DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

USA verkaufen Raketen für 15 Mia. Dollar an Saudis – trotz Jemenkrieg und Khashoggi

29.11.2018, 13:4529.11.2018, 13:46

Inmitten des Streits um die US-Unterstützung für Saudi-Arabien im jemenitischen Bürgerkrieg hat Washington den Weg für ein strategisch bedeutsames Waffengeschäfte mit Riad im Wert von 15 Milliarden Dollar freigemacht.

Die US-Regierung stimmte dem Verkauf von 44 Abschussrampen sowie von Raketen des Flugabwehrsystems THAAD an Saudi-Arabien zu, wie US-Medien am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf das US-Aussenministerium berichteten. Demnach wurde die Vereinbarung am Montag unterzeichnet.

Thaad des US-Rüstungskonzerns Lockheed Martin kann angreifende Kurz- und Mittelstreckenraketen in bis zu 150 Kilometern Höhe abfangen. Die Rakete hat eine Reichweite von 1000 Kilometern. Das modernste Abfangsystem der USA wurde bereits in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Südkorea verkauft.

Im seit dreieinhalb Jahren andauernden Jemenkrieg haben die Huthi-Rebellen Kurzstreckenraketen auf Saudi-Arabien abgefeuert. Das Königreich führt eine Militärkoalition, die mit Luftangriffen die jemenitische Regierung gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen bekämpft. Washington liefert den Saudis dafür unter anderem Waffen, Munition und Geheimdiensterkenntnisse.

Die Exportschlager der Schweizer Rüstungsindustrie

1 / 17
Die Exportschlager der Schweizer Rüstungsindustrie
quelle: keystone / christian beutler
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Widerstand wächst

Allerdings wächst im US-Parlament der Unwillen über den Jemenkrieg, der katastrophale Folgen für die Zivilbevölkerung hat. Nach der Ermordung des saudischen Journalisten und Regimekritikers Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat von Istanbul sind die Gegner einer Hilfe an die Saudis erstarkt.

Am Mittwoch stimmte der Senat dafür, kommende Woche über eine Resolution zu debattieren, die Präsident Donald Trump zum Ende der Unterstützung Saudi-Arabiens im Jemenkrieg zwingen könnte.

Khashoggi war am 2. Oktober in das Konsulat in Istanbul gegangen, um Papiere abzuholen - und kam nie wieder heraus. Saudi-Arabien gestand nach massivem internationalen Druck, dass der Regierungskritiker dort getötet wurde.

Das Königshaus beteuert, nichts davon gewusst zu haben. Die Diskussion dreht sich um die Frage, ob der Kronprinz Mohammed bin Salman hinter dem Mord stand. (sda/dpa)

Fall Khashoggi: Ein Mord mit politischen Konzequenzen

Video: watson
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Dieser Obdachlose zerstört Impfskeptikerin mit 7 Worten – und das Internet feiert ihn ab

Der Clip eines obdachlosen Mannes ging in den letzten Tagen viral, weil er das Argument einer Impfskeptikerin mit einem Satz zerlegt hat. Im Netz wird er dafür gefeiert – mit ungeahnten Auswirkungen.

Der 28-sekündige Clip wurde Anfang Oktober während eines Anti-Impf-Protestes in Los Angeles aufgenommen. Dabei sind die Protestierenden zu sehen, wie sie Flaggen schwingend und mit Plakaten in den Händen den Hollywood-Boulevard entlanglaufen. Eine Frau macht unterdessen mit einem Megaphon auf sich und die Gruppe aufmerksam.

«Seht ihr all die obdachlosen Menschen hier?», schreit sie durch das Megaphon. «Sind sie an Covid gestorben und liegen tot auf der Strasse? Absolut nicht! Wieso?»

Vermutlich …

Artikel lesen
Link zum Artikel