Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Koboldhai

«Ausserirdischer aus der Tiefe»: Rosa Körper, lange Nase, spitze Zähne sind charakteristisch für Koboldhaie.  Bild: Twitter

Unschönes aus dem Tierreich: Australisches Museum präsentiert den hässlichsten Hai ever



Diese Hai-Art ist so alt wie hässlich: Ein Museum in Australien hat am Dienstag der Öffentlichkeit einen Koboldhai präsentiert. Dieser Vertreter der äusserst seltenen Hai-Art, deren Vorfahren schon vor 125 Millionen Jahren lebten, war im Januar einem Fischer vor der Südostküste Australiens ins Netz gegangen. 

Sein Kadaver wurde zunächst in einem Aquarium aufgehoben und dann der Fischsammlung des Australian Museum in Sydney übergeben. Deren Leiter Mark McGrouther bezeichnete den auch als «Ausserirdischer aus der Tiefe» bekannten Hai als «ziemlich beeindruckend». 

Diese Tiere sind ein bisschen weniger schön als andere

«Er ist nicht hässlich, er ist schön», sagte McGrouther. Der Koboldhai hat einen rosafarbenen Körper, eine platte Nase und dünne spitze Zähne, die wie Nägel aussehen. Er kann ausgewachsen zwischen drei und vier Meter lang werden. Für den Beutefang verfügt er über einen praktischen Mechanismus: Wenn er einen Krebs oder einen kleinen Fisch entdeckt, schiesst sein Kiefer nach vorne und zieht die Beute unter seine lange, spatenförmige Nase, wie McGrouther erläuterte. 

abspielen

Der Koboldhai wurde einem australischen Museum übergeben. Video: Youtube/TomoWorld

Langsamer Schwimmer

Das Tier benötige aufgrund seiner weichen, schlaffen Muskulatur wohl nicht viel Energie. «Es schwimmt langsam über dem Boden und nutzt seine Schnauze wie einen Metalldetektor», sagte der Forscher. Das Museum in Sydney hatte erstmals in den 1980er Jahren zwei Koboldhaie erhalten, nun hat es vier in seiner Sammlung. 

Der Hai mit dem wissenschaftlichen Namen «Mitsukurina owstoni» lebt im Pazifischen, im Atlantischen und im Indischen Ozean. Er wird äusserst selten gesichtet und kaum je gefangen. Der jüngste Zufallstreffer gelang einem Fischer im Januar nahe der südostaustralischen Stadt Eden in 200 Metern Tiefe. 

Zwar starb das Tier auf dem Weg zum Aquarium, doch sorgten dessen Experten dafür, dass der Kadaver in einem guten Zustand im Museum ankam. Der Koboldhai soll im Museum konserviert werden und für Forschungszwecke zur Verfügung stehen. (dhr/sda/afp)

Mehr zum Thema: Diese 15 Tiere haben einen schlimmeren Kater als du

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

21 atemberaubende Bilder von isolierten Stämmen aus der ganzen Welt

2009 veröffentlichte  Jimmy Nelson sein Projekt «Before They Pass Away», für das er indigene Kulturen auf der gesamten Welt besuchte. Nun hat der britische Fotograf mit «Homage to Humanity» nachgelegt.

In seiner Arbeit erforscht Jimmy Nelson die Idee, sich wieder mit unseren Wurzeln und unserer Menschlichkeit zu verbinden, und er glaubt, dass indigene Völker eine wichtige Rolle in unserer Wahrnehmung von uns selbst als Menschen spielen. Deshalb lädt er alle ein, an der globalen …

Artikel lesen
Link zum Artikel