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Auf den Philippinen ist ein Wal gestrandet – mit 40 Kilo Plastik im Magen

18.03.2019, 14:4418.03.2019, 15:23

An einem philippinischen Strand ist ein Wal mit 40 Kilogramm Plastik im Magen verendet. Das Tier sei regelrecht verhungert, weil der ganze Müll seinen Magen gefüllt habe.

Bild: facebook.com/D' Bone Collector Museum Inc.

Der Leiter des Naturkundemuseums von Davao, Darrell Blatchley, der sich an der Untersuchung des toten Tiers beteiligt hatte, sprach von einem traurigen Rekord.

Nach Angaben des philippinischen Fischereiamts war der rund 4.7 Meter lange Cuvier-Schnabelwal am Freitag an einer Bucht der Gemeinde Mabini im Süden von Luzon, der grössten Insel des Archipels, gestrandet. Vergeblich versuchten örtliche Fischer und Vertreter des Fischereiamts, den Wal zurück ins Meer zu treiben; einen Tag später kehrte er ins seichte Gewässer zurück und verendete.

Bild: facebook.com/D' Bone Collector Museum Inc.

«Er konnte nicht mehr aus eigener Kraft schwimmen, so ausgezehrt und schwach war er», sagte Amtsleiterin Fatma Idris. «Das Tier war völlig dehydriert, am zweiten Tag spuckte es Blut». Bei der Untersuchung des toten Wals holten Experten dann 40 Kilogramm Plastikmüll aus seinem Magen, darunter unzählige Einkaufstüten und Reissäcke.

«Das ist ekelhaft und herzzerreissend», sagte Museumsdirektor Blatchley der Nachrichtenagentur AFP. In den vergangenen zehn Jahren hätten er und seine Mitarbeiter 61 verendete Delfine und Wale untersucht, aber ein derartiger Plastikberg sei ihnen noch nicht untergekommen.

Auf den Philippinen wird seit Jahren Plastikmüll illegal in die Ozeane entsorgt. Zwar gibt es strikte Abfallgesetze, doch werden sie nach Angaben von Umweltschützern kaum umgesetzt.

Bild: facebook.com/D' Bone Collector Museum Inc.

Das Land verbraucht ebenso wie seine südostasiatischen Nachbarn Einweg-Plastik in riesigen Mengen. Laut einem vor wenigen Wochen veröffentlichten Bericht des Globalen Bündnisses für eine Alternative der Müllverbrennung (Gaia) werden allein auf den Philippinen jährlich 60 Milliarden Einzelverpackungen benutzt. (sda/afp)

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Seepferdchen klammern sich nun schon an Plastik fest

Video: srf

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12 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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tzhkuda7
18.03.2019 15:29registriert Juni 2015
Wir werden als Schweizer selbst ohne Meeranschluss (Wer jetzt den Rhein bringt psssst ;) wohl nicht drum herum kommen ins Ausland in Peojelte zu investieren, zumal wird mit dem Geld viel viel mehr im Ausland bewirken können.

Ein Stau und Klärungdamm im Ganges in Indien beispielsweise
Oder am Nil in Ägypten.

Das Geld werden wir zwar nie mehr sehen, allerdings werden wir von diesem Planeten ansich wohl allgemein nicht mehr viel sehen in Zukunft wenn wir nicht bereit sind Geld in die Hand zu nehmen ohne etwas dafür zu verlangen. (Entwicklungshilfe ist keine Hilfe, wenn sie Zinsen beinhaltet)
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Labbarabbaber
18.03.2019 15:27registriert Mai 2016
Ganz, ganz traurig und ein bitteres Zeugnis für die Menschheit...
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burton85
18.03.2019 15:56registriert Juli 2016
Und den Plastik gemäss asiatischem Brauch wieder zurück ins Meer geschmissen?
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