83 Punkte! Nur eine Legende skorte in einem NBA-Spiel noch öfter als Bam Adebayo
Kyshawn George fehlte bei den Washington Wizards mit einer Ellenbogenverletzung zum vierten Mal. Der Walliser verpasste damit ein denkwürdiges Spiel. Das 129:150 gegen die Miami Heat war die neunte Niederlage für die Franchise aus der Hauptstadt.
Hauptverantwortlich für die neuerliche Pleite war Bam Adebayo, der mit 83 Punkten den Karriere-Bestwert von Kobe Bryant (81 Punkte) übertraf – und die zweitbeste Ausbeute in der NBA-Geschichte erzielte.
Nur Wilt Chamberlain hat noch mehr Punkte in einem Spiel erzielt als Adebayo. Sein Rekord von 100 Zählern besteht seit 1962. «Das ist natürlich ein spezieller Moment», sagte Adebayo. «Erst kommt Wilt, dann komme ich, dann Kobe. Das klingt verrückt.»
Für die NBA-Website ist der Exploit «die vielleicht grösste statistische Überraschung in der Geschichte der Liga». Schliesslich ist Bam Adebayo in erster Linie für seine defensiven Fähigkeiten bekannt. Sein bisheriger Rekord lag bei 41 Punkten – diesen hat er nun verdoppelt.
Erik Spoelstra ist eigentlich der Trainer der Miami Heat. Aber er sagte: «Ab Mitte des dritten Viertels war ich ein Fan. Das kam völlig überraschend. Als es immer so weiterging, wussten wir, dass wir Teil von etwas Besonderem sein können.»
Bei der klaren Führung hätte der Trainer seinem Spieler auch eine Schonung geben können. Aber daran wollte Spoelstra nicht im Traum denken: «Man ist wie alle anderen von diesem Moment gefesselt. Und ich wollte ihm nicht im Weg stehen. Und ich wollte ihn verdammt noch mal nicht auswechseln.»
Adebayo stellte zudem einen Doppel-Rekord für Freiwürfe auf. Er trat 43 Mal an die Linie und verwandelte 36 Versuche. Dwight Howard hatte zuvor mit 39 Versuchen den Rekord gehalten, während Chamberlain und Adrian Dantley mit jeweils 28 versenkten Freiwürfen lange die NBA-Bestenliste anführten.
Sieg für Capela
Die Houston Rockets mit Clint Capela folgten ihrem Trend der letzten Spiele und liessen auf eine Niederlage einen Sieg folgen. Sie siegten gegen die Toronto Raptors 113:99 und stiessen im Westen auf Platz 3 vor.
Der Genfer Clint Capela steuerte 4 Punkte und 11 Rebounds zum Sieg bei, der in der zweiten Spielhälfte zwischenzeitlich auf der Kippe stand, am Ende aber doch souverän gesichert wurde. (ram/sda/dpa)
