International

Büsten, Dolche und Reichsadler: Grösster Fund von Nazi-Krempel in Argentinien

20.06.17, 10:05 20.06.17, 18:15

In einem Haus in der Nähe der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires hat die Polizei die bisher grösste Sammlung an Nazi-Devotionalien in dem Land entdeckt. Laut der Nachrichtenagentur AP wurden rund 75 Objekte gefunden – und zwar in einem Raum, der hinter einer Bibliothek verborgen war.

Unter den Gegenständen, die in einem verborgenen Zimmer gehortet wurden, waren eine Adolf-Hitler-Büste, Vergrösserungsgläser in eleganten, mit Hakenkreuzen verzierten Boxen und ein medizinisches Gerät, um die Grösse von Schädeln zu messen.

Von Hitler selbst verwendet

Die Behörden vermuten, dass die Gegenstände früher hochrangigen Nazi-Funktionären gehörten. Von vielen der Gegenstände gebe es auch alte Fotos. «Damit kann nachgewiesen werden, dass sie vom Horror selbst, vom ‹Führer›, verwendet wurden. Auf diese Art und Weise können sie gehandelt werden. Es gibt auch Fotos von Hitler mit den Gegenständen», so die argentinische Innenministerin Patricia Bullrich gegenüber AP.

Die Polizei untersucht derzeit, wie die Gegenstände nach Argentinien kamen. Eine Theorie der Ermittler laute, dass sie von einem hochrangigen Nazi nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes nach Argentinien geschmuggelt wurden. (whr)

Aktuelle Polizeibilder

Das könnte dich auch interessieren:

Coding soll für Gymeler ein Pflichtfach werden

Bub mit Down-Syndrom modelt für bekannte Kleidermarke 

Timberwolves crashen mit Buzzer Beater Oklahomas zu frühe Siegesparty

SBB dürfen ihr Monopol zwei weitere Jahre behalten

Mehr Geschlechtskrankheiten

Swisscom und UPC sperren hunderte Webseiten: Jetzt kannst du sehen welche

Kinder? Nöö! Warum sich  junge Frauen unterbinden lassen wollen

Zweistöckige Autobahn, Flüster-Asphalt und Tempo 85 – wilde Ideen in der Verkehrs-«Arena»

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
30Alle Kommentare anzeigen
30
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
  • mrsmarple1965 21.06.2017 22:21
    Highlight Eigentlich finde ich auch das wenns denn echt ist, in ein Museum gehört, aber irgendwie finde ich es auch bedenklich das man es dann öffentlich ansehen kann, weil es einfach ein Magbet für alle Neo's und Möchtegerns wird. Irgendwie heikel und gruselig, auch derjenige, der dieses Minimuseum gepflegt und zusammengestellt hat.
    0 0 Melden
  • Liselote Meier 20.06.2017 17:10
    Highlight Hm denke mal reingeschmuggelt via "Rattenlinie" eher unwahrscheinlich.

    Erscheint viel plausibler, dass diese Gegenstände aus der deutschen Botschaft in Argentinien kommen.
    Die diplomatischen Beziehungen wurden "Offiziell" erst 1944 sistiert.

    In der Botschaft standen wohl sicher genau solch Büsten, Reichsadler usw. rum
    16 0 Melden
  • Fischra 20.06.2017 14:42
    Highlight So abartig das Nazi Regime war, sind diese Gegenstände Kulturgütter welche in ein Museum gehören u d nicht zu irgendwelchen Nazi Fanatikern. Der Marshalstab von Rommel liegt auch im Museum Full Reuenthal und ist als Anschauungsgegenstand sehr interessant mit allem was sonst noch da ist
    49 1 Melden
    • Fischra 20.06.2017 16:52
      Highlight Kulturgüter. Sorry für den Fehler. 😎
      12 3 Melden
  • Whitebeard 20.06.2017 13:08
    Highlight Gab's nicht irgendwie eine Verschwörungstheorie, dass Hitler seinen Selbstmord nur vorgetäuscht hat und mit andern NS-Hochrangigen nach Argentinien geflüchtet ist?
    52 5 Melden
  • Toerpe Zwerg 20.06.2017 12:56
    Highlight Darf man solche Nazigegenstände ästhetisch finden?
    59 15 Melden
    • HAL9000 20.06.2017 13:09
      Highlight Klar doch ;)
      50 25 Melden
    • Snowy 20.06.2017 13:42
      Highlight Geht mir ebenso.
      Genauso wie auch gewisse Waffen "geil/ästhetisch" finde und trotzdem für schärfere Waffengesetze bin.
      16 14 Melden
    • droelfmalbumst 20.06.2017 14:53
      Highlight Wieso nicht? Immerhin ist eine Geschichte dahinter... nur weil es eine traurige Zeit war heisst es nicht dass es keine schönen Objekte gab...
      21 2 Melden
    • tösstaler 20.06.2017 16:38
      Highlight Die Frage zur Ästhetik sehe ich zumindest als zweitrangig an.
      Es sind Zeitzeugen, und das soll zählen.
      Vielleicht kann man anhand dieser Stücke, ausgestellt in einem Museum, der einen oder anderen Dumpfbacke die historischen Tatsachen näher bringen :P
      14 0 Melden
  • niklausb 20.06.2017 11:41
    Highlight Also die Geräte zur Schädelmessung...... Das eine scheint ein Gerät zur Messung von Schusswinkeln zu sein und das Andere etwas mit einer Art Feldstecher da scheint mir jemand zu versuchen noch ein bisschen mehr grusel in den schon gruseligen Fund hinein zu schreiben.
    54 2 Melden
    • heul doch 20.06.2017 12:39
      Highlight Definitiv. Dein verdacht scheint mir auch begründet. Details werden heutzutage oft weggelassen oder tatsachen verdreht und manches frei erfunden. Das ganze zeug muss doch erst mal einem sachverständigen übergeben werden und gehört danach ins museum.
      Mir graust beim gedanken dass jemand zu hause in einem geheimzimmer solche devotionalien hortet
      11 4 Melden
    • p4trick 20.06.2017 13:15
      Highlight Bild 4 ist ein Gerät zur Schädelmessung, da war die Beschreibung wohl verrutscht.
      zum Vergleich: https://www.dhm.de/lemo/bestand/objekt/kraniometer-1933-1945.html
      4 0 Melden
    • niklausb 20.06.2017 13:37
      Highlight @P4atrick das hab ich schon gesehen aber das ist in dem Fall dann einfach schlampig gearbeitet
      4 1 Melden
    • Willi Helfenberger 20.06.2017 15:27
      Highlight Sorry, ihr habt ja recht. Der Fehler liegt bei der englischen Origniallegende des Bildes, die ich einfach übersetzt habe. Habs jetzt korrigiert.
      10 7 Melden
  • Gelöschter Benutzer 20.06.2017 11:30
    Highlight Nicht "Krempel" sondern historische Artefakten.

    Sonst müsste man auch das Colosseum als Krempel bezeichnen...
    82 10 Melden
  • .:|HonigTroll|:. 20.06.2017 11:23
    Highlight
    43 6 Melden
  • Kristjan Markaj ["Papierlischwiizer" / Exilshipi] 20.06.2017 10:46
    Highlight Wahrscheinlich werden diese Gegenstände, wie so oft, einfach vernichtet. Statt sie beispielsweise nach Deutschland zu bringen und sie im Museum auszustellen. Es handelt sich schliesslich um historische Artefakte.

    Wer die Vergangenheit nicht kennt und versucht sie zu verstehen, der wird niemals Probleme der Gegenwart lösen können, geschweige denn die Zukunft besser machen können.
    150 8 Melden
    • Benot 20.06.2017 12:10
      Highlight Wahre Worte,

      ... die man den Nazi-Verniedlicher und Holocaustleugnern immer wieder mal hinter die Ohren schreiben muss.

      Anders ist es, wenn die Erinnerung zur Verherrlichung der Nazis benutzt wird.
      Z.B. wenn die SVP Schweiz sich mit derartiger Freude ans NSDAP-Parteiprogramm erinnert, dass sie Teile davon im Wortlaut gleich selber übernimmt.
      27 55 Melden
    • Toerpe Zwerg 20.06.2017 12:54
      Highlight Welche Teile @ Benot?
      26 4 Melden
    • pun 20.06.2017 13:59
      Highlight @Benot: Das war die PNOS, nicht die Sünnelipartei. So blöd wie ihre Politik sind sie in der blocherschen Führungsriege nicht.
      24 7 Melden
  • fifiquatro 20.06.2017 10:41
    Highlight Den Mist einschmelzen und was Sinnvolles daraus machen....
    42 172 Melden
    • one0one 20.06.2017 11:05
      Highlight Das ist doch kein Mist... Nur weil das Nazi Regime "Mist" war sind dies dennoch historische Gegenstände... Mir ist klar dass diese Gegenstände auf gewisse Personen eine braune Faszination darstellen. Dennoch sollte man diese Gegenstände nicht vernichten sondern als Dokument einer grausamen Zeit anerkennen. Gerade in Zeiten wie diesen soll man die Menschen immer wieder daran erinnern was vor gar nicht langer Zeit in Europa los war! Mit verdrängen kann ich eventuell meine Probleme "lösen". Aber den Rassenhass werden wir damit nie in den Griff kriegen...
      118 20 Melden
    • fifiquatro 20.06.2017 11:14
      Highlight Mein Gott Leute.....Ironie?!? Schon mal gehört?...:-)

      https://de.wikipedia.org/wiki/Ironie
      140 88 Melden
    • one0one 20.06.2017 11:39
      Highlight Doch, ich liebe Ironie sogar... Aber ich konnte bei deinem Kommentar keine Ironie erkennen.. Wie soll ich auch, ich kenne weder dich noch deinen Schreibstil... Desweiteren gibt es Emoticons die es dem Leser ermöglichen fehlende Mimik zu erahnen. Von daher musst du mich nicht Fragen ob ich Ironie kenne sonder warum ich deine Ironie nicht erkannt habe ;-)

      Cheers
      83 88 Melden
    • fifiquatro 20.06.2017 12:57
      Highlight Macht nichts ich kenne dich auch nicht hab auch nicht von dir gesprochen ausser du hast gerade zig Blitzer auf den selber Kommentar platziert was ich nicht glaube ;-)
      Ich denke die Ironie ist hier klar.
      88 25 Melden
    • HAL9000 20.06.2017 13:11
      Highlight Nope, war sie nicht.
      35 46 Melden
    • Gilbert Schiess 20.06.2017 13:23
      Highlight @fifiquatro
      Für mich war das keine Ironie, sondern eine unüberlegte Aussage von Dir.
      Man schmelzt keine historischen Gegenstände ein, man schlägt das auch nicht "ironiesch" vor.
      27 46 Melden
    • HAL9000 20.06.2017 13:30
      Highlight ... sowas macht meine einfach nicht.

      Stelle sich vor das ist aus Mengeles eigensammlung... meine Güte, das Zeugs wäre Millionen Wert.
      Jawohl Millionen.
      1 47 Melden
    • Gummibär 20.06.2017 15:40
      Highlight Ironie hin oder her, ich will einen Büchsenöffner der erkennbar aus einem Original-Nazi-Ehrendolch
      gefertigt wurde. Ebenfalls einen Aschenbecher der aus der Schädeldecke eines hohen SS-Offiziers besteht (mit Herkunfts-Zertifikat) ...... aus historischen Gründen selbstverständlich.
      5 5 Melden

Dieser Schaffhauser könnte schon bald die drittgrösste Stadt im Kosovo regieren

Faton Topalli wohnt im beschaulichen Dörflingen im Kanton Schaffhausen. Gleichzeitig sitzt er seit vier Jahren im Parlament des Kosovo – wo er auch schon mal eine Tränengas-Petarde zündete. Am Sonntag könnte Topalli Bürgermeister von Ferizaj werden, einer Stadt mit über 100'000 Einwohnern.  

Mehrere Hundert Menschen versammelten sich am Dienstagabend im Stadtzentrum von Ferizaj im Süden des Kosovo. Die Oppositionspartei «Lëvizja Vetëvendosje» (Bewegung für Selbstbestimmung) hatte zur Abschlusskundgebung des Lokalwahlkampfs gerufen. Angereist waren die Granden der Bewegung: Visar Ymeri, der Parteivorsitzende, und Albin Kurti, ihr Kandidat für den Posten des Ministerpräsidenten.

Doch der eigentliche Star des Abends war ein 53-jähriger, im Kanton Schaffhausen wohnhafter, …

Artikel lesen