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Olympiagold wie vor vier Jahren: Michelle Gisin ist die beste Kombiniererin der Welt.
Olympiagold wie vor vier Jahren: Michelle Gisin ist die beste Kombiniererin der Welt.Bild: keystone

Ein Auf und Ab – Michelle Gisins verrückte Reise in die chinesischen Berge

Erst eine riesige Enttäuschung im Slalom, dann noch grössere Freude im Super-G. Ein Rückschlag in der Abfahrt – und nun der Triumph in der Kombination. Michelle Gisin hat an den Olympischen Spielen 2022 bewegte Tage hinter sich.
17.02.2022, 14:1417.02.2022, 14:15

4. Februar

Im Olympiastadion von Peking werden ganz besondere Olympische Spiele eröffnet: Wegen der Corona-Pandemie praktisch ohne Zuschauer und mit strikten Massnahmen. Michelle Gisin kehrt als Olympiasiegerin nach Asien zurück, 2018 gewann sie Gold in der Kombination.

Die Eröffnungsfeier in Bildern

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Die Eröffnungsfeier in Peking 2022 in Bildern
quelle: keystone / brynn anderson
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7. Februar

Riesenslalom: Rang 10

Bei Halbzeit liegt Michelle Gisin auf Rang 9. Mit einem Traumlauf könnte sie es noch aufs Podest schaffen. Doch dieser Lauf gelingt der nach ihr startenden Lara Gut-Behrami: Die Tessinerin gewinnt Bronze, Gisin und Wendy Holdener (9.) stehen in ihrem Schatten.

Bild: keystone

9. Februar

Slalom: Rang 6

Was für eine glänzende Ausgangslage! Michelle Gisin belegt nach dem 1. Lauf den zweiten Rang, nur drei Hundertstel hinter der Führenden Lena Dürr aus Deutschland.

Bild: keystone

Aber in der Entscheidung fährt Gisin ein wenig zu verhalten. Sie fällt auf Rang 6 zurück, ihre Kollegin Wendy Holdener kann sich stattdessen von Zwischenrang 5 verbessern und darf sich über Bronze freuen.

Bild: keystone

11. Februar

Super-G: Bronzemedaille

Unverhofft kommt oft! Nachdem es in den technischen Disziplinen nicht geklappt hat, schlägt im Super-G eher unerwartet Michelle Gisins Stunde. Als sie mit Startnummer 4 ins Ziel kommt, liegt sie auf Rang 2 hinter der Österreicherin Mirjam Puchner.

Bild: keystone

Die grossen Favoritinnen sind alle noch am Start. Doch am Ende ist nur noch eine weitere Fahrerin schneller als die Obwaldnerin: Lara Gut-Behrami wird Olympiasiegerin und Michelle Gisin gewinnt die Bronzemedaille.

Bild: keystone
Bild: keystone

14. Februar

Letztes Abfahrtstraining

Im Schweizer Team ist noch ein Startplatz für die Abfahrt frei und wie Gisin durchblicken lässt, deuten die Trainer ihr gegenüber an, sich für sie zu entscheiden. Nachvollziehbar nach dem Exploit im Super-G.

Bild: keystone

Doch dann fährt Teamkollegin Joana Hählen im Abschlusstraining die Bestzeit und liefert den Trainern ein Argument für die Nominierung, das sie nicht übergehen können. Hählen darf fahren (und wird am Ende gute Sechste) Gisin muss mit der Faust im Sack zuschauen. Sie stört sich nicht in erster Linie am Entscheid, sondern wie man diesen kommuniziert habe.

Bild: keystone

«Das, was zu dieser Entscheidung für die Abfahrt geführt hat, war sehr schwierig. Es war einfach eine Enttäuschung, wie kommuniziert und mit mir umgegangen wurde», sagte Gisin nach dem Olympiasieg.

17. Februar

Kombination: Goldmedaille

Vielleicht ist das Verpassen der Spezialabfahrt das nötige Puzzlestück beim erneuten Olympiasieg in der Kombination. Einerseits, weil Michelle Gisin damit etwas Kraft sparen kann, andererseits, weil die Nichtnominierung eine Extramotivation ist.

Im ersten Teil, der Abfahrt, fährt sie auf Rang 12. Auf Topfavoritin Mikaela Shiffrin büsst sie lediglich 44 Hundertstel ein.

Bild: keystone

Im Slalom startet Wendy Holdener unmittelbar vor ihr. Shiffrin ist ausgeschieden, nun setzt sich die «ewige Zweite» an die Spitze – und hofft, dass das Glück endlich auf ihrer Seite ist. Doch heute geht es nicht um Hundertstel. Michelle Gisin gelingt ein fantastischer Slalom, sie schlägt ihre Kollegin um mehr als eine Sekunde und wird zum zweiten Mal in Folge Olympiasiegerin in der Kombination.

Bild: keystone
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Bild: keystone

18. Februar

Heimreise

Am Freitagmorgen wird Gisin in Zürich-Kloten landen. Aufgrund der Pandemie wird kein Empfang für Fans organisiert.

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Die erfolgreichsten Schweizer an Olympischen Winterspielen

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Die erfolgreichsten Schweizer an Olympischen Winterspielen
quelle: keystone / peter klaunzer
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1 Kommentar
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Für Olympia 2026 steht bereits fast alles – und 007 war auch schon da
Die Olympischen Spiele von Peking sind Geschichte. Es waren Winterspiele, die von der Corona-Pandemie und Wettkämpfen in oft schneefreien Bergen geprägt waren. 2026 kehrt Olympia nach Europa und in den Alpenraum zurück.

Es waren seltsame Bilder, die zu Beginn der Olympischen Spiele die TV-Zuschauer überraschten. Skirennen fanden zwar in einer durchaus spektakulären und bitterkalten Bergregion statt – aber Schnee, so erfuhr man, fällt in dieser staubtrockenen Gegend eigentlich nie. Deshalb wurde auf einem Kunstschneeband inmitten einer kargen Landschaft gefahren. Dass während den Spielen dann doch noch Schnee fiel, war eine willkommene Überraschung.

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