight Highlight Habe eigentlich zu meinen Fragen ein Feedback von P. Togggweiler erwartet.

      Der 3. Abschnitt war ein Gedankenspiel, aber auch ein ernst gemeintes.
      Natürlich ist mir bewusst, dass man persönlich x-fach im Kleinen entscheiden kann, ob man fliegen will oder nicht.
      Dagegen liegt der Fall mit dem Kühlschrank, oft/meistens nicht in direkter eigener Entscheidungs-Gewalt.
    • Patrick Toggweiler 17.06.2020 10:45
      Highlight Highlight Ciao Sharky. Sorry dafür, dass ich dich warten liess. Das Einsparpotential bei den Flugzeugen ist rein technischer Natur. Als Grundlage dient die zu erwartende Entwicklung im Flugverkehr (weitere Zunahme) – und was eine flächendeckende Umstellung auf emissionsoptimierte Flugzeuge dabei für ein Potential hätte. Dieses ist tatsächlich ein Bruchteil der Kühlmittel. Interpretieren würde ich das aber genau umgekehrt: Die Technik wird das Fliegen nicht viel sauberer machen (ausser vielleicht mit Solid-State-Batterien). Die sauberste Variante ist, nicht zu fliegen.
    • Patrick Toggweiler 17.06.2020 10:50
      Highlight Highlight Bei den Kühlmitteln gibt es vor allem Potential beim Recycling. Entlässt man die verbauten Gase einfach in die Atmosphäre oder werden sie beim Rückbau eingefangen und gebunden. Das ist bei den Kühlmitteln die Hauptfrage. Am besten ist aber, sie gar nicht erst zu verbauen. So wie das in Europa bereits geschieht. Soll ich zum Thema Kühlschrank mal einen eigenen Artikel machen? Da gibt es noch ein paar interessante Dinge zu erzählen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antichrist 16.06.2020 12:40
    Highlight Highlight Wann kommt endlich die CO2 Steuer auf Kindern und wann bezahlen die Entwicklungsländer Kompensationszahlungen an die Industriestaaten?
    • Cirrum 16.06.2020 13:53
      Highlight Highlight Ach so, sie wollen noch Kompensationszahlungen von Ländern, die wir schon ausbeuten?? hahaha.. so was dummes habe ich selten gehört sorry..
    • Bondurant 16.06.2020 16:44
      Highlight Highlight @antichrist: Aktuell verbraucht der/die Durchschnittsschweizer*in jährlicn etwa soviele Ressourcen wie eine achtköpfige afrikanische Familie. Auf der Welt gibt es nicht zu viele Menschen. Nebst dem Fakt, dass sich die Erdbevölkerung aus klimatischen, wirtschaftlichen und historischen Gründen schlecht verteilt, ist es eine Tatsache, dass eine bescheidene Minderheit massiv über dem zustehenden Level lebt. Und glaube mir lieber Antichrist. Wir zwei gehören da beide mit dazu. Von wegen Kompensationszahlungen 🤦🏽‍♂️
    • Dominik Treier 16.06.2020 17:37
      Highlight Highlight Du könntest ja mal anfangen indem du dich für eine Förderung von Bildung, Stopp von Ausbeutung und Verbesserung der Wirtschaftlichen Situation und dem Einrichten von Sozialsystemen in Entwicklungsländern einsetzt Antichrist oder was glaubst du warum Menschen dort so viele Kinder zeugen. Wenig Aufklärung, dafür aber einen grossen Bedarf an Familie, die einen im Alter versorgen kann.

      Entwicklung ist der Beste Reduktionsfaktor für Geburten!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kyle C. 16.06.2020 12:30
    Highlight Highlight Zu 2: Also in Spanien sieht man die Windräder auch auf dem Land.

    Algen mögen ja eine gute Alternative sein, aber wenn die Menschheit anfängt im grossen Stil Lebensmittel aus Algen zu produzieren, verlagert sich die Problematik vom Land ins Meer. Dann diskutiert man in 50 Jahren über Alternativen zu Algen.

    Viele Probleme könnte man verringern, wenn man die Produktion verringert. D.h. nur soviel produzieren wie die Natur ausgleichen kann. Die Lebensmittelangebote in den Supermärkten könnten wohl halbiert werden und wir hätten immer noch genug. Muss man halt das nehmen was es hat.
    • -thomi- 16.06.2020 13:02
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Ich kenne Leute, die meinen, es brauche dringend Fleisch auf dem Teller jeden Tag. Ich kenne Leute, die kaufen Supergrills für 2000 CHF, aber das Filet darf dann ja nicht mehr als 5.-/100g kosten. Wenn man den im Übrigen nicht mal besonders gesunden Fleischkonsum einfach reduzieren würde, wäre das auch schon mehr als hilfreich.
    • Wanheda 16.06.2020 22:25
      Highlight Highlight Ja und erst noch all das Essen das weggeworfen wird, weil wir offensichtlich einfach zu viel haben :-(
  • saukaibli 16.06.2020 12:22
    Highlight Highlight Danke für den Artikel! Schön, dass es noch Journalisten gibt, die neben Corona, Rassismus und Trump auch noch ein Auge auf das allergrösste Problem haben, das mehr Menschenleben kosten wird, als alle vorher genannten Themen zusammen. Bitte nicht falsch verstehen, natürlich sind die anderen Themen auch extrem wichtig und gerade aktuell. Aber es nützt uns nichts, wenn wir diese Probleme lösen und dabei trotzdem unseren Planeten zerstören.
  • Riesenpinguin 16.06.2020 12:02
    Highlight Highlight AKWs als nachhaltig aufzulisten ist nicht ganz unproblematisch. Es ist zudem schade, dass auf das eigentliche Problem bei AKWs kein Bezug genommen wurde, denn das ist nicht das Risiko eines GAUs. Das Hauptproblem ist der Müll - alte Brennstäbe, belastetes Abwasser, belastete Leitungen und Maschinenteile...
    Nachhaltigkeit ist mehr als nur CO2.
    • Dominik Treier 16.06.2020 17:32
      Highlight Highlight Nun das Risiko eines Gaus muss aber genauso in die Berechnung der Nachhaltigkeit einfliessen. Denn die Kosten sind enorm, vom Leid gar nicht zu reden. Wenn wir wie das im letzten Jahrhundert gemacht wurde, zu wenig in redundante Sicherheit investieren sind die AKWs mit Leichtwassereaktor dank all der unentgeltlichen Forschung und Staatsunterstützung noch wirtschaftlich gewesen, aber niemals sicher. Heutige AKWs sind sicherer, aber nicht sicher und kaum noch wirtschaftlich dazu.

      Kernenergie wie sie heute komerziell angeboten wird gehört von mir aus einfach auf den Schrotthaufen der Geschichte.
    • Riesenpinguin 16.06.2020 18:00
      Highlight Highlight Natürlich muss das miteinfließen, ich wollte nicht so klingen, als ob ein GAU nicht schlimm wäre - so etwas ist immer ein Katastrophe!
      Die alltäglichen Umweltprobleme dürfen nur dabei nicht übersehen werden, weil eben schon Abwasser und Verschleißteile bereits belastet sind.
      Selbnst wenn man zwei Wasserkreisläufe verwendet, ist es nicht völlig belastungsfrei, das wird aber gerne unterschlagen, weil es sehr schnell sehr kleinteilig wird - nitchtsdestotrotz ist sind das alles Umweltbelastungen, die wir nicht vergessen sollten.
  • Atavar 16.06.2020 11:57
    Highlight Highlight Elektromobilität würde ich da kritisch sehen.
    Generell für mich einfach immer wieder unpassend: CO2 als relevantesten Gradmesser für Umweltschutz verkaufen...

    Ohne "Vollkostenrechnung" werden viele Projekte zum Rohrkrepierer. AKWs sind da ein super Beispiel: Gefeiert, mit Argwohn beäugt, verteufelt und erleben evtl. bald ein Revival...
    • saukaibli 16.06.2020 12:17
      Highlight Highlight Elektromobilität wird kommen und das ist auch gut so. Ob das nun in Form von Batterien, Brennstoffzellen oder einer zukünftigen Neuerfindung kommt, ist irrelevant. Verbrennungsmotoren haben aber keine Zukunft, so viel steht fest.
      Herkömmliche AKWs sind sicher nicht die Lösung, nur schon aufgrund des sehr begrenzten Uranvorkommens. Aber möglicherweise gäbe es Alternativen, die besser verfügbar und sicherer wären. Da braucht es aber eben Forschung.
  • Lienat 16.06.2020 11:55
    Highlight Highlight Das Zitat von Paul Hawken zur Geothermie ist Humbug. Der Wärmestrom aus dem Erdinneren beträgt im Mittel knapp 90mW pro Quadratmeter Erdoberfläche bzw. etwa 46 TW für die gesamte Erde. Das gibt eine jährliche Wärmeenergie von 1,4 x 10^21 Joule. Das ist nicht ganz das dreifache des Weltenergieverbrauchs - niemals das 100 Milliardenfache.

    Und wer sich fragt, warum die Photovoltaik so hohes Potential hat: Die durchschnittliche solare Einstrahlung pro Quadratmeter Erdoberfläche beträgt etwa 160W und ist damit fast 1800 Mal höher als die Erdwärme.
  • Lapsusius 16.06.2020 11:49
    Highlight Highlight Ja genau, Atomstrom ist äusserst nachhaltig. Man muss einfach den (für Jahrmillionen strahlenden) Sondermüll ausser acht lassen...
    • Popo Catepetl 16.06.2020 12:23
      Highlight Highlight Es geht um CO2. Nicht um allgemeine Nachhaltigkeit.
    • Riesenpinguin 16.06.2020 12:35
      Highlight Highlight @Popo Catepetl,
      Lapsusius hat doch recht. Der Titel des Artikels lautet nunmal "wirklich nachhaltig" und nicht "CO2-frei". Sich bei der Nachhaltigkeitsdebatte nur auf CO2 und Klima zu fokussieren ist zu kurzsichtig.
    • KnolleBolle 16.06.2020 12:47
      Highlight Highlight Atomstrom ist abgesehen vom Müll die absolut nachhaltigste Energie, sie sollte auch auf Schiffen vermehrt Anwendung finden. Den Atommüll vernünftig zu lagern ist möglich, aber jeder ist in seinem Bereich dagegen. Mit etwas Wille und entsprechend Geld könnte sogar eine Aufarbeitung und Widerverwendung erfolgen, aber man ist halt heute generell gegen Atomstrom, das ist der Flow der Zeit in der westlichen Welt.
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  • Dieser Nickname wird schon verwendet 16.06.2020 11:34
    Highlight Highlight Bei 8: Gigawatt?

    Bei den anderen Punkten wurde als Einheit Gigatonnen CO2 verwendet.

    Somit lässt sich dieser Schritt schwer einordnen.

    Eine Übersicht mit Balkendiagramm wäre auch noch sinnvoll, damit man die absoluten Einflüsse sehen könnte und was Priorität hätte.
    • Patrick Toggweiler 16.06.2020 12:30
      Highlight Highlight Vielen Dank für den Hinweis. War ein Fehler und ist jetzt korrigiert.
  • Cirrum 16.06.2020 11:31
    Highlight Highlight Wenn man umbedingt Kinder will ok. Aber man sollte keine Kinder mehr haben, wenn man sich nicht ganz sicher ist und man meint, es gehört sich einfach dazu.... Sie werden es in Zukunft sowieso nicht mehr sehr angenehm haben auf unserer Erde.
    • Ril 16.06.2020 14:43
      Highlight Highlight Wenn man die Anzahl "ungeplanter" Kinder drastisch reduzieren könnte, dann wäre das schon ein Riesenfortschritt, es sind deren viele. An vielen Orten sind Kinder zudem die einzige Alters"versicherung", dh man sollte auch hier ansetzen.
    • Score 16.06.2020 15:59
      Highlight Highlight @Cirrum sprich mal mit deinen Eltern, das hat man schon ihnen gesagt (also zumindest bei meinen Eltern. Und ich lebe wohl seit 40 jahren besser als sie in den ersten vier Jahren). Soll jetzt nicht heissen wir sollen die Weltweite Population noch erhöhen. Aber die Zukunft wird seit jeher schwarz gemalt...
    • Lebenundlebenlassen 16.06.2020 17:51
      Highlight Highlight Cirrum.. man hätte noch nie Kinder haben sollen wenn man keine möchte..nicht erst jetzt.. aber das Leben spielt manchmal anders als man es sich vorstellte... ob sie es angenehem haber oder nicht ist immer eine Einstellungssache was man aus der Situation und dem Leben macht.
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  • virus.exe 16.06.2020 11:30
    Highlight Highlight Ich befürwortde die Lösung im Buch Inferno von Dan Brown. Lest das. Schaut nicht den Film. Der ist komplett anders und richtig schlecht.
    • Hangover 16.06.2020 15:19
      Highlight Highlight Virus.Killer.exe schieb doch mal eine Kurzfassung (Lösung) rüber.
      So sparen wir CO2.
    • Rethinking 16.06.2020 19:12
      Highlight Highlight @ Hangover: Grob gesagt geht es in dem Buch um einen verrückten Schweizer Wissenschaftler der einen Virus freisetzt, der wahllos einen Teil der Weltbevölkerung unfruchtbar macht...

      Zumindest so hab ich es in Erinnerung.
  • G. Samsa 16.06.2020 11:25
    Highlight Highlight Ihr habt Erdnussbutter vergessen.
  • Nocciolo 16.06.2020 11:24
    Highlight Highlight Fahrräder und öffentlicher Verkehrsmittel ging irgendwie vergessen. Ist zwar nicht eine neue Erfindung, aber AKWs sind das ja auch nicht.
    • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 16.06.2020 11:59
      Highlight Highlight Nocciolo

      Vielleicht ist ja das Einsparpotential bei Velos und ÖV kleiner als 10,8 Gigatonnen. An neunter Stelle ist die Elekrifizierung des Individualverkehrs.
    • Patrick Toggweiler 16.06.2020 15:03
      Highlight Highlight Ciao Nocciolo.

      Ich habe schnell nachgeschaut. Im Buch läuft das unter Fahrrad-Infrastruktur und hat ein Potential von 2,31 Gigatonnen CO2-Reduktion.
  • ChiliForever 16.06.2020 11:16
    Highlight Highlight "Fleischersatzprodukte"
    Ich kann ja akzeptieren, daß ein überzeugter Veganer/Vegetarier dann und wann etwas fleischähnliches als Ersatz haben möchte, selbst wenn sich mir der Sinn nicht so recht erschließt.
    Ansonsten gibt es mehr als genug Möglichkeiten, sich ein schmackhaftes Mahl ohne Fleisch zu bereiten. Für alle Fleischesser reicht es, einfach den Konsum zu reduzieren, dann braucht es auch keinen Ersatz. Wer dann und wann Fleisch hat, braucht doch nicht allen Ernstes einen Ersatz?
    • Kimbim 16.06.2020 11:27
      Highlight Highlight Wenn Sie keinen Ersatz brauchen ist das ja gut und recht. Wenn ich mir aber "Hörnli und Ghackets" mache und dabei auf das Fleisch, nicht aber auf das Gericht verzichten will, dann bin ich froh wenn ich mir ein Ersatzprodukt kaufen kann. Das kann ja jede und jeder für sich entscheiden.
    • wilbur 16.06.2020 11:39
      Highlight Highlight ich bin seit jahren vegetarier aus tierrechtlichen und klimatischen gründen. burger z.b. gehörten aber trotzdem immer zu meinen leibspeisen. ich kaufe mir daher hin und wieder ersatzprodukte und bin erfreut darüber, dass es auf dem markt immer mehr schweizer produkte gibt mit ausschliesslich natürlichen zutaten. kaufe daher auch nur die.
    • Alnothur 16.06.2020 11:41
      Highlight Highlight Und vor Allem auch sollten wir aufhören, die Hälfte des Tieres wegzuwerfen (bildlich gesprochen - wie viel es tatsächlich ist, weiss ich nicht, befürchte aber, dass es mehr ist).
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