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Forschende der ETH Zürich entwickeln neue Technologie gegen Deepfakes

Der Sensorchip ist ein Prototyp, der die technische Machbarkeit demonstriert.
Der Sensorchip ist ein Prototyp, der die technische Machbarkeit demonstriert. (Bild: Bild: Caroline Arndt Foppa / ETH Zürich

Dieser Chip der ETH Zürich soll im Kampf gegen Deepfakes helfen

24.03.2026, 12:4824.03.2026, 12:48

Forschende der ETH Zürich haben eine neue Technologie gegen Deepfakes entwickelt. Ein Chip signiert Bilder und Töne direkt bei der Aufnahme mit einer Art digitalen Unterschrift. Dies soll es ermöglichen, die Echtheit von Inhalten jederzeit zu überprüfen.

Die Technologie lasse sich grundsätzlich in jede Art von Sensor oder Kamera integrieren, teilte die ETH Zürich am Dienstag mit. Daten, Bilder oder Audiosignale würden damit direkt bei der Entstehung in einem Sensorchip kryptografisch signiert. Dank dieser Signatur liesse sich nachweisen, dass die Daten tatsächlich von einer Kamera oder einem Aufnahmegerät stammen, wann sie aufgenommen wurden und dass keine Manipulationen vorgenommen wurden.

Um die Daten zu manipulieren, sei ein physischer Angriff auf den Chip notwendig. Dieser technische Aufwand wäre so hoch, dass eine massenhafte Herstellung manipulierter Inhalte praktisch unmöglich werde, erklärte der Mitentwickler Fernando Cardes in der Mitteilung.

ET
So funktioniert die Technologie: Ein reales Ereignis (1) wird von einer Kamera aufgezeichnet, deren Sensorchip im Moment der Aufnahme sowohl die Bilddaten als auch eine kryptografische Signatur erzeugt (2). Nach der Speicherung in einem öffentlichen Register (3) kann diese Signatur später verwendet werden, um zu überprüfen, dass die Aufnahme authentisch ist und nicht verändert wurde (4). (Grafik erstellt mit KI)Bild: ETH Zürich/Felix Franke

Einen Prototyp haben die Forschenden bereits gebaut. Dieser demonstriere zwar die Machbarkeit, für einen kommerziellen Einsatz seien aber weitere Schritte nötig, so die ETH.

Einen Patentantrag hätten sie bereits eingereicht. Nun untersuchen sie, wie die Integration für Kamerahersteller vereinfacht werden kann. (sda)

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