International
USA

Trump spricht sich für Racial Profiling gegen Muslime in den USA aus

Trump spricht sich für Racial Profiling gegen Muslime in den USA aus

19.06.2016, 22:0720.06.2016, 07:31

Der voraussichtliche republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat sich dafür ausgesprochen, dass die USA bei Ermittlungen die Methode des Racial Profiling anwenden. Dabei stuft die Polizei Menschen allein aufgrund ihrer Hautfarbe, Religion, Nationalität oder ethnischer Herkunft als verdächtig ein.

Die Praxis müsse in den USA ernsthaft erwogen werden, sagte Trump am Sonntag in einer Fernsehdebatte über den Anschlag auf einen Schwulenclub in Orlando. Bei dem Angriff auf den Nachtclub im Bundesstaat Florida durch den radikalen Islamisten Omar Mateen waren vor einer Woche 49 Menschen getötet worden.

Das sogenannte Racial Profiling ist eine Form der völkerrechtlich verbotenen Diskriminierung und wird dem institutionellen Rassismus zugeordnet. In den USA ist es verboten.

Der rechtspopulistische Immobilienmilliardär ist bekannt für seine antiislamischen Äusserungen. Zu seinen Forderungen zählt unter anderem die Überwachung von Moscheen. In der Sendung «Face the Nation» des Fernsehsenders CBS wurde er am Sonntag gefragt, ob das bedeute, dass er das Profiling von Muslimen befürworte. Daraufhin sagte er, die USA müssten «als Land» darüber nachdenken.

«Wir müssen uns mit dem Profiling auseinandersetzen, fügte Trump hinzu. »Wir müssen es uns ernsthaft anschauen.» Auch andere Länder nutzten diese Methode, sagte er.

Trump sorgt immer wieder mit polarisierenden Äusserungen über bestimmte Personengruppen für Aufsehen. Er forderte etwa einen generellen Einreisestopp für Muslime. Empörung löste er auch mit der Aussage aus, Mexiko schicke Vergewaltiger und Drogendealer über die Grenze in die USA. (sda/afp/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
67 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
67
Trump verzweifelt an der Strasse von Hormus – jetzt will er Hilfe von der Nato und China
US-Präsident Donald Trump drängt im Iran-Krieg die Nato-Verbündeten und China zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Strasse von Hormus.
Die Nato werde vor einer «sehr schlechten» Zukunft stehen, sollten die US-Partner dabei nicht helfen, sagte Trump in einem kurzen Interview mit der «Financial Times». Sollte es «keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht für die Zukunft der NATO sein», wurde Trump zitiert.
Zur Story