DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Im Ferienparadies Griechenland steigen die Corona-Fallzahlen deutlich an.
Im Ferienparadies Griechenland steigen die Corona-Fallzahlen deutlich an.
shutterstock

In diesen Ländern gibt's die meisten Corona-Hospitalisierten und Neuinfektionen

In der Schweiz steigen die Fallzahlen langsam wieder an – in anderen Ländern geht es zurzeit deutlich schneller. Ein Blick auf die Corona-Hotspots dieser Welt und die Situation in den Spitälern.
13.07.2021, 19:5414.07.2021, 08:29
Lea Senn
Folgen

Die schnellste Ausbreitung

In den meisten der rund 200 bei der Johns Hopkins University aufgelisteten Länder und Regionen sind die Fallzahlen in der zweiten Juliwoche höher als noch in der ersten Juliwoche. Zu den positiven Ausnahmen gehören beispielsweise der Kosovo, Hongkong und Neuseeland.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Doch die allermeisten Länder verzeichnen einen Anstieg – manche sogar einen sehr deutlichen. Auf gefährlich hohem Niveau mit steilem Anstieg befindet sich beispielsweise die Niederlande.

Länder mit der steilsten Entwicklung gegenüber der Vorwoche

1. Juliwoche gegenüber 2. Juliwoche, bei mehr als 10 Fällen pro Million Einwohner und mindestens 2 Mio. Einwohnern

  1. Gambia: 12 Fälle pro Million Einwohner (+1'930 Prozent)
  2. Niederlande: 329 (+569 Prozent)
  3. Libyen: 188 (+252 Prozent)
  4. Senegal: 21 (+179 Prozent)
  5. Griechenland: 176 (+154 Prozent)
  6. Slowenien: 30 (+144 Prozent)

Insbesondere in den Regionen Mitteleuropa, Nordamerika, Asien, Ozeanien und Nordafrika steigen die Fallzahlen zurzeit wieder an. In Südamerika hingegen scheint sich die Lage zu verbessern.

Hinweis: Tippe auf ein Land, um die Inzidenz zu erfahren

Achtung: Hier wird nur die relative Entwicklung dargstellt. Auf welchem Infektionslevel sich ein Land befindet, ist weiter unten ersichtlich. China erlebte beispielswiese einen Anstieg von 0,01 auf 0,02 Fälle pro Million Einwohner: Ein klarer Anstieg auf sehr tiefem Niveau.

Die höchsten Fallzahlen pro Einwohner

Die höchste Inzidenz verzeichnet aktuell die Inselgruppe Seychellen mit 1018 Fällen pro Million Einwohner – und das, obwohl dort der allergrösste Teil der Bevölkerung geimpft ist. Mögliche Gründe dafür sind einerseits auf den Seychellen nachgewiesene Infektionen von (ungeimpften) Touristen und andererseits eine womöglich tiefere Wirksamkeit des dort verabreichten chinesischen Impfstoffes gegen die neu aufgetauchten Mutationen.

Bei den Ländern mit über zwei Millionen Einwohnern zeigt sich aktuell in Tunesien die höchste Inzidenz. Mit 662 Neuansteckungen pro Million Einwohner liegt man allerdings noch immer unter dem Schweizer Pandemie-Höchstwert von 950 aus dem vergangenen November.

Die höchsten Neuinfektionen pro Million Einwohner

Täglich, im Schnitt über 7 Tage, Länder mit mindestens 2 Mio. Einwohner

  1. Tunesien: 662 Neuansteckungen pro Million Einwohner
  2. Mongolei: 598
  3. Namibia: 551
  4. Vereinigtes Königreich: 477
  5. Kuba: 474
  6. Kolumbien: 434

Ebenfalls erhöhte Werte zeigen die beliebten Sommerferiendestinationen Spanien, Portugal und die Niederlande.

Die meisten Hospitalisierungen

In der Schweiz waren am Wochenende 88 Personen wegen Covid-19 in einem Spital. 26 davon lagen auf einer Intensivstation.

Das ergibt für die Schweiz 10,2 Hospitalisierte pro Million Einwohner. Die Datenplattform Our World in Data verfügt bei rund 30 Ländern über diesen Wert – am schlechtesten schneidet dabei Bulgarien ab, wo aktuell 189 Personen pro Million Einwohner hospitalisiert sind.

Länder mit den meisten Covid-Hospitalisierten pro Million Einwohner

  1. Bulgarien: 189 Hospitalisierte pro Million Einwohner
  2. Frankreich: 117
  3. Portugal: 56
  4. Spanien: 54
  5. Kroatien: 48
  6. USA: 46

Doch wie auf der folgenden Grafik ersichtlich, ist auch in Bulgarien und Frankreich die Anzahl der Hospitalisierten stark rückläufig. Anteilmässig an der Bevölkerung war die Quote in der Schweiz seit einem Jahr immer tiefer als in den beiden genannten Ländern.

Anders sieht die Situation in Portugal aus: Dort verzeichnen die Spitäler wieder mehr Covid-Patienten als in den letzten Wochen. Erstmals seit Ende März lagen wieder über 700 Personen im Spital. Prozentual steige auch die Zahl der Patienten auf der Intensivstation wieder so stark an wie im Februar, teilen die Gesundheitsbehörden aus Lissabon mit.

Trotz den fallenden Zahlen ebenfalls beunruhigend ist die Situation in Bulgarien, wo erst 14 Prozent geimpft sind. Das ist mit Abstand die tiefste Quote aller EU-Länder. Fake News auf Social Media haben im Land zu grosser Impfskepsis geführt.

In der bulgarischen Hauptstadt Sofia wird in temporären Zelten geimpft – doch bisher nicht allzu schnell: Bulgarien ist das Land mit der tiefsten Impfrate in der EU.
In der bulgarischen Hauptstadt Sofia wird in temporären Zelten geimpft – doch bisher nicht allzu schnell: Bulgarien ist das Land mit der tiefsten Impfrate in der EU.
Bild: keystone
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Fernweh? Ferien sind auch nicht immer lustig

1 / 28
Fernweh? Ferien sind auch nicht immer lustig
quelle: imgur
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Wie wir heute in die Ferien fahren und wie es früher war

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

In Malta sind 80 Prozent geimpft – darum explodieren die Fallzahlen trotzdem

Die Mittelmeerinsel Malta vermeldet rekordhohe Fallzahlen und das obwohl die Impfkampagne erfolgreicher verläuft als in vielen anderen europäischen Ländern. Jetzt schliesst Malta für Ungeimpfte die Grenze.

Über 80 Prozent der 500'000 Einwohner von Malta haben mindestens eine erste Impfdosis erhalten, 78 Prozent sind bereits vollständig geimpft.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Unter den Geimpften sind auch zwei Drittel der 12- bis 15-Jährigen Kinder, die Ende Juni von der Regierung persönliche Einladungen zur Impfung erhalten haben. «Jugendliche können dank der Impfung dazu beitragen, die Ausbreitung der Krankheit auf ihre Freunde, jüngere Kinder und Babys, Familienangehörige …

Artikel lesen
Link zum Artikel