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Von WWW bis Comic – an diesen 9 grossartigen Erfindungen waren mindestens 2 Länder beteiligt

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Was haben Falafel mit Napoleon zu tun? Und wie macht ein Genfer Karriere in New York? Und wer hat sie erfunden, die Schwarzwäldertorte? Grosse Fragen mit globalen Antworten.
02.05.2016, 11:06

WWW

Treffen sich ein Brite und ein Belgier in der Schweiz und erfinden eben mal so das World Wide Web. 1989, im Jahr, als die Berliner Mauer fällt, stellen die beiden Informatiker Tim Berners-Lee und Robert Cailliau am Cern in Genf ihre bahnbrechende Erfindung vor: Fortan ist es möglich, im Internet mit dynamischen Webseiten zu arbeiten.

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Bild: via giphy.com/transparent kiwi

Pasta 

Flachgepresster Teig, der nicht gebacken, sondern gekocht wird, verbindet die Welt. So richtig kultiviert wurden Teigwaren in Nudelform allerdings in China, mindestens seit 200 v. Christus. Wie genau die Nudeln nach Italien kamen und dort zur Pasta wurden, ist unklar. Es gibt zwei Legenden: Durch Marco Polo, der sie im 13. Jahrhundert auf einer China-Reise entdeckt haben soll, oder durch die Araber, die 827 Sizilien besetzten.

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Bild: via giphy.com/gifak.net

Comic

Der Mann, der als erster Europa und Amerika mit kleinen gezeichneten Bildergeschichten in Zeitungen begeistert, ist: ein Schweizer! Nämlich der Genfer Lehrer und Karikaturist Rodolphe Töpffer (1799-1846). Goethe war sein erster und grösster Fan, Wilhelm Busch bezeichnete ihn als sein grosses Vorbild. Doch es war der amerikanische Autor John Neal, der Töpffer unsterblich machte: Er publizierte 1942 Töpffers «Histoire de M. Vieux Bois» in New York als Buch und sorgte damit für die erste Graphic Novel Amerikas.

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Bild: via giphy.com/explosm.net

Moment mal, kurz ein Hinweis an alle, die über den Tellerrand hinausschauen können: 

Wir wollen deine Idee!
Die Rolle der Schweiz in Europa beschäftigt uns heute mehr denn je: Gefordert sind konstruktive Ideen und konkrete Lösungsansätze. Wir geben dir die Möglichkeit, deinen Wunsch und ein Szenario für die Zukunft zu bekannt zu machen. Eine hochkarätige Jury wählt im Mai die 10 besten Wünsche aus und gibt dir die Chance, deine Ideen live zu präsentieren. Du willst mitmachen? Das Formular dazu findest du am Ende dieser Story.
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So, und schon geht's weiter mit den Erfindungen. 

Dynamit

Alfred Nobel, nach dem der Nobelpreis benannt wurde, erfand das Dynamit. Er lebte selten in seiner Heimat Schweden. Das war auch besser so, denn irgendwie war er dort vom Pech verfolgt. So kamen beispielsweise bei einer Explosion von 125 Kilogramm Nitroglycerin im September 1864 sein Bruder Emil, der Ingenieur Hertzman, die Dienstmagd Maria, der Laufbursche Herman und der Tischler Johan Peter Nyman ums Leben. Das zur Herstellung nötige Nitroglycerin hatte er bei einem Kollegen in Paris entdeckt. Die zur Produktion nötige Fabrik baute er – sicherheitshalber weit weg von Schweden – im Schleswig-Holsteinischen Ort Krümmel

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Bild: via giphy.com/robbie cobb

Schwarzwäldertorte

1950 teilt eine selbstbewusste Thuner Konditorei mit, dass die «Schwarzwäldertorte» (im Thuner Fall mit exklusiver Japonais-Masse, aber ohne Kirschen und Kirsch) eine ausgeklügelte Schweizer Erfindung sei, die nur so heisse, weil der Schokoladenüberzug «an einen schwarzen Wald» erinnern solle. Die «Schwarzwaldtorte» mit Kirschen und Nüssen hingegen käme aus dem deutschen Schwarzwald. Eine kühne Behauptung.

Trotzdem schreibt das Conditorei-Museum Kitzingen: «Es ist nicht auszuschliessen, dass es sich bei der ‹Schwarzwälder Kirschtorte› um eine Weiterentwicklung der Schweizer ‹Schwarzwälder Torte› handelt.» Na dann!

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bild: via giphy.com/david urbinati

Falafel (Ägypten, Israel)

Die heissgeliebten Kichererbsen-Bällchen sollen – den Legenden nach – zu ganz unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten erfunden worden sein und sich von dort aus ausgebreitet haben. Nämlich in Ägypten von den koptischen Christen, die (ab dem 5. Jahrhundert) für die Fastentage eine fleischlose Speise benötigten. Und in Palästina, wo die Bewohner der Stadt Akko 1799 während der Belagerung durch Napoleon unter einer Hungersnot litten und mangels Getreide anfingen, Mehl aus Kichererbsen herzustellen.

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Bild: via giphy.com/mjrkusanagi

Frequenzsprung-Verfahren

Sie war – unendlich schön. Und unendlich klug. So schön, dass Metro-Goldwyn-Meyer die Tochter österreichischer Juden in den 30er-Jahren als «schönste Frau der Welt» vermarktete. Und so klug, dass sie mit dem technisch ebenfalls hochbegabten amerikanischen Komponisten George Antheil in London das «Frequenzsprung-Verfahren» erfand, eine störungssichere Funktechnik.

Weil Hedy Lamarr einmal kurz mit einem Waffenhändler der Nazis verheiratet gewesen war und einiges über den Krieg und seine Gerätschaften wusste, stellte sie ihre neue Erfindung gleich in den Dienst der Alliierten. Und verwandelte sie in eine Funkfernsteuerung für Torpedos.

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Bild: giphy.com/yestare

Violine

Fest steht: Ohne die alten Griechen gäbe es keine Saiteninstrumente (die Lyra!). Zum ersten Mal gestrichen und nicht mehr bloss gezupft, wurden die Saiten jedoch von den Persern. Und die ersten echten Teufelsgeiger waren Türken und Mongolen. Violine nennen sich die kultivierten Streich-Hölzer erst seit 1530. Ab da betrachten sich die Italiener als deren alleinige rechtmässige Erfinder.

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Bild: via giphy.com/bbc one

Sauerstoff

Ein Schwede, ein Brite und ein Franzose entdecken fast zeitgleich ein farb-, geruchs- und geschmackloses Gas. Der Schwede Carl Wilhelm Scheele ist 1772 zwar der erste, aber seine Forschungsergebnisse werden erst 1777 veröffentlicht. Der Brite Joseph Pristley ist 1774 der zweite Entdecker des Gases, das ihm beim Einatmen ein Gefühl von «Leichtigeit» verleiht, publiziert aber schon 1775 und ist deshalb der Gewinner im Wettstreit um die Entdeckung des Sauerstoffs. Pristley besucht wiederum den Franzosen Antoine Laurent Lavoisier, der ist begeistert, kennt wiederum Scheele, alle chatten miteinander und haben eine gute Zeit.

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Bild: via giphy.com/ zero state reflex

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8 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Luca Brasi
02.05.2016 11:44registriert November 2015
Die beste Erfindung war doch ein Projekt eines Deutschen mit Unterstützung vieler Schweizer...watson! ;)
Vielen Dank für den Artikel, Frau Meier.
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Zum Kommentar
8
Es gibt jetzt ein Bild vom Schwarzen Loch in der Milchstrasse – was ist das für ein Ding?

Die Nachricht begeisterte Astronomen und interessierte Laien weltweit: Mithilfe des «Event Horizon Telescope» (EHT) – einem Zusammenschluss von acht Radio-Sternwarten auf vier Kontinenten – gelang es zum ersten Mal, eine Aufnahme des Schwarzen Lochs Sagittarius A* zu machen, das sich im Zentrum unserer Galaxis befindet. Es ist erst das zweite Mal, dass ein Schwarzes Loch ins Bild gebracht werden konnte: 2019 gelang den Astronomen eine Aufnahme des Schwarzen Lochs im Zentrum der rund 55 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie M87.

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