Eishockey
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Wegen Spengler-Cup-Fiasko: HCD-Trainer Wohlwend rief alle 17 Fanclub-Präsidenten an



Der HC Davos hat einen Lauf. Im neuen Jahr hat der Schweizer Rekordmeister neun von zwölf möglichen Punkten geholt und die erstmalige Tabellenführung seit vier Jahren nur knapp verpasst. Trotz des aktuellen Höhenflugs in der National League hat man beim HCD den verpatzten Spengler-Cup-Auftritt noch nicht komplett verarbeitet.

Die in Kauf genommene Niederlage gegen das Team Canada sowie die Fan-Kritik von Christian Wohlwend haben die Anhänger tief gekränkt. Das hat auch der HCD-Trainer eingesehen und ist deshalb zur Tat geschritten. Gegenüber dem Tages-Anzeiger bestätigte der 43-Jährige, dass er nach dem Spengler Cup die Präsidenten aller 17 HCD-Fanclubs angerufen habe. «Das war meine Idee», erklärte «Wolwo». «Ich wollte mit Ihnen reden, erklären, warum wir am Spengler-Cup taten, was wir taten.»

Das Interview mit Wohlwend nach dem Spengler-Cup-Aus. Video: SRF

Als Entschuldigung waren die Anrufe aber nicht gemeint. «Das Einzige in diese Richtung, das ich sagte, war das: Es war schlecht gegenüber den Fans, dass wir bewusst in Kauf nahmen, dass wir gegen Kanada verlieren könnten. Das war auch gegenüber der eigenen Mannschaft ein schlechtes Zeichen, diesen Plan fanden wohl nicht alle Spieler gut. Wir werden so etwas nie mehr tun», erklärte Wohlwend.

Dem HCD-Trainer ging es aber nicht nur um das Spengler-Cup-Fiasko. «Ich wollte mit ihnen auch über das Eishockey hinaus reden. Über Missgunst, Neid. Dass man sich auch über andere Leute, andere Klubs freuen kann. Und über Wankelmütigkeit», führt er aus. «Der Sport ist für viele ein extremes Ventil für ihren Ärger oder ihren Stress. Bei gewissen Leuten kann innert kürzester Zeit aus extremer Euphorie das komplette Gegenteil werden: Daraus wird dann Negativität, Verurteilung.»

Und dafür gibt es in Davos im Moment ja eigentlich keinen Grund. Nach einer schwierigen Saison mit der Trennung von Arno Del Curto und dem Verpassen der Playoffs hat Wohlwend dem HCD ein neues, frisches und modernes Gesicht verpasst. (pre)

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