Schweiz

Bisher sind in der Schweiz 51 Zika-Infektionen gemeldet worden

17.10.16, 11:30 17.10.16, 11:58

Was steckt hinter dem Zika-Virus?

In der Schweiz sind bislang 51 Zika-Infektionen bekannt. Dies geht aus dem neusten Bulletin des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) hervor. In den vergangenen vier Wochen wurden der Behörde vier neue Fälle gemeldet.

Eine Meldepflicht beim BAG für die Ärzte im Fall einer neuen Zika-Infektion besteht seit Anfang März. Das Virus wird über bestimmte Stechmücken übertragen. Auch eine Infektion durch Geschlechtsverkehr ist möglich. Die Infektion mit dem Zika-Virus verläuft in den meisten Fällen harmlos, kann aber vereinzelt neurologische Komplikationen verursachen.

Bei Schwangeren kann der Virus dazu führen, dass ihre Babys mit Mikrozephalie geboren werden. In diesem Fall haben die Kinder einen ungewöhnlich kleinen Kopf, was zu schweren Entwicklungsproblemen führen kann. Ein solcher Fall ist in der Schweiz gemäss BAG bis anhin nicht bekannt.

Für Personen, die von der Schweiz aus in die vom Virus betroffenen Länder reisen wollen, listet das BAG auf seiner Internetseite Empfehlungen auf. Es rät insbesondere dazu, sich vor Mückenstichen zu schützen. Schwangere sollten alle Regionen meiden, in denen eine aktive Übertragung des Zika-Virus stattfindet.

So bekämpft Südamerika das Zika-Virus

Das Zika-Virus hat sich seit Mai 2015 in Süd- und Mittelamerika und in der Karibik stark verbreitet. Nachdem sich vor allem in Brasilien die Fälle häuften, rief die Weltgesundheitsorganisation WHO am 1. Februar 2016 eine gesundheitliche Notlage aus.

Der globale Notstand konnte wegen des Auftauchens des Virus in Singapur, Guinea-Bissau und anderen Ländern nicht aufgehoben werden. Auch die USA hatten direkte Zika-Ansteckungen in Teilen Floridas nachgewiesen. (sda)

Zika-Virus

Brasilianische Forscher entdecken Zika-Virus in Babygehirnen

Globaler Gesundheitsnotstand: WHO erklärt dem Zika-Virus den Krieg

Brasilien hat ein Problem mit Fehlbildungen – doch ob's am Zika-Virus liegt, ist gar nicht klar

Zika-Virus in Brasilien: «Wenn wir nicht bald mehr erfahren, wird es peinlich für das Land»

Mit 220'000 Soldaten gegen die Mücken: Brasilien erklärt dem Zika-Virus den Krieg

Nicht nur Mückenstiche: Das Zika-Virus kann auch durch Sex übertragen werden

Zika-Virus: Drei Tote womöglich durch Zika-Virus in Kolumbien

In der Schweiz sind zwei Tropenrückkehrer mit Zika-Virus infiziert

Millionen vom Zika-Virus betroffen: WHO schlägt Alarm

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

User-Review:
Pulo112, 20.12.2016
Beste News App der Schweiz! Mit Abstand!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0 Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Raucher und Trinker sollen selber zahlen – Entsolidarisierung im Gesundheitswesen?

Die steigenden Gesundheitskosten bereiten der Schweizer Bevölkerung zunehmend Sorgen, das macht der neue Gesundheitsmonitor des Umfrageinstituts gfs deutlich. 92 Prozent der 1200 Befragten erwarten, dass die Kosten weiter steigen werden, 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Für Studienleiter Urs Bieri ein deutlicher Ausdruck, dass die Sensibilität für die ungebrochene Kostenzunahme endgültig in der Gesellschaft angekommen ist. Kein Wunder – die Prämien steigen seit zehn Jahren kontinuierlich.

Dieses …

Artikel lesen