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New England Patriots' Tom Brady kisses his wife Gisele Bundchen after his team defeated the Atlanta Falcons in overtime at the NFL Super Bowl 51 football game Sunday, Feb. 5, 2017, in Houston. The Patriots defeated the Falcons 34-28. At left is their daughter, Vivian. (AP Photo/Patrick Semansky)

Tom Brady mit seiner Frau Gisele Bündchen und Töchterchen Vivian. Bild: Patrick Semansky/AP/KEYSTONE

Eindrücklicher hätte Brady nicht belegen können, dass er der Beste ist

Im amerikanischen Profisport wird oft über Ziegen geredet, denn GOAT steht für «Greatest of All Times». Im Football stellt sich die Frage nach dem Besten seit gestern nicht mehr: Tom Brady hat sich die Bezeichnung ehr- und redlich verdient.

Donat Roduner
Donat Roduner



«Das war ein ganz harter Tag», sagte Tom Brady einst unter Tränen. Diese Aussage würde auch Super Bowl LI zutreffen, aber der Star-Quarterback der New England Patriots machte sie zu einem anderen schicksalshaften Tag in seinem Leben: Dem NFL-Draft 2000.

Dort Stand die Karriere des Thomas Edward Patrick Brady Jr. auf der Kippe. Er musste sich lange gedulden, bis sich ein Team seiner erbarmte. Als 199. wurde sein Name ausgerufen. Kein verheissungsvoller Start einer Football-Karriere. Aber das Schicksal hatte mehr vor mit dem für NFL-Verhältnisse ziemlich unbeweglichen Athleten und brachte ihn mit Bill Belichick zusammen.

Der Headcoach der New England Patriots sah das Talent in Brady und formte ihn zu einem der besten Quarterbacks der Liga. Respektive wie man ab heute getrost behaupten kann: Zum besten Quarterback aller Zeiten.

Die Meinung von «King» James

Davon war im Super Bowl gegen die Atlanta Falcons in der ersten Hälfte zugegebenermassen herzlich wenig zu sehen. Die Befürchtung lag näher, dass Brady und die Patriots eine der monumentalsten Klatschen in der Super-Bowl-Geschichte einfahren würden. 3:28 lag das Team aus New England zurück und der QB fand, von der Falcons-Defensive in die Mangel genommen, nicht zu seinem Spiel.

Die Partie schien entschieden – war sie aber nicht. «Wir haben uns gegenseitig zurückgebracht», sagte Brady nach dem Ende des epischen Thrillers. Er lobte das Team über alles, hauptverantwortlich für das grösste Comeback in der NFL-Geschichte war aber zweifellos er selbst. Irgendetwas hat beim 39-Jährigen Mitte des dritten Viertels «klick» gemacht. Plötzlich dominierte er wieder mit aller Selbstverständlichkeit, brachte Pass um Pass an den Mann und überrollte so die Gegnerschaft.

Das Resultat: Dank 19 Punkten im Schlussviertel erzwangen die Patriots erstmals in einem Super Bowl die Verlängerung. Dort sprach ihnen der Münzwurf den Ball zu, womit eigentlich klar war, wie das Spiel ausgehen wird. Der entfesselte Brady liess sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und bewerkstelligte beim ersten Drive den matchentscheidenden Touchdown – zum dritten Mal war dabei Running Back James White zur Stelle.

Von Tom Brady fiel eine riesige Last ab. Verständlicherweise benötigte er einen Moment, um die Ereignisse zu verarbeiten:

Seine nie dagewesene Leistungen sind auch für Aussenstehende nur schwer einzuordnen. Folgende Rekorde hat er alle aufgestellt oder ausgebaut:

In einem Super Bowl:

Insgesamt:

Der Quarterback-Vergleich:

Bild

* = noch aktiv, SB = Super Bowl, TD = Touchdown. grafik: infogr.am/watson

Brady ist wie, hier zu sehen, nicht in sämtlichen Statistiken der Beste, in manchen nicht annähernd. Doch letztlich kommt es vor allem auf die eine Statistik an. Nämlich die, in der er nun sein Jugend-Idol und Quarterback-Legende Joe Montana (sowie Terry Bradshaw) überholt hat. Die der Super-Bowl-Triumphe. Denn schliesslich muss man erstmal ins letzte Spiel der Saison kommen und dort auch noch seine Leistung abrufen können. Unter diesem Gesichtspunkt ist die folgende Aussage mehr als zulässig: Tom Brady ist alleiniger GOAT. Punkt.

Die Halftime-Show von Lady Gaga

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