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Bewegung der Neuen Rechten, Islamkritik, Fremdenfeindlichkeit: Mit ihren YouTube-Videos propagierte Lisa Licentia die Botschaft der rechtspopulistischen Partei AfD. Bild: keystone / youtube.com/c/LisaLicentia

Lisa Licentia: Vom rechtsextremen Poster-Girl zur Aussteigerin

In der Pro7-Reportage «Rechts.Deutsch.Radikal» tritt Lisa Licentia als rechtsextreme Influencerin auf. Die Szene war ein Sprungbrett für ihre YouTube-Karriere. Plötzlich bricht sie mit all dem, weil sie es nicht mehr vertreten kann. Ein Porträt über eine Aussteigerin voller Widersprüche.



«Ihr seid gefolgstreue Lappen, mehr seid ihr nicht!» Lisa Licentia schreit eine Gruppe Antifaschisten an. Vor ihr steht eine Reihe Polizisten. Hinter ihr lacht jemand zustimmend. Neben ihr stehen schwarz bekleidete Menschen mit hochgezogenen Kapuzen. Sie ist an einem Protest der Neuen Rechte Deutschlands und filmt. Das Video erscheint wenig später auf ihrem YouTube-Kanal.

Die 26-jährige Lisa will uns, die Leute vor den Bildschirmen, mitnehmen. An Demonstrationen, Kundgebungen, an Tagungen der AfD. «Ich will euch die Bürger zeigen, die eigentlich nur ihre Heimat beschützen wollen», erklärt sie mit zarter Stimme und rollendem R.

Das ovale, weiche, weisse Gesicht mit vollen Lippen ist nun völlig entspannt. Ganz im Gegensatz zum Moment am Protest. Ihr rostrot gefärbtes Haar fällt auf das knallgelbe Shirt mit weissrosa Blümchen. Das Ziel ihres Kanals: Ein Gegenbild zu den in ihren Augen einseitigen Medien schaffen. Das Resultat: Höchst islamophobe und fremdenfeindliche Beiträge.

In zwei Wochen zur rechten Influencerin

Es ist Ende April 2019. Lisa eröffnet ihr YouTube-Konto. Schon das erste Video generiert viel Aufmerksamkeit und Zuspruch von rechts. Nach zwei Wochen zählt sie 12'000 Abonnenten. Ranghohe AfDler teilen ihre Videos, sie bekommt Klicks, Likes, Kommentare, Spendengelder fliessen auf ihr Paypal-Konto. In einem Monat verdient sie gar 4000 Euro. Sie erhält alles, was ein YouTuberinnen-Herz begehrt.

Lisa Licentia

Flüchtlinge und Migranten als Feindbild: Lisa Licentia war in der rechtsextremen Szene mit ihren Videos extrem schnell erfolgreich. Bild: zvg

Lisa Licentia heisst nicht wirklich so. Ihr Künstlernachname ist lateinisch und bedeutet Freiheit, Macht oder Zügellosigkeit. Die heute 27-Jährige lebt in der Umgebung Köln. Am Anfang ihrer YouTube-Karriere gehört sie der rechtsextremen «Identitären Bewegung», kurz IB an. Nach zwei Monaten tritt sie aus. Das Problem: sexistische Sprüche der IB-Kollegen.

Frauenrechte sind Lisas Fokus. Dafür will sie kämpfen. In ihren Videos, in Live-Streams und auf Twitter schimpft und diskutiert sie über die Islamisierung Deutschlands. Sie will, dass die Grenzen geschlossen werden. «Mein Feindbild waren Flüchtlinge», sagt sie im Telefongespräch mit watson. «Wenn Deutsche Frauen sterben, wenn sie vergewaltigt werden, dann war das immer ein Flüchtling oder ein Migrant.»

«Ich habe mir ununterbrochen schlechte Nachrichten angesehen.
Sechs bis sieben Stunden pro Tag, manchmal sogar zehn.»

Lisa Licentia

In der Nachrichten-Bubble

«Ich lag nachts im Bett und weinte, weil ich Angst hatte, dass die Islamisierung kommt, dass meine Kinder eine Burka tragen müssen, weil sie auf der Strasse vergewaltigt werden.» Für Lisa war das die Realität. Ihre Haupt-Informationsquelle: die Facebookseite der AfD. Gleich danach die «Bild»-Zeitung. Alles andere war linksversifft.

Lisa ist in einer kompletten News-Bubble. «Ich habe mir ununterbrochen schlechte Nachrichten angesehen. Sechs bis sieben Stunden pro Tag, manchmal sogar zehn.»

Zweifel sind tabu

Freunde hat sie keine mehr ausserhalb der Szene. Sogar ihr Vater bricht den Kontakt zu seiner Tochter ab. Er ist Türke und versteht den Aktivismus von Lisa nicht. Ganz im Gegensatz zu seiner Ex-Frau, Lisas Mutter. Sie, ihr neuer Ehemann und Lisas Stiefgeschwister sind überzeugte AfD-Anhängerinnen und Anhänger.

Der kleinste Zweifel, den Lisa über die rechtspopulistische Partei äussert, wird sofort ertränkt. Und sie hat Zweifel. Denn eigentlich wollte sie nur für Frauen einstehen. Sie wollte nicht gegen eine Religion hetzen. Das sagt sie zumindest heute. Doch dafür sitzt sie inzwischen zu tief im Fuchsbau.

«Ich wollte nie das hübsche Gesicht der AfD sein.
Sie haben es geschafft, mich zu benutzen.»

Lisa Licentia

Dann taucht Pro7 auf. Es ist Ende 2019. Der private Sender will eine Reportage drehen, der Titel: «Rechts. Deutsch. Radikal.» Moderator Thilo Mischke trifft Lisa, begleitet sie mit einem Kamerateam an eine AfD-Tagung im Bundestag. Es kommt zu Hasstiraden gegen den Islam. Vorhersehbar für Thilo Mischke und Team. Womit sie nicht rechnen, ist, was nach der Veranstaltung passiert: Lisa bricht vor laufender Kamera in Tränen aus. «Ich wollte die ganze Scheisse nicht. Ich bin da reingeschlittert und komme nicht wieder raus.»

Ein Geständnis voller Widersprüche. Wie konnte es passieren, dass sie erst so spät begreift, was da läuft? «Ich dachte, es sind nur ein paar einzelne Politiker schlimm und die meisten anderen, die sind ganz nett», erklärt Lisa am Telefon.

Konfrontation in der realen Welt

Die Kehrtwende beginnt für Lisa schon vor Pro7, wie sie erzählt. Nämlich, als ein fremder Mann aus Köln sie auf Twitter anschreibt. Er tat, wofür liberale und linke Politikerinnen und Politiker oft keine Zeit zu haben scheinen: Er trifft die aktivistische Patriotin und diskutiert mit ihr. Er hinterfragt ihre Ansichten, empfiehlt ihr Bücher und Zeitungen, klärt sie auf. «Es ist etwas anderes, wenn jemand vor dir sitzt und ins Gesicht sagt, dass das, was du beabsichtigst, eigentlich gut, aber die Umsetzung einfach scheisse ist.»

Die rechte Szene war Lisas Sprungbrett für ihre YouTube-Karriere. Was dafür von ihr eingefordert wurde, die Videos, die Posts, ihre Präsenz als rechtes Poster-Girl, realisierte Lisa erst spät. «Ich wollte nie das hübsche Gesicht der AfD sein. Sie haben es geschafft, mich zu benutzen.»

Offline: Eine andere Lisa

Das Telefoninterview mit Lisa ist anstrengend. Es ist schwer, ihre Person zu begreifen. In ihren vergangenen Posts huldigt sie der AfD, macht fremdenfeindliche und islamophobe Aussagen, dann gibt sie sich als Humanistin, teilt Beiträge zu «Black Lives Matter». Die Lisa am Telefon ist eine andere als die in den Videos.

Pro7 strahlt die Reportage Ende September aus. Lisas Seitenwechsel ist aber schon vorher publik. Im Juni 2020 wird ihr Twitter-Account gehackt und der Nachrichtenaustausch zwischen ihr und Pro7-Moderator Mischke erzürnt ihr Publikum. Sie erhält Morddrohungen, Pakete mit Waffen, Bücher über Antisemitismus.

Kein Online-Ausstieg

Davon einschüchtern lässt sie sich nicht. Ihr Leben spielt sich nach wie vor online ab. Ihre alten Videos und Posts hat sie gelöscht. In neuen Clips kritisiert sie Rechtsextreme, die AfD, die junge Alternative – ihre früheren Sponsoren.

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Kritik an AfD und Rechtsextremismus anstatt Proteste und Islamophobie: Der YouTube-Kanal von Lisa Licentia sieht heute ganz anders aus. Die meisten Beiträge von 2019 hat sie gelöscht. Bild: https://youtube.com/c/LisaLicentia / Stand: 16.10.2020

Dafür erntet sie momentan hauptsächlich Hass. Für die Rechten ist sie eine Verräterin. Für die Linken ist sie unglaubwürdig. Ihre Familie will keinen Kontakt mehr zu ihr, auch der Vater reagiert auf ihre Nachrichten nicht. «Er wird mir niemals verzeihen, was ich da gemacht habe.» Freunde hat sie ausserhalb des Netzes keine.

Kommentarspalte unter Ausstiegs-Video von Lisa Licentia auf Youtube.

«Scheinheilige Opportunistin», «schämen sollten Sie sich!» – Ein Ausschnitt der Kommentarspalte unter Lisa Licentias Video zu ihrem Ausstieg aus der rechten Szene. Bild: www.youtube.com/c/LisaLicentia

Ohne ihre drei Kinder, ihren Freund und einem Ausstiegsprogramm für Szenengängerinnen würde sie das alles nicht packen, sagt Lisa. Den Hauptteil des Ausstiegs hat sie bereits geschafft. Nun trifft sie sich im Rahmen des Programms alle drei Wochen für zwei- bis dreistündige Gespräche. Dort wurde ihr geraten, sich aus den sozialen Meiden zurückzuziehen. Doch das will sie nicht. Es sei das Ziel der Rechten, sie mit ihren Drohungen einzuschüchtern. «Den Gefallen tue ich ihnen nicht. Aber ich reduziere. Diese permanente Online-Präsenz tut mir nicht gut.»

David gegen Goliath

Lisa Licentia will weiterhin kämpfen. Zurzeit schliesst sie ihr Abitur ab, um dann Soziologie studieren und sich auf Rechtsextremismus spezialisieren zu können. «Die Rechten rekrutieren ihre Wähler im Internet». Man dürfe ihnen das Netz nicht komplett überlassen, es brauche einen Gegenpol.

Der Online-Kampf von Lisa ist ein zäher. Die Blase der AfD hat eine dicke Wand. Es erinnert an die Geschichte von David gegen Goliath, was sich Lisa da aus Schuldgefühlen selbst aufgebürdet hat.

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48Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • reactor 18.10.2020 14:55
    Highlight Highlight Erkenntniss und Veränderung verdient Respekt. Allerding sich am Ende als Opfer zu sehen, ist ein Versuch sich der unmittelbaren Verantwortung ihres vergangenen Verhaltens zu entziehen. Die Opferhaltung ist keine aktive Verarbeitung und somit ist die neue Haltung mindestens so willkürlich gewählt und am Ende ist sie da dann auch 'Opfer' weil immer irgendwie manipuliert.
    • reactor 18.10.2020 16:16
      Highlight Highlight habe jetzt ein paar aktuelle Videos von ihr geschaut, finde sie schon ziemlich authentisch und ehrlich. Soweit man das beurteilen kann in diesen Medien
  • idrisi 18.10.2020 14:26
    Highlight Highlight
    Radikalisierung kann recht schnell gehen. Je weniger gefestigt jemand ist und je mehr Anerkennung er braucht desto anfälliger ist er.
    Wenn man noch in einer Blase steckt die Unrechtes gegenüber allen anderen glorifiziert, die eigene Sicht über alles hebt und keine interne Kritik zulässt entgleitet man selbst mit der ganzen Gruppe. Dies findet Links genauso statt wie Rechts.
  • 8004 Zürich 18.10.2020 13:28
    Highlight Highlight Ich halte sie einfach für famegeil. Habe mit jetzt einige Videos von und mit ihr gegeben und komme für mich zum Schluss, dass sich bei ihr "innerlich" nicht viel getan haben kann. Das ist dieselbe Person, die vor wenigen Monaten in öffentlichen Videoformaten darüber gesprochen hat, wie gewisse Menschen riechen(!) und sie erweckt nicht den Eindruck, als ob sie durch einen Prozess gegangen wäre. Jetzt bedient sie sich halt anderer, von der Allgemeinheit breiter getragener, politisch korrekter Feinbilder, um sich zur Botschafterin herauf zu stilisieren.



  • Scott 18.10.2020 11:58
    Highlight Highlight Lisa wer?

    Selbstdarsteller*in auf der Suche nach den meisten Klicks.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 18.10.2020 13:17
      Highlight Highlight Beschreibst du dich gerade selbst?
  • Emil Eugster 18.10.2020 11:58
    Highlight Highlight Wenn man auf youtube rechtsextremes und islamfeindliches Gedankenschlecht verbreitet und absolut skrupellos alle Verschwörungsthesen und Lügen, kann man sehr schnell recht viel Geld machen damit.
    In Europa sind es viel Tausende in den USA sind es viele Millionen.
    Das reicht einigen als Motivation und Hass und Gewalt, die sie damit auslösen nehmen sie in kauf. Die treffen ja andere.
    • BVB 18.10.2020 17:34
      Highlight Highlight Man wird eher recht schnell demonitarisiert.
  • insert_brain_here 18.10.2020 11:21
    Highlight Highlight Als sie feststellt, dass ihre rassistischen Kumpels auch zu ihr nicht nett sind ändert sie flugs das Narrativ und erklärt sich zum unschuldigen Opfer, naja....
    • Steibocktschingg 18.10.2020 15:52
      Highlight Highlight Manchmal muss es einen selbst treffen, damit man merkt, was für einen Mist man eigentlich macht...
    • JaneSodaBorderless 18.10.2020 16:33
      Highlight Highlight .....immerhin hat sie geschallt, dass sie in einer menschenverachtenden Blase steckt, in der sie instrumentalisiert wird und sich davon distanziert.
      Ich find schon, dass sie auch Opfer ist. Nicht nur, aber auch. Sie ist jung, beeinflussbar, unbedarft und wohl nie richtig aufgeklärt worden, wie man sich im
      Internet verhält und wie Algorithmen wirken.


    • insert_brain_here 18.10.2020 17:34
      Highlight Highlight @Steibocktschingg: Es ist genau dieses „Es interessiert mich erst wenn ich selber betroffen bin“ das ich so zum kotzen finde. Unglaublich viele Menschen gehen mit dieser Einstellung durchs Leben und merkens nicht einmal.
  • Aniki 18.10.2020 11:15
    Highlight Highlight Rechtsextremismus ist ein Griff ins Klo. Besser spät als nie eingesehen.
  • Knety 18.10.2020 11:14
    Highlight Highlight Ich glaube der Frau kein Wort. Die wusste immer was sie tut.
  • hairypoppins 18.10.2020 10:36
    Highlight Highlight Das passiert schnell mit Menschen, die nicht gelernt haben zu hinterfragen
    • Garp 18.10.2020 12:17
      Highlight Highlight Das kann schnell passieren ja, wenn man so erzogen wird, dass man nicht hinterfragen darf, vor allem nicht Vater und Mutter.
  • Yamamoto /// FCK NZS 18.10.2020 10:33
    Highlight Highlight Sie hat sicher viele Fehler begangen, wahre Grösse zeigt eine Person aber dann, wenn sie zu diesen Fehlern steht und daraus lernt. Auch wenn ich die Skepsis einiger linker Menschen verstehen kann, bin ich der Meinung, dass solche AussteigerInnen eine zweite Chance verdient haben. Zudem kann ich mir kaum vorstellen, dass Lisa freiwillig die ganze Wut des braunen Mobs auf sich gezogen hätte, wenn sie es mit dem Ausstieg nicht ernst meinen würde. In diesem Sinne wünsche ich ihr viel Kraft auf ihrem Weg!
    • Asmodeus 18.10.2020 12:17
      Highlight Highlight Eigentlich vertrete ich die Meinung, dass jeder eine zweite Chance verdient hat.

      Aber wer sagt mir, dass sie nicht einfach bemerkt hat dass sich mit Nazis zu verbünden auf Dauer schlechte fürs Geschäft ist und sie einfach die Fronten gewechselt hat?

      Opportunismus pur halt.


      Der Zeitpunkt des Seitenwechsels kam ja auch sehr Kamerawirksam.
    • 8004 Zürich 18.10.2020 12:55
      Highlight Highlight Bin ganz bei Dir, bloss schau Dir von ihr einige Videos von vor 6Mt. bis jetzt. Es erweckt halt stark den Eindruck, dass sie einfach auf die für sie opportunere Seite gewechselt hat.
      An ihrem Speech hat sich auch nicht viel geändert, einfach die Begriffe hat sie ausgetauscht.
    • Yamamoto /// FCK NZS 18.10.2020 16:58
      Highlight Highlight @Asmodeus und 8004 Zürich Ja, es kann durchaus sein, dass sie es aus opportunistischen Gründen getan hat. Um das beurteilen zu können, kenne ich sie schlicht nicht gut genug.
  • Gipfeligeist 18.10.2020 10:33
    Highlight Highlight Ich sehe die Schuld nicht bei ihr, sich radikalisieriert zur AfD gefunden zu haben.
    Die Schuld liegt bei einem völlig ausgearteten Medienkonsum der falschen Medien. Wenn das Resultat von FB scrollen Angst und Hass ist, liegt das Problem dort!
  • Bluestar Bannen 18.10.2020 10:31
    Highlight Highlight Ein Klassisches Beispiel wie man sich die Ängste Einreden kann. Wie man sich aus einer begründeten Sorge in Panische Angst Verfällt. Da man ja bei den Sozialen Medien immer mehr auf noch Extremere Seite Verwiesen wird!
    Und es ist dann so das man die Realität total Ausblendet.
    Es ist als würde man alleine in der Nacht durch einen Wald laufen. Konzentriert man sich auf die Musik die man hört. Ist es nichts besonderes. Aber wenn man anfängt jedes Geräusch oder Bewegung als ein Versteckter Mörder der einem Auflauert zu sehen. Man wird in Panischer Angst weiter gehen! Die Gefahr ist Eingebildet!
    • Steibocktschingg 18.10.2020 15:55
      Highlight Highlight Zum Glück sind ja bekanntlich alle Ausländer und Muslime immer an diesem Verbrechen beteiligt und dürfen daher unter Generalverdacht gestellt werden, während die braven Einheimischen, bevorzugt schneeweiss und christlich, die reinsten Engel sind.

      Genau dieses Schwarz-Weiss-Denken verpestet die Gesellschaft und verhindert, dass man sinnvoll gegen Extremisten und Verbrechee vorgehen kann und Terror sowie Extremismus möglichst verhindern.

      Rechtsextreme Bubble halt.
    • Francis Begbie 18.10.2020 21:50
      Highlight Highlight „ Wie man sich aus einer begründeten Sorge in Panische Angst Verfällt.“
      Begündete Sorge betreffend was denn? Kopftuch, fremde Gene in Europa oder was denn sonst? Dein Denken ist genau so braun.
    • mystiker 18.10.2020 23:15
      Highlight Highlight "Bluestar Bannen

      ich frage mich, warum man diese art zu denken nicht schon in der schule thematisiert.

      Man kann es ja nicht erwarten, dass die Menschen das selber rausfinden.

      Was wirklich dagegen hilft ist Bildung. Nicht Bild.
  • goschi 18.10.2020 10:23
    Highlight Highlight "Für die Rechten ist sie eine Verräterin. Für die Linken ist sie unglaubwürdig."

    Ach... wenn es doch nur etwas gäbe, zwischen diesen beiden dogmatischen Extremen...
    Das wär mal was neues, nicht nur isso und nur so...

    Vielleicht sollte man das mal erfinden, könnte praktisch sein!
    • Garp 18.10.2020 12:15
      Highlight Highlight Rechts und Links sind nicht einfach Extreme, Du machst diese extreme Einteilung ohne zu differenzieren. Es geht mehr um Rechtsextreme und Linksextreme. <-----------------------------------> Es gibt eine ganze Bandbreite und nicht nur die Aussenpunkte.
    • Konsortin Sha'ira 18.10.2020 13:06
      Highlight Highlight 🤭
      Benutzer Bild
  • Bruno Wüthrich 18.10.2020 10:12
    Highlight Highlight Offenbar hat die Frau jemanden gefunden, der/dem es gelungen ist, dass sie ihre bisherige Meinung hinterfragt. Mich würde am ehesten interessieren, wie diese Person dies geschafft hat.

    Den Stab über Lisa sollte man nicht allzu leichtfertig brechen. Späte Einsicht ist immer noch sehr, sehr viel besser als gar keine Einsicht. Sie war auf einem falschen Weg. Hat dabei wohl auch Unheil angerichtet, oder zumindest mitgeholfen, Unheil anzurichten. Aber das ist jetzt Vergangenheit.

    Sie muss dafür sorgen, dass es nicht wieder die Zukunft wird. Kein Hin und Her !!!
  • Matrixx 18.10.2020 09:59
    Highlight Highlight Ein klassisches Beispiel dafür, wie man Menschen online radikalisiert, "ohne dass sie es wollen".
    Dabei kann man "Rechtsextreme" durch jedes andere beliebige Wort aus Politik und Religion ersetzen.
    • no-Name 18.10.2020 14:37
      Highlight Highlight Leider das Linke mit der argumentationslinie „ihr seid nur dumm und mit euch resen macht keinen sinn“ keine motivationsgrundlage bieten sich die andere seite mal anzuhören...

      Mit herz ist nicht nur wegen dem blut rot, dennoch habe ich bis heute vereinzelt rechte bis „völkische“ freunde. Es werden immer weniger. Nicht weil sie sich abwenden, sondern weil vorleben von offenheit und glück durch andersartigkeit/vielseitigkeit das beste argument gegen ausgrenzung und hass ist.

      Bedingt aber etwas mut für sich einzustehen und dem menschen trotzdem mit wertschätzung zu begegnen.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 18.10.2020 16:18
      Highlight Highlight Dann wär's echt an der Zeit, dass sich die Rechten von den Rechtspopulisten distanzieren und zeigen, dass sie mehr als Lügen, jammern, beschuldigen und heulen können.

      Eine Partei mit einer soliden bürgerlichen Politik würde ich gerne wählen.
      Aber so lange dieser Rolle die Horde Jammerlappen von der SVP füllen wollen, bleibe ich größtenteils bei der CVP, respektive der Mitte.
  • aglio e olio 18.10.2020 09:58
    Highlight Highlight Nur Facebook und Bildzeitung als Infoquelle?
    Abi machen und studieren?
    Die Frau ist in der Tat sehr widersprüchlich.
    Keine Ahnung was ich davon halten soll. Einiges erscheint sehr dumm, anderes nicht. Passt irgendwie nicht so ganz.
    • insert_brain_here 18.10.2020 11:25
      Highlight Highlight Ich denke ein Besuch beim Psychologen wäre dringend angesagt, da sie aber scheinbar beschlossen hat, dass sie bloss ein unschuldiges Opfer war wird das aber wohl kaum geschehen.
  • Pit Ralon 18.10.2020 09:24
    Highlight Highlight Sie wird entdeckt haben, wie man Äusseres und Meinung am besten vermarkten kann und unter Umständen schnell viel Geld damit verdienen kann. Ihre Gesinnung wird sie für das Kapital zurechtgebogen haben, sie schlägt Geld und Werbeaufträge daraus.
    Bitte nehmt Abstand von Influencern, schon das Wort sagt was sie mit euch machen. Ignoriert sie, ihr wollt euch selbst sein, einen eigenen Stil haben, dann entfernt euch von solchen Leuten ... das Anliegen dieser Menschen ist das gleiche wie das der Industrie - sie wollen euch etwas verkaufen. Mit Mensch und authentisch sein, hat das nichts zu tun.
  • swisszelli17 18.10.2020 09:22
    Highlight Highlight Der bittersüsse Effekt der Online-Berühmtheit. Zuerst geniesst Lisa es um dann zu merken, dass es zum grossen Problem wird. Ist doch ok wenn sich Leute grundsätzlich hinterfragen und auch mal ihren Standpunkt ändern. Es sollte immer Raum zur Veränderung und zum lernen geben. Weg des Lebens. Die erbarmungslose Online-Community hat dafür leider gar kein Verständnis. Kein Vergeben, kein Verzeihen, keine Veränderung mehr möglich. Das gibt zu denken.
  • RicoH 18.10.2020 09:17
    Highlight Highlight Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Wer sich mit dem "Teufel" verbündet, muss damit rechnen, dass ein "Ausstieg" nicht problemlos verläuft.
    Für mich ist das ein weiteres Beispiel dafür, welchen Schaden "Social Media" verursachen kann. Faktenfreie Meinungen und Hetze ohne Ende.
    • David Rüegg 18.10.2020 09:50
      Highlight Highlight Es ist tatsächlich zu hoffen, dass sie den Durchhaltewillen hat um den Ausstieg komplett zu schaffen. Ich bin aber eindeutig der Ansicht, dass sie eine Chance verdient hat und man sich versöhnlich zeigen soll. Solche Bubbles unterscheiden sich im Endeffekt kaum von Sekten und man kann sich von aussen wohl kaum vorstellen, welcher Gehirnwäsche betroffene Menschen in solchen Kreisen ausgesetzt sind.
    • Quo Vadis 18.10.2020 10:15
      Highlight Highlight Deine Einstellung war zu erwarten. Leute wie du bringen Leute nicht zusammen, sondern treiben sie weit auseinander.
    • Garp 18.10.2020 10:20
      Highlight Highlight Mitleid braucht auch kein Mensch, das kannst Du für Dich behalten. Etwas Mitgefühl wäre manchmal schon angebracht, es hilft auch beim Verstehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • S.Potter 18.10.2020 09:06
    Highlight Highlight Influenzerin?
    Das sagt ja schon alles. Immer schön dem Mainstream folgen um möglichst viele Klicks also Geld zu produzieren.
    • Matz 18.10.2020 09:48
      Highlight Highlight Dein Feindbild wurde bestätigt und du hast aus dem Artikel nur genau das rausgezogen.
      Ich denke ihr Weg wurde Nachvollziehbar aufgezeigt und sie hat sich erfolgreich gegen “ihren” mainstream gelöst - was angesichts ihrer situation sicher viel Mut gekostet haben dürfte. Ich weis nicht wie viele das könnten.
    • chnobli1896 18.10.2020 10:03
      Highlight Highlight Naja. Rechtsextremismus ist zum Glück (noch) nicht Mainstream.

      Aber prinzipiell hast du nicht unrecht.

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