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Tausende protestieren gegen Corona-Zertifkat der EU +++ Neue Corona-Proteste in Frankreich

Die neuesten Meldungen zum Coronavirus – lokal und global.
23.07.2021, 21:23
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete am Donnerstag 791 neue Corona-Fälle für die letzten 24 Stunden, die Positivitätsrate der gemeldeten Tests beträgt 2,8 Prozent. 2 Personen sind verstorben, 13 mussten ins Spital.
  • 46,1 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft.
  • Der geschätzte Anteil der Delta-Mutation (B.1.617.2) liegt im 7-Tage-Schnitt bei 83 Prozent.
  • Discos auf, Maskenpflicht draussen weg: Der Bundesrat hat am 23. Juni den nächsten Öffnungsschritt kommuniziert. Die Details findest du hier.
  • Die SwissCovid-App hilft, Infektionsketten schnell zu unterbrechen. Sie hat 1,71 Millionen aktive Userinnen und User.
  • Das Covid-Zertifikat ist da. Die Details findest du hier, die Android-App hier und die iOS-App hier. Auch in EU-Ländern wird das Zertifikat offiziell anerkannt.
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7-Tage-Schnitt Tägliche Infektionen
7-Tage-Schnitt Tägliche Tote
Altesverteilung der Fälle 0–29 30–59 60–99
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Liveticker: Corona National+International 24.07.21

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22:17
Proteste gegen strengere Corona-Regeln in Italien
A woman holds up a banner reading in Italian "Let's stop the slavery-pass" during a protest in Milan, Italy, Saturday, July 24, 2021. Italy's government approved a decree ordering the use of the so-called "green" passes starting on Aug. 6. To be eligible for a pass, individuals must prove they have received at least one vaccine dose in the last nine months, recovered from COVID-19 in the last six months or tested negative in the previous 48 hours. The passes will be needed to dine at tables inside restaurants or cafes, to attend sports events, town fairs and conferences, and to enter casinos, bingo parlors and pools, among other activities. according to officials. (AP Photo/Ricardo De Luca)
In Italien haben Medienberichten zufolge Tausende Menschen gegen strengere Corona-Regeln protestiert. In Rom versammelten sich Schätzungen zufolge etwa 3000 Gegner des sogenannten Grünen Passes, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Samstag meldete. Das digitale Corona-Zertifikat der EU wird in Italien auch Grüner Pass genannt. Auch in weiteren Städten, darunter Mailand, Turin und Neapel, kam es zu Protesten, wie unter anderem die Zeitung «Corriere della Sera» berichtete.

Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hatte angesichts deutlich steigender Infektionszahlen strengere Corona-Massnahmen auf den Weg gebracht und die Zutrittsregeln zu zahlreichen Aktivitäten im Innenbereich verschärft. Ab dem 6. August ist in dem Land etwa für Restaurantbesuche im Innenbereich, in Museen, Fitnessstudios und Schwimmbädern ein Impfnachweis, ein 48 Stunden lang gültiger negativer Corona-Test oder ein Genesungsnachweis notwendig.
epa09362750 People demonstration against Green Pass in piazza del Popolo, Rome, Italy, 24 July 2021. According to the Italian government, access to cinemas, stadiums, museums, gyms, swimming pools, theaters, and in-door dining will only be allowed to people carrying the 'Green Pass', a document proving that its carrier received the vaccine against COVID-19, starting 06 August.  EPA/RICCARDO ANTIMIANI
People stage a protest against the "green pass" in Milan, Italy, Saturday, July 24, 2021. Italy's government approved a decree ordering the use of the so-called "green" passes starting on Aug. 6. To be eligible for a pass, individuals must prove they have received at least one vaccine dose in the last nine months, recovered from COVID-19 in the last six months or tested negative in the previous 48 hours. The passes will be needed to dine at tables inside restaurants or cafes, to attend sports events, town fairs and conferences, and to enter casinos, bingo parlors and pools, among other activities. according to officials. (AP Photo/Ricardo De Luca)
Die erweitere Nutzung des Grünen Passes sei kein willkürlicher Akt, sondern eine Bedingung für Öffnungen, hatte Draghi den Beschluss am Donnerstag begründet. Seitdem meldeten sich deutlich mehr Menschen für Impfungen an, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums bestätigte. Bisher wurden mehr als 54,9 Prozent der Bevölkerung über zwölf Jahre vollständig geimpft. (oli/sda/dpa)
22:14
Brasilianer protestieren gegen Corona-Politik von Präsident Bolsonaro
epa09351993 Brazilian President Jair Bolsonaro delivers remarks after he was discharged from Vila Nova Star Hospital, in Sao Paulo, Brazil, 18 July 2021. Bolsonaro was admitted to the Armed Forces Hospital in Brasilia on 14 July for chronic hiccups and abdominal pain and transferred to Sao Paulo the same day to treat an intestinal obstruction.  EPA/Sebastiao Moreira
Tausende Brasilianer sind erneut gegen die Corona-Politik der Regierung von Präsident Jair Bolsonaro auf die Strasse gegangen. Bei Demonstrationen im ganzen Land forderten sie am Samstag ein Amtsenthebungsverfahren gegen den rechten Staatschef, mehr Impfungen gegen das Coronavirus und wirtschaftliche Hilfen in der Pandemie, wie das Nachrichtenportal «G1» berichtete. Zu Protesten kam es in mindestens 13 Provinzhauptstädten, darunter Rio de Janeiro, Recife und Salvador.

Zu den Demonstrationen hatten Gewerkschaften und linke Gruppen aufgerufen. Auf Transparenten war zu lesen: «Bolsonaro - korrupter Völkermörder. Amtsenthebung jetzt» und «Wir wollen Impfungen, er Schmiergeld. Weg mit Bolsonaro».

Die Regierung von Präsident Bolsonaro verharmloste die Pandemie von Anfang an und stemmte sich mit Verweis auf die wirtschaftlichen Folgen gegen harte Ausgangsbeschränkungen. Zuletzt zog Bolsonaro auch den Sinn von Impfungen in Zweifel. Mittlerweile prüft ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss Bolsonaros Krisenmanagement in der Pandemie.

Brasilien gehört zu den am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern der Welt. Bislang haben sich fast 20 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Fast 550 000 Patienten sind mittlerweile im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. In der Millionenmetropole Rio de Janeiro wächst unterdessen nach ersten Todesfällen durch die Delta-Variante die Sorge vor deren Ausbreitung. (oli/sda/dpa)
22:09
Wieder Proteste gegen strengere Corona-Regeln in Frankreich
epa09362512 Thousands of protesters gather at Place Trocadero near the Eiffel Tower during a demonstration against the COVID-19 sanitary pass which grants vaccinated individuals greater ease of access to venues in France, in Paris, France, 24 July 2021. France has extended the use of its Vaccinal Passeport to cultural place, transport, restaurants, etc, after Covid-19 infections soared this week due to the more infectious Delta variant.  EPA/IAN LANGSDON
In Paris und anderen französischen Städten haben wieder Tausende Menschen gegen die Verschärfung der Corona-Regeln demonstriert. Das berichteten der französische Nachrichtensender Franceinfo und andere Medien am Samstag. Der TV-Nachrichtensender BFM zeigte Bilder, wonach es in Paris am Rande des Protests zu Ausschreitungen kam - die Polizei habe Tränengas eingesetzt, so der Sender. Vor einer Woche waren nach Angaben des Innenministeriums landesweit rund 114 000 Menschen auf die Strassen gegangen.
Thousands of protesters gather at Place Trocadero near the Eiffel Tower attend a demonstration in Paris, France, Saturday July 24, 2021, against the COVID-19 pass which grants vaccinated individuals greater ease of access to venues. (AP Photo/Rafael Yaghobzadeh)
epa09362516 Thousands of protesters gather at Place Trocadero near the Eiffel Tower during a demonstration against the COVID-19 sanitary pass which grants vaccinated individuals greater ease of access to venues in France, in Paris, France, 24 July 2021. France has extended the use of its Vaccinal Passeport to cultural place, transport, restaurants, etc, after Covid-19 infections soared this week due to the more infectious Delta variant.  EPA/IAN LANGSDON
Die Mitte-Regierung von Premier Jean Castex hatte angesichts eines Anstiegs der Corona-Zahlen strengere Massnahmen auf den Weg gebracht. Das Land mit rund 67 Millionen Menschen kämpft nach Einschätzung von Castex mit einer vierten Corona-Welle.

Erst am Freitag hatte die Nationalversammlung als Unterhaus des Parlaments einem Gesetzesvorhaben zugestimmt, das die Ausweitung der Nachweispflicht über einen negativen Corona-Test, eine Impfung oder Genesung vorsieht. Nun muss noch der Senat als zweite Parlamentskammer die neuen Regelungen genehmigen, damit der Nachweis ab August auch für die Nutzung und den Besuch von Fernzügen, Bars, Restaurants und Einkaufszentren nötig wird. Auch einer geplanten Impfpflicht für Gesundheitspersonal gaben die Abgeordneten der Nationalversammlung in erster Lesung ihre Zustimmung.
13:08
Schweiz schickt 600 Sauerstoffkonzentratoren nach Indonesien
Die Schweiz hat am Samstag 600 Sauerstoffkonzentratoren in das stark von der Covid-19-Pandemie heimgesuchte Indonesien geschickt. Die Geräte haben einen Wert von rund einer Million Franken. Sie sind die sechste Hilfsgüterlieferung nach Jakarta. Der Gesamtumfang der Hilfsgüterlieferungen ins Ausland beträgt über 15 Millionen Franken.

Die Humanitäre Hilfe des Bundes reagiert damit auf das Hilfsersuchen des asiatischen Landes, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Samstag mitteilte. Das Frachtflugzeug der Swiss startete am Samstag in Zürich Richtung Jakarta.

Neben den Sauerstoffkonzentratoren war auch medizinisches Schutzmaterial an Bord, namentlich über 12'000 Schutzanzüge und mehr als 45'000 Masken. In Jakarta nehmen die örtlichen Behörden die Güter in Empfang und verteilen sie. Die Botschaft kümmert sich mit den Behörden um eine faire Verteilung nach humanitären Prinzipien.

Die Humanitäre Hilfe lieferte bereits Hilfsgüter zur Bewältigung der Pandemie an Tunesien, die Mongolei, Sri Lanka, Nepal und Indien. Die Schweiz sei weiterhin bereit, auf Ersuchen Unterstützung zu leisten, schreibt das EDA. (viw/sda)
People wait before they receive a shot of the Sinovac vaccine for COVID-19 during a vaccination campaign in Jakarta, Indonesia, Monday, July 12, 2021. (AP Photo/Achmad Ibrahim)
13:05
Britische Regierung lockert Quarantäne-Regeln für weitere Berufe
Wegen massiver Personalausfälle in vielen Bereichen hat die britische Regierung die Corona-Quarantäne-Regeln für weitere Berufsgruppen gelockert. So dürfen in England auch Zugführer, Grenzbeamte oder Feuerwehrleute, die Kontakt zu Corona-Infizierten hatten, sich nun täglich testen, statt in Quarantäne zu gehen. Dies gab die Regierung am Samstag bekannt. Zunächst hatten diese Sonderregeln nur für Beschäftigte des Gesundheitsdienstes und später auch für Beschäftigte der Lebensmittelversorgung gegolten.

Weil in Grossbritannien derzeit so viele mit dem Coronavirus infiziert sind und noch deutlich mehr Menschen mit diesen in Kontakt gekommen sind, hapert es an vielen Stellen des öffentlichen Lebens: Züge fallen aus, Supermarktregale bleiben zeitweise leer und Mülltonnen werden nicht geleert. Millionen Briten müssen sich zu Hause isolieren. Mitte August sollen die Quarantäne-Regeln in England für alle vollständig Geimpften gelockert werden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag im Vereinigten Königreich zuletzt bei 497 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner innerhalb einer Woche (Stand: 18. Juli). Trotzdem gelten in England seit dieser Woche kaum noch Corona-Beschränkungen – Abstand und Maske sind an vielen Orten freiwillig, auch Clubs haben wieder geöffnet. Schottland, Wales und Nordirland machen ihre eigenen Massnahmen und sind vorsichtiger. (viw/sda/dpa)
epa09356595 Londoners cool down by the fountains of Trafalgar Square in London, Britain, 21 July 2021. The Met Office has issued its first ever extreme heat warning for Great Britain as temperatures expect to reach 33 degrees Celsius in some areas.  EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA
10:51
Nun kehrt Island zu den Corona-Beschränkungen zurück
Wegen steigender Corona-Zahlen führt Island wieder neue Beschränkungen im öffentlichen Leben ein. Ab Sonntag müssen Bars und Clubs ab Mitternacht schliessen, bei Veranstaltungen sind dann maximal 200 Teilnehmer erlaubt, wie die Regierung am Freitagabend laut Berichten des isländischen Senders RUV mitteilte. Ausserdem sollen die Isländer wieder mindestens einen Meter Abstand halten und in Innenräumen Masken tragen.

Island hatte sich erst vor vier Wochen von seinen Corona-Massnahmen verabschiedet. Nach 15 Monaten Abstand halten, Maske tragen und weiteren Massnahmen wurden alle Beschränkungen aufgehoben. Zuvor war eine Woche lang kein neuer Corona-Fall mehr auf der Nordatlantik-Insel gemeldet worden. Rund 90 Prozent aller Isländer über 16 Jahren sind mindestens einmal gegen Corona geimpft.

Seit einigen Tagen hat sich der Trend aber wieder gedreht. Die inländische 14-Tage-Inzidenz, die die Isländer von Fällen an der Grenze unterscheiden, ist zuletzt auf 83,7 angestiegen, für die Fälle bei der Einreise lag sie für denselben Zeitraum bei 16,1. In den vergangenen Tagen kamen jeweils einige Dutzend Neuinfektionen hinzu, was für die Insel mit ihren rund 360'000 Einwohnern recht viel ist. Mehr als 1000 Menschen befanden sich am Freitag in Quarantäne. (sda/dpa)
10:49
Infektions-Zahl schnellt in Brasilien wegen Nachmeldungen nach oben
Aufgrund Zehntausender Nachmeldungen hat Brasiliens Gesundheitsministerium innerhalb eines Tages mehr als 100'000 Corona-Infektionen registriert. Bei der Veröffentlichung der täglichen Fallzahlen am Freitagabend (Ortszeit) nannte das Ministerium in Brasília 108'732 neue Fälle.

Der plötzliche Anstieg kam dadurch zustande, dass der Bundesstaat Rio Grande do Sul seine über 500 Tage gesammelten Corona-Daten aktualisiert und mehr als 64'000 neue Fälle auf einmal übermittelt hatte. Am Vortag hatte Brasilien etwa 50'000 neue Fälle registriert. Insgesamt haben sich im grössten Land Lateinamerikas damit bislang mehr als 19,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

Im Juli meldete Brasilien die niedrigste Zahl bei den täglichen Corona-Neuinfektionen seit Januar. Mehr als 130 Millionen Impfstoffdosen sind seit Beginn der landesweiten Impfkampagne im Januar verabreicht worden. Etwa 40 Prozent der erwachsenen Brasilianer haben eine Einzeldosis bekommen, rund 17 Prozent sind vollständig geimpft. Angesichts fehlender Impfstoffdosen setzten die brasilianische Metropole Rio de Janeiro und andere wichtige Städte erneut die Erst-Impfungen gegen das Coronavirus aus. (viw/sda/dpa)
epa09119346 A teacher takes a picture with her students from the Republica de Brasil School Center, who attend their first day of semi-face-to-face classes, after a year of school and college closings due to the covid-19 pandemic, in San Salvador, El Salvador, 06 April 2021. El Salvador reopened the classrooms of some 3,500 schools on 06 April, more than a year after the closure, and teachers will focus their efforts in the first days on attending to the mental health of students after months of confinement and distance from their peers.  EPA/RODRIGO SURA
7:42
Rio erwartet Dominanz von Delta-Variante
Nach den ersten Todesfällen durch die Delta-Variante hat die Stadtverwaltung von Rio de Janeiro vor deren weiteren Ausbreitung gewarnt. «Es wird erwartet, dass die Delta-Variante in der Stadt bald vorherrschend sein wird», sagte der Gesundheitssekretär Rios, Daniel Soranz, bei einer Pressekonferenz am Freitag. Demnach dominiert in Rio de Janeiro noch die Variante Gamma. Am Vortag waren im Bundesstaat Rio de Janeiro die ersten vier Todesfälle im Zusammenhang mit der Delta-Variante B.1 617.2 des Coronavirus bekanntgeworden. Die vier ausserhalb der Hauptstadt Rio Verstorbenen waren noch nicht komplett gegen Corona geimpft gewesen.

In grossen Teilen Europas dominiert die ansteckendere Delta-Variante mittlerweile die Corona-Pandemie, wie die EU-Gesundheitsbehörde ECDC und das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO am Freitag mitteilten.

Die in Kopenhagen und Stockholm ansässigen Behörden machten darauf aufmerksam, dass die Bemühungen wieder verstärkt werden müssten, um Corona-Übertragungen zu verhindern. Die Delta-Variante B.1.617.2 werde sich weiter ausbreiten und andere Varianten verdrängen, sofern kein neuer Erreger auftauche.

Die Stadt Rio verlängerte am Freitag die im Mai festgelegten Einschränkungen bis zum 9. August. Demnach ist unter anderem das Tragen von Schutzmasken Pflicht. Samba-Runden mit 1,5 Meter Abstand und einer reduzierten Auslastung sind erlaubt. Angesichts fehlender Impfstoffdosen setzt die brasilianische Metropole einmal mehr die Erst-Impfungen gegen das Coronavirus aus. (sda/dpa)
Commuters wait for a public Rapid Transit Bus (BRT) during the COVID-19 pandemic in Rio de Janeiro, Brazil, Friday, July 23, 2021, during the COVID-19 pandemic. (AP Photo/Bruna Prado)
21:20
USA kaufen weitere 200 Millionen Impfdosen von Biontech und Pfizer
Die USA kaufen weitere 200 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Hersteller Biontech und Pfizer. Damit treffe die Regierung Vorbereitungen für die Impfung jüngerer Kinder und möglicherweise nötige Auffrischungsimpfungen für Erwachsene, erklärte die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, am Freitag in Washington. «Wir bereiten uns auf alle Möglichkeiten vor.»

Gut die Hälfte der Dosen soll bis zum Jahresende geliefert werden, der Rest bis April 2022, wie das US-Pharmaunternehmen Pfizer erklärte. Damit seien von der US-Regierung bislang 500 Millionen Dosen bestellt worden. Washington hatte sich vergangenes Jahr Optionen für die Bestellung von bis zu 600 Millionen Dosen gesichert.

Zusätzlich hat die US-Regierung 500 Millionen Dosen bestellt, die an andere Länder abgegeben werden sollen. Sie hat bereits damit begonnen, Impfdosen der Hersteller Moderna, Johnson & Johnson, Astrazeneca und Pfizer/Biontech zu verschicken. Allein in dieser Woche seien 22 Millionen Dosen verschickt worden, sagte Psaki.

Die USA haben genügend Impfstoff für die eigene Bevölkerung von 330 Millionen Menschen. Bislang können dort alle Menschen ab 12 Jahren geimpft werden. Die Impfkampagne hat zuletzt jedoch an Schwung verloren. (sda/dpa)
In this June 21, 2021, file photo, a resident receives a Moderna COVID-19 vaccine shot at their office in Tokyo. Tokyo's COVID-19 infections surged to a six-month high Wednesday, July 21, 2021,  with the Olympic host city logging 1,832 new cases just two days before the Games open. (AP Photo/Eugene Hoshiko, File)
19:26
Corona-Neuinfektionen in Türkei auf höchstem Stand seit Mitte Mai
In der Türkei ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten gestiegen. Das Gesundheitsministerium meldete am Freitag 11'094 Neuinfektionen – so viele wie seit Mitte Mai nicht mehr. Innerhalb eines Tages starben 60 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Das 82 Millionen-Einwohner-Land hatte Anfang Juli alle Ausgangsbeschränkungen wegen der Pandemie aufgehoben. Seitdem steigen die Fallzahlen wieder.

Gesundheitsminister Fahrettin Koca hatte erst kürzlich eindringlich an seine Landsleute appelliert, sich impfen zu lassen. Die Türkei setzt die Impfstoffe des chinesischen Herstellers Sinovac sowie von Biontech/Pfizer ein. Etwa 46 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Mehr als ein Viertel (26 Prozent) sind vollständig geimpft. Der Anteil der ansteckenderen Delta-Variante steigt auch in der Türkei. Wie viel Prozent diese zurzeit ausmacht, wurde aber bislang nicht bekanntgegeben. (sda/dpa)
A nurse prepares to administer the second dose of Pfizer COVID-19 vaccine at a hospital, in Ankara, Turkey, Saturday, May 1, 2021.  Turkish President Recep Tayyip Erdogan imposed the new lockdown restrictions that will last until May 17, spanning the holy Muslim month of Ramadan and the Eid holiday, after COVID-19 infections and fatalities hit record high levels. (AP Photo/Burhan Ozbilici)
18:25
Impfstoffe: Swissmedic untersucht über 4300 Meldungen zu Nebenwirkungen
Bis zum 21. Juli hat das Heilmittelinstitut Swissmedic 4319 Meldungen über unerwünschte Nebenwirkungen durch die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna untersucht. Die eingegangenen Meldungen bestätigen das bereits bekannte Nebenwirkungsprofil und ändern nichts am positiven Nutzen-Risiko Verhältnis der Impfstoffe, wie Swissmedic am Freitag mitteilt.

Die Meldungen wurden mehrheitlich (64,4 Prozent) als nicht schwerwiegend eingestuft, während 35,6 Prozent oder 1537 Meldungen als schwerwiegend kategorisiert wurden. Bei Letzteren lag das Durchschnittsalter bei 63,7 Jahren. (dpo/abi)
17:55
FDP fordert kostenpflichtige Tests für Personen ohne Covid-Symptome
Die FDP fordert, dass Personen, die geimpft werden könnten, dies aber ablehnen, Antigen-Schnelltests selber bezahlen müssen, wenn sie symptomlos sind. Zudem sollen künftige Massnahmen nur noch für Personen ohne Covid-Zertifikat gelten.

Weiter verlangt die FDP, dass Unternehmen im Gesundheitssektor dafür sorgen müssen, dass die Mitarbeitenden mit Kontakt zu Risikogruppen geimpft sind. Die Behörden müssten die Unternehmen dazu anhalten. Eine Impfpflicht für das gesamte Personal wird aber nicht gefordert, schreibt die Partei am Freitag in einer Mitteilung.

Die FDP versteht dies als Appell an die Eigenverantwortung und will damit erreichen, dass flächendeckenden Schliessungen verhindert werden können. Ziel sei es, dass trotz höheren Fallzahlen möglichst viele Menschen das «normale Leben» weiterführen können und eine Überlastung in den Spitälern vermieden wird.

Diese Massnahmen müssten jetzt unternommen werden, um bei dem «langsamen Tempo» der Impfungen einer Verschlechterung der Lage entgegenzuwirken. Weitere Massnahmen seien derzeit nicht nötig, schreibt die Partei, erst wenn sich die Lage in den Spitälern «rapide» verschlimmere.

Der Impfstoff sei aktuell die einzige Möglichkeit, das Virus «wirklich zu bekämpfen» und damit das Leben zu schützen und zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Normalität zurückzukehren, begründete die Partei ihre Haltung. Es liege daher in der Verantwortung jedes einzelnen, die Konsequenzen der eigenen Entscheidungen zu tragen. Freiheitsbeschränkungen gegenüber der gesamten Bevölkerung - also auch den Genesenen und Geimpften – seien nicht mehr zu rechtfertigen. (sda)
Das Logo der FDP ist auf Transparent zu sehen an der Delegiertenversammlung der FDP des Kantons Bern in Bueren an der Aare am Mittwoch, 4. Februar 2015. (KEYSTONE/Thomas Hodel)
17:25
Vietnam verzeichnet so viele Corona-Neuinfektionen wie noch nie
Vietnam hat am Freitag innerhalb von 24 Stunden mehr als 7300 Corona-Neuinfektionen registriert – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie.

Die Zahl sei fünf Mal so hoch wie die im Gesamtjahr 2020 verzeichneten Infektionen in dem südostasiatischen Land, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Am schlimmsten betroffen ist die grösste Stadt Ho-Chi-Minh-Stadt. Hier, wie auch in der Hauptstadt Hanoi, gelten strenge Einschränkungen. Die Menschen sollen nur noch ihre Häuser verlassen, wenn es absolut notwendig ist.

Am Donnerstag waren alle 689 Patienten und Mitarbeiter eines Rehabilitationszentrums für Drogenabhängige in Binh Duong im Süden des Landes positiv auf das Virus getestet worden, wie lokale Medien berichteten.

Im vergangenen Jahr galt Vietnam mit 98 Millionen Einwohnern noch als Vorzeigestaat im Kampf gegen die Pandemie. Seit April sind die Zahlen aber immer weiter gestiegen. Insgesamt wurden bisher rund 78'000 Infektionen bestätigt. 370 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Geimpft ist wegen fehlender Vakzine bisher nur ein Bruchteil der Bevölkerung. Fast ganz Südostasien kämpft wegen der hochansteckenden Delta-Variante gegen schwere Corona-Wellen. (sda/dpa)
epa09352986 A woman wears a face mask as she rides bicycle at a street in Hanoi, Vietnam, 19 July 2021. Vietnam tightened restrictions in 19 provinces, after nearly 6,000 new COVID-19 cases were reported in one day in the country.  EPA/LUONG THAI LINH
15:57
Über 4300 Meldungen über Nebenwirkung nach Covid-Impfung
Bei den über 8,5 Millionen in der Schweiz verabreichten Impfdosen gegen das Coronavirus sind bislang 4319 unerwünschte Nebenwirkungen gemeldet worden. Zwei Drittel davon waren nicht schwerwiegend.

Betroffen waren vor allem Frauen und ältere Personen, im Mittel waren diese 60,2 Jahre alt, wie Swissmedic am Freitag mitteilte. 25,7 Prozent waren gar 75 Jahre oder älter. Bei den Meldungen, bei denen die Nebenwirkung als schwerwiegend eingestuft wurde, waren die Betroffenen im Mittel 63,7 Jahre alt.
FILE - In this July 22, 2021, file photo, a health care worker fills a syringe with the Pfizer COVID-19 vaccine at the American Museum of Natural History in New York. About 100 of the more than 600 U.S. athletes descending on Tokyo for the Olympics are unvaccinated, the U.S. Olympic and Paralympic Committee's medical chief said hours before Opening Ceremony on Friday, July 23. (AP Photo/Mary Altaffer, File)
In 128 der schwerwiegenden Fälle sind die betroffenen Personen in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung gestorben. Gemäss Swissmedic gibt es trotz der zeitlichen Nähe in keinem Fall konkrete Hinweise, dass die Impfung zum Tod geführt hat. Das mittlere Alter dieser Personen lag bei 80,5 Jahren.

Weiterhin führt der Impfstoff von Moderna häufiger (60,4 Prozent) zu Nebenwirkungen als jener von Pfizer/Biontech (37,8 Prozent). Bei 76 Fällen respektive bei 1,8 Prozent wurde der Impfstoff nicht angegeben.

Gemäss Swissmedic ändern die gemeldeten und analysierten Nebenwirkungen das Nutzen-Risiko-Profil der beiden in der Schweiz zugelassenen Impfstoffe nicht. (sda)
15:20
EU-Behörde empfiehlt Impfstoff von Moderna für Kinder und Jugendliche
Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna kann nach einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA auch Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren gespritzt werden.

Die Experten der EMA bewerteten am Freitag in Amsterdam die entsprechenden Daten von Studien positiv und machten den Weg frei für die Zulassung des Impfstoffes für 12- bis 17-Jährige. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen, das aber gilt als Formsache.
In this June 21, 2021, file photo, a resident receives a Moderna COVID-19 vaccine shot at their office in Tokyo. Tokyo's COVID-19 infections surged to a six-month high Wednesday, July 21, 2021,  with the Olympic host city logging 1,832 new cases just two days before the Games open. (AP Photo/Eugene Hoshiko, File)

Das Präparat von Moderna «Spikevax» wäre damit der zweite Corona-Impfstoff, der auch jungen Menschen verabreicht werden darf.
Ende Mai war der Impfstoff von Pfizer/Biontech auch für 12- bis 17-Jährige zugelassen worden. Grundlage des Antrags von Moderna war eine Studie bei 2500 Jugendlichen in den USA. Die Wirksamkeit lag nach Angaben des Unternehmens bei 100 Prozent. (sda/dpa)
15:19
Delta-Variante dominiert in grossen Teilen Europas
Die ansteckendere Delta-Variante dominiert mittlerweile die Corona-Pandemie in grossen Teilen Europas. Das teilten die EU-Gesundheitsbehörde ECDC und das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO am Freitag mit.

Zwischen dem 28. Juni und 11. Juli erfasste Daten zeigten, dass Delta in 19 von 28 Ländern mit ausreichenden Informationen die dominierende Variante gewesen sei.
Der durchschnittliche Anteil an den analysierten Corona-Fällen lag demnach in diesen 19 Staaten bei 68,3 Prozent. Die zuvor dominierende Alpha-Variante kam auf einen Anteil von 22,3 Prozent.

Die in Kopenhagen und Stockholm ansässigen Gesundheitsinstitutionen machten zugleich darauf aufmerksam, dass die Bemühungen wieder verstärkt werden müssten, um Corona-Übertragungen zu verhindern. Die Zahl der bestätigten Fälle sei in Europa in jeder der vergangenen vier Wochen gestiegen, besonders schnell unter Jüngeren. Die Delta-Variante B.1.617.2 werde sich weiter ausbreiten und andere Varianten verdrängen, sofern kein neuer Erreger auftauche.

«Wir sind bezüglich eines Endes der Pandemie noch lange nicht über dem Berg», erklärte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge. Traurigerweise erlebe man verbunden mit der Delta-Variante einen signifikanten Anstieg der Fallzahlen. Die gute Nachricht sei, dass vollständige Corona-Impfungen das Risiko schwerwiegender Erkrankungen und Todesfälle den Daten zufolge erheblich verringerten. Die Menschen sollten sich deshalb impfen lassen. (sda/dpa)
15:07
Verschleiert an Bord: Corona-Infizierter gibt sich als seine Frau aus
In Indonesien hat ein Mann in der Kleidung seiner Frau und mit ihrem negativen PCR-Test eine Flugreise angetreten.
A ten years old boy gets a coronavirus test at the North Sumatra University hospital in Medan, North Sumatra, Indonesia, Thursday, July 22, 2021. (AP Photo/Binsar Bakkara)
Er sei am vergangenen Wochenende vollverschleiert von der Hauptstadt Jakarta auf die knapp 2500 Kilometer entfernte Insel Ternate geflogen, teilte am Freitag der Generaldirektor des Flughafens Halim Perdanakusuma in Jakarta mit. Wie Medien berichteten, wurde der Mann später positiv auf das Coronavirus getestet. Ein Flugbegleiter habe beobachtet, wie der Mann im Flugzeug kurz vorm Aussteigen die Kleidung wechselte und habe daraufhin die Flughafenbehörde alarmiert.

Das viertbevölkerungsreichste Land der Erde gilt derzeit als globaler Corona-Hotspot.
Grund ist vor allem die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante. Besonders betroffen sind die Hauptinsel Java und die berühmte Touristeninsel Bali. Am Donnerstag wurden in dem Inselstaat fast 50'000 Neuinfektionen verzeichnet.

Insgesamt haben sich damit mehr als 3 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Die Behörden meldeten ausserdem 1149 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. (sda/dpa)
13:45
BAG: 46,1 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft
Vom 16. Juli bis 22. Juli sind in der Schweiz 318'749 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Damit sind 46,1 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag auf seiner Website veröffentlichte.

Insgesamt wurden seit Beginn der Impfkampagne 8'747'637 Impfungen verabreicht. 3'985'251 Personen haben zwei Impfdosen erhalten, bei 777'135 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung vorgenommen.

Pro Tag wurden letzte Woche durchschnittlich 45'536 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor sank die Impfkadenz um 17 Prozent. (sda/awp)


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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie

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