DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Eisdecke zum Zeitpunkt der maximalen Ausbreitung. 
Die Eisdecke zum Zeitpunkt der maximalen Ausbreitung. Bild: NASA/REUTERS

Alarmierend: Meereisdecke der Arktis war im Winter noch nie so klein wie 2017

22.03.2017, 20:4823.03.2017, 01:05

Schon wieder schlechte Nachrichten aus der Arktis: Die Meereisdecke hat den Höhepunkt dieses Winters erreicht - und ist so klein wie nie seit Beginn der Messungen. Selbst erfahrene Forscher zeigen sich schockiert.

Jedes Jahr kurz vor Ende des Winters erreicht das Meereis der Arktis seine grösste Ausbreitung, doch die Eisdecke war bei einer Messung zu diesem Zeitpunkt noch nie so klein wie 2017. Sie habe sich nur auf 14.42 Millionen Quadratkilometer ausgebreitet, teilten die US-Raumfahrtbehörde Nasa und die Klimabehörde NSIDC (National Snow and Ice Data Center) am Mittwoch mit.

Das sei die geringste Maximal-Ausdehnung seit Beginn der Satellitenmessungen vor 38 Jahren, betonte die Behörde. Bereits in den beiden vergangenen Jahren waren Negativrekorde aufgestellt worden.

«Noch nie gesehen»

Ursache für die geringe Ausbreitung 2017 seien ein warmer Herbst und Winter in der Arktis gewesen, mit Temperaturen rund 2.5 Grad Celsius über dem Durchschnitt. Messungen eines Satelliten der Europäischen Raumfahrtagentur ESA ergaben zudem, dass das Eis geringfügig dünner war als in den vergangenen vier Jahren.

«Ich beobachte das Wetter in der Arktis seit mehr als 35 Jahren und so etwas wie das, was wir in den vergangenen zwei Jahren erlebt haben, habe ich noch nie auch nur ansatzweise gesehen», sagte NSIDC-Direktor Mark Serreze. 2015 hatte sich die Meereisdecke auf 14.517 Millionen Quadratkilometer ausgebreitet, 2016 auf 14.52 Millionen.

Die maximale Ausbreitung der Meereisdecke wurde am 7. März gemessen, seitdem schmilzt das Eis mit Beginn der wärmeren Jahreszeit wieder. Die minimale Ausbreitung wird jedes Jahr meist im September gemessen. (sda/dpa)

43 Vorher-nachher-Bilder, die zeigen, wie krass sich die Erde verändert hat

1 / 45
43 Vorher-nachher-Bilder, die zeigen, wie krass sich die Erde verändert hat
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Die grösste Eruption seit dem Pinatubo 1991» – Schweizer Vulkanologen zu Tonga-Ausbruch
Die gewaltige Eruption des Unterwasservulkans in der Südsee schreckt auf. Kühlt sich nun das Klima ab? Und wie stark ist der Ausbruch wirklich? ETH-Experten klären auf.

Eine dicke Ascheschicht überzieht das sonst so farbenfrohe Südsee-Archipel Tonga. Das ganze Ausmass der gewaltigen Eruption des Unterwasser-Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha’apai im Pazifik ist weiter unklar. Satellitenbilder der vergangenen Tage zeigen eine gigantische Aschewolke, die sich über die Region legt.

Zur Story