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FILE - This March 26, 1947, file photo shows Federal Bureau of Investigation Director J. Edgar Hoover calling the communist party of the United States a

FBI-Chef J. Edgar Hoover. Bild: Anonymous/AP/KEYSTONE

Kalter Krieg

USA beschäftigten in den 50er Jahren 1000 Ex-Nazis als Spione

Polizei- und Geheimdienstleiter wie FBI-Chef J. Edgar Hoover und CIA-Direktor Allen Dulles sollen in den 50er Jahren «aggressiv einstige Nazis jeglichen Rangs rekrutiert» haben.



US-Geheimdienste haben während des Kalten Kriegs mindestens 1000 Ex-Nazis als Spione oder Informanten angeheuert. Zu diesem Ergebnis kam die Auswertung jüngst von der Regierung freigegebener Akten und Interviews, über die die Zeitung «New York Times» am Montag berichtete. Der Wert der Nationalsozialisten für die Arbeit gegen die Russen und Kommunisten habe für die Dienste höher gewogen als die «moralischen Fehltritte» bei ihrer Arbeit für das NS-Regime. 

Insgesamt hätten das US-Militär, die CIA, FBI und andere Geheimdienste mindestens 1000 Ex-Nazis und Kollaborateure nach dem Zweiten Weltkrieg angestellt, fasste der Holocaust-Experte Richard Breitman von der American University in Washington zusammen.

Kriegsverbrecher entgingen der Strafverfolgung

Die Geheimdienste schützten jene Agenten auch vor Strafverfolgung. So habe die CIA etwa einen SS-Offizier als Spion engagiert, obwohl er sich aus ihrer Sicht wahrscheinlich «geringerer Kriegsverbrechen» schuldig gemacht hatte. 1994 seien Behörden vom US-Geheimdienst bedrängt worden, Ermittlungen gegen einen ehemaligen Spion fallen zu lassen, der mit dem Massaker von Zehntausenden Juden in Litauen in Verbindung gebracht wurde.

Ein weiterer SS-Offizier, der für die CIA in Europa als Spion arbeitete, war in seinem früheren Leben Top-Gehilfe von Adolf Eichmann, dem Leiter des für die Organisation der Deportation der Juden zuständigen Referats im Reichssicherheitshauptamt. Ihn siedelte die CIA laut den Aufzeichnungen «als Belohnung für seinen loyalen Dienst nach dem Krieg» samt Familie 1954 in die USA um. (whr/sda/dpa)

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Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

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