Wissen
Schweiz

Neue Studie bestätigt: Zeitumstellung im Sommer spart Strom

Neue Studie bestätigt: Zeitumstellung im Sommer spart Strom

21.03.2023, 10:0221.03.2023, 17:58
Die Sommerzeit ist zu Ende, die Uhren wurden um eine Stunde zur
Bild: sda

Die Umstellung auf Sommerzeit spart Strom – auch heute noch. Das zeigt eine neue Studie der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). Grund dafür sind aber nicht die Lampen, sondern die Klimaanlagen.

Durch die Zeitumstellung im Sommer verlassen Angestellte das Büro am Nachmittag eine Stunde früher. Da der grösste Teil der Kühlleistung am späteren Nachmittag anfällt, kann dadurch Energie gespart werden, wie die Empa in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt.

Ab Sonntagmorgen gilt wieder die Sommerzeit
Am Sonntag beginnt die Sommerzeit: Um 2.00 Uhr werden in der Schweiz und in den meisten europäischen Ländern die Uhren um eine Stunde auf 3.00 Uhr vorgestellt. Enden wird die Sommerzeit am 23. Oktober.
Die Zeitumstellung für die hellere Jahreszeit beginnt jeweils am letzten Märzsonntag und endet am letzten Oktobersonntag, wie das für das Messwesen zuständige Eidgenössische Institut für Metrologie (METAS) am Dienstag mitteilte.

In der Untersuchung, basierend auf Daten von verschiedenen Bürogebäuden in 15 US-amerikanischen Städten, konnte mit der Umstellung auf die Sommerzeit die Kühlenergie eines Bürogebäudes um bis zu knapp sechs Prozent verringert werden. Aufgrund des früheren Arbeitsbeginns am Morgen wurde hingegen um bis zu 4,4 Prozent mehr Heizenergie verbraucht. Da im Sommer aber viel mehr Kühl- als Heizenergie verbraucht wird, hat die Zeitumstellung gesamthaft gesehen einen positiven Einfluss auf die Energiebilanz eines Gebäudes.

Intelligente Gebäude

Über die unterschiedlichen Klimaszenarien und Klimazonen hinweg lag die maximale totale Energieeinsparung bei 3 Prozent. Die Resultate wurden kürzlich im Fachblatt «Environmental Research Letters» veröffentlicht.

Voraussetzung für eine solche Einsparung ist, dass bei einem leeren Büro die Kühlung heruntergefahren oder ganz abgestellt werden kann. Im Hinblick darauf, dass Gebäude immer intelligenter werden, wird das gemäss den Forschenden künftig relativ einfach zu bewerkstelligen sein. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Unser Gehirn könnte aus zwei getrennten Nervensystemen entstanden sein
Ist unser Gehirn zwei Organe in einem? Bisher dachte man, das menschliche Gehirn ist ein zusammenhängendes Organ. Doch eine neue Studie stellt diese Annahme in Frage.
Das menschliche Gehirn ist eines der komplexesten Gebilde überhaupt. Rund 86 Milliarden Nervenzellen sind darin miteinander vernetzt. Und dieses Netzwerk verändert sich ein Leben lang. Einerseits besteht das Grosshirn aus einer linken und einer rechten Hemisphäre, andererseits aus zahlreichen miteinander vernetzten Bereichen, die unterschiedliche Aufgaben übernehmen.
Zur Story