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EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini. Bild: EPA/EPA

EU-Aussenbeauftragte Mogherini kritisiert Pompeo scharf

21.05.18, 23:01


Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini hat die von US-Aussenminister Mike Pompeo vorgezeichnete Linie in der Iran-Politik scharf kritisiert. «Die Rede von Minister Pompeo hat nicht deutlich gemacht, wie der Rückzug aus dem Atomabkommen die Region sicherer gemacht hat oder machen soll», heisst es in einer am Montag verbreiteten Stellungnahme Mogherinis.

Sie sprach sich dafür aus, die Wirtschaftsbeziehungen zum Iran nicht einzufrieren. «Die Normalisierung des Handels und der wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Iran bedeutet einen wichtigen Teil der Vereinbarung, der von der internationalen Gemeinschaft aufrechterhalten werden sollte.»

Damit widerspricht Mogherini den Ausführungen Pompeos deutlich. Der US-Aussenminister hatte zuvor klargemacht, dass die USA bereit seien, den Iran mit den empfindlichsten Sanktionen der Geschichte zu überziehen. Alle, die sich «verbotenen Geschäften» mit dem Iran hingäben, würden zur Verantwortung gezogen.

Iran reagiert gelassen auf Pompeos Drohungen

Der Iran hat gelassen auf die Drohungen von US-Aussenminister Mike Pompeo reagiert. «Was Pompeo sagt, zeigt, dass die Amerikaner versuchen, einen Konflikt zu provozieren», sagte Heschmatollah Falahatpischeh, der Sprecher des aussenpolitischen Ausschusses im Parlament in Teheran, am Montag.

Der Iran sollte sich jedoch nicht provozieren lassen, seine diplomatische Linie fortsetzen und rational auf diesen radikalen US-Kurs reagieren, so der Sprecher laut Nachrichtenagentur Isna. Er plädierte dafür, weiterhin die Vorschläge der EU für die Rettung des Atomabkommens ohne die USA abzuwarten.

Pompeo hatte dem Iran angedroht, das Land wirtschaftlich auszutrocknen, sollte es nicht auf eine lange Liste von US-Forderungen zur Befriedung der Nahost-Region eingehen. (sda/dpa)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Alice36 22.05.2018 07:39
    Highlight Alle, die sich «verbotenen Geschäften» mit dem Iran hingäben, würden zur Verantwortung gezogen.

    Wie kommen den die Gringo's dazu sich plötzlich als Weltherrscher aufzuspielen. Da sind wir dann aber besser in der EU aufgehoben. Was meint eigentlich die SVP zu den fremden Richtern? Sind diese plötzlich OK weil USA?
    3 0 Melden
  • rodolofo 22.05.2018 06:42
    Highlight Da bin ich doch wieder einmal froh, dass es eine "Europäische Union" gibt!
    Als "Kleiner Mann von der Strasse" möchte ich dem "Bürokratie-Monster" das in einer riesigen Höhle von Brüssel haust und ca. 27 verschiedenen Sprachen sprechen soll, danken, dass es den "Monster-Babies" (mit-, oder ohne Fake-Hair, hahahaa!) ennet dem "Grossen Teich" (Atlantik) Paroli bietet und nicht zulassen will, dass eine grosse Leistung der Obama-Administration durch "Trump, die destruktive, Rechtsnationalistische Abrissbirne" zerstört wird!
    Dafür verdient ES jedenfalls grossen Respekt:
    Reeschpekt!
    5 0 Melden
  • Gregor Hast 22.05.2018 00:26
    Highlight Die Gelassenheit der Iraner könnten wir uns zu Herzen nehmen. Irgendwann werden die USA und der Iran verhandeln und gute Beziehungen zueinander haben. Bis dahin ist es natürlich noch ein grosser Schritt doch der könnte eines Tages eintreffen. Was die Rede von Pompeo anbelangt, hat der bestimmt seine Sache gut gemacht. Man muss auch das Positive aus seiner Rede heraushören. Immerhin ist er ein gutgläubiger Christ.
    2 27 Melden
    • Klaus07 22.05.2018 04:46
      Highlight Immerhin ist er ein gutgäubiger Christ! Einen bescheuerten Satz habe ich seit langem nicht mehr gelesen. Erstens was sind dann schlechtgläubige Christen? Glauben Sie wirklich, dass die Religiöse überzeugung einen US Aussenminister davon abhällt, ein Muslimisches Land nicht anzugreiffen? Wo wahren all die gutgläubigen Christen im Vietnamkrieg, im Koreakrieg, im Irankrieg, in Lybien oder im Jemen? Es ist doch toll für die Zivilen Opfer, wenn Sie wissen, dass sie von einem gutgläubigen Christen umgebracht wurden.
      7 0 Melden
    • Fabio74 22.05.2018 09:17
      Highlight Toll eine gläubige christliche Kriegsgurgel. Macht ja gleich allesviel besser
      2 0 Melden
  • elias776 21.05.2018 23:56
    Highlight Amerika, mutiert zu einem Monster das denkt, die Welt gehöre ihm.
    15 3 Melden
  • roger.schmid 21.05.2018 23:13
    Highlight «Die Rede von Minister Pompeo hat nicht deutlich gemacht, wie der Rückzug aus dem Atomabkommen die Region sicherer gemacht hat oder machen soll»

    Als ob dies das Ziel der Trumpbande wäre..
    Die ganzen Waffen werden nicht zum Plausch verhökert, und die Nachfrage soll nicht zum Erliegen kommen.
    11 2 Melden
    • Ueli der Knecht 22.05.2018 02:43
      Highlight Sie hat es einfach etwas diplomatischer als du zum Ausdruck gebracht. ;)
      5 0 Melden
    • roger.schmid 22.05.2018 08:43
      Highlight Schon klar Ueli ;)
      2 0 Melden
  • Scaros_2 21.05.2018 23:03
    Highlight Hört auf zu kritisieren und handelt!
    20 16 Melden
    • Ueli der Knecht 21.05.2018 23:41
      Highlight Wenn du bloss eine Ahnung hättest, wie so eine EU-Aussenbeauftragte der EU funktioniert...

      "«Die Normalisierung des Handels und der wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Iran bedeutet einen wichtigen Teil der Vereinbarung, der von der internationalen Gemeinschaft aufrechterhalten werden sollte.»
      Damit widerspricht Mogherini den Ausführungen Pompeos deutlich."

      So etwas darf die Hohe Vertreterin nicht ohne Zustimmung aller 28 EU-Mitglieder sagen. Du darfst also davon ausgehen, dass die gute Frau ziemlich viel zu tun hatte, bevor sie sich zu dieser Äusserung hinreissen liess.
      12 3 Melden
    • Obsidian 22.05.2018 00:16
      Highlight Aus der Hüfte schiessen macht der Donny doch schon. Das bringt nichts. Noch sind es Drohungen. Also haben alle Zeit, geeignete Gegenmassnahmen auszutüfteln. Das funktioniert bei Narzissten besonders gut. Die können sich gar nicht vorstellen, dass eine andere Person besser ist. Und Trump ist ein Narzisst. Sobald die USA tatsächlich Drohungen wahr macht, ist jeder auf dieser Welt bereits informiert und vorbereitet. Ausser Trump.
      7 1 Melden

Familientrennungen an der US-Grenze: TV-Moderatorin bricht in Tränen aus

Seit der «Nulltoleranz»-Politik der amerikanischen Regierung gegenüber Migranten wurden mehr als 2300 Kinder an der mexikanischen Grenze von ihren Eltern getrennt. Selbst Babies und Kleinkinder sind davon betroffen. Für eine TV-Moderatorin ist dies zu viel - sie bricht vor laufender Kamera in Tränen aus.

Gemäss neusten Informationen der Nachrichtenagentur Associated Press wurden nicht nur Kinder, sondern auch Kleinkinder und Babys an der mexikanischen Grenze von ihren Eltern getrennt und in mindestens drei Aufnahmestationen gebracht.

Das ist zu viel für die bekannte US-Fernsehmoderatorin Rachel Maddow. In der Sendung am Dienstag brach sie vor laufender Kamera in Tränen aus, als sie die Meldung über zurückgelassene Babys lesen sollte.

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