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FILE - In this Jan. 18, 2016, file photo, a female Aedes aegypti mosquito acquires a blood meal on the arm of a researcher at the Biomedical Sciences Institute in the Sao Paulo's University in Sao Paulo, Brazil. The Aedes aegypti can spread the Zika virus, which is spreading in parts of Latin America and the Caribbean and usually causes a mild illness but is now suspected in an unusual birth defect and possibly other health issues. (AP Photo/Andre Penner, File)

Moskitoart Aedes aegypti: Übertrager des Zika-Virus. 
Bild: Andre Penner/AP/KEYSTONE

Mit 220'000 Soldaten gegen die Mücken: Brasilien erklärt dem Zika-Virus den Krieg

Im Kampf gegen die Ausbreitung des von Mücken übertragenen Zika-Virus will die brasilianische Regierung bis zu 220'000 Soldaten einsetzen. Die Soldaten sollen in den besonders betroffenen Gebieten von Haus zu Haus gehen und bei der Mückenbekämpfung helfen.



«Seit 30 Jahren gibt es diese Moskitos im Land und wir haben es nicht geschafft, sie zu eliminieren», sagte Gesundheitsminister Marcelo Castro am Montagabend nach Angaben der Nachrichtenagentur Agência Brasil mitteilte. Die Moskitoart Aedes aegypti überträgt auch Dengue und Gelbfieber.

Als weitere Massnahme sollen rund 400'000 schwangere Frauen aus ärmeren Schichten, die Sozialleistungen im Rahmen des Programms «Bolsa Familia» bekommen, Moskitoschutzmittel erhalten.

Das Virus, das binnen weniger Monate bereits in 21 Ländern auf dem amerikanischen Kontinent aufgetaucht ist, kann zu Fieber und Hautausschlag führen. Vor allem aber steht es im Verdacht, bei einer Infektion von Schwangeren Schädelfehlbildungen bei Babys auszulösen.

Fehlbildungen bei Säuglingen

RECIFE, BRAZIL - JANUARY 25:  Mother Mylene Helena Ferreira cares for her son David Henrique Ferreira, 5 months, who has microcephaly, on January 25, 2016 in Recife, Brazil. In the last four months, authorities have recorded close to 4,000 cases in Brazil in which the mosquito-borne Zika virus may have led to microcephaly in infants. Microcephaly results in newborns with abnormally small heads and is associated with various disorders including decreased brain development. According to the World Health Organization (WHO), the Zika virus outbreak is likely to further spread in South, Central and North America. At least twelve cases of Zika in the United States have now been confirmed by the CDC.  (Photo by Mario Tama/Getty Images)

Geistige Behinderungen als Folge von Mückenstichen: Vom Zika-Virus betroffenes Kind in Brasilien.
Bild: Getty Images South America

Im am stärksten betroffenen Brasilien wurden bisher 3893 Fälle der sogenannten Mikrozephalie ermittelt, vor allem im Norden des fünftgrössten Landes der Welt. Dabei ist der Kopfumfang des Kindes zu klein, geistige Behinderungen sind meist die Folge.

In sechs Mikrozephalie-Fällen hatten Schwangere sich zuvor mit Zika infiziert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt inzwischen vor einer Ausbreitung des Zika-Virus auf dem gesamten amerikanischen Kontinent.

Massnahmen für Olympische Spiele

RECIFE, BRAZIL - JANUARY 25:  Brazilian Army soldiers inspect a home while canvassing a neighborhood in an attempt to eradicate the larvae of the mosquito which causes the Zika virus, while informing the public of preventive methods, on January 25, 2016 in Recife, Brazil. In the last four months, authorities have recorded close to 4,000 cases in Brazil in which the mosquito-borne Zika virus may have led to microcephaly in infants. The ailment results in an abnormally small head in newborns and is associated with various disorders. According to the World Health Organization (WHO), the Zika virus outbreak is likely to spread further in South, Central and North America. At least twelve cases in the United States have now been confirmed by the CDC. Brazil reported the first cases in the Americas of local transmissions of the virus last year.  (Photo by Mario Tama/Getty Images)

Soldaten kontrollieren Häuser in Recife: 220'000 Mann wurden abbestellt, um den Virus zu bekämpfen.
Bild: Getty Images South America

Mit einer Ausweitung des Mückenbekämpfungs-Programm will die Regierung zudem Sportler und Besucher der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro vor dem Zika-Virus schützen. An 56'000 Hotels, Bars und Restaurants im ganzen Land soll ein Massnahmenkatalog verschickt worden, um die Mücken besser zu bekämpfen.

Zudem werden in Rio während der Spiele vom 5. bis 21. August Vorsorge- und Diagnosemassnahmen verstärkt. Rund 266'000 Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden sollen sich verstärkt der Bekämpfung der Mückenart widmen. Einen Impfstoff gegen Zika gibt es bisher nicht.

Die Ausgaben würden 2016 um 580 Millionen auf 1.87 Milliarden Real (rund 464 Mio. Franken) erhöht, teilte das Gesundheitsministerium der Deutschen Presse-Agentur in Rio de Janeiro mit. Allein über 550 Tonnen Anti-Moskitomittel und Pestizide sollen eingesetzt werden.

Von Vorteil könnte sein, dass die Spiele im brasilianischen Winter stattfinden — damit könnte das Mückenrisiko weit geringer ausfallen. In Rio der Janeiro gibt es aber bisher keine Verdachtsfälle für von dem Zika-Virus möglicherweise verursachte Mikrozephalie. (wst/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • _kokolorix 26.01.2016 08:03
    Highlight Highlight auf einen verdacht hin werden 220'000 soldaten in marsch gesetzt. wow.
    bei anderen bewiesenen problemen wie illegaler holzschlag etc. vermisse ich dieses komprmisslose vorgehen.
    vermutlich ist die angst vor weniger besucher für die olympiade die treibende kraft hinter dem aktionismus.
    womit werden die moskitos denn bekämpft?
    bei weniger als 10 von über 3000 fällen kann wohl noch kein begründeter verdacht entstehen.
    der artikel ist etwas oberflächlich und zitiert wohl nur agenturmeldungen. etwas mehr recherche wäre angebracht.

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