Interview
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Der Weltraumjurist Stephan Hobe warnt davor, dass der Mond ausgebeutet und irreversibel geschädigt wird. Bild: montage watson/universität köln/keystone

Interview

«Der Mond würde durch die Rohstoff-Ausbeutung irreversibel geschädigt»

Vor 50 Jahren ist der erste Mensch auf dem Mond gelandet. Trotzdem seien die Gesetze im Weltall zu schwammig formuliert. Das sagt Weltraumjurist Stephan Hobe und warnt im Interview vor einer Ausbeutung des Mondes.



In dem Moment, als die Rakete der Apollo 11 am 20. Juli 1969 die Erdatmosphäre verliess, galt ein anderes Gesetz. Dieses gilt noch heute – denn auch das Weltall ist kein rechtsfreier Raum. Jedoch müssten die Gesetze gemäss Stephan Hobe, Weltraumjurist und Direktor des Instituts für Weltraumrecht an der Universität Köln, dringend überarbeitet werden.

Herr Hobe, wem gehört eigentlich der Mond?
Stephan Hobe:
Zwar steht die US-amerikanische Flagge auf dem Mond, dieser gehört deswegen aber nicht der USA. Er ist im Besitz der gesamten internationalen Gemeinschaft – kein einzelner Staat darf ihn für sich beanspruchen.

Der mittlerweile berühmte US-Amerikaner Dennis Hope verkauft seit Jahren Grundstücke auf dem Mond. Er behauptet, der Weltraumvertrag verbiete es nur den Staaten, einen Besitzanspruch zu stellen, nicht aber Privatpersonen. Gehört er also doch jemandem?
Das ist rechtlicher Humbug und ist natürlich absolut unzulässig. Der Mond gehört mitnichten einer Einzelperson.

Lediglich 19 Staaten haben den Mondvertrag unterschrieben – ausgerechnet die USA nicht. Warum?
Das ist tatsächlich problematisch. Der Grund dafür, dass ihn nur so wenige unterschrieben haben, ist hauptsächlich der Artikel 11. Dieser besagt, dass der Mond und seine Ressourcen das gemeinsame Erbe der Menschheit sind. Damit hat vor allem die USA Probleme. Sie sehen sich in der kommerziellen Nutzung der Ressourcen zu stark eingeschränkt, weshalb sie auch nicht unterschrieben haben.

Die Weltraumgesetze

Der Weltraumvertrag regelt in 17 Artikeln das Gesetz im All und den Umgang mit den Himmelskörpern. Er wurde 1967 den Vereinten Nationen zur Unterzeichnung vorgelegt und von 107 Staaten unterschrieben. Der Mondvertrag ist die zweite Gesetzgrundlage im Weltraum und wurde erst 1979 erarbeitet. Im Gegensatz zum Weltraumvertrag wurde der Mondvertrag lediglich von 19 Staaten unterschrieben, ausgerechnet die USA als Weltraum-Pioniere sind nicht dabei.

Die USA arbeiteten deshalb eine eigene nationale Gesetzgebung aus. Der «Space Act of 2015» erlaubt den US-Bürgern, die Rohstoffe der Himmelskörper kommerziell auszubeuten.
Das geht nicht. Das ist glatt rechtswidrig. Denn es fehlt ihnen die Rechtsmacht dafür. Der Mond gehört der internationalen Gemeinschaft und deshalb können nur internationale Gesetze aufgestellt werden.

Warum pfeifen die USA dann auf das Gesetz?
Sie erhoffen sich davon, Erfinder und Firmen anzuziehen, die ihr Geld lieber in Firmen in der USA investieren als anderswo und damit die heimische Industrie gestärkt wird. Das sind sehr egoistische Züge. So kommt es dann zu einer Übermacht der USA im Weltraum.

Bild

bild: universität Köln

Stephan Hobe ist Direktor des Instituts für Luftrecht, Weltraumrecht und Cyberrecht an der Universität Köln und Vorstandsmitglied des International Institute of Space Law. Sein Buch «Space Law» ist im Juni 2019 beim C.H.Beck Verlag erschienen.

In Ihrem kürzlich erschienenen Buch «Space Law» kritisieren sie immer wieder, dass der Weltraumvertrag zu wenig konkret formuliert ist. Wo braucht es Verbesserungen?
Die Frage der wirtschaftlichen Nutzung des Weltalls und die umweltgerechte Nutzung ist sehr ungenau formuliert. Hier bräuchte es unbedingt eine Konkretisierung.

Was geschieht, wenn sich nichts ändert?
Die USA sagt sich: ‹Solange wir finden, dass der Mondvertrag eigentlich gar nicht geschrieben ist, halten wir uns an den Weltraumvertrag›. Und dort wird die UNO nicht mit einem eindeutigen Verbot der kommerziellen Nutzung des Weltraums entgegenhalten können. Es besteht derzeit also eine gesetzliche Grauzone. Das halte ich für eine grosse Gefahr, deshalb muss jetzt dringend gehandelt werden.

«Staaten werden möglichst schnell an Rohstoffe kommen wollen, sodass der Mond irreversibel geschädigt wird.»

Nicht nur die USA, sondern auch China rüstet sich für die kommerzielle Nutzung des Mondes. Kommt es im Weltall zum nächsten grossen Konflikt?
Ja, das befürchte ich. Deshalb versuche ich so zu mahnen und fordere, dass eine Nutzungsordnung für den Ressourcenabbau ausgearbeitet wird. Denn wenn wir erstmal einen Staat da bohren lassen, die Ressourcen mitnehmen lassen und dann erst auf die Idee kommen, eine Nutzungsordnung zu formulieren, ist es zu spät. Doch es ist auch Zeit, sich die Frage zu stellen: Will man überhaupt eine kommerzielle Nutzung oder ist das umweltpolitische Risiko zu gross? Wenn einzelne Staaten aktiv werden, ist kaum eine umweltgerechte Nutzung möglich. Sie versuchen dann möglichst schnell an die Rohstoffe zu kommen, sodass die Mondlandschaft irreversibel geschädigt wird.

David R. Scott auf dem Mond bei Arbeiten mit dem Bohrgeraet. Im Vordergrund ein Geraet zur Messung des Sonnenwindes. Am 26. Juli 1971 starteten die Astronauten David R. Scott, James B. Irwin und Alfred M. Worden von Kap Kennedy im US-Bundesstaat Florida Richtung Mond. Die vierte Mondlandung der Amerikaner erfolgte am 30. Juli im Landegebiet der Mondappeninen. Nach drei Mondspaziergaengen (31.7., 1.8. und 2.8.) mit einer Gesamtausstiegsdauer von fast 67 Stunden kehrten die Astronauten am 7. August zur Erde zurueck.  (KEYSTONE/NASA/Str)

Astronaut David R. Scott der Apollo 15 bei Bohrungen auf dem Mond. Bild: NASA

Abgesehen vom kommerziellen Ressourcenabbau, wie sieht die Zukunft im Weltraum aus?
Ich glaube, die Zukunft wird den Weltraumtransporten gehören. Wir werden uns auf der Erde Entlastung schaffen, indem wir Güter durch den Weltraum befördern. Deshalb gibt es auch eine weltweite Konkurrenz um den billigsten Startdienst für Raketen, die Dinge durch den Orbit transportieren werden.

«Es gibt eine weltweite Konkurrenz um den billigsten Startdienst für Raketen.»

Kann man in Zukunft auch als Privatperson über das Weltall beispielsweise von Zürich nach L.A. reisen?
Man konnte es sich ja früher auch noch nicht vorstellen, dass einmal Leute mit dem Flugzeug transportiert werden. Warum soll es denn nicht möglich sein, Leute im Weltraum zu transportieren? Ich denke, das ist nur eine Frage des Angebots und der Nachfrage. Bisher ist das noch nicht erschwinglich. Wenn die Frequenz hoch ist, werden auch die Preise sinken, das sehe ich sehr sicher voraus.

Blutmond 2019

Wir machen uns bald sesshaft auf dem Mond

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lienat 20.07.2019 22:06
    Highlight Highlight Solange es etwa 10'000$ (Grössenordnung) kostet, um ein Kilo Nutzlast in den Weltraum zu befördern, wird das mit dem Ressourcenabbau auf dem Mond wohl kaum zum Problem werden. Und jede Technologie, welche diesen Preis um die benötigten Grössenordnungen nach unten bringen könnte, ist heute unter Science Fiction einzuordnen.
  • Bynaus @final-frontier.ch 20.07.2019 14:06
    Highlight Highlight Umweltgerechte Nutzung?! Es ist eine freakin' Steinwüste! Das gibts keine Umwelt zu beschädigen, das ist ja gerade der Punkt. Ja, es braucht eine internationale Regelung, damit keine Konflikte entstehen, aber mit der Umwelt hat das nichts zu tun. Zumal man sich die Nutzung der Ressourcen des Mondes meist falsch vorstellt: es lohnt sich kaum, dort etwas abzubauen und zur Erde zu schippern (insbesondere der Hype um Helium-3 ist Quatsch). Wenn schon, nutzt man die Rohstoffe vor Ort bzw. baut damit Ausrüstung für die Weiterverwendung im All.
  • Commander 20.07.2019 12:37
    Highlight Highlight Hab Iron Sky gesehen. Weiss Bescheid. 😅
  • Alice36 20.07.2019 09:34
    Highlight Highlight Ja, streitet darüber wem der Mond gehört (natürlich den Ami's)🤣 Dann beutet ihn aus und bringt alle Rohstoffe zur Erde oder sonstwo hin. Dann wird der jetzt leichtere Mond von der Erde aus seiner Bahn gebracht und angezogen bis er wieder in die Erde kracht wo er wahrscheinlich mal herkam. Den übrig gebliebenen Kackhaufen könnt ihr dann bewohnen uns euch darüber streiten wem er denn nun gehört.😉😂
  • rodolofo 19.07.2019 18:28
    Highlight Highlight Schalten Sie auch nächstes Mal wieder ein, bei einer weiteren Folge von:
    "Juristen im Weltall!"
    • atomschlaf 20.07.2019 07:07
      Highlight Highlight 😂😂😂
  • Jesses! 19.07.2019 18:11
    Highlight Highlight „Wem gehört eigentlich der Mond“? Schon allein diese Frage ist an Absurdität nicht zu übertreffen. Der Mond “gehört“ niemandem. Wie auch kein Berg, kein See, kein Baum, kein Land, und keine Insel wirklich jemandem „gehört“. Der Mensch will gern besitzen. Aber nach seiner kläglich kurzen Lebenszeit ist er weg und es „gehört“ ihm nichts mehr. Also was soll dieser anmassende Grössenwahn? Was soll das Ganze mit dem Mond? Schaut besser mal gut zur Erde, unserem Lebensraum.
    • lilie 19.07.2019 22:33
      Highlight Highlight @Jesses: Es geht hier nicht um existentialphilosophische Betrachtungen, sondern um konkrete Probleme: Wer soll welche Ressourcen wie nutzen dürfen.

      Wenn wir uns weigern, diese Fragen zu beantworten, werden sich ganz einfach jene, denen ein faires Miteinander und eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen wurscht ist, alles unter den Nagel reissen.

      Tatsächlich passiert ja das Gleiche auch auf der Erde mit Dingen, die "niemandem" gehören. Beispiel: die Ausbeutung der Meere auf Hochsee.
  • AdvocatusDiaboli 19.07.2019 17:55
    Highlight Highlight "Lediglich 19 Staaten haben den Mondvertrag unterschrieben – ausgerechnet die USA nicht."

    Das Interview liest sich als ob es nur 20 Staaten auf der Welt gibt. 19 gute und einen bösen. Fair.
    • Allion88 20.07.2019 18:55
      Highlight Highlight Mehr staaten werden es in den nächsten 50 jahren wohl auch nicht sein, dienin frage kommen den mond auszubeuten.

      Ob jezt Swaziland den vertrag unterschrieben hat, dürfte nicht ins gewicht fallen
    • AdvocatusDiaboli 21.07.2019 00:41
      Highlight Highlight @Allion88 Es fehlen aber auch "ausgerechnet" Russland und China. Das war offenbar kein Problem für Hobe.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Mondvertrag

      Zudem wird noch duch die zunehmend privatisierte Raumfahrt der Mond in den nächsten 50 Jahren evtl. auch indirekt für Swaziland zugänglich gemacht.
  • Vladimir Putin 19.07.2019 16:47
    Highlight Highlight Mir ist es deutlich lieber die Mondlandschaft wird zerstört als die Erde. Persönlich hätte ich kein Problem damit, wenn die Mondlandschaft irreversibel beschädigt würde. Es leidet schliesslich kein einziges Lebewesen darunter.
  • Cpt. Jeppesen 19.07.2019 16:38
    Highlight Highlight Dazu fällt mir ein:
    Stanislaw Lem
    Frieden auf Erden
    Sehr empfehlenswerter Lesestoff
  • Bert der Geologe 19.07.2019 14:42
    Highlight Highlight Erst wenn wir ihn vollständig ausgebeutet haben, werden wir in den Mond gucken.
  • atomschlaf 19.07.2019 13:56
    Highlight Highlight Eine Nutzungsordnung fände ich durchaus sinnvoll, allerdings um kriegerische Auseinandersetzungen zu vermeiden.

    Was jedoch an dieser Sandwüste ohne Wasser, Leben und Atmosphäre besonders schützenswert sein soll, erschliesst sich mir nicht. Das Argument der Umweltpolitik erscheint mir an den Haaren herbeigezogen.
    • Hierundjetzt 19.07.2019 15:09
      Highlight Highlight Es gibt scheinbar Wasser in den Kratern der Pole.
    • Oigen 19.07.2019 15:52
      Highlight Highlight "Was jedoch an dieser Sandwüste ohne Wasser, Leben und Atmosphäre besonders schützenswert sein soll, erschliesst sich mir nicht."

      Stimmt dieser Nutzlose Mond, lass ihn uns wegsprengen.
    • Lrrr, Herrscher vong Omikron Persei 8 19.07.2019 16:00
      Highlight Highlight ? Der Mond ist durchaus wichtig für das Leben auf der Erde (Stichwort Gezeiten 😉 )
    Weitere Antworten anzeigen
  • Evan 19.07.2019 13:32
    Highlight Highlight "denn auch das Weltall ist kein rechtsfreier Raum"

    Das Weltall ist halt Neuland
  • Booker 19.07.2019 12:48
    Highlight Highlight Würde es eine intelligende und technologisch fähige Spezies gäbe hätte diese sich längst unserer Rohstoffe auf dem Mond und der Erde bemächtigt. Die sind/wären allesamt nicht besser als die Menschheit.
    • atomschlaf 19.07.2019 13:47
      Highlight Highlight Wer sagt, dass da oben noch viel zu holen ist?
      Weisst Du, wie es auf der Rückseite aussieht? 😉
    • Fufferl 20.07.2019 00:06
      Highlight Highlight Falls eine fähige Spezies solche Distanzen zurücklegen kann haben die doch keinen Nutzen für Ressourcen!?
    • Booker 20.07.2019 07:47
      Highlight Highlight Naja wir wissen ja nicht was für Technologien und Ressourcen genutzt werden. Aber prinzipiell hast Du natürlich recht.
  • w'ever 19.07.2019 12:41
    Highlight Highlight Die ressourcen vom mond ireversibel abbauen ist nicht ok, aber die der erde schon?
    • Die_andere_Perspektive 19.07.2019 17:14
      Highlight Highlight Den Spruch "nicht zwei mal den selben Fehler machen" kennst du aber schon?
  • Turrdy 19.07.2019 12:39
    Highlight Highlight "In dem Moment, als die Rakete der Apollo 11 am 20. Juli 1969 die Erdatmosphäre verliess"
    Naja, technisch gesehen hat Apollo 11 bereits am 16. Juli die Atmosphäre verlassen (an dem Tag ist sie gestartet)
    Am 20. Juli sinds dann auf dem Mond gelandet (nach rund 4 Tagen Reise im All)
    🤓
  • Da Fü 19.07.2019 12:32
    Highlight Highlight Weltraumjurist klingt geil. Ich glaube,ich eröffne eine Kita auf dem Mond und nenne mich fortan Space-Erzieher. Sieht auf Visitenkarten sicher extrem gut aus
    • Mizzi 19.07.2019 15:08
      Highlight Highlight und ich mache einen Guetzli Laden auf und nenne es Space Cake
  • lilie 19.07.2019 12:31
    Highlight Highlight Weltalljurist, ok, die Spezialisierung der menschlichen Rasse hat ungeahnte Formen angenommen, seit wir als Höhlenmenschen vermutlich nur eingeteilt waren in "gute Jäger" und "nicht ganz so gute Jäger". 😏😅

    Dass aber die USA mentalitätsmässig immer noch im Wilden Westen hängen geblieben ist und nur auf den nächsten Gold Rush wartet, ist nichts Neues.

    Unabhängig von den USA sollte es aber zu denken geben, dass nur 19 Staaten den Mondvertrag unterschrieben haben. Da scheint es noch Verbesserungspotential zu geben.
    • lilie 19.07.2019 17:02
      Highlight Highlight @Sa_Set: Naja, die "guten Sammler" und die "guten Köder" rekrutierten sich ja wohl aus den "nicht ganz so guten Jägern". 😅
  • giandalf the grey 19.07.2019 12:09
    Highlight Highlight Wenn wir uns langfristig im Weltraum etablieren und eine mutliplanetare Spezies werden wollen, muss sich das mindestens anfangs durch Ressourcen-Abbau lohnen. Der Mond ist eine unbewohnte Wüste. Was wird denn da also irreversibel geschädigt? Unsere Aussicht? Es braucht sicher Regeln zur Kollonialisierung des Weltraums, aber alles zu verbieten halte ich nicht für richtig, geschweige denn für durchsetzbar. Mir ist es ausserdem persönlich viel lieber, wenn andere Himmelskörper durch Ressourcen-Abbau kaputt gemacht werden und dafür die Erde verschont bleibt.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 19.07.2019 15:55
      Highlight Highlight Masseverlust des Mondes kann sich in extremer Weise auf das leben auf der Erde auswirken.
    • Die_andere_Perspektive 19.07.2019 17:17
      Highlight Highlight Wir könnten so die stetige Zunahme des mondorbits umdrehen, bis es dann zum beinahecrash kommt und wir unseren kompletten Abfall darauf abladen müssen um eine Kollision zu verhindern... Menschen...
    • giandalf the grey 19.07.2019 17:24
      Highlight Highlight Der Mond hat eine Masse von 73'500'000'000'000'000'000 Tonnen. Da müsste man ziiiemlich viel Material abtransportieren bevor das wirklich eine nennenswerte Veränderung der Mondmasse zur Folge hat. Und das was abtransportiert wird, muss dabei auch noch so wertvoll sein, dass sich der Transport lohnt. Dementsprechend kommt es per Definition schon nicht in so grossen Massen vor, dass es einen Unterschied machen würde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kreasty 19.07.2019 11:58
    Highlight Highlight Mit keinem Wort wird ge/beschrieben welche Nutzubaren Ressourcen auf dem Mond zu finden wären. Ohne Lebewesen und grosse Klimatischenänderungen sehe ich hier nicht viel Potenzial für seltene Erden/Gesteine.

    Zudem was bringt den Menschen der Mond, wenn die Welt auf der wir momentan Leben ausgebeutet und zerstört wird? :o

    Müsste ziemlich krasser Ausbeutung sein, aber abgesehn vom Weltraumschrott, kann ich mir nur vorstellen dass; weniger Masse = veränderte Anziehungskraft = auswirking auf Erde bringen könnte?! Then again, im no scientist :P
    • Ali G 19.07.2019 13:22
      Highlight Highlight Ein wichtiger Rohstoff ist Tritium
      Auf der Erde ein Abfallprodukt der Lithium gewinnung, auf dem Mond kommts in grossen Mengen vor.
      Mit Tritium sind wir theoretisch im Stande Kernfusion zu betreiben, eine unglaublich mächtige Energiequelle.
      Dank unserem enormen Energiehunger brauchen wir riesige Mengen davon und das geht auf dem Mond viel einfacher als auf der Erde.
    • Lienat 20.07.2019 21:38
      Highlight Highlight Ali G: Bist Du sicher, dass Du Tritium meinst und nicht etwa Helium-3,
  • sweeneytodd 19.07.2019 11:55
    Highlight Highlight 'Der Mond gehört der internationalen Gemeinschaft" ähh ja nein? Es ist doch so, wie will man den Russen, Chinesen und Amis verbieten den Mond zu nutzen? Die werden sich durchsetzen, denn sie müssen sich nur an Gesetze haöten welche sie ratifiziert haben. Überwachen können wir es sowieso nicht, bis die Europäer eine vernüftige Rakete für den Mond am Start haben (um ggf. Mond-Polizei zu spielen) wurde er von den drei gennanten Ländern schon längst ausgebeutet. Es ist Illusion wenn jemand daran glaubt dies durchzusetzen obwohl eine einheitliche Gesetzgebung das einzig vernünftige wäre.
    • Astrogator 19.07.2019 12:52
      Highlight Highlight Im Moment hat Europa die Kapazität uns All zu fliegen, die USA nicht
    • Toerpe Zwerg 19.07.2019 13:28
      Highlight Highlight Das wird sich ja in wenigen Monaten ändern ...
    • Alnothur 19.07.2019 13:58
      Highlight Highlight Inwiefern hat die USA diese Kapazität momentan nicht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nerthu 19.07.2019 11:55
    Highlight Highlight der mond wird ja durch die erdanziehung in der umlaufbahn gehalten. was passiert den nun wenn man den mond aushölt? der wird ja leichter. stürzt er dan auf die erde?
    • Mugendai 19.07.2019 12:56
      Highlight Highlight So simpel ist das dann auch wieder nicht.
    • Galippo 19.07.2019 13:12
      Highlight Highlight Nein, der mond entfernt sich pro jahr (glaub ca 1m) von der erde.
      Irgendwann wird die anziehungskraft des Jupiters grösser, und er wird sich von der Erde losreissen.
      Am anfang war er ja viel näher, zu uns und somit hatten wir grössere flut und ebbe, und auch andere mondphänomene waren stärker.
      Ich denke nicht, dass ein paar tonnen pro jahr, dies umkehren könnten.
      Wir schiken ja auch sateliten ins all, und werden nicht, leichter durch das.
      Wie die überbevölkerung aufs erdegewicht ein einfluss hat weiss ich nicht
    • Nerthu 19.07.2019 15:12
      Highlight Highlight überbevolkerung sollte keine rolle spielen. die recourcen werden ja grundsätzlich (ausser meteoriten und co) nicht mehr. sie werden blos umgewandelt. das der sich immer noch entfernt wusste ich nicht. der mond war ja mal ein teil der erde. somit kann das ja gut sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 19.07.2019 11:53
    Highlight Highlight Jetzt müsste man mir noch erklären, inwiefern der Mond geschädigt werden kann. Natürlich, er würde verändert werden aber was kann da bitte schaden nehmen?
    Umweltschäden sind ja problematisch, weil sie dem Menschen die Lebensgrundlage verhunzen, der "Erde" und dem Ökosystem sind sie egal. Dieses ist a nicht intrinsisch wertvoll und b) würde sich selber sowieso extrem schnell erhohlen, wenn die Menschen nicht mehr sind.....
    Also inwiefern kann jetzt "der Mond" schaden nehmen?
    • Vertigo 19.07.2019 19:05
      Highlight Highlight Die Umweltschäden schade nur dem Menschen und nicht dem Rest vom Ökosystem? Wie kommt man denn auf solche Ideen?
  • Lörrlee 19.07.2019 11:53
    Highlight Highlight Was ich mich im Zusammenhang mit dem Mond noch bedenklich finde:
    Wenn Ressourcen vom Mond abgebaut werden und auf die Erde gebracht werden, verändert sich doch das Gravitationsgleichgewicht der beiden Objekte. Wird der Mond leichter und die Erde schwerer, wird der Mond unweigerlich auf die Erde zusteuern, das ist simple Physik.
    Natürlich klingt das heftig, aber wir sprechen hier immerhin von Staaten, die auf dem Mond Ressourcen abziehen wollen. Da wird es sich nicht nur um ein paar Kilogramm handeln, da solche Aktionen sehr kostspielig sind und sich entsprechend lohnen müssen...
    • Schreimschrum 19.07.2019 12:11
      Highlight Highlight ich glaube kaum dass sich da genug runtertransportieren lässt um gleich das Gleichgewicht aus den Fugen zu hauen ;-)
    • Alnothur 19.07.2019 12:14
      Highlight Highlight Ist trotzdem massivst vernachlässigbar. Die Erde verliert jährlich 50'000 Tonnen an Masse, fast ausschliesslich Wasserstoff und Helium. (Eigentlich sogar 90'000 Tonnen, aber wir "gewinnen" 40'000 Tonnen an interplanetarem Staub, der auf die Erde fällt).

      Der Mond entfernt sich jährlich 1.5cm von der Erde. Und ziemlich sicher gewinnt dieser an Masse, aber auf die Schnelle habe ich nichts gefunden.
    • D(r)ummer 19.07.2019 12:14
      Highlight Highlight Nun ja, da müsste man abartig viel auf die Erde bringen.

      Und das ist dann noch immer weniger als die 1000 bis 10'000 Tonnen meteormaterial, welche täglich auf die Erde fallen.
      Zudem entfernt sich der Mond von der Erde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • goschi 19.07.2019 11:51
    Highlight Highlight das ganze Interview liest sich, als wenn da jemand unbedingt seinen Job rechtfertigen müsste.
    Die Aussagen klingen wenig gehaltvoll, sondern sind vor allem ein "es muss so sein"

    Wenn ein Vertrag nun mal nur von 19 Staaten ratifiziert wurde, ist er nicht allgemeingültig und man kann sich nicht darauf berufen, auch wenn man dies möchte.
    • Dr. Evil 19.07.2019 14:36
      Highlight Highlight Aber man muß sagen, ein job mit guten Zukunftsaussichten. Wir sehen ja immer mehr, dass es raus ins All geht. Und mit uns übrigens auch die (Atom-) Waffen. Hier ist ein Weltraumjurist nicht ganz fehl am Platz.

      Vielleicht bin ich aber auch nur neidisch, mich nicht Weltraumjurist nennen zu können.
    • goschi 19.07.2019 15:13
      Highlight Highlight @aldi sehen wir das?
      Eigentlich nicht, seit 47 Jahren hat kein Mensch mehr die niedrige (!!) Erdlaufbahn mehr verlassen, die Hubble-Reparaturen waren seit Apollo 17 die weiteste Reise von der Erde weg.

      Und die Anzahl interplanetarer Sonden ist heute geringer als zum Höhepunkt der Sonnensystem-Erforschung durch den Wettstreit von Ost und West (nur komplexer und genauer wurden sie Sonden)
    • Dr. Evil 19.07.2019 19:52
      Highlight Highlight @goschi
      Gut, sagen wir auf Papier ;-) aber wenn ich an SpaceX, Blueorigin, oder auch Länder wie China und Indien denke, läuft da schon was. Und die Nasa soll ja auch wieder auf den Mond. Ich bin da gar nicht so pessimistisch...

      Und die Anzahl Sonden sagt ja wie du zum Ende schon erwähnst weniger eine Rolle wie die Qualität der Erkenntnisse daraus (es laufen hier ja noch eine Menge, immer teurere Projekte in den nächsten Jahrzenten, z.B. das James-Webb-Teleskop)
  • 1$ opinion 19.07.2019 11:51
    Highlight Highlight Momentan bin ich so angetan von der Vorstellung, dass der Mond und die Erde hohl sind.
    Play Icon
  • Nonkonformist 19.07.2019 11:48
    Highlight Highlight Wieso soll der Mond allen gehören? Die USA waren zuerst da, also gehört er ihnen.
    • satyros 19.07.2019 12:47
      Highlight Highlight Weil der Mond schon da war, bevor es die USA oder die Menschen überhaupt gab.
    • Bits_and_More 19.07.2019 13:50
      Highlight Highlight Mit dieser Argumentation würde die USA nicht wirklich den Amis gehören ;-)
  • Denk-mal 19.07.2019 11:46
    Highlight Highlight Goethe: " Willst du immer weiterschweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen, denn das Glück ist immer da. Und ich sage: "Was willst du in die Ferne, den Mond und Mars schweifen, sieh die Probleme auf der Erde sind so nah!" Bald, sehr bald sind die Probleme ganz ausser Kontrolle. Rüstung und Experimente im All ruinieren uns alle. Der Mensch scheint in der Natur eine Fehlentwicklung zu sein. Schade, für die Jungen. Auf was können die noch hoffen?
  • qolume 19.07.2019 11:42
    Highlight Highlight Die Transporte werden sicher nicht durch den Orbit geschehen, sondern werden eher durch suborbitale Langstreckenraketen erfolgen.
  • Heinzbond 19.07.2019 11:40
    Highlight Highlight Wenn ich ehrlich bin wäre ein ausgebeuterer Mond und eine intakte Erde lieber, aber gut....
  • El Vals del Obrero 19.07.2019 11:40
    Highlight Highlight Wenn die Mondoberfläche irreversibel geschädigt wäre, würden irgendwelche Lebewesen auf der Erde das überhaupt bemerken?

    Klar gäbe es Umweltschäden auf der Erde durch die Transporte, aber was direkt auf dem Mond selbst ist, sollte doch nichts machen.

    (Was anderes wäre natürlich, wenn es ihn nicht mehr gäbe.)

    Ist eh Science Fiction.
    • Die_andere_Perspektive 19.07.2019 12:46
      Highlight Highlight So haben wir auch mal über unsere Ressourcen auf der Erde argumentiert. Man sieht es daraus geworden ist.

Ikone, SP-Übermutter, rote Emanze: Christiane Brunner über den Kampf ihres Lebens

Christiane Brunner organisierte vor 30 Jahren den grössten Streik in der Geschichte der Schweiz. Eine halbe Million Frauen legte einen Tag lang die Arbeit nieder. Ein Gespräch über Frauenrechte heute und was es alles noch zu tun gibt.

Frau Brunner, Sie gelten als Ikone der Frauenbewegung, als sozialdemokratische Übermutter. Ehrt Sie diese Bezeichnung? Christiane Brunner: Ach, das ist doch übertrieben. Ich habe mich mein ganzes Leben für Frauen eingesetzt, für sie gekämpft und in ihren Forderungen vertreten. Aber als eine Ikone sehe ich mich nicht.

Heute ist der 8. März, internationaler Frauenkampftag. Wie wichtig ist Ihnen dieser Tag?Sehr wichtig. Eine Zeit lang war es so, dass der 8. März der Tag war, an dem …

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