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epa07063134 The Nobel Prize laureates for Physics 2018 are announced at the Royal Swedish Academy of Sciences in Stockholm, Sweden, 02 OCtober 2018. The prize is shared between Arthur Ashkin of the USA, Gerard Mourou of France, and Donna Strickland of Canada.  EPA/Hanna Franzen  SWEDEN OUT

Die Gewinner des Physik-Nobelpreises werden in der königlich-schwedischen Akademie der Wissenschaften bekannt gegeben. Bild: EPA/TT NEWS AGENCY

Nobelpreis für Physik geht erstmals seit 1963 wieder an eine Frau



Drei Laserspezialisten teilen sich den Physiknobelpreis 2018. Der eine, Arthur Ashkin, liess mit seiner optischen Pinzette Science-Fiction wahr werden, die anderen beiden, Gérard Mourou und Donna Strickland, schufen wichtige Grundlagen für Augenoperationen mit Laser.

epa07063133 The Nobel Prize laureates for Physics 2018 are announced at the Royal Swedish Academy of Sciences in Stockholm, Sweden, 02 OCtober 2018. The prize is shared between Arthur Ashkin of the USA, Gerard Mourou of France, and Donna Strickland of Canada.  EPA/Hanna Franzen  SWEDEN OUT

Die diesjährigen Gewinner des Nobelpreises. Bild: EPA/TT NEWS AGENCY

Mit den Entwicklungen der diesjährigen Physik-Nobelpreisträger könne man extrem kleine Objekte und unglaublich schnelle Prozesse in neuem Licht sehen, begründete das Nobelpreiskomitee die Zuerkennung der Auszeichnung. Diese fortgeschrittenen Präzisionsinstrumente würden bisher unerschlossene Forschungsgebiete sowie Anwendungen in der Industrie und der Medizin erschliessen.

Mit 96 Jahren ist Arthur Ashkin von der Cornell University die bisher älteste Person, die einen Nobelpreis erhalten hat. Die von ihm entwickelten optischen Pinzetten ermöglichen es, winzige Teilchen, Moleküle, Proteine oder einzelne lebende Zellen mit ihren aus Laserstrahlen bestehenden Greiffingern zu manipulieren und Kräfte zu messen.

Ashkins optische Pinzette

«Dieses neue Werkzeug erlaubte es Ashkin einen alten Traum der Science Fiction zu realisieren: Objekte nur mit dem Strahlungsdruck von Licht zu bewegen», schreibt das Nobelpreiskomitee.

Den Durchbruch erzielte der Physiker 1987, als es ihm gelang ein lebendes Bakterium mit Laserstrahlen zu halten, ohne es zu zerstören. Mittlerweile würden optische Pinzetten häufig genutzt, um die Maschinerie des Lebens zu studieren.

Grundlagen des Augenlasers

Der 74-jährige Gérard Mourou vom Centre national de la recherche scientifique (CNRS) in Palaiseau (Frankreich) und seine einstige Studentin Donna Strickland (Jahrgang 1959) von der University of Rochester (USA) haben den Weg zu den kürzesten und intensivsten Laserpulsen geebnet, begründet die Jury die Zuerkennung der zweiten Hälfte des Preises an den französischen Forscher und die kanadische Wissenschafterin.

Ihre der Technik zugrundeliegende Publikation erschien 1985. Die darin beschriebene Methode namens «Chirped Pulse Amplification» (CPA) erlaubt es, Laserpulse mit sehr hoher Intensität zu erzeugen, ohne dabei das Verstärkermedium des Lasers zu zerstören.

Dazu wird der Lichtpuls gestreckt, um die Energiedichte zu verringern, anschliessend verstärkt und schliesslich komprimiert – was zu einem dramatischen Anstieg der Intensität des Pulses führt.

Diese Technik sei mittlerweile Standard für hochintensive Laser, die in unzähligen Bereichen angewendet werden, heisst es seitens des Nobelkomitees. Als Beispiel nennen sie Millionen chirurgischer Augenoperationen, die jedes Jahr mit Hilfe von Lasern durchgeführt werden.

Physik-Nobelpreisträgerin: Wir müssen Physikerinnen feiern

Die Kanadierin Donna Strickland ist erst die dritte Frau, die jemals einen Physik-Nobelpreis bekam. «Wir müssen weibliche Physikerinnen feiern, denn es gibt sie da draussen», sagte die Laserexpertin am Dienstag in einem Telefonat mit der königlich-schwedischen Akademie für die Wissenschaften.

«Ich fühle mich geehrt, eine dieser Frauen zu sein.» Möglicherweise hat Strickland mit ihrem Votum für Physikerinnen Bezug genommen auf einen diskriminierenden Vortrag, den ein italienischer Gastredner am Freitag an der renommierten Europäischen Organisation für Kernforschung (Cern) bei Genf gehalten hat.

Alessandro Strumia von der Universität Pisa hatte unter anderem gesagt, die Physik sei «von Männern erfunden und aufgebaut» worden. Unqualifizierte Frauen würden heute aus politischen Gründen Posten in den Naturwissenschaften einfordern.(sda/apa)

Schweizer Nobelpreisträger

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    Alle Leser-Kommentare
  • Makatitom 02.10.2018 13:26
    Highlight Highlight Etwa zur Hälfte an drei Personen? hat da jemand in Mathe Fensterplatz gehabt?
    • Shabaqa 02.10.2018 17:24
      Highlight Highlight Eine Hälfte des Preises geht an Ashkin, die andere an Mourou und Strickland (ergibt für die beiden dann je ein Viertel der Preissumme). Wo hast du gesessen?
  • Makatitom 02.10.2018 13:25
    Highlight Highlight Kann man das bitte dem CERN-Gastreferenten unter die Nase reiben?
  • rauchzeichen 02.10.2018 12:28
    Highlight Highlight ueeh bravo frau, gut gemacht? wieso findet ihr es speziell erwähnenswert, dass eine frau diesen preis gewonnen hat? haben wir sexismus nicht erst dann hinter uns, wenns endlich allen scheissegal ist, was da zwischen den beinen hängt oder eben nicht. und ist es nicht auch etwas sexistisch (um diesen begriff noch mehr totzureden) jemandes leistung nur aufgeund des geschlechts hervorzuheben? hoffe im update auf genauere erklährungen zu ihrer tatsächlichen leistung (die ich keinesfalls in frage stellen möchte). denn deswegen sollte sie einen artikel kriegen, und nicht weil sie frau ist!
  • Butschina 02.10.2018 12:09
    Highlight Highlight Ui da fühlt sich der suspendierte Cernforscher sicher etwas vera.....
    • hugoderhabicht 02.10.2018 12:23
      Highlight Highlight Scheinbar hast du nicht richtig mitbekommen um was es da ging.
    • spaljeni 02.10.2018 12:47
      Highlight Highlight Wollte ich auch grad schreiben 😂😂
    • Nilda84 02.10.2018 14:24
      Highlight Highlight Musste das selbe denken 😅😂

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