Sport

US Open, Viertelfinals

Nishikori – Murray 1:6 6:4 4:6 6:1 7:5

S. Williams – Halep 6:2 4:6 6:3

Der temperamentvolle Schotte regte sich unter anderem wegen eines Gongs auf, der plötzlich aus der Lautsprecher-Anlage ertönte. Die anschliessenden sieben Games verlor er. Bild: X02835

Ein Gong bringt Andy Murray am US Open völlig aus dem Konzept: Fünfsatz-Niederlage gegen Nishikori

Mitfavorit und Weltnummer 2 Andy Murray scheitert im US-Open-Viertelfinal in fast vier Stunden 6:1, 4:6, 6:4, 1:6, 5:7 am Japaner Kei Nishikori. Bei den Frauen steht Serena Williams nach grossem Kampf im Halbfinal.

08.09.16, 00:16 08.09.16, 07:57

Der Wimbledon- und Olympiasieger erreichte damit erstmals in diesem Jahr bei einem Grand-Slam-Turnier nicht den Final. Nishikori, die Nummer 7 der Welt, steht hingegen zum zweiten Mal nach 2014, als er im Final gegen Marin Cilic verlor, im Halbfinal. Dort trifft er auf Stan Wawrinka oder Juan Martin Del Potro.

Murray startete ähnlich überzeugend wie er im Achtelfinal gegen Grigor Dimitrov die gesamte Partie dominiert hatte. Zweimal wurde er jedoch durch äussere Umstände eingebremst. Nach dem klaren 6:1 im ersten Satz begann es bei 3:3 im zweiten leicht zu regnen, sodass das Dach des Arthur Ashe Stadium geschlossen wurde. Danach kam der Japaner besser ins Spiel.

Video: streamable

Nachdem er den dritten Satz gewonnen hatte, erarbeitete sich Murray im zweiten Game des vierten Durchgangs einen Breakball zum 2:1 und befand sich im Ballwechsel in einer guten Position, als eine Fehlfunktion der Tonanlage im Stadion einen lauten Gong ertönen liess. Der Punkt wurde unterbrochen, wiederholt und der Schotte regte sich fürchterlich auf. So sehr, dass er nicht nur das Break nicht schaffte, sondern gleich die nächsten sieben Games bis zum 0:2 im fünften Satz verlor. Diesen Rückstand machte er zwar nochmals wett, auf einen weiteren Aufschlagverlust zum 5:6 konnte er aber nicht mehr reagieren.

Stösst zum zweiten Mal in einen US-Open-Halbfinal vor: Der Japaner Kei Nishikori, die Nummer 7 der Welt. Bild: X02835

Serena Williams nach hartem Kampf im Halbfinal

Serena Williams steht am US Open nach einem hart erkämpften Dreisatz-Sieg gegen Simona Halep im Halbfinal und wahrt sich die Chance, ihren Platz als Nummer 1 zu verteidigen.

Serena Williams hält sich die Chance auf die Nummer 1 am Leben. Bild: Seth Wenig/AP/KEYSTONE

Nach einem überzeugenden Start machte sich Williams gegen die Weltnummer 5 aus Rumänien das Leben schwerer als nötig. Sie hätte durchaus schneller als 6:2, 4:6, 6:3 in zweieinviertel Stunden gewinnen können. Die 34-jährige Amerikanerin, die ihren 23. Grand-Slam-Titel anstrebt, nutzte aber nur 4 von 20 Breakchancen, im zweiten Satz keine von 12. (trs/sda)

So nah (oder eben fern) ist Djokovic an Federers Grand-Slam-Rekorden dran

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1Kommentar anzeigen
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
  • CyanLama 08.09.2016 00:32
    Highlight Unfassbar geiler letzter Satz.
    In jedem Game hatten beide ihre Chancen. Für sowas darf man gerne auch mal müde sein am nächsten Tag :)
    8 0 Melden

Federer vor Swiss Indoors in Basel: «Überrascht, wie wenig müde ich bin»

Roger Federer ist da! Seit Freitag trainiert er in Basel. Ab Dienstag greift er selber an den Swiss Indoors ins Turnier ein. Er sagt: «Ich fühle mich gut! Alles läuft nach Plan!»

Vor einer Woche holte Roger Federer in Schanghai in seinem zehnten Turnier des Jahres den sechsten Turniersieg. Nach der Rückkehr aus China ist Federer «überrascht, wie nicht müde ich bin». Kein Jet-lag, keine Blessuren, sondern einfach nur «alles gut».

In Schanghai habe er ab dem ersten Spiel gut gespielt und ein gutes Gefühl gehabt. Das war nach dem amerikanischen Sommer alles andere als selbstverständlich. In Montreal im August hatte sich Federer verletzt, anschliessend lief es ihm am US …

Artikel lesen