Gesellschaft & Politik
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BILD-SERIE WAHLEN 2019: ZU DEN PARTEI-GIVEAWAYS DER GPS STELLEN WIR IHNEN HEUTE FOLGENDE BILDER ZUR VERFUEGUNG --- [Staged Picture] A person with a pin of the Green Party of Switzerland on the jean jacket , in Zurich, Switzerland, on August 9, 2019. (Keystone/Christian Beutler)..[Gestellt Aufnahme] Eine Person mit einem Pin Gruenen Partei der Schweiz (GPS) auf der Jeansjacke, am 9. August 2019 in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Button an der Jeans-Jacke eines Mitglieds der Grünen. Bild: KEYSTONE

Jetzt ist es amtlich: Der Aufschwung der Grünen ging auf Kosten der SP

Die eidgenössischen Wahlen im vergangenen Herbst gingen als «Klima-Wahl» in die Geschichte ein. Grüne und Grünliberale waren die grossen Gewinner. Nun zeigt eine Studie, wer damals welche Partei wählte und weshalb.



Der Wahlsieg der Grünen bei den eidgenössischen Wahlen im vergangenen Herbst ging auf Kosten der SP. Die Sozialdemokraten verloren fast einen Viertel ihrer einstigen Wählerschaft an die Grünen. Die Verluste der SVP sind auf eine schlechte Mobilisierung zurückzuführen. Dies zeigt eine am Freitag präsentierte Studie aus dem Wahlforschungsprojekt Selects, das vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördert und vom Schweizer Kompetenzzentrum Sozialwissenschaften Fors in Lausanne durchgeführt wurde.

Sieger und Verlierer

Die eidgenössischen Wahlen 2019 gingen als «Klima- und Frauenwahl» in die Geschichte ein. Die Grünen (+6,46 Prozentpunkte) und die Grünliberalen (+3,17 Prozentpunkte) waren die grossen Wahlgewinnerinnen, während die vier Bundesratsparteien SVP (-3,8 Prozentpunkte), SP (-2 Prozentpunkte), FDP (-1,29 Prozentpunkte) und CVP (-0,27 Prozentpunkte) an Wählerstärke einbüssten.

Viele Wechselwähler

Die Wahlstudie Selects 2019 erklärt diese Entwicklungen und zeigt auf, wer welche Partei wählte und aus welchen Gründen. Die «grüne Welle» lässt sich demnach mit der verbreiteten Sorge um das Klima insbesondere bei der jungen Wählerschaft erklären. Die Kernthemen Klima und Umwelt etablierten sich während des Wahlkampfs als wichtigstes politisches Problem für die Wählerschaft.

Insgesamt konnten Grüne und GLP ihre Wählerbasis aber nicht ungewöhnlich stark mobilisieren. 44 Prozent jener, die 2015 grün gewählt hatten, nahmen gemäss der Studie 2019 nämlich nicht mehr an den Wahlen teil.

Die zusätzlichen Stimmen für die Grünen kamen vor allem von ehemaligen SP-Wählerinnen und -Wählern. Die Sozialdemokraten konnten laut einer Studie ihre Parteibasis zwar gut mobilisieren, verloren aber fast einen Viertel ihrer ehemaligen Wählerschaft an die Grünen. Oder anders ausgedrückt: Rund ein Drittel der Wählerschaft der Grünen von 2019 hatte 2015 die Stimme noch der SP gegeben.

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GLP mit Stimmen von links und rechts

Im Zuge der Klimadebatte stieg auch die GLP in der Wählergunst, obwohl ihr die Wählerinnen und Wähler laut der Studie in der Umweltthematik deutlich weniger Engagement und Kompetenz zusprechen als den Grünen. Die GLP legte insbesondere bei den unter 35-Jährigen stark zu und überzeugte viele ehemalige SP- und FDP-Wählende zum Wechsel.

Allerdings hat die GLP laut den Politikwissenschaftlern nach wie vor eine wenig gefestigte Stammwählerschaft. Sie konnte nur knapp zwei Drittel ihrer Wähler von 2015 halten. Weniger als die Hälfte jener, die im Frühsommer eine GLP-Wahl beabsichtigten, legten im Herbst tatsächlich GLP ein.

SVP verliert kaum Stimmen an andere Parteien

Am meisten Mühe, ihre Anhängerschaft zum Urnengang zu bewegen, hatte die SVP, wie die Forscher analysierten. Erstmals ging weniger als die Hälfte der SVP-Anhängerschaft an die Urnen. Die Partei litt darunter, dass ihre Kernthemen Migration und Asyl bei den Wahlen 2019 praktisch aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwanden.

Die SVP verfügt aber insgesamt über die stabilste Wählerbasis. 85 Prozent jener, die 2015 der SVP die Stimme gaben und 2019 an die Urnen gingen, wählten wiederum SVP. Die Partei verlor also wenig Wählende an andere Parteien.

ARCHIVBILD ZUM RUECKTRITT DER PARTEILEITUNG DER SVP ZUERICH NACH DER WAHLSCHLAPPE, AM FREITAG, 29. MAERZ 2019 - Jass cards as giveaways of the Swiss People's Party (SVP) of Switzerland, on the occasion of the federal parliamentary elections 2015, in Zurich, Switzerland, on July 13, 2015. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Jasskarten als Werbeartikel der Schweizerischen Volkspartei (SVP) anlaesslich der Eidgenoessischen Parlamentswahlen 2015, am 13. Juli 2015, in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Die SVP kann mit treuer Gefolgschaft auftrumpfen. Bild: KEYSTONE

CVP mit treuer Wählerschaft

Die FDP hatte ebenfalls mit Mobilisierungsproblemen zu kämpfen. Sie büsste vor allem bei den Frauen an Wählergunst ein. Im Gegensatz dazu gelang es der CVP von allen Parteien am besten, ihre Anhängerschaft zu mobilisieren, wie die Selects-Studie zeigt.

Dank der Loyalität ihrer Stammwählerschaft konnte die CVP ihren Wähleranteil einigermassen halten. Für Erst- und Wechselwähler war die CVP hingegen wenig attraktiv.

Frauen wählen öfter Frauen

Die Studie untersuchte auch die Gründe für die «Frauenwahl». Die Frauen gewannen im Nationalrat zwanzig Sitze hinzu, der bisherige Frauenanteil von 32 Prozent stiegt auf 42 Prozent. Auch hier spielt laut den Politikwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern nicht die Mobilisierung die Hauptrolle. «Die parteiübergreifende Mobilisierung der Frauen gelang nur teilweise», heisst es in der Studie.

2019 wurde trotzdem zum Jahr der Frauenwahl, weil die Bereitschaft Frauen anstatt Männer zu wählen im Vergleich zu 2015 deutlich zunahm. Insbesondere Frauen waren stärker gewillt, Kandidatinnen zu wählen: Vier von fünf Frauen, jedoch nur gut die Hälfte der Männer, sagten aus, dass sie bei gleicher Kompetenz eine Kandidatin einem Kandidaten vorziehen würden. (ram/sda)

Breite Datenbasis

Die Schweizer Wahlstudie Selects untersucht seit 1995 die Wahlteilnahme und das Wahlverhalten bei eidgenössischen Wahlen. Die Aussagen basieren auf verschiedenen Daten. Berücksichtigt wurde eine Nachwahlbefragung von 6664 Wahlberechtigten sowie eine dreimalige Befragung derselben Personen vor und nach den Wahlen mit zwischen 5000 und 8000 Wahlberechtigten pro Befragung.

Auch Aussagen von 2158 Kandidierenden für den National- und Ständerat wurden in der Analyse berücksichtigt. Schliesslich wurden 87 traditionelle Medien sowie die Auftritte der Kandidierenden und Parteien in den sozialen Medien inhaltlich analysiert.

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69
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69Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Calvin Whatison 04.07.2020 15:46
    Highlight Highlight Macht ja nichts. Beide Parteien sind nichts wert.
  • S. L. 04.07.2020 09:54
    Highlight Highlight Es ist schnurz egal welche Partei regiert, es geht nur noch um Geld, nicht um das Witerkommen als Gesellschaft. Wir hätten die Möglichkeit uns mal auszudenken wie wir wirklich leben wollen, statdessen gibts nur ein weiterso mit bisschen extra
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 04.07.2020 09:16
    Highlight Highlight Es scheint mir viele Gelegenheitswähler zu geben. Ich dachte immer, man ist Wähler oder Nichtwähler und dies sei ziemlich konstant.
  • Teajane 04.07.2020 00:44
    Highlight Highlight Was ist denn hier mit den Kommentaren los? Da wurde scheinbar die Propaganda Maschine angeworfen. Jeder Kommentar schön gestaltet, immer ein Körnchen Wahrheit dabei damit man ein wenig zum Nicken verleiten kann, gesamthaft Betrachtet dann einfach doch nur Bullshit. Herzchen und Blitze auch fleissig gedrückt. Doch doch, richtig professionell aufgezogen...🤔... Also Achtung, lasst Euch nicht an der Nase rumführen!
    • Teajane 04.07.2020 15:29
      Highlight Highlight Ich atme auf. Die Verteilung der Meinungen hat sich mittlerweile wieder normalisiert. Phua, hatte es schon fast mit der Angst gekriegt. Obiger Kommentar trifft also nicht mehr zu und hat die Blitze verdient. Geb mir selbst auch noch gleich einen 😄
  • Dieter123 03.07.2020 22:50
    Highlight Highlight Ok, das nàchste Mal sind es auch noch andere Parteien, die nur labbern.
  • Barracuda 03.07.2020 19:49
    Highlight Highlight Die SVP verliert die Wähler nicht an andere Parteien, korrekt. Jedoch hat die ultrakonservative SVP ein massives Problem mit der Altersstruktur. Die SVP verliert die Wähler durch den Sensemann, ohne dass diese auch nur ansatzweise durch junge Wähler ersetzt werden können.
  • Barracuda 03.07.2020 19:43
    Highlight Highlight Ihr verschweigt, dass im Jahr des grossen Frauenstreiks die Frauen den genau gleich schwachen Wähleranteil hatten wie vor 4 Jahren. Das ist einfach nur peinlich. Anklagen aber nicht wählen gehen?! 🤔
  • Froggr 03.07.2020 17:07
    Highlight Highlight Hö, hat mal jemand etwas anderes behauptet? Oder hat man gedacht die CVP, FDP oder SVP Wähler würden zu den Grünen wechseln? Nenene
  • Rosskastanie 03.07.2020 14:31
    Highlight Highlight Ich wähle das Nichtwählen: Von links und rechts, mir fehlt überall der wirkliche Wille zur Veränderung und die Absicht, endlich das Tor in die Zukunft aufzustossen. Ehrlich, was genau die Classe Politique die letzten Jahre wirklich zum Guten verändert? Ausser mehr Gesetzen und Abgaben fällt mir da nichts ein. Und wenn, dann so faule Kompromisse wie neulich die halbherzige Co2-Abgabe. Und mein Leben wurde jetzt nicht "dramatisch" verbessert von diesen Volksvertreterinnen und -vertreter. Hat im Lockdown irgendjemand diese Sippe vermisst? Eben, die werden völlig überschätzt!
    • Shisha 03.07.2020 16:18
      Highlight Highlight Man muss ja keine Liste wählen, sondern kann auch auf Smartvote die Übereinstimmung auswerten und dann einzelne Personen wählen. Aber ja, für mich gibt es auch keinen Politiker, geschweige denn eine Partei, die mich voll repräsentiert.
    • Dieter123 03.07.2020 22:53
      Highlight Highlight @Shisha, falls man keine eigene Partei hat ( wie zB: Blocher) ist man nie voll repräsentiert und muss zweite Wahl wählen.
  • Faktenchecker 03.07.2020 14:18
    Highlight Highlight Habe ich immer gesagt. Also keine Spur von Linksruck. So blöd wären die Schweizer nämlich nicht.
    Nur Schade sind die bürgerlichen Wähler zum Teil zu Hause geblieben. Das war natürlich sehr ungeschickt.
  • Stambuoch 03.07.2020 13:38
    Highlight Highlight Doch kein Linksruck.
    Was wurde ich blöd angemacht, als ich geschrieben habe, dass diese Wahlen kein Linksruck waren, sondern sich die Wähler innerhalb ihrem Lager verschoben hätten.
    Anscheinend habe ich doch recht behalten...

    Interessant darum auch dann die Bundesratsfrage: Im Grunde genommen hiesse das, dass wenn jemand der grünen Partei GPS einen Sitz abgibt, es die SP wohl am ehesten treffen würde. Levrat weiss schon, weswegen er nicht dem grünen Angriff gefolgt ist.
    • Ohniznachtisbett 03.07.2020 14:19
      Highlight Highlight Ging mir gleich.
    • Liselote Meier 03.07.2020 15:40
      Highlight Highlight Natürlich hat es einen Linksruck gegeben. SP -4 Sitze, PdA 1 Sitz verteidigt, Sol 1 neuer Sitz, Grüne +17 Sitze im Nationalrat.

      Das Linke Lager hat im Nationalrat 11 Sitze gewonnen.
    • Stambuoch 03.07.2020 15:56
      Highlight Highlight Haben Sie wirklich den Artikel richtig gelesen?
      Sitzgewinne wiederspiegeln in der Schweiz selten 1:1 die tatsächlichen Verschiebungen der Wähler.
      Aus dem Artiel geht klipp und klar hervor, dass die Grünen die Stimmen von der SP abzogen.
      Weder Grüne, SP noch PdA konnten Stimmen aus dem anderen Block dazugewinnen.
      Aber das bräuchte es für einen "richtigen Linksruck".
      "Der Wahlsieg der Grünen bei den eidgenössischen Wahlen im vergangenen Herbst ging auf Kosten der SP. Die Sozialdemokraten verloren fast einen Viertel ihrer einstigen Wählerschaft an die Grünen."
      Soweit wissenschaftl. Faktenlage.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 3klang 03.07.2020 13:28
    Highlight Highlight Dann ist ja klar, welche Partei (SP) den Grünen einen Bundesratssitz abtreten sollte.
    Das würde zumindest den vielbesagten Volkswillen wiederspiegeln...
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 04.07.2020 09:23
      Highlight Highlight Ist doch egal? Die beiden Parteien sind sich eh zu 99% einig.
    • ands 04.07.2020 10:02
      Highlight Highlight Kann man so sehen. Dann müsste man aber darüber diskutieren, ob die SP einen Sitz der FDP erhalten sollte. Es spielt nämlich nicht nur eine Rolle, wieviele Wähler die Partei wechseln, sondern auch, wieviele tatsächlich wählen gehen!
  • Shisha 03.07.2020 13:24
    Highlight Highlight Nicht wirklich überraschend: SP und Grüne sind inhaltlich deckungsgleich. Hingegen hat die GLP eine in der Politlandschaft neue Positionierung gefunden. Für die GLP sehe ich die grösste Gefahr in einem weiteren grünen Schwenker der FDP, sodass deren Unterschiede verwässert werden. Dass die völlig verfehlte Kampagne der SVP nicht zu mobilisieren vermochte ist nicht überraschend. Ebenfalls nicht überraschend - aber vergleichsweise interessant - finde ich, dass die CVP ihre Stärke wirklich aus einer konsequenten Stammwählerschaft zieht - das sollte beim möglichen Rebranding berücksichtigt werden.
    • Lightwood 03.07.2020 13:34
      Highlight Highlight Hm, weiss nicht so recht, was ich von der GLP halten soll. FDP mit bitzeli grünem Anstrich. Kaum kratzt man aber an der Oberfläche, blättert der grüne Lack ab. In etwa so nehme ich die GLP wahr - ohne jetzt ein Politologe oder dergleichen zu sein.
    • Shisha 03.07.2020 13:53
      Highlight Highlight @Lightwood: Wirtschaftsliberal und Umweltschutz beisst sich halt grundsätzlich. Mit der tendenziell höheren Gewichtung des Umweltschutzes in dieser Abwägungsfrage und der konsequenten Umsetzung von Umweltschutzmassnahmen durch Anreize statt Verbote, kann m.E. aber trotzdem eine eigene, differenzierte Positionierung gefunden werden.
    • Lightwood 03.07.2020 14:10
      Highlight Highlight Shisha, danke für den Hinweis. Dann weiss ich jetzt zumindest, woran ich die GLP messen kann: Umweltschutz durch Anreize.

      Wobei die Grünen ja nicht das Credo „Umweltschutz durch Verbote“ haben, sie greifen einfach jeweils das aus ihrer Sicht geeignetere Mittel auf. Ob es dann wirklich die beste Lösung ist, sei mal dahingestellt.

      Hoffen wir, dass es in der Praxis nicht meistens dazu führt, dass sie allfällige Verbote nur verhindern, sondern sich gleichzeitig für anreizbasierte Modelle einsetzen mit ähnlichen Wirkungen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tschowanni 03.07.2020 12:32
    Highlight Highlight Die SP war mal DIE Partei schlechthin für das Volk. Wir haben der SP enorm viel zu verdanke, alleine schon betreffend Arbeitsgesetz. Die letzten Jahre aber hat sich die SP immer mehr vom Volk entfernt, Politik gemacht für alle anderen, nur nicht für das eigene Volk. Sie lässt den Mittelstand im Regen stehen und die Unterschicht ist auch nur noch sporadisch Thema. Ich wünsche mir eine SP wie sie früher einmal war, mit klaren Zielen die für uns alle sind. Es braucht wieder eine stärkere linke, die Bürgerlichen waren lange genug an der Überzahl
    • Nunja 03.07.2020 14:09
      Highlight Highlight Das ist einfach nachgeschwatzt. Wie wir in der Corona Zeit gesehen haben war die SP wieder die einzige Partei, welche sich für KMU, Arbeitnehmer und Mieter eingesetzt hat. Welche SP von welchem früher denn? Die, welche sich konsequent für die Abschaffung des Kapitalismus eingesetzt hat oder die weichgespülte der 1960er - 90 er Jahre?
    • Emil Eugster 03.07.2020 16:07
      Highlight Highlight "Die letzten Jahre aber hat sich die SP immer mehr vom Volk entfernt, Politik gemacht für alle anderen, nur nicht für das eigene Volk. "
      Das ist ein zu eins reine SVP Propaganda, die sie hier aufsagen. Natürlich haben die das mit ihrer millionenschweren Propagandamaschinerie seit langem verbreitet.
      Werden sie einmal konkret und zeigen anhand von realen Vörstössen oder Initiativen wo ihr oben zitierter Satz zutreffen soll.
  • THEOne 03.07.2020 12:21
    Highlight Highlight und der ökohype ist wie erwartet genau so schnell verschwunden wie er kam.

    hab letztes mal sowieso gewählt, nicht zu wählen. die rechten sie unwählbar, die mitte weiss nicht was sie will und die sp und grünen kann man mehrheitlich nicht ernstnehmen
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 04.07.2020 09:29
      Highlight Highlight @THEOne Und da hast du keine Präferenz? Meine Politik wird auch von keiner Partei vertreten und doch gehe ich wählen, da ich bessere und weniger gute Parteien sehe. So kann man die Richtung mitbestimmen.
    • ususfact 04.07.2020 09:47
      Highlight Highlight Ich folge sicher keiner Parteidoktrin sondern setze meinen eigenen Verstand ein, einmal mehr links, einmal mehr rechts, je nachdem. Jede Partei hat gute und schlechte Tendenzen. Alle gegen einen ist ebenfalls verdächtig.
  • SchrödingersKatze 03.07.2020 12:05
    Highlight Highlight In der Schweiz fehlt nach wie vor eine linksliberale Partei. Die jetzigen Parteien sind mir entweder zu weit rechts oder aber zu weit links.
    • Nunja 03.07.2020 14:15
      Highlight Highlight Die SP ist mir im Moment noch zu stark linksliberal. Ich möchte, wie die JUSO, dass die SP wieder zu ihren Wurzeln zurückfindet: Klar gewerkschaftlich, für die Abschaffung des Kapitalismus und natürlich für den ökologischen Umbau. Gegen Rassismus und Sexismus gehört natürlich wie bei den linksliberalen auch dazu. Ist halt so, dass die ganze politische Diskussion sich dank SVP stark nach rechts verschoben hat. Erfrischend, wie die Klassenkampfdiskussion in den USA wieder stark im Aufwind ist. Wie der Neoliberalismus wird auch die neue Linke wieder aus den USA zur Mode gemacht werden.
    • Quo Vadis 03.07.2020 15:33
      Highlight Highlight "Ist halt so, dass die ganze politische Diskussion sich dank SVP stark nach rechts verschoben hat."

      ..und auf welchem Planeten soll das stattgefunden haben? Also hier auf der Erde ist klar das Gegenteil der Fall, seit den 68ern wird der Sprachgebrauch, Bildung und Medien (mit wenigen Ausnahmen) durch die Linke kontrolliert.
    • Nutshell 04.07.2020 01:41
      Highlight Highlight Nunja: PdA?
  • Blues 03.07.2020 12:00
    Highlight Highlight Ich bin SP Wähler und wähle immer SP wie die SVP Wähler. Ich will die Soziale Seite stärken, da die mir am nächsten steht. Ich will mich nicht "verzetelln" mit anderen Parteien.

    Für mich steht die SP, für Sozial, Grün auch Liberal, Lohngleichheit, Frauenförderung, nicht Fremdenfeindlich, auch für das Gewerbe (wichtig). Es ist die Partei, die für mich, immer für das einsteht was im Grossen und Ganzen für mich stimmt.

    Keine, gar keine Partei kann für sich reklamieren, dass sie alles richtig machen, deshalb zählt für mich ihre Gesamteinstellung zur Schweiz und zum Bürger.
    • Hype 03.07.2020 14:20
      Highlight Highlight An Blues
      Dann müsstes Du SVP wählen.
      Die SP hat uns längst verraten. Sie macht das Gegenteil was sie vorgibt. Schau mal jetzt wieder mit den Wahlen für den Parteivorsitz. Keine Frau.
      Sie wollen keine Begrenzung was uns Arbeitnehmer stark unter Druck bringt. Und die alten werden Entlassen. Das ist unsere SP.
      Ich habe klar gewechselt, zu denen die halten was Sie sagen. Auch wenn es manchen halt nicht passt.
    • ein bekiffter Holländer 03.07.2020 14:21
      Highlight Highlight Man könnte aber auch mit der Zeit gehen. Heute steht doch die SP in erster Linie für Klientenpolitik, Filz und abgehobenem Internationalismus.
      Nichts für einfache Leute.
    • Emil Eugster 03.07.2020 16:14
      Highlight Highlight @Hype
      wo informieren sie sich über die Standpunkte der einzelnen Parteien?
      Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie sie werder das tasächliche Abstimmungsverhalten der einzelen Parlamentarier in den Parlamenten ansehen, die deren wahren Standpunkte aufzeigen, noch die jeweiligen Informationen bei den jeweiligen Parteien, am Ursprung holen, sondern bloss dem Hörensagen glauben, dass ihnen am TV oder am Stammtisch dargeboten wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ig nid är 03.07.2020 11:50
    Highlight Highlight Bei der SP stört mich vorallem das die Arbeiter nicht mehr wirklich vertreten sind. Mit den Präsi Kandidaten kann ich rein gar nichts anfangen, haben die schon jemals "gekrampft"?
    Auch die Ausländerthematik, es gibt viele Büetzer die sich bedroht fühlen durch ausländische Arveitskräfte. Aber das wird einfach sofort in die Rassismusschunlade geschoben. So ist die SP der grösste Wahlhelfer der SVP...
    • Nunja 03.07.2020 14:20
      Highlight Highlight Die einzige "Arbeiterpartei" sind und waren die Schweizer Demokraten. Dort findet man noch LKW Fahrer auf den Wahllisten. Politik ist seit Jahrzehnten professionalisiert und ein Job, der u.a. mit juristische Kenntnissen besser gemacht werden kann. Die SP macht aber mit den Gewerkschaften und Mieterverbänden die Politik zu Gunsten der Arbeiter (die dann zT die Millionäre der SVP wählen)
      Der Rassismus wird von der Rechten benutzt um den Klassenkampf zu übertünchen. Ist immer toll, statt auf die Ausbeutung auf einen Ausländer zeigen zu können.
    • Hype 03.07.2020 14:25
      Highlight Highlight Ig dir nit
      Das hast Du richtig erkannt.
      200%
      Die SP hat uns Büzer verraten.
      Alte werden Entlassen. Nicht wegen der Wirtschaft sondern weil wir keine Begrenzung haben.
      SP hat nur noch Theoretiker die erst noch den Kommunismus wollen.
      Wenn man für Arbeiter und die Schweiz ist, dann kann man nur noch SVP wählen.
    • Emil Eugster 03.07.2020 16:17
      Highlight Highlight "Alte werden Entlassen. Nicht wegen der Wirtschaft sondern weil wir keine Begrenzung haben."
      Aber gemäss SVP sind doch Linke keine Arbeitgeber. Da müssen sie die entlassungen schon den Arbeitgebern anlasten.
      Übrigens: Wer genau war und ist gegen flankierende Massnahmen die den Arbeitnehmerschutz hochhalten? Das sind doch SVP und FDP und Grünliberale.
  • Randen 03.07.2020 11:38
    Highlight Highlight Meine Stimme gebe ich grün nicht mehr. Zu viel Esoterik drin. Die GLP ist mit zu rechts und den rest kann man so oder so vergessen. Keine Ahnung was ich beim nächsten mal wählen werde...
    • Auric 03.07.2020 13:38
      Highlight Highlight Tipp SVP wenn du keine Spinner wählen willst
    • Randen 03.07.2020 14:28
      Highlight Highlight SVP Liste kommt gleich als erstes ungefiltert in den Mülleimer.
    • ein bekiffter Holländer 03.07.2020 14:32
      Highlight Highlight Bei mir die SPGrünen. Altpapier.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Waldorf 03.07.2020 11:35
    Highlight Highlight Schon sehr bedenklich, dass die SVP keine Wähler verliert. Und nachdem ja jetzt medial nicht mehr auf den Klimaschutz fokussiert wird, werden dann wohl einige Leute das Gefühl haben, es sei nicht mehr so dringend. Hoffen wir das Beste...
    • ein bekiffter Holländer 03.07.2020 13:54
      Highlight Highlight Die Hoffnung stirbt zuletzt. 😊
  • jules_rules 03.07.2020 11:29
    Highlight Highlight Ich schwankte bisher immer zwischen SP und Grünen. Meine Stimme hat die SP aber definitiv an dem Tag verloren, als Lauber zur Wiederwahl empfohlen wurde. Ich werde evtl noch einzelne Personen wählen, die gemäss smartvote meine Ansichten vertreten, aber die Liste kriegen sie von mir in nächster Zeit nicht mehr.
    • ein bekiffter Holländer 03.07.2020 12:30
      Highlight Highlight Beide zu links.
      Gehen Sie besser zurGLP. Selbst wenn diese auch EU Turbos sind.
  • GetReal 03.07.2020 10:52
    Highlight Highlight Wenn die SP weiter polarisiert und sich in ihrer Verzweiflung immer mehr den JuSo annähert, wird sie den Rest des Wähleranteils sicher auch noch verlieren.
    • De-Saint-Ex 03.07.2020 12:32
      Highlight Highlight Genau das Gegenteil ist der Fall. Die SP ist heute näher dran an der FDP als an der SP von vor 25 Jahren. Wenn sie sich nicht ENDLICH eines besseren besinnt, wird es ihr gleich ergehen wir der SPD.
    • GetReal 03.07.2020 13:18
      Highlight Highlight Es wäre zumindest ein sehr interessantes, politisches Phänomen, wenn in einer Demokratie plötzlich nur noch dogmatische, extreme Positionen gewählt würden 😁
    • Yamamoto /// FCK NZS 03.07.2020 13:36
      Highlight Highlight Ich sehe es wie De-Saint-Ex. Ich habe sie nicht mehr gewählt wegen dem Debakel um Lauber und weil zumindest Teile der SP nicht mehr konsequent links politisieren. Eine SPD 2.0, welche Grosskonzernen aus der Hand frisst und in welcher sich Personen wie Sigmar Gabriel unverschämte Berater-/Verwaltungsratshonorare bezahlen lassen, werde ich niemals unterstützen. Deshalb hoffe ich, dass die SP sich rechtzeitig besinnen wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 3klang 03.07.2020 10:48
    Highlight Highlight Somit könnten die Grünen ihren gewünschten Sitz im Bundesrat von der SP übernehmen, würde ja dem Wählerwillen am besten entsprechen...
  • Antichrist 03.07.2020 10:37
    Highlight Highlight Also haben wir die Grünen der SP zu verdanken, weil die sich nicht um die Umwelt kümmert.
    • Nunja 03.07.2020 14:24
      Highlight Highlight ? Die Klimabewegung war vorwiegend von SP und JUSO organisiert. Die Grünen waren/sind zu klein und desorganisiert und die GLP ja reine Trittbrettfahrer. Die SP ist einfach eine Mehrthemenpartei, welche zB. Umweltschutz auch mit sozialen Fragen verbindet, wie der "Green New Deal" Vorschlag in den USA. Man kann also problemlos gleichzeitig für Frauenrechte, Arbeitnehmerschutz und den ökologischen Umbau der Wirtschaft sein.
  • ein bekiffter Holländer 03.07.2020 10:37
    Highlight Highlight Es spielt keine Rolle ob SP oder Grüne. Beide Parteien haben etwas gegen den CH Wohlstand und wollen diesen in Europa und Weltweit gerecht verteilen. Im Giesskannen-Prinzip.
    • Hype 03.07.2020 14:33
      Highlight Highlight Ja das hast Du richtig erkannt.
      Sie haben uns Büezer verraten. Nicht die Wirtschaft sondern Die Zuwanderung hat uns alten schon den Job gekostet.
      Beide Parteien verraten auch noch die Schweiz.
      Bedenke, die SP trägt schon Kommunistisches Gedankengut nach aussen.
    • Prolonomics 04.07.2020 11:56
      Highlight Highlight Ooooh, hat dich die Zuwanderung entlassen, Hype? Du willst die Unternehmer zwingen schlechte Schweizer einzustellen? Du hälst wohl nichts von Konkurrenzfähigkeit, oder? Mal schauen wieviele Jobs noch übrig sind, wenn es nach Dir geht, denn die Arbeitgeber sind ja die einzigen die Zuwanderung FORDERN und begrüssen - die Linken wollen nur, dass die Zugewanderten nicht wie Scheisse behandelt werden - z.B. von Dir.

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