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David McIntyre, rechts, von Zug im Spiel gegen Torhueter Sandro Zurkirchen, mitte, von Lausanne beim Eishockey Meisterschaftsspiel in der Qualifikation der National League zwischen dem EV Zug und dem HC Lausanne vom Freitag, 11. Januar 2019 in Zug. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Lausanne am Boden gegen Zug – auch nach dem Halbfinal? Bild: KEYSTONE

Die 13-Punkte-Analyse zeigt: Zug ist gegen Lausanne der Favorit, aber ...

Zug gegen Lausanne ist das Duell zweier aufstrebender Hockey-Unternehmen. Die Analyse von 13 Spielfaktoren hat den EVZ eigentlich als klaren Favoriten herausgestrichen. Doch die Westschweizer können ihren Gegner durchaus ärgern.



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Tore pro 60 Minuten

Zwischen Zug und Lausanne sind wohl mehr Tore zu erwarten als zwischen Bern und Biel. Der EVZ schoss im Viertelfinal durchschnittlich 3,9 Tore pro 60 Minuten Spielzeit. In der Qualifikation waren es 3,15 Tore pro 60 Minuten. Die Waadtländer kamen auf 3,14 Treffer, das ist leicht über dem Schnitt der Regular Season von 2,80 Toren.

EVZ – LHC 1:0

Gegentore pro 60 Minuten

Wer wenig Tore schiesst, muss gut verteidigen. Das hat Lausanne gegen Langnau getan. Doch mit 2,39 Gegentoren pro 60 Minuten (Regular Season: 2,29 Gegentore) gegenüber Lausannes 2,57 Gegentoren (Regular Season: 2,50 Tore) haben dennoch die Zentralschweizer den Vorteil auf ihrer Seite.

EVZ – LHC 2:0

Schüsse aufs Tor

Zug musste gegen Lugano einmal in die Verlängerung. Deshalb nehmen wir hier den Datensatz Schüsse pro 60 Minuten von NL Icedata. Zug bringt in 60 Minuten 30,7 Schüsse auf den gegnerischen Kasten, Lausanne 28,29 Schüsse.

EVZ – LHC 3:0

Zugelassene Schüsse aufs Tor

Auch hier greifen wir auf NL Icedata zurück. Lausanne lässt pro 60 Minuten nur 26,57 Schüsse auf das eigene Tor zu – Bestwert aller Playoff-Teams. Zug liegt mit 27,22 nur knapp darüber.

EVZ – LHC 3:1

Schusseffizienz

Beide Mannschaften waren im Viertelfinal gegen ihre jeweiligen Gegner sehr effizient. Bei Lausanne gingen 11,11 Prozent aller Torschüsse rein, bei Zug sogar 12,77 Prozent.

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Bild: watson, infogr.am

EVZ – LHC 4:1

Schusspositionen

Lausanne hat drei Spiele mehr absolviert als der EVZ. Deshalb sieht natürlich das Bild des Shottrackers der Waadtländer dichter aus als jenes der Zuger. In der Offensive kommen beide Mannschaften aus ähnlich guten Positionen zum Abschluss. In der eigenen Zone lässt Lausanne mehr Schüsse aus gefährlichen Zonen zu. Das gibt zwei Punkte für Zug, einen für Lausanne.

Wie lese ich den Shottracker?

Grünes Dreieck = Tor
Gelber Punkt = Schuss auf das Tor
Rotes Quadrat = Schuss neben das Tor
Graues Quadrat = Geblockter Schuss

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Offensive Schusspositionen Zug. Bild: nlicedata.com

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Offensive Schusspositionen Lausanne. Bild: nlicedata.com

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Defensive Schusspositionen Zug. Bild: nlicedata.com

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Defensive Schusspositionen Lausanne. Bild: nlicedata.com

EVZ – LHC 6:2

Goalie

Auch hier punktet der EVZ. Tobias Stephans Zahlen (91,2 Prozent Fangquote, 2,4 Gegentore pro Spiel) sind zwar nicht überragend, aber doch noch etwas besser als jene von seinem Gegenüber Sandro Zurkirchen (90,81 Prozent Fangquote, 2,42 Gegentore pro Spiel).

EVZ – LHC 7:2

Geblockte Schüsse

Ein Punkt für beide Teams. Zug blockt mit 14,34 Blocks pro 60 Minuten zwar hauchdünn mehr Schüsse als Lausanne mit 13,71 Blocks pro 60 Minuten. Die Differenz ist aber so klein, dass sie kaum ins Gewicht fällt.

EVZ – LHC 8:3

Schusskontrolle

So leid es uns tut, liebe Lausanne-Fans: Auch dieser Punkt geht nicht ins Waadtland. Zug hat gegen Lugano 50,1 Prozent aller Schussversuche kontrolliert. Lausanne erreichte gegen Langnau hingegen nur eine Kontrolle von 47,9 Prozent aller Schussversuche.

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Bild: watson, infogr.am

EVZ – LHC 9:3

Powerplay

Frohlocket! Eine Kategorie, die der LHC für sich entscheidet. Und das ziemlich klar. Die Westschweizer haben im Powerplay eine Erfolgsquote von 25,81 Prozent. Der EVZ kommt «nur» auf 19,05 Prozent.

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Bild: watson, infogr.am

EVZ – LHC 9:4

Boxplay

Ob Lausanne sein starkes Powerplay tatsächlich ausspielen kann, ist allerdings fraglich. Denn der EVZ hat gegen Lugano ein sackstarkes Boxplay gezeigt. In 19 Unterzahlsituationen haben sie nur ein Tor zugelassen – Erfolgsquote von 94,74 Prozent. Da zieht das Unterzahlspiel der Westschweizer – obwohl mit 82,61 Prozent auch gut – den Kürzeren.

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Bild: watson, infogr.am

EVZ – LHC 10:4

Zwei-Minuten-Strafen

Ingesamt hat Lausanne mit 30 «Zweiern» zwar mehr kleine Strafen genommen als Zug mit 25. Doch das Team von Trainer Ville Peltonen hat auch drei Spiele mehr absolviert. Insgesamt nehmen die Löwen rund zwei Strafen weniger pro Spiel als der EVZ.

EVZ – LHC 10:5

Defensive Bullys

Ausgeglichener kann es gar nicht sein. Beide Teams gewinnen exakt 50 Prozent ihrer Bullys in der defensiven Zone.

EVZ – LHC 11:6

Fazit:

Wie schon bei der gestrigen Vorschau der Hinweis: Natürlich sind diese Statistiken stark vom Viertelfinalgegner abhängig und können deshalb nicht 1:1 auf diese Halbfinalserie angewendet werden.

Dennoch ist dies bei den wichtigen Statistiken ein klarer Punktesieg für den EVZ. Die Zuger schiessen mehr und kassieren weniger Tore. Sie sind effizienter und haben den Torhüter mit den besseren Statistiken. Wenn Lausanne allerdings so spielt wie im siebten Spiel gegen Langnau, können sie Zug dennoch vor grössere Probleme stellen.

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • San1979 26.03.2019 15:41
    Highlight Highlight Ich hoffe auf einen guten Start heute Abend.
  • magnet1c 26.03.2019 12:48
    Highlight Highlight Wir werden in dieser Saison einen Meister sehen, der nicht Bern heisst. So zumindest die berechtigte Hoffnung. :-)
  • Peedy 26.03.2019 12:48
    Highlight Highlight Das sehr starke Boxplay der Zuger hatte wohl auch viel mit dem Unvermögen der Luganesi zu tun...
  • maxi 26.03.2019 12:28
    Highlight Highlight Punkt zwei, ist etwas verwirrend. Villeicht sollte man da nochmals etwas ändern...
  • maylander 26.03.2019 12:13
    Highlight Highlight Wieso bleibt das Resultat zwischen den Punkten 9-11 bei
    EVZ - LHC 9:3?
    • miarkei 26.03.2019 12:22
      Highlight Highlight Frage mich auch😅
    • Adrian Buergler 26.03.2019 12:44
      Highlight Highlight Das war eine Unachtsamkeit. Ist jetzt angepasst.
    • maylander 26.03.2019 12:49
      Highlight Highlight Und wenn ich schon am reklamieren bin:

      Penalty Killing wäre der bessere Ausdruck als Boxplay.

      Das Boxplay ist eine weit verbreitete Taktik indem die vier Spieler in Unterzahl ein Rechteck (Box ) bilden. Es sind aber auch andere Taktiken anwendbar Forechecken in der neutralen Zone, so dass der Gegner gar nicht in die eigene Zone kommt.. Bei 3 gegen 4 oder 3 gegen 5 ist sowieso keine Box möglich.

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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