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Meyer und Wermuth zur SP-Parteispitze gewählt: «Wir sind wütend und hoffnungsvoll»



Mattea Meyer, Nationalraetin ZH, links, und Cedric Wermuth, Nationalrat AG, rechts, sprechen am Parteitag der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz in Basel am Samstag, 17. Oktober 2020. Mit Blick auf die steigenden Corona-Fallzahlen und zum Schutz der Gesundheit aller Beteiligten findet der Parteitag digital statt. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Meyer und Wermuth vor der virtuell versammelten Partei. Bild: keystone

Mattea Meyer und Cédric Wermuth sind zur Parteispitze der SP gewählt worden. Die SP-Delegierten haben am Parteitag am Samstag mit grosser Mehrheit für das Doppel-Präsidium Meyer-Wermuth gestimmt.

Das Duo hat am Parteitag um Stimmen geworben. Es zeigte sich «wütend, aber hoffnungsvoll».

Sie sei der SP im Alter von 16 Jahren beigetreten, weil sie wütend über diese ungerechte Welt gewesen sei, sagte Mattea Meyer. Wütend sei sie noch immer, doch noch grösser sei die Hoffnung. «Ich habe die Hoffnung, dass wir gemeinsam die Zukunft schaffen, die wir uns wünschen für diese Welt», sagte sie.

«Wir sind wütend. Aber wir bleiben nicht bei der Wut. Und wir warten auch nicht auf die Hoffnung. Wir entscheiden uns, selbst die Hoffnung zu sein», sagte Wermuth als Ergänzung.

Meyer als junge Mutter, Wermuth als Migrant

Mattea Meyer betonte vor allem ihre Rolle als junge Frau und Mutter. «Ich weiss, wie es sich anfühlt, als einzige Frau auf einem Podium über Finanzpolitik zu diskutieren», sagte sie. Zudem wisse sie, was es von einem verlange, an einem Tag von Sitzung zu Sitzung zu hetzen und am anderen Tag den Kopf frei zu haben für ihre Tochter. «Ich weiss, wie viel Hartnäckigkeit und Mut es braucht, für seine Überzeugungen einzustehen und zu kämpfen», so Meyer.

Cédric Wermuth startete seine Rede in italienisch und sprach von seinen italienischen Wurzeln. Der Kampf, ernst genommen zu werden, sei Teil seiner Familiengeschichte und seiner Biografie, sagte er. Als Sohn eines Einwanderers der zweiten Generation und Enkel einer Grossmutter, die vor Armut und Elend im faschistischen Italien geflohen sei, kenne er diesen Kampf gut.

«Verantwortung übernehmen für sich und andere, ist das, was es im Kern ausmacht und immer schon ausgemacht hat, Sozialdemokratin und Sozialdemokrat zu sein», sagte Wermuth.

Prononciert linkes Duo

Das Duo Meyer und Wermuth tritt prononciert links auf. In einem Manifest mit dem Titel «Aufbruch» propagieren sie neben klassisch sozialdemokratischen Anliegen etwa das Schweizer Bürgerrecht durch Geburt im Land.

Sie fordern eine Wohnpolitik mit gesetzlichem Renditedeckel für Mieten, die steuerliche Entlastung von Löhnen und Renten bei stärkerer Besteuerung des Kapitals sowie einen landesweiten Mindeststeuersatz für Unternehmen.

Levrat sagt Adieu

Christian Levrat, der scheidende Praesident der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz, spricht am Parteitag in Basel am Samstag, 17. Oktober 2020. Mit Blick auf die steigenden Corona-Fallzahlen und zum Schutz der Gesundheit aller Beteiligten findet der Parteitag digital statt. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Levrat vor den zugeschalteten Genossen. Bild: keystone

Neben einer Hommage an den abtretenden Parteipräsidenten Christian Levrat hat SP-Bundesrat Alain Berset am Samstag am SP-Parteitag einen eindringlichen Appell für den Zusammenhalt in der Corona-Pandemie an die Genossinnen und Genossen gerichtet.

Es gebe keine Alternative zur rigorosen Einhaltung der Empfehlungen der Behörden, um einigermassen ungeschoren durch die Pandemie zu kommen, sagte der Gesundheitsminister in einer Videobotschaft. Ja, alle seien coronamüde, ja, Masken seien mühsam. «Aber was ist die Alternative?», fragte Berset.

Wenn man Vulnerable, Schwangere, Asthmatiker und Senioren wegsperre, dann wäre das «nicht mehr die Schweiz, für die wir uns engagieren.» Man dürfe das Virus nicht an Verletzliche delegieren. «Wir haben keine andere Wahl, wenn wir möglichst normal leben wollen, wenn wir eine faire Gesellschaft bleiben wollen.»

Die Zeit der Solidarität beginne erst, so Berset weiter. Die Schweiz befinde sich mitten in der grössten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg, die den Zusammenhalt im Land auf eine harte Probe stelle.

Bundesrat Alain Berset spricht ueber eine Videobotschaft am Parteitag der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz in Basel am Samstag, 17. Oktober 2020. Mit Blick auf die steigenden Corona-Fallzahlen und zum Schutz der Gesundheit aller Beteiligten findet der Parteitag digital statt. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: keystone

Der SP-Bundesrat zeigte sich jedoch überzeugt, das Virus habe die Menschen zwar physisch getrennt, aber gesellschaftlich zusammenwachsen lassen. «Wir sind keine Ansammlung von Individuen, wir sind kein reiner Wirtschaftsstandort. Wir sind füreinander da, wenn es nötig ist.»

Seinem Freiburger Weggefährten Levrat dankte Berset für ein «bemerkenswertes Engagement». Levrat hinterlasse eine solide und respektierte Partei. Im Gegensatz zu Schwesterparteien im Ausland sei die SP Schweiz immer noch die zweite Kraft im Land.

Levrat: «Danke für die Unterstützung und den unermüdlichen Einsatz»

Der abtretende Parteipräsident Christian Levrat hat sich bei seiner Partei für die Unterstützung und die Zusammenarbeit in den letzten zwölf Jahren bedankt. Er habe jeden Tag, jede Stunde, genossen, sagte er.

«Ich durfte jeden Morgen aufstehen, um an der Umsetzung unserer gemeinsamen Ideen zu arbeiten, das war ein Privileg», sagte Levrat am Samstag vor den Delegierten, die der Versammlung virtuell folgten.

Les candidats a la presidence du Parti Socialiste Suisse, PS, Mattea Meyer, gauche, et Cedric Wermuth, droite, posent pour le photographe lors de l'audition officielle des candidats pour le poste de president du PS Suisse ce jeudi 3 septembre 2020 a Lausanne. Lors du congres du parti a Bale le 17 octobre 2020, les delegue du PS Suisse eliront la succession du president sortant, Christian Levrat. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Mattea Meyer und Cédric Wermuth. Bild: keystone

«Das Wichtigste für mich ist es, all jenen zu danken, mit denen ich in all den Jahren zusammenarbeiten und den Weg teilen durfte», sagte er weiter. Er dankte insbesondere den Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten, den Fraktionsvorsitzenden sowie den Generalsekretären für die «Energie und den unermüdlichen Einsatz».

Besonders erfreut zeigte sich Levrat auch über die grosse Mobilisierungsfähigkeit und den Anstieg der Mitgliederzahlen der SP. Zudem rief er verschiedene Abstimmungssiege seiner Partei in Erinnerung: Das Nein zur den Rentenkürzungen, zur Unternehmenssteuerreform 3, den Gripen und das Nein zum Kinderabzug vor drei Wochen.

Der neuen Parteiführung wünschte er viel Erfolg. «Sie wollen die Verbindungen zu den sozialen Bewegungen verstärken und die interne Demokratie ausbauen. Sie haben Recht damit», sagte Levrat. Die Wahl des neuen Spitzenduos aus Nationalrätin Mattea Meyer (ZH) und Cédric Wermuth (AG) gilt als klare Sache.

(sda)

Franzohni Hemmige trifft auf Cédric Wermuth

Video: watson/nico franzoni, lino haltinner

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Von SP bis FDP wollen alle «Vereinbarkeit»

SBI-Instagram-Live-Debatte: Wermuth vs Reimann

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102Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • King Ricky Bobby 18.10.2020 10:57
    Highlight Highlight Mir kommen echt die Tränen...was für eine Emotionale Berg- und Talfahrt. Merci Beschtens.
  • Blitz 17.10.2020 21:41
    Highlight Highlight Es gab mal eine Zeit, da leitete eine Person eine Partei!! Diese Person gab alles! Heute, na ja, ein wenig von dem, ein wenig von diesem!! Einfach ohne zu grossen Aufwand/ Verantwortung, dabei sein! Wenn es nicht funktioniert, Rücktritt bekannt geben!!
  • mMn 17.10.2020 21:36
    Highlight Highlight Wut ist selten ein guter Partner... aber wenn sie wie versprochen nicht dabei bleiben, kann das ja nur besser werden. Levrat war eigentlich schon länger fällig. Ich wünsche den beiden gutes Gelingen!
  • foreva 17.10.2020 18:15
    Highlight Highlight Die SP eine Partei der "Arbeiter" und des "kleinen Mannes" jedoch hauptsächlich nur noch gewählt seitens Akademikern und Beamten welche ihre Interessen und Vorzüge zu schützen versuchen. Dazu haben sie nun einen CoPräsidenten welcher vorgibt für Frauen Anliegen zu kämpfen, das Präsidium aber doch nicht in alleinige Frauenhand geben konnte. Verlogenheit und Heuchlerei sind nur die Vornamen
    • FrancoL 17.10.2020 19:17
      Highlight Highlight Wer soll denn die Anliegen des kleinen Mannes vertreten, wenn nicht die SP? kannst Du mir da einige Beispiele angeben, wer denn dies tut?
    • FrancoL 17.10.2020 20:28
      Highlight Highlight Die Blitzer können natürlich auch sich äussern, wäre ja erwachsen die Blitze zu unterlegen.
    • Maracuja 17.10.2020 21:21
      Highlight Highlight @FrancoL: Wer soll denn die Anliegen des kleinen Mannes vertreten, wenn nicht die SP?

      Auf lokaler/kantonaler Ebene z.B. die AL. Von einer grossen linken Partei wie der SP erwarte ich, dass sie ihren Einfluss benutzt, um die drängendsten Probleme anzugehen und keine Energie in aktuell völlig aussichtslose Projekte wie ius solis steckt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • NAC72 17.10.2020 17:43
    Highlight Highlight Da wurde ein Lahmer für einmal gleich mit zwei Blinden ersetzt.
  • Hendricks Malz&Hopfen 17.10.2020 15:27
    Highlight Highlight Ius soli, wie es C.W. wünscht, ist komplett für die Tonne. Aber für ihn ist der Pass, wohl eben auch nicht viel mehr ein Stück Papier, das gewisse Sonderrechte innerhalb der Landesgrenzen verbrieft. Für denjenigen aber, der die Schweiz aufrichtig liebt und nicht nur auf persönliche Vorteile aus ist, für den ist der Pass vor allem eine eherne Verpflichtung gegenüber Volk und Vaterland, die Pflicht zur Gemeinschaft.

    Für das Parteipräsidium hätte ich mir vernünftigere Genossen gewünscht, solche die den alten Prinzipien treu sind und nicht solche Neolinken.
    • Vecchia 17.10.2020 16:39
      Highlight Highlight Soll man da jetzt lachen oder weinen...?

      Die Schweiz ist eine reine Willennation und so waaaahnsinnig ehern fühlen sich rechte Deutschschweizer anderen Schweizer(!) Landeskulturen und -regionen in der Regel nicht verpflichtet.
      Geburtsort "Schweiz" ist eine staatspolitische und geographische Angelegenheit, mehr nicht.
      Wer die Schweiz liebt, weiss dass sie seit eh und je multikulturell ist.
    • Hendricks Malz&Hopfen 17.10.2020 17:42
      Highlight Highlight @Vecchia: „.. fühlen sich rechte Deutschschweizer anderen Schweizer(!) Landeskulturen und -regionen in der Regel nicht verpflichtet.“

      Das kannst Du natürlich schon einfach so behaupten.

      Und was „multikulturell“ angeht.. die ansässigen Kulturen sind historisch hier (zusammen-)gewachsen und sind sich sehr ähnlich, was (Ge-)Bräuche und Wertekanon angeht. Das ist nicht, was ich multikulturell nennen würde, bei einer solchen Ähnlichkeit und selbem Kulturkreis. Schon klar, dass Du das anders siehst, denn so kannst Du jedem verkaufen, dass „Multikulti“ funktionieren würde.
    • FrancoL 17.10.2020 19:22
      Highlight Highlight Was sind eigentliche Noelinken? Ein Eigenbegriff von der kreiert?
      Denkst Du dass zB die SVPler und FDPler die das Land ausverkaufen es wirklich lieben und die Wähler dieser Parteien, die das zulassen lieben es wohl auch aus den Tiefen ihrer Herzen?
      Auch scheinen mir gerade rechte Kreise nicht besondern über die Sprachgräben hinweg die Liebe zu zelebrieren, sonst hätten wir in einer Bürgerlichen Schweiz ja zB keinen Röstigraben.

      Verlauf doch Du uns einige Beispiele die zeigen, dass Deine Ecke die Schweiz über die Sprachgrenzen hinweg liebt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Max Dick 17.10.2020 15:18
    Highlight Highlight Ein Doppelpräsidium macht dann Sinn, wenn sich die beiden auch etwas unterscheiden. Sei es bezüglich Art des Auftretens, Alter, Sprachregion, politischer Erfahrung, beruflicher Werdegang. Und auch Positionen/Lager innerhalb der Partei. Die zwei aber sind in all diesen belangen ziemlich gleich. Einzig das Geschlecht unterscheidet sie.
    • Korrektur 17.10.2020 15:53
      Highlight Highlight Macht trotzdem Sinn. Beide haben keine Lust, einen 100% Job zu machen.🤷🏾‍♂️
    • Max Dick 17.10.2020 20:27
      Highlight Highlight Aus Sicht der beiden persönlich vielleicht. Allerdings sollte - übernimmt man ein solches Amt - das Interesse der Partei schon im Vordergrund stehen. Wird interessant wie sie die grossen Brocken aufteilen. z.B. Elefantenrunden nach grossen Abstimmungen über Kernthemen. Wärs ein Deutschschweizer und ein Romand, wärs klar, aber bei zwei Agglozürchern...
    • Talken 18.10.2020 11:21
      Highlight Highlight @Korrektur: viele möchten nicht 100% arbeiten, können das aber wegen des zu tiefen Einkommens nicht. Dürfte bei diesem Paar nicht der Fall sein. Interessant ist nur, dass man die fehlenden Einnahmen dann von den 100%-Arbeitenden und wenn möglich Reichen abholen will. Jeder soll soviel resp. so wenig arbeiten wie er möchte, muss aber im Gegenzug mit dem was ins Portemonnaie fliesst zufrieden sein und nicht von den anderen noch mehr wollen.
  • kliby 17.10.2020 15:17
    Highlight Highlight Wenn die privilegiertesten Menschen vorgeben Wütend zu sein, wie wütend sind dann wohl jene ohne Macht und Privilegien im Politbetrieb?
    • FrancoL 17.10.2020 19:24
      Highlight Highlight ES steht jedem Bürger frei Politiker zu wählen, die ihrer Wut Rechnung tragen und somit die Summe der Wut zu minimieren.
    • Max Dick 17.10.2020 20:30
      Highlight Highlight Sehr richtig FrancoL. Darum ist Trump vor vier Jahren gewählt worden. Weil die Wut über irgendetwas dominierte, und nicht der rationelle Verstand.
    • FrancoL 17.10.2020 20:48
      Highlight Highlight Nein Max Dick nicht die wütigen Bürger haben gewählt, denn diese hätten mit 3 mio Mehrstimmen HC gewählt. Die USA dient nicht um den Willen der Bürger abzubilden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • jaähä 17.10.2020 15:05
    Highlight Highlight Absolut konsequente und richtige, weil ehrliche Wahl. Sollte man Vertreter des rechten sp flügels wählen, nur um mehr wirtschaftsliberal denkende Wähler anzusprechen? Die linie der sp und deren delegierten ist grösstenteils klar Links, dies unterstreicht man mit diesem Präsidium. Wem diese Linie nicht passt, der hat mit der glp die passende option. Mit Blick au die restliche europäische Sozialdemokratie, insbesondere auf die deutsche, finde ich es ein starkes Zeichen, dass man in der Schweiz an linken idealen festhält.
    • Rodney McKay 17.10.2020 19:30
      Highlight Highlight Linke Ideale ?

      Laut SP-Parteiprogramm wären dies :
      - Abschaffung der Armee
      - Überwindung des Kapitalismus
      - Sofortige EU-Beitrittsverhandlungen
      - Schrittweise Abschaffung von Privateigentum

      Wenn jemand dies wünscht, bitte, dann soll er (sie) die SP wählen. Ich tue es jedenfalls nicht.
      Mir ist die gemässigte Mitte lieber, aber sicher keine Polpartei.
  • Wullepulli 17.10.2020 14:39
    Highlight Highlight Wer sagt denn das Populismus ein Alleinstellungsmerkmal der Rechten ist. Et Voilà.
    • FrancoL 17.10.2020 19:25
      Highlight Highlight Und wo genau erspähst Du Populismus? Aber bitte nicht mit der Definition, dass wer nicht in der Mitte ist oder bürgerlich tickt ein Populist ist.
      Es gibt schon Merkmale des Populismus und die musst Du ja kennen, wenn Du so einen Post platzierst.
    • Korrektur 17.10.2020 21:29
      Highlight Highlight Franco
      Fragst du jetzt aber nicht etwa im Ernst, was an der Juso und an W populistisch ist,
      oder?

      🤔
    • FrancoL 17.10.2020 22:54
      Highlight Highlight @Korrektur; Wer heute noch Wermuth alleine an der JUSO festmacht hat den Wandel der Zeit verpasst.
      Aber Sie können gerne im Verhalten von Wermuth den populistischen Einsatz darlegen.
      Lavern Sie nicht sondern liefern Sie etwas was man besprechen könnte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • John Henry Eden 17.10.2020 14:20
    Highlight Highlight Grundsätzlich ist es gut, wenn die SP wieder an Profil zulegen will. Wenn das halt wieder linker sein soll, ist das auch okay.

    Das Problem der SP ist ihre anhaltende, verlogene Pseudovergötterung der Arbeit und des Arbeitslebens, obwohl sie beides gar nicht mehr kennt.

    Typische SPler studieren bis 30, arbeiten dann beim Staat und lassen sich mit 60 frühpensionieren. Also 30 Jahre Arbeit, ein Schoggileben.

    Ein typischer Arbeiter geht mit 15 in die Lehre und arbeitet dann bis 65 in der Privatwirtschaft. Somit 50 Jahre Schufterei, ein Arbeitsleben.



    • Platon 17.10.2020 17:38
      Highlight Highlight @John
      Ich wette mir dir, dass du keinen einzigen SPler persönlich kennst, sonst würdest du hier nich so einen plumpen Stuss zusammenschieben. Aber Hauptsache du hast es geschafft, nicht ein einziges Mal über Inhalte zu sprechen. Kannst du mir irgendeinen Vorstoss zeigen, der die angebliche Verlogenheit eines SPler aufzeigen soll? Angeblich bist du ja Spezialist, also viel Erfolg!

      https://www.parlament.ch/de/über-das-parlament/parlamentsportraet/stellung-der-bundesversammlung/bundesversammlung-und-bundesrat/parlamentarische-vorstoesse
    • FrancoL 17.10.2020 19:30
      Highlight Highlight Ich weiss nicht so recht, wieso man mit nur 30 Jahren Arbeit ein Rentenschoggileben haben sollte, auch wenn man beim Staat gearbeitet hat, trifft dies nicht zu. Und sorry wieso sollen den beim Staat eher nur Linke arbeiten.
      Ich habe täglich mit den Gemeinden zu tun und es wäre mir nicht aufgefallen, dass da 90% SPLer am Werk sind. Auf dem Land sind es eher NICHT SPLer und der Stadt eher SPLer.
  • Gzdt 17.10.2020 13:40
    Highlight Highlight Danke Herr Levrat für Ihre Dienste zum Wohle der Schweiz, der Menschen und Umwelt!
  • Barracuda 17.10.2020 12:41
    Highlight Highlight Ich bin zwar nicht SP-Wähler, da bei mir Polparteien nicht in die Tüte kommen. Trotzdem habe ich auch ein Interesse an einer halbwegs starken Linke als Ausgleich. Daher sehe ich das Experiment mit dem Doppelpräsidium mit gemischten Gefühlen. Insbesondere Wermuth ist rhetorisch top und dossiersicher. Aber leider ist er auch eine Spur zu ideologisch und extrem. Hätte lieber jemand vom Typ Badran/Jositsch gesehen, der auch parteiübergreifend Ansehen hat und Kompromisse finden kann.
    • FrancoL 17.10.2020 15:10
      Highlight Highlight Lassen Sie Wermuth noch etwas reifen und er wird eine gute sozialdemokratische Politik machen.
      Lustig ist dass Sie Badran und Jositsch nenne, wo doch gerade eine Badran nicht so weit weg ist von Wermuth und Jositsch Wohl mehr schon einer anderen Partei angehören könnte.
    • Barracuda 17.10.2020 15:18
      Highlight Highlight Badran nahe bei Wermuth? Definitiv nicht, du musst da was verwechseln.
    • FrancoL 17.10.2020 17:32
      Highlight Highlight Nein ich verwechsle nun wirklich niemanden, aber vermutlich kennst Du die beiden eben nicht besonders gut. Badran verfolgt ähnliche Ziele wie Wermuth nur mit leicht anderen Mitteln, aber im grossen Ganzen ist sie wohl klar näher an Wermuth als an Jositisch, aber sie verstehent es gut über 2-3 Ecken ihre linken Anliegen an den Mann/Frau zu bringen. Etwas was Wermuth noch lernen muss, heute wirkt er zu ideologisch.
      Es ist eben immer wichtig wie man Inhalte verpackt, aber der Inhalt bleibt häufig der gleiche.
      Aber Du kannst mir erläutern wo in wichtigen linken Themen die Unterschiede sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 17.10.2020 12:38
    Highlight Highlight Eigentlich sollte man schon ein wenig auf die hämischen Hasskommentare und Warnungen der nationalen Front hören, denn mit machtgierigen Berufspolitikern, lauten Taugenichtsen und auch dem Niedergang einer ganzen Partei kennen sich unsere Freunde vom rechten Rand sehr gut aus! 🤣

    PS: Danke Christian und viel Erfolg Mattea und Cédric!
    • Korrektur 17.10.2020 21:30
      Highlight Highlight Bist du Duzis mir denen ?
      🙈
    • Lowend 18.10.2020 02:06
      Highlight Highlight Ja.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 17.10.2020 12:35
    Highlight Highlight "SP wählt neue Parteispitze"
    So wie die SVP auch ihren Parteipräsiedenten "gewählt" hat...
    Schöne Wahl, wenn man genau eine Möglichkeit "wählen" kann.
    Ernennt oder beruft oder so was wäre wohl passender gewesen.
    • OrionOli 17.10.2020 14:17
      Highlight Highlight Stimmt nicht ganz, es gab eine Auswahl, wenn sie mit Martin Schwab auch von Anfang an keine Chance gegen Wehrmut/Meyer hatte. Und im Unterschied zur SVP hat sich die ernst zunehmende Konkurrenz (Reynard/Seiler-Graf) selber aus dem Rennen genommen. In der SP gibt es kein Pendant zur "Befehlsausgabe" aus Herrliberg.
    • Glaedr 17.10.2020 17:56
      Highlight Highlight @Orion
      Hat sich die ernst zunehmende Konkurrenz selber aus dem Rennen genommen.
      Sie sehen aber schon selber was sie schreiben?
      Läuft in jeder Partei genau gleich
      Man entscheidet in der Partei wer zur Wahl Antritt.
      Es gibt daher sehr wohl ein Pendant zur SVP
    • Astrogator 17.10.2020 22:58
      Highlight Highlight @OrionOli: "In der SP gibt es kein Pendant zur "Befehlsausgabe" aus Herrliberg."

      Ach, ist das so?

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bundesratswahl_1993
  • Maracuja 17.10.2020 12:34
    Highlight Highlight Danke Herr Levrat, Sie haben gute Arbeit geleistet und ich wünsche Ihnen weiterhin Erfolg. Ihr Vertrauen in die neue Parteileitung kann ich aber nicht teilen.
    • sowhat 17.10.2020 18:45
      Highlight Highlight @Maracuja. Ich schon. Er selbst ist auch im Amt gewachsen. Lass uns den beiden diese Chance auch geben.
  • K1aerer 17.10.2020 11:43
    Highlight Highlight Bitte liebe Genossen wählt die, dann wird die SP endgültig unwählbar. 😂🙈
    • DerRoteRächer # 17.10.2020 15:07
      Highlight Highlight Es gibt gar keine alternativen Kanditaten 😂
    • Juliet Bravo 17.10.2020 15:09
      Highlight Highlight Du würdest die SP ja auch nicht unter einem Jositsch wählen.
    • FrancoL 17.10.2020 15:14
      Highlight Highlight Ihre Voraussagen werden wie üblich Makulatur sein. Die SP darf für Leute wie Sie nicht wählbar sein und das ist auch gut so.
    Weitere Antworten anzeigen
  • GetReal 17.10.2020 11:15
    Highlight Highlight Ich freue mich auf diese Wahl, denn sie wird die SP schwächen :-) Alles richtig gemacht 🥳
    • FrancoL 17.10.2020 15:16
      Highlight Highlight Die SP wird immer Ihre wichtige Rolle spielen, was man wohl nicht von jedem Kommentierenden sagen kann.
    • chrissy_dieb 17.10.2020 15:26
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Astrogator 17.10.2020 10:01
    Highlight Highlight Die Spitze der Heuchelei von Wermuth, immer den Kämpfer für Feminismus und Frauenrechte raushängen lassen aber eine Frau als Präsidentin geht dann gar nicht, da muss plötzlich ein Doppelpräsidium her.
    Funicello zieht im Blick über die Operation Libero her, das seien "weisse Studis die mal viel Geld verdienen" und deshalb keine Linken Anliegen vertreten können. Sagt sie als weisse Studentin, die mit 16 Mitglied der Geschäftsleitung der SP ist und in den Stadtrat und mit 18 in den Nationalrat gewählt wurde und seither ein 6-stelliges Jahreseinkommen hat. Die spüren sich gar nicht mehr..
    • DerRoteRächer # 17.10.2020 10:30
      Highlight Highlight Die SP in a Nutshell 😂
    • snowflake_ 17.10.2020 12:28
      Highlight Highlight Etwas übertrieben, Funiciello wurde nicht mit 18 sondern mit 29 in den NR gewählt. Aber sonst kann man das schon so sehen. V.a. wie die Wahl von Funiciello zustande kam: Im Kanton BE wurden alle Männer auf eine B-Liste versetzt. So wurde der beliebte Sachpolitiker Wüthrich aufgrund fehlender Listenstimmen (und nicht aufgrund fehlender persönlicher Stimmen) abgewählt zugunsten Funiciellos. Dank dem Einsatz von Wüthrich gibt es jetzt den Vaterschaftsurlaub. Ob von Frau Funiciello auch mal mehrheitsfähige Lösungen kommen?
    • Astrogator 17.10.2020 12:36
      Highlight Highlight @snowflake: Du hast Recht was das Alter angeht, ich habe sie versehentlich 10 Jahre jünger gemacht.

      "Ob von Frau Funiciello auch mal mehrheitsfähige Lösungen kommen?"
      Meine Meinung dazu, der linke Flügel wird zukünftig eher Grün wählen, der rechte Flügel tendiert zu GLP.
      Wer der Meinung ist, dass der Genderstern, Namen von Süssigkeiten und Polizeigewalt in den USA die nächsten 10 Jahre unsere Top Prioritäten sind wird mit der SP unter neuer Führung glücklich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 17.10.2020 09:37
    Highlight Highlight Für einmal hätte ich gegen ein "Ostblock-Wahlresultat" nichts auszusetzen!
    Denn es werden ja ZWEI (Teilzeit-)ParteipräsidentIn gewählt, was laut Lehrbuch von Engels These, Anti-These und somit Synthese beinhaltet, schön ausgewogen und symbiotisch vereint.
    Ein Zukunftsmodell nicht nur für die SP, sondern für die Politik insgesamt!
    Mehr von ZWIE Seiten her denken, handeln und Lösungen suchen und finden!
    Von links und von rechts, von vorne und von hinten, von oben und von unten.
    Undazwischen immer wieder in der extremen Mitte des Bauchnabels zentrieren und tief ein- und wieder ausatmen. Ommmmm!
    • Vecchia 17.10.2020 11:19
      Highlight Highlight Bin zwar nicht SP-Mitglied, aber die Beiden haben bei mir bisher einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Vorallem haben beide eine angenehme und intelligente Art zu sprechen, was das Zuhören interessant macht.
      Und ich als Boomer finde die längst nicht so extrem, wie von der Gegnerseite gerne suggeriert wird.
    • Hades69 17.10.2020 12:13
      Highlight Highlight Ich als Vertreter der Einheit, eins sein, lehne alles duale grundsätzlich ab. Alles was nicht zwei ist, entstammt dem Absoluten und im Verhältnis zum Relativen eine Illusion.
  • Smeyers 17.10.2020 08:25
    Highlight Highlight Perfekte Wahl! Zwei Berufspolitiker die wissen wie man die eigene Klientel bei Laune hält und die Medien dazu bringt darüber zu berichten.
    • Glaedr 17.10.2020 11:38
      Highlight Highlight @Nate
      Hier gehen wohl die Meinungen auseinander.
      Die einen wollen Berufspolitiker die nur die Politik kennen und die anderen wollen Milizpolitiker die auch das leben ausserhalb der Politik kennen.
      Ihr Beispiel mit der befangenheit und Lobby ist nicht angebracht weil es da keinen unterschied zwischen Berufspolitiker und Milizpolitiker gibt.
      Berufspolitiker die sich voll für ihr Amt engagieren.
      Das sieht man z.b bei der Juso, die engagieren oder provozieren wirklich die ganze Zeit, da sind mir halt Leute die auch mal gearbeitet haben einfach lieber
    • 7immi 17.10.2020 12:29
      Highlight Highlight @smeyers
      Medienpräsenz und die eigenen Leute zu unterhalten ist sicher praktisch, ein kleines Detail hast du aber vergessen: Die Wähler müssen die SP wählen, damit sie weiter mitmischen kann. Und ob sie das schaffen ist noch offen. Ob dafür Medienpräsenz reicht ist fraglich.
    • Maracuja 17.10.2020 12:30
      Highlight Highlight @Smeyers

      Politmarketing und Eigenvermarktung verstehen die Beiden bestens, sonst hätten sie es ja nicht in jungen Jahren schon zu einem Sitz im Nationalrat gebracht. Ob es ihnen aber im schweizerischen System gelingt, Allianzen zu schmieden und für berechtigte Anliegen Mehrheiten zu finden? Ich hab da meine Zweifel. Gehe aber anhand ihrer sonstigen Kommentare davon aus, dass es ihnen durchaus Recht ist, wenn die Beiden scheitern.
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Kommentar

Das Ende der Berner Sportwelt wie wir sie kannten

Die Berner Kantonsregierung verbietet bis auf Weiteres Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen. Es ist das Ende des Berner Sportes mit den SCL Tigers, dem SC Bern, Biel und YB. Dieser Alleingang der Berner lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Eine Regierung dreht durch.

Zuerst einmal ein paar Reaktionen auf den Alleingang der Berner. Hockey-Ligadirektor Denis Vaucher ist fassungslos. «Wir haben alle Schutzkonzepte umgesetzt und es hat bei den Spielen nicht das kleinste Problem gegeben. Weil die Berner Regierung den Ausbau des Contact-Tracing verschlafen hat, gibt es nun diese Regelung.»

Wie es weiter geht, wird erst im Laufe des Montags bekannt. Die Klubs brauchen Zeit, um zu entscheiden, wie sie mit diesem Verbot von Fussball und vor allem von Hockey auf Berner …

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