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Animiert und interaktiv: Weltweite Migration im Bild



Migration gibt es, seit es Menschen gibt. Unsere Spezies ist in Afrika entstanden, doch unsere Vorfahren haben von dort aus fast die gesamte Welt besiedelt. Seit dem Zeitalter der Entdeckungen, das die isolierten Kulturen der Erde in Verbindung brachte, und mit der stürmischen Entwicklung der Verkehrsmittel nahm auch die Migration in Reichweite und Umfang zu. 

2000 Jahre Migration in 5 Minuten

Ein eindrückliches animiertes Bild der grossen Migrationsbewegungen in der Menschheitsgeschichte hat der Kunsthistoriker Maximilian Schich von der University of Texas in Dallas geschaffen. Seine 2014 publizierte Videoanimation Charting Culture verbindet Geburts- und Sterbeort von zahlreichen einflussreichen Persönlichkeiten mit einer Bogenlinie. 

Die entsprechenden Daten der rund 150'000 Menschen aus 2000 Jahren, die in der Grafik erfasst werden, holten sich Schich und seine Kollegen, darunter auch Forscher der ETH in Zürich, bei der Google-Datenbank Freebase

abspielen

Geburtsorte sind blau, Sterbeorte rot.
YouTube/nature video

Die fünfeinhalbminütige Animation zeigt interessante Zusammenhänge: So ist die Dominanz der Stadt Rom im Römischen Reich deutlich zu sehen. Auch die Bedeutung der Seidenstrasse lässt sich aus der Grafik ablesen oder welche Auswirkungen es hatte, dass die Eisenbahn die Ost- und Westküste der USA miteinander verband.

Woher wir kommen: Ein- und Auswanderung nach Staaten

Weniger schön, dafür interaktiv ist die Migrationskarte der Internationalen Organisation für Migration (IOM). Sie zeigt wahlweise die Emigration aus einem bestimmten Land, zum Beispiel der Schweiz, und die Immigration in dieses Land. 

Migrationskarte (2010) IOM

Immigration in die Schweiz: Jeder kleine bunte Kreis in dem Kranz um die Schweiz entspricht 20'000 Migranten. Die deutlich sichtbare Ballung von Kreisen links repräsentiert die 263'320 Einwanderer aus Italien; das Cluster oben steht für die 204'233 Deutschen. Die Zahlen erscheinen, wenn man mit der Maus auf die Kreise und die Länder zeigt. Hier gehts zur Karte.
Karte: IOM

Die Datenbasis für diese Karte stammt von der Weltbank; allerdings sind die Zahlen nur bis zum Jahr 2010 nachgeführt. Die aktuellen Entwicklungen sind daher noch nicht abgebildet. (dhr)

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