Rapper Haftbefehl gesteht Drogen-Rückfall direkt nach Netflix-Doku
Die Netflix-Doku «Babo – die Haftbefehl-Story» generierte im letzten Jahr grosse Aufmerksamkeit. Die Doku beleuchtet dabei die Karriere des Deutschrap-Superstars Haftbefehl und schockte Fans des Offenbacher Musikers mit der Offenheit, in der die Doku den Drogen-Missbrauch des Rappers thematisierte.
Vier Monate nach Veröffentlichung der Doku blickt Aykut Anhan, wie der Musiker bürgerlich heisst, in seinem Podcast «Nina & Aykut» auf die schwierige Zeit nach den Dreharbeiten zurück. Er spricht über einen erneuten Drogenrückfall, gesundheitliche Folgen und den Verlust seines engen Freundes Xatar.
«Einen F*ck gegeben»
In der fünften Podcast-Episode schildert Haftbefehl offen, dass er unmittelbar nach Abschluss der Dokumentation wieder zu Drogen griff. Statt abstinent zu bleiben, habe er neben Kokain auch grosse Mengen Cannabis und Alkohol konsumiert. «Ich habe einen F*ck gegeben», beschreibt er rückblickend seine damalige Haltung.
Die körperlichen Folgen wurden später sichtbar: Der jahrelange Kokain-Konsum hatte den Nasenknorpel stark beschädigt, weshalb sich der Rapper im Januar 2026 einer rekonstruktiven Operation unterziehen musste.
Koma nach Tod von Xatar
Der Rückfall zog sich offenbar über mehrere Monate. Laut eigenen Angaben stabilisierte sich Haftbefehl erst nach einem sechswöchigen Entzug in Villingen-Schwenningen. In diesem Zusammenhang bestätigte er auch Berichte, wonach er im Juni 2025 infolge seines Drogenkonsums ins Koma gefallen war.
Als Auslöser für seinen Zusammenbruch nennt er insbesondere den Tod seines langjährigen Weggefährten Xatar im Mai 2025. Dazu führt er im Podcast emotional aus: «Er ist einer meiner besten Freunde gewesen. Also im Musikgeschäft eigentlich mein bester Freund. Das macht sehr, sehr vieles kaputt.»
Gleichzeitig betont Haftbefehl, dass Xatar selbst nicht an Drogen gestorben sei. Die genaue Todesursache von Xatar ist bis heute nicht bekannt. Die Ermittlungen zum Tod des damals 43-Jährigen Deutschrappers wurden eingestellt, die Todesursache zum Schutze der Angehörigen unter Verschluss gehalten.
Comeback in Zürich
Nach eigenen Angaben geht es dem Rapper inzwischen wieder besser. Für 2026 sind mehrere Auftritte angekündigt, darunter auch ein Konzert in der Schweiz: Am 28. Februar tritt Haftbefehl beim 808-Festival in der Halle 622 in Zürich auf. Auch weiter Auftritte in den Deutschland sind geplant. (ear)
