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So erlebte eine Zürcherin ihr erstes Mal auf dem Gurten

So erlebte eine Zürcherin ihr erstes Mal auf dem Gurten

Das Gurtenfestival gehört in der Schweiz zu den bekanntesten und beliebtesten seiner Art. Höchste Zeit für unsere Redaktorin also, von Zürich in die Hauptstadt zu reisen und sich die Sache mal genauer anzusehen – und anzuhören.
21.07.2024, 05:5222.07.2024, 16:45
Olivia Eberhardt / ch media

Vier Tage Sonne waren angesagt, vier Tage Sonne sollten es werden. Nach einem bisher verhaltenen Sommer standen die Zeichen für die vier Festivaltage auf eine meteorologische Versöhnung mit all den Besucherinnen und Besuchern. Was mich in dem Zusammenhang umso mehr beeindruckte, waren die vielen Menschen, die den Weg auf den Berg in der brütenden Hitze zu Fuss auf sich nahmen.

Die Leute stapften fröhlich den Berg hinauf, als wäre es die leichteste Übung. Ich entschied mich hingegen für die komfortablere Variante mit der Gurtenbahn. Dafür war ich gerne bereit, eine kurze Wartezeit auf mich zu nehmen.

Stimmung auf Dauerhoch

Oben angekommen, war ich sofort von der friedlichen Stimmung umgeben. Ich weiss nicht, woran es lag, aber egal wohin man schaute, überall traf man auf lächelnde Gesichter. Keine Spur von hitzebedingten Aggressionen – vielleicht ist ja die Höhenluft der wahre Geheimtipp für gute Laune?

Selbst als das Festivalgelände am Freitag und Samstag rappelvoll war, tat dies dem so wohlwollenden Zusammen keinen Abbruch.

Ihr kommt der Musik wegen?

Was mir ebenfalls schnell klar wurde: Das Publikum auf dem Gurten besucht dieses Festival nicht primär der Musik wegen. Klar, die Bands sind super, aber die Leute kommen vor allem, um Freunde zu treffen, neue Bekanntschaften zu schliessen und die besondere Atmosphäre zu geniessen. Man könnte fast meinen, das Gurten Festival sei ein riesiges Klassentreffen mit cooler Hintergrundmusik.

Als ich am ersten Abend erzählte, dass ich mich wahnsinnig auf Stormzy und Burna Boy freuen würde, erntete ich erstaunte Blicke und die fast schon besorgt wirkende Frage: «Also, du bist wirklich wegen der Musik hier?»

Sie kamen für Patent Ochsner

Dass es doch nicht ganz egal ist, wer auf der Bühne steht, wurde am Freitagabend klar. Als Patent Ochsner bei perfekter Kulisse die Hauptbühne betraten, war die Wiese davor bis auf den allerletzten Platz gefüllt. Diese Show wollte sich niemand entgehen lassen, und die Berner Kultband enttäuschte nicht. Es war zum Niederknien!

Alles da

Zwischen den Shows gab es auf dem Festivalgelände sehr viel zu entdecken. Von leckeren Essensständen über angenehme Ruhebereiche bis hin zu den Bühnen war alles perfekt arrangiert. So gelang es auch problemlos, einen ganzen Tag auf dem Gurten zu verbringen und das Festivalfeeling so richtig aufsaugen zu können. Irgendwie gab es immer wieder etwas zu entdecken.

Fazit friedlich

Nach vier Tagen am Gurten ist mir klar, wieso dieses Festival so viele Leute auf den Berg zieht. Die Kombination aus der beeindruckenden Kulisse, der friedlichen Stimmung und dem bunten musikalischen Programm macht dieses Festival zu einem einzigartigen Erlebnis. Vielleicht komme ich im nächsten Jahr sogar wieder auf den Gurten. Vorher muss ich mir aber das Line-Up anschauen. Mal schauen, welche Perlen es nächstes Jahr bereithalten wird.

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