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US-Repräsentantenhaus bekennt sich zu Ukraine-Hilfe und Nato

Trump weiter unter Druck: US-Repräsentantenhaus bekennt sich zu Ukraine-Hilfe und Nato

05.06.2026, 07:2005.06.2026, 07:20

Das US-Repräsentantenhaus hat ein umfangreiches Paket zu Ukraine-Hilfen sowie Sanktionen gegen Russland gebilligt und sich zugleich klar zum Nato-Bündnis bekannt. Die Parlamentskammer stimmte mit Hilfe von fast 20 Stimmen der Republikaner von Präsident Donald Trump mehrheitlich für das Gesetz. Es gab 226 Ja- und 195 Nein-Stimmen. Damit steigt der Druck auf Trump, der sich zuletzt äusserst kritisch über die Nato geäussert und im 2022 von Russland begonnen Ukraine-Krieg nicht klar auf die Seite des angegriffenen Landes gestellt hatte.

President Donald Trump listens at an event about coal, Thursday, June 4, 2026, in the Oval Office of the White House in Washington. (AP Photo/Julia Demaree Nikhinson)
Trump
Gegenwind für Donald Trump: Auch Republikaner stimmten für Ukraine-Hilfen.Bild: keystone

Das Gesetz, das von demokratischer Seite eingebracht worden war, muss noch von der anderen Parlamentskammer, dem Senat, gebilligt werden. Dann wird es Trump zur Unterschrift vorgelegt, der ein Veto einlegen könnte. Die nun erfolgte Abstimmung bringt den Republikaner in eine heikle Lage, denn er müsste sich im Zweifel gegen zahlreiche Parteikollegen stellen. Zuletzt hatten immer wieder Republikaner offen gegen den politischen Kurs im Weissen Haus opponiert – wenige Monate vor den Zwischenwahlen im Kongress, bei denen die Partei des Präsidenten ihre hauchdünne Mehrheit in beiden Kammern verteidigen will.

Russland zum Abzug aus der Ukraine aufgefordert

In dem Gesetz heisst es, dass die USA russische Kriegsverbrechen auf das Schärfste verurteilen. Russland müsse sofort und bedingungslos sämtliche Streitkräfte aus ukrainischem Hoheitsgebiet abziehen, einschliesslich der Krim und der als Donbass bekannten Gebiete Donezk und Luhansk im Südosten des Landes. Jegliche Verhandlungen müssten zudem auf der Souveränität der Ukraine beruhen und dürften nicht von Russland diktiert werden.

Das Gesetz sieht jede Menge Sanktionsmöglichkeiten vor – gegen russische Banken, den Energiesektor und auch hochrangige Politiker wie Präsident Wladimir Putin. Für die Ukraine sollen ausserdem Kredite zur Militärfinanzierung bereitgestellt werden.

Repräsentantenhaus: Nato ist Bollwerk

Die Abgeordneten bekennen sich ausdrücklich zur Nato als Verteidigungsbündnis und speziell zum Artikel 5 des Nato-Vertrags. Dieser regelt, dass die Bündnispartner im Fall eines Angriffs auf die Unterstützung der Alliierten zählen können und ein Angriff auf ein Mitglied als Angriff auf alle gewertet wird. Das Bekenntnis der USA zu Artikel 5 stärke die Abschreckung der Nato als Bollwerk gegen Gegner wie Russland, China und Iran, die ihren schädlichen Einfluss ausweiten wollten, heisst es in dem Gesetzestext.

Zuletzt hatte es aus dem Weissen Haus vor allem kritische Töne Richtung Nato gegeben. Trump hatte Deutschland und anderen Nato-Ländern angekreidet, dass sie nicht bei der Sicherung der Strasse von Hormus im Iran-Krieg geholfen hätten. Man werde sich daran erinnern und «niemals vergessen», hatte Trump gedroht. (dab/sda/dpa)

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Die beliebtesten Kommentare
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Mentos
05.06.2026 07:54registriert Mai 2020
Es hat die Dynamik eines trotzigen Teenagers, der allen seinen Freunden verbietet, auf die Party des verhassten Nachbarn zu gehen – und am Abend stellt er fest, dass seine gesamte Clique dort auf der Tanzfläche steht und die Polonäse anführt, während er alleine zu Hause sitzt.
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Poly Tick
05.06.2026 07:44registriert Oktober 2023
Der Druck muss auf viel mehr Ebenen noch viel grösser werden! Die freie Welt wartet auf die Midterms, dann wird es rel. schnell gehen...
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MarGo
05.06.2026 08:05registriert Juni 2015
Das sind tatsächlich mal good news aus der Bananenrepublik.
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